Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 03/19 Archiv
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Die minderwertige Qualität des Ersatzsknorpels führte zu den Versuchen Gelenkknorpel in vitro zu kultivieren. Ziel der Untersuchungen war es, den Einfluß mechanischer Faktoren wie den alternierenden mechanischen Druck auf Chondrozyten und humane Knochenmarkstammzellen im zeitlichen Verlauf in der Phase des Wachstums und der Organisation zu einem Implantat in einer Langzeitperfusionskultur zu evaluieren. Die Kulturen wurden über zwölf Wochen mit einem Druck von 0,5 MPa bei einer Frequenz von 0,5 Hz, 0,1 Hz, 0,01 Hz und ohne Druck belastet. Als Trägermedien verwendeten wir Spongiosazylinder und zwei resorbierbare Vliese (Etisorb-Vlies und Polylaktid-Vlies), die sich in der Abbauzeit unterschieden haben. Die Auswertung der Präparate erfolgte mit der Histologie, Immunhistochemie und Rasterelektronenmikroskopie. Die beste Ergebnisse bezüglich Kollagen II : Kollagen I - Verteilung und Zellmorphologie zeigte die schnellste Frequenz (0,5 Hz). Die bessere Zelldichte wurde mit den langsameren Frequenzen (0,1 und 0,01 Hz) erreicht. In der Kontrollgruppe (ohne Belastung) wurde zwar Kollagen I, II und III gebildet, aber eher in einer ungünstigen Verteilung. Im zeitlichen Verlauf konnte bereit nach 2 Wochen Kollagen II bei kaum Kollagen I nachgewiesen werden, nach 6 Wochen war war die Zelldichte der Präparate maximal, die Kollagen II : I – Verteilung zeigte das beste Ergebnis, im REM war nahezu glatte Oberfläche zu sehen. Nach 12 Wochen war der Nachweis der kollagenen Differenzierung jetzt deutlich schlechter, es konnte verstärkt Kollagen III nachgewiesen werden. Die humane Knochenmarkstammzellen zeigten nach 12 Wochen bei der höchsten Frequenz (0,5 Hz) die ersten Anzeichen einer Matrixbildung durch Nachweis von Keratansulphat. Spongiosazylinder haben den Zellen keine Kraftübertragung erlaubt, und waren deshalb als ungeeignetes Trägersystem zu werten. Ethisorb-Vlies war für Chondrozyten gut geeignet, verlor aber nach bereits 6 Wochen seine stützende Funktion. Polylaktidvlies erwies sich als ungeeignet, da die lange Abbauzeit das Zellwachstum und Matrixproduktion verhinderte. Eine mechanische Belastung der Zellen mit einer schnellen Frequenz (0,5 Hz) trägt sicherlich zu einer Kollagen II-Produktion und erwies sich deshalb als sehr günstig.
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The relation between covert and overt spatial attention and saccadic eye movements was investigated in control subjects, Parkinson’s Disease (PD) patients, and cerebellar patients in a dual-task paradigm. The main question was how different types of cues (reflexive/intentional) guide the spatial attention during fixation or during the preparation phase of a saccade. The subjects were asked to follow a reflexive or intentional cue, to discriminate a character that appeared either at the cued side (valid trials) or at the non-cued side (invalid trials), and to respond by pressing a joystick. The proportion of valid/invalid trials (cue relevance) was 75/25 and 50/50 for the control subjects, for the patients only the proportion 75/25 was used. All discrimination tasks were performed during the preparation of the saccade to the cued target and also during fixation. The results of the control subjects showed that discrimination of the character is always better at the cued side irrespective of the eye movement condition or the cue relevance, suggesting that spatial attention is engaged at the cued location even under fixation conditions and irrespective of the relevance of the cue. The results of the PD patients point to an intentional saccade impairment that does not correlate with the overall impairment in the attentional control. In the double task, also cerebellar patients showed an intentional saccade impairment that correlates with the deficit in the attentional control. After these experiments further research could investigate the impairment of the patients shown here is true for all cerebellar disorders.
