Wiener Börse Podcast Archiv
698 Episoden
13 Minuten
"Es ist super langweilig zu sein", kommentiert CEO Dr. Andreas Brandstetter die Q1-Zahlen 2025 der Uniqa. Das Quartal lässt sich so zusammenfassen: Alles positiv - mehr Umsatz, mehr Gewinn, Stabilität in unruhigen Zeiten und keine Großschäden. Das Konzernergebnis stieg um fast 11 % auf 118,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern wuchs um rund 4 % auf 151 Mio. Euro.: - Polen als Wachstumslokomotive in Europa. - Die Combined Ratio nach Rückversicherung sank auf 88,2 %. Das ist eine hervorragende Zahl. Das bedeutet: Von jedem Euro, den Uniqa an Prämien einnimmt, werden im Durchschnitt nur 88,2 Cent für Schadenzahlungen und Betriebskosten ausgegeben. Ein weiteres Thema ist "Beyond Banking" - das Ziel ist, lebensbegleitende Lösungen durch starke Ökosysteme und Synergien zu schaffen. Nun hat sich die Raiffeisen-Holding an Mavi Work beteiligt.
19 Minuten
Solide Stabilität des Wiener Kapitalmarkts zu Gast auf der Invest Stuttgart sowie eine angenehme Portion Wiener Schmäh im Podcast-Camper des Börsenradio. Das infrastrukturell arg gebeutelte Deutschland heißt Porr, die Vienne Insurance Group (VIG) und Frequentis herzlich willkommen! "Wir wollen gerne mit den deutschen Investoren ins Gespräch kommen", so Stefan Marin vom Weltmarktführer Frequentis. Porr baut gewissermaßen vor der Haustür (Stichwort "Stuttgart21"). Am meisten neben der Dividende interessiert die Privatanleger aber die Frage nach der Quellensteuer, so Lisa Galuska (IR Porr). Fließen deutsche Investitionen auch in die Versicherungsbranche? Nina Higatzberger-Schwarz von der VIG: "Jeder Wert, der geschaffen wird, sollte auch versichert werden." Flapsig formuliert: Viele österreichische Unternehmen brauchen die "Piefke", und die "Piefke" setzen verstärkt auf österreichische Unternehmen.
17 Minuten
"Ein Desaster" - so beschreibt Agrana-CEO Stefan Büttner die Lage im Zuckermarkt. Günstige Konkurrenz aus der Ukraine zwingt das Unternehmen zu schmerzhaften Kürzungen. Im Interview spricht Büttner über Verluste, Werkschließungen, stagnierende Märkte und erklärt, warum Agrana trotz allem an der Dividende festhält. Auch Bioethanol, Stärke und Nachhaltigkeit stehen im Fokus. Klartext zu einer Branche unter Druck.
6 Minuten
Thomas Arnoldner, Co-CEO der A1 Telekom Austria, sieht das Unternehmen trotz schwächelnder Konjunktur in Österreich auf Kurs. Im Börsenradio-Interview spricht er über solide Quartalszahlen, starke Wachstumsimpulse aus Osteuropa und die strategische Bedeutung der hohen Marge im Ausland. A1 plant, mit ICT-Lösungen weiter zu wachsen und trotz Herausforderungen einen Rekordumsatz zu erzielen. Ein Gespräch über Chancen, Risiken und Optimismus.
