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Denken mit Kinnert und Welzer - Podcast Archiv

80 Episoden
19 Minuten
Ausgehend von der Antrittsrede des ersten bundesdeutschen Digitalministers sprechen Kinnert und Welzer über das Phänomen, dass regelmäßig Begriffe in die öffentliche Debatte kommen, die in allgemeiner Übereinstimmung verwendet werden, ohne dass auch nur einmal ihr Sinn hinterfragt würde. So können sich aktuell alle hinter dem Ziel vereinen, „Bürokratie“ abzubauen, obwohl Bürokratie zum Beispiel auch den Sinn hat, Einzelfallgerechtigkeit herzustellen oder das Einhalten von Auflagen bei Unternehmen zu kontrollieren. Aber es könnte sein, dass „Bürokratieabbau“ eines von vielen U-Boot-Wörtern ist, bei denen etwas anderes intendiert ist als gesagt wird: der gute Bürokratieabbau könnte auch böse Entstaatlichung bedeuten.
15 Minuten
Deutsche Unternehmen bekommen derzeit „blaue Briefe“ von der US-Administration, mit denen sie aufgefordert werden, ihre Diversitäts- und Gleichstellungsstandards aufzugeben und etwa gruppenspezifische Förderprogramme einzustellen. Tun sie das nicht, ergeben sich daraus Beschränkungen der Geschäftsbeziehungen. Das betrifft nicht nur Großkonzerne, sondern zum Beispiel auch Anwaltskanzleien oder Agenturen. Die meisten von ihnen werden, sofern sie ansonsten einen Teil ihres Umsatzes verlieren, der Aufforderung nachkommen, was erhebliche Rückschritte in Bezug auf Minderheitenrechte bedeutet. Auch auf diese Weise schwappen antidemokratische und antimenschenrechtliche politische Maßnahmen aus den USA nach Europa, das ohnehin eine Kulturrevolution von rechts zu verzeichnen hat. Kinnert und Welzer sprechen über die Folgen und über Gegenstrategien.
19 Minuten
Kinnert und Welzer besprechen das Ergebnis der Regierungsbildung und finden einerseits die Berufung von Ministerinnen und Ministern etwa aus der Wirtschaft prinzipiell begrüßenswert, weil sie nicht dem Schema der „üblichen Verdächtigen“ entspricht.
17 Minuten
Das Gutachten des Verfassungsschutzes, das die AfD als rechtsextrem einstuft, hat - sofern des Bestand haben wird - erhebliche Folgen für die Finanzierung der Partei und auch für die berufliche Zukunft nicht weniger Parteimitglieder. Kinnert & Welzer diskutieren das auch vor dem Hintergrund der Frage eines möglichen Parteiverbots, meinen aber, dass die Politik die Wichtigkeit der Arbeit von Institutionen wie eben dem Verfassungsschutz für die Demokratie viel deutlicher herausstellen sollte, anstatt nur in den wie üblich verteilten Rollen Statements dazu abzugeben.
19 Minuten
Kinnert und Welzer besprechen das Ergebnis der Regierungsbildung und finden einerseits die Berufung von Ministerinnen und Ministern etwa aus der Wirtschaft prinzipiell begrüßenswert, weil sie nicht dem Schema der „üblichen Verdächtigen“ entspricht. Andererseits deutet sich aber auch personell eine Intensivierung des Kulturkampfs gegen linksgrün an, die angesichts der Entwicklung, wie sie aus den USA herüberzuschwappen droht, als ungut erscheint. Sind wir auf dem Weg in eine Art Gegenmoderne?
16 Minuten
Franziskus war ein anderer Papst als seine Vorgänger, jemand, der ein hohes Maß an persönlicher Glaubwürdigkeit und Authenizität verkörperte. Was er auch in seinem Auftreten, mit seiner Dienstwohnung, seinem kleinen Auto und seiner Nahbarkeit verkörperte, war ein anderes Bild des Oberhaupts der Katholischen Kirche, als man es bis dato kannte. Dieser Papst war dicht an den virulenten Problemen der Gegenwart und er hatte keine vorgestanzten Antworten darauf.
17 Minuten
Die Trommelfeuer von Dekreten und Maßnahmen des Trump-Regimes nehmen nicht ab.

Kontraintuitiv

15 Minuten
Der tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungsprozess, den wir gerade erleben, verkörpert sich auch in der offenbar wachsenden Abkoppelung superreicher Menschen vom großen Rest der gewöhnlichen Welt.
15 Minuten
Der Mainzer Historiker Andreas Rödder fordert von seiner Partei, der CDU, eine Abkehr vom Konzept der Brandmauer und stattdessen eine „koordinierte Gesprächsbereitschaft“, auch mit Parteien wie BSW, Linke und AfD. Kinnert und Welzer teilen nicht Rödders Begründungen, sehen aber das Problem, dass statt des politischen Wettbewerbs gerade unter schwierigen Mehrheitsverhältnissen zunehmend eine Verengung der politischen Inhalte und eine Kultur der Lagerbildung zu verzeichnen ist.
18 Minuten
Ein unkontrollierter und ungezähmter Kapitalismus verfolgt das Ziel der Landnahme: immer weitere Ressourcen werden erschlossen, immer größere Teile der Welt ausgebeutet. Nach zwei Jahrhunderten der auf das Außen gerichteten Landnahme erfolgt nun die Kolonisierung der Innenwelten durch die Internetkonzerne, zugleich erobert die libertäre Ideologie immer mehr politischen Raum. Kinnert und Welzer finden das sehr bedenklich.
16 Minuten
Angesichts der spektakulären Schuldenbeschlüsse des alten Bundestags für die neue Regierung diskutieren Kinnert und Welzer, dass dahinter nicht nur eine heftige Generationenungerechtigkeit verborgen ist.
16 Minuten
Die Arbeit von Institutionen wie zum Beispiel der Polizei wird durch die Medien erschwert, die sich in ihrer Dauererregung auf „Fälle“ stürzen, deren Tatumstände oft noch gar nicht geklärt sind.
19 Minuten
Analysen zeigen, dass junge Männer deutlicher zum rechten Rand tendieren als junge Frauen.
19 Minuten
Kinnert und Welzer werten das Wahlergebnis aus und kommen zu dem Schluss, dass sie die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler nicht hat hysterisieren lassen.
19 Minuten
Kinnert und Welzer werten das Wahlergebnis aus und kommen zu dem Schluss, dass sie die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler nicht hat hysterisieren lassen...