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Die chronische lymphatische Leukämie ist die häufigste Leukämie im Erwachsenenalter in den westlichen Ländern. Erkenntnisse der letzten Jahre haben das Spektrum verfügbarer Therapien deutlich erweitert, kurativ ist bisher nur die allogene Knochenmarkstransplantation. Im Blut der betroffenen Patienten treten die Zellen des malignen Klons in Kontakt mit autologen Immuneffektorzellen. Gentherapeutische Strategien basierend auf dem Transfer immunstimulatorischer Moleküle eröffnen deshalb neue Perspektiven für die Therapie der B-CLL. In der vorliegenden Arbeit wird erstmals die Eignung eines Helfervirus-freien EBV-Genvektorsystems für den Gentransfer in primäre B-CLL-Zellen beschrieben. Durch Optimierung der Vektorverpackung für ein eGFP kodierendes Plasmid konnte gezeigt werden, dass sich mit Hilfe einer Helfervirus-freien Verpackungszelline infektiöse Titer bis zu 2 x 106 infektiöse Partikel/ml generieren lassen. Das untersuchte Vektorsystem eignet sich für einen effizienten Gentransfer in primäre B-CLL-Zellen. Auf eine CD40L-Stimulation, wie sie zur Verbesserung der Transfereffizienz von Adenoviren zur Anwendung kommt, kann dabei verzichtet werden. Der Gentransfer lässt sich mit Hilfe eines monokonalen Antikörpers gegen CD21 weitgehend neutralisieren. In Kontrollexperimenten mit Überständen aus der Verpackung TR-deletierter Genvektorplasmide sinkt die Gentransferrate auf Werte nahe der Nachweisgrenze. Nach Verpackung des therapeutischen Moleküls CD40L sinkt die Transfereffizienz gegenüber dem eGFP kodierenden Genvektor und vermehrt unspezifische Effekte werden beobachtet. Zu den charakteristischen Eigenschaften EBV abgeleiteter Genvektoren zählen ein Tropismus für B-Lymphozyten und eine grosse Verpackungskapazität, die den Transfer von Gensequenzen bis zu einer Grösse von 160 kb erlaubt. Als essentielle EBV-Elemente enthalten die Genvektoren nur die Verpackungssignale TR und den lytischen Replikationsorigin oriLyt. Zukünfte Entwicklungen des Vektorsystems haben zum Ziel das Risiko von Rekombinationsereignissen zu reduzieren, die zur Freisetzung replikationsfähiger Virusmutanten oder potentiell onkogener viraler Gene führen könnten.
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Das Ziel der Arbeit ist es die Wahrnehmung von Kindesmisshandlung in Südost-Alaska zu erfassen. Als Basis dafür diente eine Untersuchung von R. J. Gelles, die er 1976 auf Rhode Island über die Definition von Kindesmisshandlung durchführte. Seine Aussage, dass Kindesmisshandlung individuell eingeschätzt und definiert werden kann, sollte mit Hilfe dieser Studie erneut untersucht werden. Darüber hinaus wurde für die Zielsetzung die bereits vorhandene Studie von Richard J. Gelles umgestaltet und um Themenbereiche erweitert.
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mir der Frage nach der Effektivität von inhalativ appliziertem Colistin und Tobramycin bei Patienten mit Cystischer Fibrose. Es handelt sich um eine retrospektive Analyse von 308 Therapieepisoden bei 71 Patienten. Basis ist die Gegenüberstellung positiver und negativer Effekte. Als positiv werden die Eradikation oder die Konzentrationsabnahme der Erreger im Sputum gewertet, negativ sind Gleichbleiben und die Zunahme der Konzentration sowie die Superinfektion unter Therapie. Unter Tobramycin dominieren die positiven Effekte. Sie werden begünstigt, wenn Tobramycin bei jungen Patienten, in frühen Krankheitsstadien eingesetzt wird, sowie bei Besiedelung durch noch nicht mukoide Pseudomonas aeruginosa-Stämme, bei Tobramycin-sensitiven Erregern und hoher Dosierung bis zu 2x300 mg/d. Im Gegensatz dazu dominieren bei Inhalation von Colistin die negativen Effekte. In keinem Fall unterschied sich die Wirkung von derjenigen der Kontrollepisoden. Anders als bei Tobramycin ließ sich für Colistin keine Korrelation zwischen der Empfindlichkeit und dem Verlauf der Konzentration der Erreger feststellen. Dies deutet auf eine zu niedrige Dosierung von Colistin hin. Sie kann jedoch im Gegensatz zur Situation bei Tobramycin wegen der Nebenwirkungen nicht wesentlich erhöht werden. Bei der CF werden Antibiotika auch zur Prophylaxe, d.h. zum Verhindern einer Kolonisation mit P.aeruginosa eingesetzt. Weder bei Colistin- noch bei Tobramycin-Inhalation konnte ein prophylaktischer Effekt festgestellt werden.
