Wiener Börse Podcast Archiv
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9 Minuten
Athos Immobilien hat bereits vor Corona angefangen, sich von Gewerbeimmobilien zu trennen. Dieser Prozess wurde durch die Pandemie noch beschleunigt. CEO Manfred Pammer: "Das ist schon fast abgeschlossen." Diese Verkäufe bringen Geld in die Kassen und sorgen für einen "Sondertatbestand" von 5,3 Mio. Euro Jahresüberschuss nach 1,6 Mio. im Vorjahr. Ein Teil davon soll nun an die Aktionäre ausgeschüttet werden: 1,40 Euro Dividende je Aktie setzen sich zusammen aus 0,80 Euro Dividende und 0,60 Euro Sonderdividende. Auch 2021 könnten noch weitere Verkäufe aus dem Gewerbebereich hinzukommen. Im Wohnungsbereich soll dagegen zugekauft werden: aus den aktuell rund 74 % Wohnungsanteil, sollen mindestens 80 % werden: "Wir wollen einen Achter vorne stehen haben bei der Verteilung des Kuchens."
15 Minuten
Brauchen wir auch eine neue Definition von Value und Groth? Fondsmanager Alois Wögerbauer: "Eigentlich war der österreichische Gesamtmarkt seit November 2020 ein Renner. Österreich ist quasi Value pur. Eine typische Börse mit Value-Titeln. Und seit dem läuft Value gut, und das begann mit den Impfhoffnungen im November seit dem läuft auch Österreich gut und der ATX ist heuer auch 2-stellig im Plus. Die Renner waren dann auch klarerweise logisch, es waren die Energietitel wie eine OMV und eine SBO, die auch den Ölpreisanstieg mitgemacht haben. Es waren auch die Banken wie Erste und Raiffeisenbank, die auch das Kurscomeback nachvollzogen haben. Und nachdem Value noch ein paar Quartale laufen wird, sind die Aussichten für die Wiener Börse weiterhin intakt." Weitere Meinungen zu: FACC, Marinomed eine kleine feine Perle, Polytec halte ich derzeit für sehr interessant, Immobilienwerte Österreich, ... Semperit.
12 Minuten
Die private Meinung von Herbert Schmarl: "Statt vor der Inflation, haben die Notenbanken eher Angst vor einem wirtschaftlichen Abschwung und immer noch vor dem Deflationsgespenst mit dem Japan ja seit 30 Jahren zu kämpfen hat." Zu Gold: "Um eine konkrete Aussage zu machen: jemand, der anlegt und nicht kurzfristig spekuliert, der eine Vision hat, für den würde ich uneingeschränkt Gold zum Kauf auf 5-10 Jahre empfehlen. - Das, was wir derzeit sehen, hat nichts mit einer Rohstoff-Hausse zu tun. Ganz klare Aussage: Wir sind in einer mehrjährigen Bodenbildung des Rohstoff-Index. Auf die Frage, wie lange dauert eine Rohstoff-Hausse: Ganz klares Ja, wir sind jetzt im Ideal-Zeitpunkt, um in Rohstoffe einzusteigen, wenn man die Streuung einhält."
13 Minuten
250 Jahre Wiener Börse, eine der ältesten Wertpapierbörsen der Welt. Stehen die besten Zeiten erst noch bevor? Fritz Mostböck, Head of Group Research der Erste Group Bank AG: "Es wird nicht mehr so sein können, wie das vor 1990 war, als die Börse von Jim Rogers entdeckt wurde. Aber der Markt bleibt ein Hub für Zentral- und Osteuropa. Und das ist nach wie vor der Treiber für die Wiener Börse." Eine Sache ist anders als in den letzten 250 Jahren: Es gibt im Prinzip keinen Zins mehr, somit fließt viel Geld in den Aktienmarkt. Und die Sektorrotation sorgt dafür, dass gerade Zykliker gut laufen. Könnte das dem ATX Schwung bringen? Welche Aktien favorisiert Fritz Mostböck aktuell?
13 Minuten
eSports boomt und das nicht nur seit den Corona-Lockdowns. eSports das besteht aus: Erlösen in den Bereichen Merchandising & Ticketverkäufe, Sponsoring, Medienrechte, Digital, Streaming und Game-Publisher-Gebühren, News, Wetter, Preisgelder und Mannschaften für Videospiel und Gaming. In der Regel werden Wettkämpfe mit dem Mehrspielermodus eines Computerspieles ausgetragen. XB Systems AG ist mit seinen Portalen der Wettmarke BUFF.bet und den Portaldienst (Content-Aggregator) BUFFHUB ein Anbieter von eSportnews und eSportswetten. Capital Markets Coach ist die Baader Bank AG. Die 6.336.923 ausgegebenen Aktien des eSports-Emittenten werden an der Wiener Börse im direct market plus unter dem Symbol "XBS" gehandelt. Das Unternehmen wurde 2016 gegründet, "um Anwendern hochmoderne eSports-B2C-Lösungen anzubieten, die auf Analysen, Daten und Fakten basieren."
