Wiener Börse Podcast Archiv
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13 Minuten
CEO Karl-Heinz Strauss: "Natürlich wird eine kleine Konjunkturdelle kommen, wie ich sie bezeichnen würde, die hat natürlich viele Auslöser. Einerseits in Deutschland die Standort-Debatte. Ist Deutschland noch für die Industrie aktiv? Wir sehen, dass sehr viele Deutsche Industriebetriebe auch in Deutschland noch investieren. Und ich sage bewusst noch investieren. Man muss jetzt aufpassen, dass die Industrie nicht zu den großen Fördertöpfen in den USA, Großbritannien oder Kanada ausweichen. Aber die Auto-, die Pharmaindustrie investiert viel in Deutschland. Wir sehen auch sehr viele Ausschreibungen!" - Porr lieferte solide Q2-Zahlen. Die operativen Ergebnisse entsprachen den Erwartungen der Analysten, während der starke Auftragseingang positiv überraschte. Insgesamt beträgt der neue Auftragseingang im ersten Halbjahr 2023 3,8 Mrd. Euro (+25 %) und damit gesamt bei über 9 Mrd. Euro. Weitere wichtige Kennzahlen: EBT: Steigerung auf 27,5 Mio. (+24,6 %), das Periodenergebnis erreiche 18,6 Mio. Euro nach 15,6 Mio. zuvor.
14 Minuten
Wie groß ist die Krise in China, Herr Rosinger? Sehen wir etwa eine neue Lehman-Pleite? "Es knistert im Gebälk", mehr noch: Insbesondere in der Immobilienbranche "kracht es wie eine Kaisersemmel". "Das Wohlstandsversprechen ist gefallen", erklärt Rosinger. Ein drohender Crash hätte auch Auswirkungen auf die weltweite Finanzszene, denn anders als bei Lehman handelt es sich in Chinas Wirtschaft nicht um Luftgeschäfte, sondern um reale Assets. (Teil 1)
16 Minuten
Rasche Arzttermine online buchen auf Uniqa.at. - Rasche Arzttermine, gibt es so etwas wirklich? Andreas Brandstetter, CEO. "Ja, wir versuchen es, indem wir Vertragspartnerschaften mit Ärzten eingehen, um unseren 1,5 Mio. privat Gesundheitsversicherten einen schnelleren und besseren Service zu bieten. Wir denken, dass Gesundheit das große Thema in den nächsten Jahrzehnten sein wird. Weil die Staaten nicht in der Lage sind, die Bedürfnisse Ihrer Bürger erstklassig zu befriedigen. Wir bieten zum Beispiel einen Service an von Fr. 18:00 Uhr bis Mo. 6:00, dass unsere Kunden jederzeit in eines unserer 5 Privatspitäler gehen können, wenn Sie medizinische Probleme haben. - Wir werden dafür etliche Rubel bekommen", so Brandstetter auch zum Verkauf der Raiffeisen Life in Russland. - "Das Geschäft brummt weiter!" Die Prämien in H1/2023 sind gestiegen um 8 % auf 3,7 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Steuern stieg deutlich auf 216 Millionen Euro. Das Periodenergebnis lag bei 172 Mio. nach 84 vor einem Jahr +105 %.
22 Minuten
Was stirbt zuerst, die Wirtschaft oder die Inflation? - Wer hat sich bereichert? Wolfgang Matejka Asset-Manager: "Du würgst den Patienten, bis er sich nicht mehr bewegen möchte. Ich glaube, der aktuelle Zinstrend ist: Wenn diese Schmerzen, denen der Ursachen überwiegen, dann wird gestoppt. Dann hören wir auf, denn umbringen wollen wir den Patienten nicht." - Spruch Richtung Deutschland: Zeigen klemmende Landeklappen der Außenministerin nicht den Zustand Deutschlands? - "Der Industrie zuzuhören, wie sie ihre Investitionen planen, das ist eine der Kerngrößen, die ein Politiker in sich tragen muss. Deutschland bietet keine Sicherheit für Investoren. Deutschland ruft nach den Schlafwagen der ÖBB, so eine Peinlichkeit! Q2 - Europa leider Gottes schlechter als die Amerikaner. Achtung, in Australien werden die LNG-Terminals bestreikt!"