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Innerhalb der europäischen Landwirtschaftsstudie ergab sich der Verdacht, dass Schafhalter im Vergleich zu anderen tierhaltenden Landwirten häufiger unter allergischem Schnupfen im Allgemeinen sowie unter Husten mit Auswurf während der Arbeit leiden. Das Ziel dieser Studie war es daher, zu überprüfen, ob ein Zusammenhang zwischen der Schafzucht und bestimmten Atemwegssymptomen besteht. Hierzu wurden die Prävalenzen von Atemwegssymptomen bei Schafzüchtern in Bayern und Baden-Württemberg untersucht und mögliche berufsspezifische Risikofaktoren mittels Fragebogen erfasst. Die Schafzüchter zeigten signifikant häufiger chronischen Auswurf als die tierhaltenden Landwirte aus der europäischen Landwirtschaftsstudie und die europäische Allgemeinbevölkerung. Bei den Symptomen während der Arbeit berichteten die Schafzüchter signifikant häufiger über Reizungen der Nasenschleimhaut als die Teilnehmer der europäischen Landwirtschaftsstudie. Als Hauptrisikofaktoren erwiesen sich für alle Symptome das Vorhandensein von Allergien und die hauptberufliche Tätigkeit als Landwirt. Asthmasymptome waren tendenziell mit der Verfütterung von Silage und der Schafschur assoziiert. Die arbeitsplatzbezogenen Atemwegssymptome waren signifikant mit der Verwendung pelletierter Futtermittel, chemischer Klauenpflege mit Formalin und der ganzjährigen Belegung der Ställe mit Lämmern assoziiert. Die Verwendung chemischer Klauenpflege war darüber hinaus ein Risikofaktor für ODTS. Somit konnte für Schafzüchter ein erhöhtes Risiko für Symptome der chronischen Bronchitis bestätigt werden.
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Die Suppression von Tumor-Nekrose-Faktor-a durch die spezifische Hemmung der Phosphodiesterase konnte bisher sowohl in vitro als auch in verschiedenen Tiermodellen für chronisch entzündliche Erkrankungen gezeigt werden (Torphy 1998; Schudt et al. 1999; Bundschuh et. al. 2001; Hatzelmann und Schudt 2001). In der vorliegenden Arbeit wurde die Wirkung des spezifischen Phosphodiesterase Typ 4-Inhibitors Roflumilast und des dualselektiven Phosphodiesterase Typ 3/4-Inhibitors Pumafentrine im Mausmodell der Dextran-Sodium-Sulfat induzierten Kolitis getestet. Hierbei handelt es sich nach unserer Kenntnis um die erste Prüfung dieser Substanzen in diesem Tiermodell und um die erste Untersuchung eines Phosphodiesterase Typ 3/4-Inhibitors in einem Kolitismodell überhaupt. Die Kolitis wurde durch orale Gabe von Dextran-Sodium-Sulfat im Trinkwasser über 11 Tage induziert. Die Entzündung des Kolons war mit geringer Variation gut reproduzierbar. Die Phosphodiesterase-Inhibitoren wurden mit Beginn der Dextran-Sodium-Sulfat-Gabe einmal täglich p. o. über den gesamten Versuchs-verlauf appliziert. 109 weibliche Balb/c Mäuse wurden in den Versuchsreihen eingesetzt. Roflumilast zeigte eine dosisabhängige Wirksamkeit. Die 5 mg/kg KG Dosis zeigte einen deutlichen therapeutischen Effekt auf den klinischen Verlauf, die Kolonlänge, die Produktion von Tumor-Nekrose-Faktor-a im Kolon sowie das Milzgewicht. Diese Verbesserung korrelierte mit einer geringeren Ausprägung der histopathologischen Veränderungen im Kolon. Bei der 1 mg/kg KG Dosis wurden nur der klinische Score, die Kolonlänge und das Milzgewicht signifikant verbessert. Pumafentrine bewirkte in der mittleren eingesetzten Dosierung (5 mg/kg KG) eine Besserung des klinischen Scores, der Kolonlänge und der Tumor-Nekrose-Faktor-a-Produktion im Kolongewebe. Es konnte keine Beeinflussung der systemischen Entzündungsreaktion anhand einer Verringerung des Milzgewichtes beobachtet werden, jedoch zeigte sich bei ex vivo stimulierten Splenozyten eine signifikant geringere Aktivierbarkeit und Zytokinsynthese. Die 20 mg/kg KG Dosis verbesserte als einzigen Endpunkt die Tumor-Nekrose-Faktor-a-Produktion im Kolon, während die 1,5 mg/kg KG Dosis in keinem der untersuchten Parameter zu einer signifikanten Wirksamkeit führte. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass die Phosphodiesterase-Inhibitoren Roflumilast und Pumafentrine dosisabhängig zu einer Verbesserung der Dextran-Sodium-Sulfat-induzierten Kolitis - als einem Modell für chronisch entzündliche Darmerkrankungen - führen. Die spezifische Hemmung der Phosphodiesterase Typ 4 und die duale Hemmung der Phosphodiesterase Typ 3/4 stellen deshalb viel versprechende Ansätze in der Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen dar. Beide Substanzen befinden sich in fortgeschrittenen klinischen Studien für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung und für Asthma bronchiale. Deshalb sollten diese Präparate in anderen Tiermodellen für chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder klinischen Studien weiter untersucht werden.
