Die meisten Menschen hegen den Wunsch nach Harmonie. Gleichzeitig fällt ihnen das Akzeptieren abweichender Sichtweisen schwer. Jeder hat seinen eigenen Blickwinkel und betrachtet die Dinge von einer anderen Warte aus.
Menschen tendieren dazu, ihre eigenen Ansichten auf andere zu projizieren. Sie glauben, dass ihr Gegenüber so denkt wie sie selbst.
Zudem sind sie der Überzeugung, dass ihre Sichtweise in der Bevölkerung vorherrschend ist und mehr Leute diese teilen, als es tatsächlich der Fall ist. Dieses Phänomen wird in der Psychologie als Falscher-Konsensus-Effekt bezeichnet.
Seinen Namen verdankt das Phänomen Sozialpsychologen um Lee Ross von der Stanford-Universität, die es bereits 1977 in mehreren Experimenten beobachten konnten. Im ersten Versuch bekamen die Teilnehmer einen Text zu lesen, in dem ein Konflikt zwischen zwei Personen geschildert wurde. In dem Manuskript konnten sich die Streithähne zwischen zwei Optionen entscheiden.
Die Schlussfolgerung aus den Experimenten
Das Phänomen Falscher-Konsens-Effekt beschreibt die Tatsache, dass Menschen davon ausgehen, andere würden die gleichen Entscheidungen treffen wie sie selbst. Entscheiden sich die anderen jedoch für ein abweichendes Verhalten, tendieren sie dazu, diese als unakzeptabel oder sogar verhaltensgestört wahrzunehmen.
Ich finde das schon ziemlich heftig. Aber das hat man ja auch oft beim Sport. Der eine meint, das war ein klares Foul und der andere ist der Meinung, dass dies ganz klar kein Foul war. Selbst wenn es glasklar ist, gibt es Diskussionen darüber, jeder denkt, er ist in recht und der andere bzw. alle anderen müssen das dich auch so sehen... wenn man nicht auf beiden Augen blind ist, wie der Schiri...
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