15 Minuten
Nachhaltigkeit an der Wiener Börse: entweder mit ESG-Anleihen / Green Bonds oder mit dem österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX. - Reinhard Friesenbichler, rfu: "Es stellt sich immer wieder die Frage, zahlt sich nachhaltiges Investment aus? Die Antwort: Nachhaltigkeit rechnet sich!" In Österreich sind die Mittelverwendungen im Bereich des sozialen Wohnbaus, Green Buildings sowie im Office- und gewerblichen Bereich besonders stark. Das liegt an der großen Bedeutung von Banken als Greenbond-Emittenten. "Es ist eine sehr große Kredit-Kategorie. Weitere Finanzierungsfelder sind erneuerbare Energien, alles was mit Windkraft, Wasserkraft oder Energiesparten zu tun hat. Oder aus dem Sozial-Bereich kann ich Ihnen die Finanzierung einer Demenz-Einrichtung nennen."
12 Minuten
FACC und Frequentis hatten schon am Vortag berichtet, dass beide Firmen vom Aufschwung der Luftfahrtindustrie profitieren. Heute kommen die Zahlen vom Flughafen Wien. Passagierzahlen und Finanzzahlen. Auch der Flughafen Wien profitiert von der Erholung in Tourismus, Businessflügen und Cargo. Das Geschäft hat das Niveau von 2019 wieder erreicht: dem (Rekord)Jahr vor der Coronakrise. In gleichem Maße steigt auch die "Konsumlogistik" auf dem Areal des Flughafens Wien. Essen, Shoppen und Parken in erster Line. Die Steigerung des Non-Aviation-Einkommens hat eine hohe Priorität, so Head of Capital Markets Bernd Maurer. H1/2023: Der Umsatz steigt auf 428,1 Mio., das Periodenergebnis klettert auf 82,7 Mio. Euro. "Wir haben die Prognose angehoben und werden uns steigern in Ergebnis und Umsatz."
15 Minuten
Die Marinomed hat drei Produkt-Asse im Ärmel: Carragelose, Budesolv und Tacrosolv. Ein viertes Ass sind Augentropfen (auch) als Lifestyleartikel, damit die Augen frischer wirken. Ein Angebot, das besonders in Japan "wahnsinnig läuft", so CEO Andreas Grassauer. Eine "erwartbare Entwicklung" erkennt er in den Halbjahreszahlen 2023: Marinomed berichtet von einem Umsatzanstieg von 7 % auf 5,2 Mio. Euro, der vollständig auf das Carragelose-Geschäft zurückzuführen ist. Das EBIT betrug - 2,9 Mio. Die Cashposition liegt bei 5,4 Mio. Genug für den Wachstumskurs. Das Fernziel kann also nur lauten: Profitabilität. "Eines der schönsten Dinge wäre es doch, auf der Hauptversammlung eine Dividende verkünden zu können. Daran arbeiten mir. Das ist Aufgabe des Managements. Das ist meine Aufgabe!"
12 Minuten
Die Meldungen aus der Luftfahrtindustrie ähneln sich auf positive Art und Weise. Flughafen Frankfurt, Frequentis, Lufthansa, Rekordbestellungen bei der Paris Air Show. FACC reiht sich nahtlos ein: deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung im 1. Halbjahr 2023. In Zahlen Umsatz wächst um knapp ein Drittel auf 355 Mio. Euro, EBIT von 6,1 Mio. auf 14,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt. CEO Robert Machtlinger: "Kurzstrecke, Mittelstrecke und die Wide-Bodies auf der Langstrecke. In allen Bereichen sehen wir deutliche Steigerungen." Die Auftragsbücher sind voll und FACC sucht gute Mitarbeiter. "Seit 18 Monaten planen wir einen intensiven Aufbau von Mitarbeitern weltweit mit attraktiven Angeboten. Derzeit starten jede Woche 15-25 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Urban Mobility hat der Experimentierstatus verlassen "2024 beginnt die Serienfertigung!"