14 Minuten
Der österreichische Ökostromversorger Verbund erhöhte trotz Corona sein Konzernergebnis um 13,8 % auf 631,4 Mio. Euro. Pro Aktie stieg der Gewinn auf 1,82 (1,60) Euro, die Dividende soll um 9 % auf 75 Cent je Aktie erhöht werden. Michael Strugl CEO Verbund: "Ich sehe Verbund vom Versorger hin zu einem führenden Unternehmen dieser Energiewende, indem wir auf der einen Seite ein Dual-Carrier bei der Erzeugung werden, also auch mit einer Wasserstoff-Option und auf der anderen Seite ein starker Renewable-Player, der aber auch sein Erzeugungs-Portfolio diversifiziert in Richtung Photovoltaik und Wind, wir sind ja bisher ein Hydro-Player gewesen. Und wir werden damit zum Dekarbonisierungspartner der Industrie."
12 Minuten
Christoph Boschan CEO der Wiener Börse redet Tacheles über Bitcoin-Spekulationen und kriminellen Zahlungsverkehr: "Ich bin selbst überrascht, welche Radikalität meine Aussagen auslösen! Wie: "Regulieren Sie Bitcoin (BTC) wie eine Währung oder Finanzinstrument und er verliert seinen Wert." "Bei der Währung, schauen Sie ins Grundgesetz Europas bei der Definition, dass die EZB das exklusive und alleinige recht hat, eine Währung zu begeben. In dem Moment, wo der Bitcoin als Währung identifiziert wird, ist er sofort illegal!" - "Oder Bitcoin diene nur der Spekulation und dem kriminellen Zahlungsverkehr?". "Wenn immer die Wiener Börse Cyber-Attacken ausgesetzt ist, kommen Zahlungsaufforderungen in Bitcoin." - Wie passt das mit dem Listing zweier BTC-ETPs an der Wiener Börse zusammen? - Aktuell gab es die größte Fundingrunde für ein Fintech in Wien mit 170 Mio. Euro (unter anderem von Peter Thiel) für den BTC-Händler Bitpanda, wird Wien jetzt zur Geldwaschmaschine Europas?
12 Minuten
Die Österreichische Post verdient im Coronajahr 2020 deutlich weniger: sowohl Konzernergebnis als auch EBIT sinken um 20 %. Grund sind neben Coronaeffekten auch die Kosten für den Aufbau der Bankentochter Bank99. Der Trend der Vergangenheit hat sich beschleunigt: mehr Paket (+44 %), weniger Briefgeschäft und Filialgeschäft. IR-Chef Harald Hagenauer: "Der Produktmix wird sich ändern. Es entwickelt sich in die Verteilung 50 % Brief und 50 % Paket und nicht mehr wie früher 70/30". Mit sinkendem Gewinn soll auch die Dividende gekürzt werden, 1,60 sind der Vorschlag, in den Vorjahren wurden 2,08 Euro je Aktie ausgeschüttet. 2021 soll wieder der Wachstumspfad eingeschlagen werden. Zum Erfolg der Zukunft beitragen soll auch der Deal mit ProSiebenSat.1 und die Nachhaltigkeitsstrategie.
9 Minuten
Lenzing CEO Stefan Doboczky nimmt kein Blatt vor den Mund: "Das war die schwierigste Krise in der Textilindustrie für sicherlich viele Jahrzehnte. Die Preise für Fasern waren auf historischen Tiefständen und man konnte die Rohstoffkosten nicht mal im Ansatz zurückverdienen." In Summe ging der Umsatz zurück 2020 um 22 % auf EUR 1,6 Mrd. Unterm Strich steht ein Minus von 10,6 Mio. (nach Plus EUR 115 Mio. 2019). Aber Lenzing hat die Krise genutzt und ist flexibler geworden. "Verpasse keine gute Krise, da kannst du dich neu aufstellen dabei, da kannst du was lernen." Geholfen hat auch, dass die Nachfrage wieder angezogen hat. Trotzdem wird es keine Dividende geben. "Investoren werden in Zukunft noch viel Freude mit der Lenzing haben, für dieses Jahr bitte ich aber um Verständnis, wir investieren erst in Wachstum (CAPEX for growth), dann kommt die Dividende." Auch zum mutmaßlichen Maskenskandal im Joint Venture Hygiene Austria nimmt der CEO Stellung.