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In der vorliegenden Arbeit wurden 10 Mikrokeratomköpfe von sechs verschiedene Mikrokeratomen vergleichend untersucht: - Amadeus 160 μm (Allergan/SIS) - Hansatome 160 µm und 180 µm(Bausch&Lomb) - LSKone 160 μm und 180 μm (Moria) - MK-2000 130 μm und 160 μm (Nidek) - SKBM 160 μm (Alcon Surgical) - Supratome 160 μm und 180 μm (Schwind). Die Arbeit wurde an porkinen Bulbi durchgeführt. Pro Mikrokeratomkopf wurden 20 Hornhäute präpariert. Jede Mikrokeratomklinge wurden für jeweils fünf Hornhäute verwendet. Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie (OCT) wurden die Flapdicken nachfolgend vermessen. Die qualitative Untersuchung der stromalen Schnittfläche erfolgte im Rasterelektronenmikroskop. 1. Das Mikrokeratom MK-2000 130 µm, SKBM 160 µm und Supratome 180 µm wiesen keine Schnittkomplikationen auf und zeigten hinsichtlich der Komplikationsrate die besten Ergebnisse. Bei den Mikrokeratomen Amadeus 160 µm, Hansatome 160 µm und 180 µm, LSKone 160 µm und 180 µm, MK-2000 160 µm und Supratome 160 µm traten Komplikationsraten von 4,2 % bis 41,4 % auf. Diese Werte waren, im Vergleich mit Mikrokeratomstudien an humanen Augen, sehr hoch. 2. Die durchschnittlichen Flapdicken der getesteten Mikrokeratome wichen um 7,6 % bis 34,3 % vom erwarteten Zielwert ab, der, je nach Mikrokeratom, zwischen 130 und 180 µm betrug. Die Präzision der OCT-Messmethode lag dabei bei 4,1 µm. Im Unterschied zu Mikrokeratomstudien an menschlichen Bulbi schnitten in dieser Arbeit die Mikrokeratome tendenziell dicker als erwartet. Die beste Reproduzierbarkeit der Flapdicken zeigten die Mikrokeratome MK-2000 130 µm, SKBM 160 µm und MK-2000 160 µm. 3. In der Rasterelektronenmikroskopie zeigten das SKBM und das Supratome die glattesten Schnittflächen, jedoch zeigte keine Schnittfläche grobe Unregelmäßigkeiten. Als Erklärung für die im Vergleich zu Mikrokeratomstudien an humanen Bulbi tendenziell höheren Komplikationsraten, höher gemessenen Flapdicken und die höheren Standardabweichungen in dieser Arbeit müssen u.a. folgende Aspekte in Betracht gezogen werden: - Reduzierte Zuverlässigkeit von Mikrokeratomen bei Schweineaugen aufgrund anatomischer Unterschiede - Postmortale Veränderungen - Nichtdurchführbarkeit der Anpassung des Saugrings an die individuelle Hornhautkrümmung. Die Messergebnisse belegen eindeutig, dass auch Mikrokeratome der neueren Generation nennenswerte Standardabweichungen der Schnittdicke aufweisen, die in die Planung von LASIK-Eingriffen miteinbezogen werden müssen. Die Forderung für zukünftige LASIK-Anwendungen muss sein, Methoden einer intraoperativen Online-Dickenmessung des Hornhautflaps zu entwickeln, die bislang nicht realisierbar war.