17 Minuten
Frequentis wächst, die Nachfrage ist stark, langfristig und weitgehend krisenresistent. 2.200 Mitarbeiter erwirtschafteten 2022 einen Umsatz von EUR 386 Mio. und ein EBIT von 25 Mio. Euro. Auch 2023 bleibt Frequentis auf Wachstumskurs. Die Zwischenbilanz nach 6 Monaten: Umsatz +12 % auf EUR 187 Mio. Euro, Auftragseingang +29 % auf 208 Mio. Euro. Auftragsbestand jetzt 547 Mio. Euro. CEO Norbert Haslacher: "Wir folgen den beiden Megatrends Sicherheit sowie Mobilitätsbedürfnis von Menschen und Waren." Das Ergebnis zum Halbjahr ist mit minus 0,3 Mio. Euro leicht negativ. "Das ist der Besonderheit des Behördengeschäftes geschuldet. Projekte werden am Jahresende abgerechnet. Wir kennen das, müssen das aber immer wieder erklären." Warum nur Nischenchampion? "Understatement steht uns besser. Wir denken in Generationen und nicht in Quartalen. Analysten sagen: Wir "underpromisen" und "overdelivern". Im Sicherheitsbereich sollte man nicht zu sehr prahlen."
10 Minuten
s brannte fast überall von Spanien, Portugal bis rüber nach Griechenland, warum kommen hier (noch keine) neuen Bestellungen für Waldlöschfahrzeuge? - CEO Sebastian Wolf: "Wir haben nach wie vor Probleme, die Fahrgestelle genauso zu bekommen, wie wir sie gerne hätten. Etwa jedes 2 Fahrgestell ist noch zu spät! Wir würden auch noch mehr verarbeiten könnten, als wir bekommen. In unserer Branche ist noch keine Rezession in Sicht." Raiffeisen Research kommentiert:"Die Zahlen für das zweite Quartal ergeben ein insgesamt solides Bild und die Jahresziele erscheinen erreichbar. Jedoch bleibt der signifikante Bedarf einer Bilanzverbesserung unserer Meinung nach ein Schwachpunkt." - Restrukturierungsmaßnahmen brachten den operativen Turnaround, das EBIT liegt im 2. Quartal 2023 bei 5,6 Mio. Euro und ist damit auch nach den ersten sechs Monaten wieder positiv!
13 Minuten
Harald Hagenauer, Leiter IR bei der Österreichischen Post, über die Krise des stationären Handels, die Konkurrenz anderer Dienstleister wie Amazon und den Umgang mit der Inflation - nicht zuletzt beim Partner Arras in der Türkei. Hagenauer sieht hier die Ursachen für die "Kostenauftriebe" und "Währungsturbulenzen". "Das Gebot der Stunde: Monatlich seine Cashbestände auch in Hard currency haben." Zu den H1-2023-Zahlen: Umsatzerlöse +6,0 % auf 1,3 Mrd. Euro gerundet, Gewinn als EBIT +4,6 % auf 95,2 Mio. Euro.
12 Minuten
Die Polytec Group ist ein Automobilzulieferer und Kunststoffverarbeiter vom Quadrocopter bis Batterieproduktionen. Aufträge vs. Rezession. Zur Lage in der Fahrzeugproduktion erklärt CEO und COO Markus Huemer: "Grundsätzlich hat sich die Stabilität verbessert, wir sind aber weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Aber es ist vorhersehbarer." Markterholung und Produktneuanläufe sorgen für Umsatz-Plus. Der frischgebackene CFO Markus Mühlböck gibt Auskunft über die Zahlen des ersten Halbjahres 2023: Beim Umsatz verzeichnet das Unternehmen ein Plus von 19 % auf 340 Mio. Euro, das EBIT beläuft sich auf 0,3 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern: Minus 3,7 Mio.