15 Minuten
Gregor Rosinger hat als Investor jahrzehntelange Erfahrung und im Laufe seiner Karriere 64 Unternehmen an die Börse gebracht. Wie beurteilt er die aktuelle Marktphase? Gibt es mehr Listings und IPOs als sonst oder wird nur mehr drüber berichtet? Wie sind die vielen neuen Marktteilnehmer einzuordnen und welche Rolle spielen Reddit und die Gamestop-Geschichte? Mit welcher Strategie begegnet er der aktuellen Marktphase und welchen Rat hat er an (nicht nur junge und unerfahrene) Investoren und Aktionäre?
13 Minuten
Derzeit ist die Stimmung gut und es ist auch reichlich Liquidität vorhanden, um Unternehmen an die Börse zu bringen oder Kapitalerhöhungen durchzuführen. Eduard Berger, Direktor Wiener Privatbank: "Allerdings halten sich große Investoren bei Microchips eher zurück. Das macht die Sache kompliziert." Aber nicht unmöglich. "Derzeit sehe ich gute Chancen, dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Unternehmen in den direct market plus bringen können." Was sind die Zutaten für einen erfolgreichen Börsengang? "Neugier, Vertrauen und Liquidität." Das Ziel lautet, ein richtiger Börsenwert zu werden, mit entsprechender Liquidität, damit auch Fonds einsteigen können.
18 Minuten
Vienna Insurance Group CEO Prof. Elisabeth Stadler: "Die Hauptveränderungen im Pandemiejahr 2020 waren zum Beispiel ganz klar in der geringeren Mobilität in der Autoversicherung. Auf der anderen Seite hatten wir mehr Haushaltsunfälle verzeichnet, da die Menschen im Homeoffice verunfallt sind, dafür haben wir weniger Freizeitunfälle. Die größte Auswirkung war für uns die volatile Situation auf den Kapitalmärkten." Der Gewinn vor Steuern erreicht mit 346 Mio. Euro die obere Bandbreite der Prognose, das Gesamtprämienvolumen stieg auf 10,43 Mrd. Euro. Die Highlights des VIG-Jahres: Beteiligung an der Apeiron Biologics AG, VIG und C-Quadrat gründen Joint Venture in Polen, VIG geht in Polen mit Start-up "Beesafe" an den Start und das größte Ereignis war der Kauf des Zentral- und Osteuropageschäft des niederländischen Versicherers Aegon für 830 Mio. Euro.
8 Minuten
Mehr Daten, mehr Kunden, mehr Umsatz. Mit den Lösungen von beaconsmind sollen Kunden von Einzelhändlern direkt und ortsgenau angesprochen werden. CEO und Gründer Max Weiland: "Wir bauen die Brücke zwischen dem stationären Handel und dem Online-Geschäft." Seit 9.3.2021 ist die beaconsmind Aktie neben der Euronext in Paris auch an der Börse in Wien gelistet. "Das ist ein hervorragender Börsenplatz, um deutschsprachige Investoren besser anzusprechen und unsere Reichweite auszubauen." Die Mission: "Wir helfen unseren Kunden, deren Kunden noch besser kennenzulernen."
1 Stunde
In the recording of the live stream kick-off event from 4 March Didier Sornette, Professor and Risk Scientist, ETH Zurich and Monika Rosen-Philipp, Head of Research, UniCredit Bank Austria discussed the venture of predicting the future and how we can better navigate uncertainty. Major challenges and crises have often seemingly come out of the blue. However, our knowledge of complex systems is increasing. From the financial crisis to corona crisis, what are the lessons to be learnt? How can companies and investors prepare for the future and navigate uncertainty? Hear an inspiring expert talk moderated by financial journalist Matthias Georg Wabl.
13 Minuten
Kaum jemand erklärt die Börse so griffig und anschaulich wie Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. Und auch in der Corona-Krise hat er eine klare Meinung: "Wir müssen lernen mit Corona umzugehen, wir können unsere Wirtschaft nicht weiter abschmieren lassen." Für die Börse sieht er grünes Licht, die Kurse sind weiter getrieben von den Notenbanken. "Wir erleben das Ende der Fundamental-Baisse und die Fortsetzung der Liquiditäts-Hausse". Werden die Pandemie-Gewinner weiter boomen? "HelloFresh: Das ist wie Honeymoon, dann kommt der Alltag, dann kann auch mal Geschirr fliegen." Auch bei den Techwerten kann Geschirr fliegen. Es wird volatil. Das ist aber per se nichts Schlechtes."