Keratoplastiken an der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München zwischen 1994 und 1998
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Ziel dieser Studie war eine retrospektive Analyse von 211 Keratoplastiken, die an der Universitäts-Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München im Zeitraum von 1994-1998 vorgenommen wurden. Die häufigsten Indikationen für eine Keratoplastik bildeten Keratokonus (35,6%), Endotheldekompensation nach CE/IOL (13,6%), Hornhautnarben (12,5%), Fuchs’sche Endotheldystrophie (11,0%) sowie ein perforiertes Hornhaut-Ulcus (8,4%). Es wurden 9,5% der Eingriffe als Re-Keratoplastiken vorgenommen. Der Anteil an Hochrisiko-Keratoplastiken betrug 28%. Der präoperative Visus lag bei über 70% aller Patienten unter 0,1. Sämtliche verwendeten Transplantate waren kurzzeitkonserviert, die Endothelzellzahl betrug in der Mehrzahl 2500-3000 Endothelzellen/mm², über 90 % aller verwendeten Transplantate wiesen eine gute bis sehr gute Qualität auf. Eine Transplantatabstoßung entwickelten 13,7% aller Transplantate. In der Gruppe der Transplantate mit einer Abstoßungsreaktion wurde eine endgültige Eintrübung des Transplantats signifikant häufiger beobachtet (48%) als in der Gruppe der Transplantate ohne eine Abstoßungsreaktion (11,5% ; p0-3dpt. Einen Astigmatismus >3-6dpt wiesen 41,8% der Patienten auf und bei 23,9% der Patienten überstieg der Astigmatismus 6 dpt. Zum letzten Untersuchungszeitpunkt waren 85% aller Transplantate klar. Ein Literaturvergleich ergab im Wesentlichen eine Übereinstimmung unserer Ergebnisse mit den Arbeiten anderer Autoren. Verbesserungspotential besteht in der Unterdrückung bzw. Abwendung von Transplantatabstoßungsreaktionen. Verstärkte Aufmerksamkeit sollte einer konsequenten Langzeitevaluation gelten.
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This study deals with the effects of treatment withdrawal in HIV-infected children. In a retrospective survey 35 HIV-infected children who were under medical treatment in the Hôpital Necker-Enfants Malades in Paris, France, were observed concerning their discontinuation of antiretroviral therapy after months or years of receiving treatment. All children had acquired HIV infection through vertical transmission and received antiretroviral therapy for at least ten months before interrupting therapy for different reasons between 1996 and 2000 (insufficiency, toxicity, inconvenience). The study group consisted of 16 girls and 19 boys with an average age of 10.4 ± 4.9 years at the time treatment was stopped. The average time of observation after treatment interruption was 325 ± 294 days. Plasma HIV RNA was tested approximately every three months using an RNA polymerase chain reaction test. The CD4 cell count was regularly checked approximately at the same time as the viral load and measured by flow cytometry. To estimate the presence of major mutations in the HIV reverse transcrip-tase and protease genes, genotypic resistance was tested before treatment interruption, in the absence of antiretroviral treatment and in the case of a restart of therapy, when a new combination of efficient agents had to be defined. Based on the assumption that the course of HIV RNA viral load and CD4 cell count depended on certain factors, distinctions were made between the medical history of viral load and CD4 cell count, age, sex and reason for treatment interruption. The changes of CD4 cell count and viral loads were then analysed to calculate the percentage of lost CD4 cells and the increase of viral load per day of treatment interruption. By the time the study was finished in December 2000, 21 children were still without any further anti-retroviral therapy whereas 14 children had to restart therapy. Even though we noticed a viral rebound in all patients within the first few weeks of treatment interruption, there were different profiles of immunological reaction. Especially children, who had good immune responses before treatment interruption and who had stopped therapy at an early age (under 5 years) before running the risk of virological treatment failure, showed the best results. On the contrary, patients who had stopped therapy because of virological treatment failure had a greater loss of CD4 cells and showed an important increase of viral load in the time off therapy so that a prolonged treatment interruption was not advisable for them. But even though therapy had to be restarted for 14 patients, a general reduction of time on drug therapy could be achieved. Similar to adult studies, our data suggest, that a significant proportion of HIV-infected children can be safely taken off therapy for a prolonged period of time in order to reduce toxicity and costs.