13 Minuten
Krise im Bau? Ja, aber die Wienerberger ist breit genug aufgestellt, um diese Flaute zu durchschiffen. Die vor Jahren begonnene Transformation zum Systemanbieter macht sich wieder einmal bezahlt. "Die Flaute im Neubau betrifft besonders Deutschland (minus 40 %). Die Krise am Bau ist aber auch ein europäisches Problem", so Dr. Heimo Scheuch, CEO der Wienerberger. Schuld sind die hohen Zinsen. Mehr noch: "Die höheren Zinsen sind nicht das richtige Mittel, Europa voranzubringen." Der soziale Wohnungsbau befindet sich im Stau, die strenge Regulatorik der Politik hemmt die Wirtschaft. "Hier müssen wir alle gemeinsam dran arbeiten!" Die Zahlen für das Halbjahr 2023: Der Umsatz geht zurück von 2,6 auf 2,2 Mrd. Euro. Auch das Ergebnis reduziert sich von 545 auf 454 Mio. Dennoch spricht Scheuch angesichts des herausfordernden Umfelds von einem starken Ergebnis. "In einem rückläufigen Markt bestätigt Wienerberger die Ergebnisprognose. Das ist eigentlich eine Prognoseanhebung!"
22 Minuten
"IPO Success Stories" – gemeinsam mit Trending Topics sprechen wir mit einigen der angesehensten und wichtigsten Unternehmerinnen und Unternehmern Österreichs über den Weg ihrer Firmen an die Börse. Palfinger ist seit der Gründung 1932 zum weltweit führenden Produzenten und Anbieter innovativer Kran- und Hebelösungen aufgestiegen. Der Ursprung des Unternehmens liegt in einer von Richard Palfinger gegründeten Reparatur- und Schlosserwerkstatt. Mit der Spezialisierung auf hydraulische Ladekräne legte sein Sohn Hubert Palfinger 1964 den Grundstein für das heutige Unternehmen. 2022 lag der Umsatz bei 2,2 Milliarden Euro, weltweit sind 12.500 Menschen für das Salzburger Unternehmen tätig. 1999 war schließlich ein entscheidendes Jahr der Erfolgsgeschichte. In diesem Jahr ging Palfinger an die Börse.
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"IPO Success Stories" – gemeinsam mit Trending Topics sprechen wir mit einigen der angesehensten und wichtigsten Unternehmerinnen und Unternehmern Österreichs über den Weg ihrer Firmen an die Börse. „Wenn man den Börsengang geschafft hat, und der ist schwierig genug, dann muss man mal groß feiern.“ Die große Feier, die gab es für das im Sicherheitsbereich angesiedelte Wiener Tech-Unternehmen Frequentis im Jahr 2019. Da ging die Firma mit mehr als 45.000 Arbeitsplätzen in rund 150 Ländern an die Börse. Frequentis ist mit dem IPO im Rücken stark gewachsen, die Marktkapitalisierung verdoppelte sich seither fast. „Der Börsengang war ein Riesenschritt für die Frequentis-Gruppe, eine tolle Team-Leistung hat uns das ermöglicht“, sagt Norbert Haslacher, Vorstandsvorsitzender der Frequentis AG im Gespräch. Die Wurzeln das Unternehmens liegen im Jahr 1947, als Unternehmer Emanuel Strunz für den Wiederaufbau der Nachkriegszeit technische Produkte, unter anderem Funkanlagen, produzieren ließ. 1986 übernahm dann Hannes Bardach im Zuge eines Management-Buy-outs die Firma. Von damals 4 Mio. Euro Umsatz wuchs Frequentis auf 386 Mio. Euro im Jahr 2022