23 Minuten
IPO Spotlight – gemeinsam mit Trending Topics beleuchten wir das Thema Börsengang aus unterschiedlichen Perspektiven. Investorinnen und Investoren, Unternehmen und Kapitalmarkt-Profis sprechen über ihre jeweiligen Motive, Erwartungen und Entscheidungskriterien, die ersten Schritte der Vorbereitung sowie Erfolgsfaktoren des Börsengangs. In dieser Ausgabe begrüßen wir Stefan Klinglmair, COO der Biogena Group. Mit Mikronährstoffpräparaten, zahlreichen Stores und mittlerweile Biohacking Labs hat sich das Salzburger Familienunternehmen Biogena zu einem spannenden Player im Health-Bereich etabliert. Das Unternehmen ist mittlerweile hunderte Millionen Euro schwer, für 2028 wird nun der Börsengang angestrebt. Die Themen: • Wo Biogena 2025 steht • Die Firmenbewertung von rund 300 Millionen Euro • Die neuen „Biohacking Labs“ • Die Tochtergesellschaft Biogena Invest AG, die bereits an der Wiener Börse notiert ist • Wie sich das Unternehmen durch Crowdinvesting, digitale Aktienemissionen und Fix-Zins-Anleihen finanziert hat • Der geplante Börsengang von Biogena ab 2028
17 Minuten
Denn ETF-Anleger sollten wissen, was sie tun ... 25 Jahre ETFs - die Thermomix-Anlageform für faule Köche an der Börse? Dotcom, 9/11, Lehman, Brexit, Corona, Ukraine, Zölle: "ETFs können Krisen überstehen" - das mache sie so erfolgreich, sagt Nigel Longley von der DekaBank. Aber nicht alle ETFs sind einfach, transparent und flexibel - für Einsteiger eignen sich der MSCI World oder der ATX-ETF. "Hauptsache, Sie verstehen, in was Sie investieren." Die Börse Wien erweitert ihr Segment mit neuen ETFs und ETCs, darunter auch aktiv gehandelte ETFs und eine Vielzahl neuer Themen- oder Faktor-Produkte. Neue Trends richten sich an Retail-Investoren. Investitionen in den MSCI World mit großer US-Gewichtung sind trotz Tech-Korrektur und allgemeiner Verunsicherung nach wie vor sinnvoll. "ETFs sind einfache Marktzugangsvehikel", so Longley, "es gibt aber keine Absicherung. Market Timing ist schwierig." Deshalb empfiehlt Longley langfristige Sparpläne. "Wenn es runterrauscht: Dabei bleiben!"
16 Minuten
Alois Wögerbauer von 3 Banken Generali wirft einen kritischen Blick auf die wirtschaftlichen Folgen der Trump-Politik. Er spricht über Zölle, Märkte, geopolitische Risiken und strategische Anlageentscheidungen. Warum Trump pokert, aber kein Ass hat – und wieso trotz allem die besten Unternehmen der Welt aus den USA kommen. Ein Podcast voller Klartext, Weitblick und Tipps für Anleger in unsicheren Zeiten.
13 Minuten
Vom "Schwung in der Elektromobilität" zum "gedämpften Ausblick". Die Polytec AG kommt mit den Veränderungen und Planungen im 3-Monats-Rhythmus aber klar, so CEO Markus Huemer im Interview. Das langfristige Investitionsverhalten bleibt zurückhaltend. Trumps Zollpolitik bringt die (inner-)europäische Fahrzeugproduktion nicht ins Wanken. Das Geschäftsjahr 2024 lief gut an, erfuhr dann aber einen "deutlichen Rückschlag im dritten Quartal" - am Ende stand dann eine "Schwarze Null auf der EBIT-Linie" - immerhin 10 Mio. mehr als im Vorjahr. Der Konzernumsatz der POLYTEC GROUP betrug 2024 677,8 Mio. Euro und lag um 6,6 % bzw. 41,8 Mio. über dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern - 6,9 Mio. (2023: EUR -14,1 Mio.). Passenger Cars & Light Commercial Vehicles wirken gegen die Volatilität. Auch Smart Plastic & Industrial Applications zeigen eine sehr erfreuliche Entwicklung. "In einzelnen Produkten befinden wir uns kurz vor der Markteinführung."
15 Minuten
Fritz Mostböck, Chefanalyst der Erste Group Bank, analysiert im Gespräch mit Andi Groß die volatile Marktlage, ausgelöst durch Zölle und politische Unsicherheiten. Er erklärt, warum Diversifikation jetzt wichtiger denn je ist, welche Branchen leiden – und wo Chancen liegen. Europa und die Wiener Börse stehen im Fokus. Mostböck rät: "Nicht in Panik verfallen – sondern gezielt investieren."