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Die vorliegenden Untersuchungen stellen eine Fortsetzung langjähriger Versuche am Institut für Chirurgische Forschung dar, zellbiologische Mechanismen des zytotoxischen Hirnödems zu klären. Bislang konnten in einem in vitro Modell von Gliazellen verschiedene Mediatoren einer Gliazellschwellung im Sinne eines zytotoxischen Hirnödems charakterisiert werden. Darunter unter anderen eine Laktazidose – in Schweregraden wie sie bei Schädel-Hirn-Traumen und zerebralen Ischämien vorkommt. Ursächlich konnten sowohl der Na+/H+-Antiporter wie auch ein Chlorid- und Bikarbonat-abhängiges Transportsystem identifiziert werden die zur Akkumulation osmotisch aktiver Solute (Na+ und Cl-) in der Zelle führen und somit eine Zellschwellung bedingen. In der vorliegenden Arbeit sollten der Azidose-induzierten Schwellung zugrundeliegende Mechanismen, d.h. Membrantransporter und –kanäle weitergehend charakterisiert werden. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf Anionentranporter und die Rolle von Kalziumionen gelegt. Die Untersuchungen erfolgten am Modell suspendierter C6 Gliomzellen als Modellzelle für Astrozyten. Durchflusszytometrisch wurde das Zellvolumen bestimmt ebenso der intrazelluläre pH unter Zuhilfenahme des pH-abhängigen Fluoreszenzfarbstoffes BCECF. Die Ergebnisse lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Setzt man C6 Gliomzellen einer Laktazidose von pH 6,2 aus, so kommt es zur prompten Zellschwellung die nach 60 min ihr Maximum bei 125,1 % des Ausgangsvolumens erreicht. Gleichzeitig kommt es zum Absinken des intrazellulären pH (pHi). Analoge Versuche in Chlorid- bzw. Bikarbonat-freiem Medium gingen mit einer deutlichen Hemmung der Azidose-induzierten Schwellung einher. Das Absinken von pHi war ebenfalls geringer ausgeprägt. Ähnliche Ergebnisse ließen sich mit den Inhibitoren des Cl-/HCO3--Antiporters DIDS und Niflumat erzielen. Die Zusammenschau dieser Ergebnisse lässt sie Schlussfolgerung zu, dass im Rahmen der Azidose-induzierten Schwellung der Na+-unabhängige Cl-/HCO3--Antiporter aktiv ist und zur Akkumulation von Chlorid in der Zelle führt und somit zur Zellschwellung beiträgt. Unter physiologischen Bedingungen hingegen ist der Na+-abhängige Cl-/HCO3--Antiporter aktiv und trägt zur Regulierung des ´steady state` pHi bei. In weiteren Versuchen konnte erstmals unter Verwendung der Na+-K+-Cl--Kotransportinhibitoren Bumetanid und Furosemid eine Beteiligung dieses Kotransporters an der Azidose-induzierten Schwellung nachgewiesen werden. Beide Inhibitoren führten zur deutlichen Reduktion der Zellschwellung ohne relevante Einflüsse auf den intrazellulären pH. Die Aktivierung des Transporters in Azidose führt zur Akkumulation der transportierten Ionen Natrium, Kalium und Chlorid in der Zelle, die dort als osmotisch wirksame Teilchen einen Wassereinstrom nach sich ziehen und auf diesem Wege zur Zellschwellung führen. Daneben wurde eine Abhängigkeit der Azidose-induzierten Schwellung von extrazellulären Kalziumionen gefunden. In Kalzium-freiem Medium ist ausschließlich die Zellschwellung deutlich reduziert während der Verlauf des intrazellulärem pH dem der Kontrollgruppe entsprach. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass extrazelluläre Kalziumionen für die Aktivierung eines pH-unbeeinflussenden Transporters wie z.B. den Na+-K+-Cl--Kotransport notwendig sind. Die Chelierung intrazellulärer Kalziumionen hatte keinen Effekt auf die Azidose-induzierte Schwellung und den intrazellulären pH. Damit konnten die vorliegenden Untersuchungen die Bedeutung des Cl-/HCO3--Antiporters im Rahmen der Azidose-induzierten Schwellung näher charakterisieren und die Beteiligung des Na+-K+-Cl--Kotransportes erstmals nachweisen. Ebenfalls konnte die Bedeutung extra- nicht jedoch intrazellulärer Kalziumionen für die Azidose-induzierte Schwellung gezeigt werden.