12 Minuten
Im Westen viel Neues - wenn auch Erwartbares? Donald Trumps Liberation Day verunsichert nach wie vor die Märkte. Hans A. Bernecker ordnet auf dem Anlegertag in München die bisherigen Geschehnisse ein: "Ich habe Trump 1984 kennengelernt und mit ihm als Architektenvertreter verhandelt: es ging um die Hudson-Bebauung. Er fängt an mit großen Sprüchen, und handelt dann runter. Ein sehr kreativer Vorgang, aus dem er aber immer als Sieger hervorgehen möchte." Die EU braucht also gute Gegenargumente, die den Dealmaker überzeugen. Bernecker nennt LNG und Hightechkonditionen. Auch die deutsche Automobilindustrie muss noch mehr in den USA produzieren. Der "Aufschwung" an den europäischen Börsen bezeichnet er als eine "Verlegenheitslösung". Für Ende Mai erwartet er eine Bodenbildung in den US-Märkten.
17 Minuten
Frequentis bietet nicht nur Radar- und Kommunikationslösungen für Behörden und Sicherheitskräfte, sondern positioniert sich zunehmend auch als Anbieter von Cybersicherheitslösungen. Aktuell arbeitet das Unternehmen an der Erkennung von militärischen Drohnen. CEO Norbert Haslacher erklärt:" Wir unterliegen den drei Megatrends Sicherheitsbedürfnis, Mobilitätsbedürfnis und Technologiebedürfnis. Im Bereich Public Safety, also bei Blaulichtorganisationen, geht es darum, bei Naturkatastrophen möglichst schnell die richtigen Einsatzmittel bereitzustellen. Das stellt viele Länder vor große Herausforderungen. Ein weiterer Treiber ist die globale Sicherheitslage – insbesondere militärische Krisen fördern Investitionen in Infrastrukturen und in das Thema Cybersicherheit." Der Umsatz ist im Jahr 2024 um über 12 % auf 480 Mio. Euro gestiegen, das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 20,5 % auf 32 Mio. Euro zu. Der Hauptumsatz entfällt auf das Segment "Air Traffic Management", das sowohl die zivile als auch die militärische Flugsicherung umfasst.
14 Minuten
PORR trotzt der Baukrise mit Rekordzahlen und hebt die Dividende deutlich an. CEO Karl-Heinz Strauss erklärt, warum der Tiefbau boomt, wie lokale Marktkenntnis den Erfolg sichert und wieso das deutsche Infrastrukturpaket große Chancen bietet. Aber: Genehmigungen müssen schneller gehen. Ein Gespräch über strategische Klarheit, finanzielle Stärke und konsequente Ausrichtung auf die richtigen Märkte.
18 Minuten
Gegen das plumpe oder taktische Auftreten des unzuverlässigen Schulmeisterlein Trump aus Amiland helfe nur eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung, ist sich Wolfgang Matejka von der Matejka & Partner Asset Management GmbH sicher. Geld kann da nicht schaden, gerne auch privates Kapital. Die deutsche Billionenspritze ist pfundig, aber reicht sie auch aus? Bei den Investitionen wünscht sich Matejka eine "gewisse Form der Realitätsfindung", sprich: Verteidigung ist nicht alles. Unter die notwendigen Reformen falle auch der Rückbau der bürokratischen Infrastruktur. Kein Doge, aber durchaus Dalli dalli. Dass das funktioniert, zeigen zum Beispiel die schnellen Prozesse bei der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine.
8 Minuten
Christoph Boschan, CEO der Wien-Prager Börsengruppe, analysiert das aktuelle "Aktienbarometer". Ergebnis: Mehr Österreicher investieren in Aktien – aus Sorge um die Rente und den Werterhalt. Boschan sieht Chancen durch günstige Bewertungen und fordert mehr Finanzbildung, besonders für einkommensschwächere Gruppen. Warum Frauen aufholen und der ATX bei 10.000 Punkten glänzt, hört ihr im Podcast.
15 Minuten
EXAA-Chefin Andrea Benckendorff über Stromhandel, Marktmechanismen und die Rolle Österreichs als Wasserkraftnation. Warum viele Verbraucher die Strommarkt-Liberalisierung nicht nutzen und wieso Gebotszonen nicht getrennt werden sollten, erklärt sie ebenso wie die Bedeutung von Flexibilität, Stabilität und direktem Kundenkontakt. Ein spannender Einblick in Europas Energiezukunft.