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Think dänk! Archiv

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Über 700'000 Menschen in der Schweiz leben in finanzieller Not. So steht es im ersten Nationalen Armutsmonitoring des Bundes. Aber wie misst man Armut eigentlich, und wo liegen die Tücken dabei? Wie gerät man hinein, und wie kommt man wieder heraus?  Darüber spricht Patricia Schafer mit Anna Koukal, der Projektleiterin des Monitorings beim Bundesamt für Sozialversicherungen. Koukal erklärt, dass die Armutsquote seit Jahren stabil bei rund 8% liegt. Weiter zeigt sie, warum Erwerbsarbeit der wichtigste Schutz vor Armut ist, aber trotzdem nicht immer reicht, etwa bei grossen Familien oder gesundheitlichen Problemen. Zudem spricht sie darüber, weshalb kantonale Vergleiche bisher fehlen und was sie sich für das nächste Armutsmonitoring wünscht. 
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Die Schweiz gibt im internationalen Vergleich wenig für Familienpolitik aus. Gleichzeitig sind Schweizer Familien zufrieden und nur wenige Kinder leiden unter finanziell bedingten Einschränkungen. Braucht es dennoch mehr Unterstützung vom Staat, etwa bei den Kita-Kosten? Soll er beiden Elternteilen je 18 Wochen Familienzeit bezahlen, wie das eine Initiative fordert? Wie können Kinder aus benachteiligten Familien bessere Startchancen erhalten? Über diese Fragen diskutierten am «Monday for Future» Maya Graf (Ständerätin Grüne, BL), Philipp Kutter (Nationalrat Die Mitte, ZH) und Patricia Schafer (Avenir Suisse) unter der Moderation von Philipp Burkhardt (SRF).
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Ein neues Heilmittel wird oft zuerst in den USA oder in Europa zugelassen. Weshalb prüft es die Schweiz dann nochmals? Steht die strenge Prüfung einem raschen Zugang zu innovativen Therapien im Weg?  Vincenza Trivigno spricht über die schwierige Gratwanderung zwischen Patientensicherheit und Schnelligkeit. Dank internationaler Kooperationen konnte Swissmedic die Prozesse beschleunigen. Im Gespräch mit Christoph Eisenring betont Trivigno zudem: Die Zulassung durch Swissmedic ist nur ein Teil des Prozesses, bis ein Medikament für Patientinnen und Patienten verfügbar ist. In der nächsten Stufe muss ein Preis festgelegt werden, damit es von den Krankenkassen vergütet wird. Und einmal durch die obligatorische Krankenversicherung gedeckt, ist die Arbeit nicht abgeschlossen: Swissmedic überwacht den Markt laufend, um Risiken und Nebenwirkungen früh zu erkennen. 
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Der Bund nimmt so viel Geld ein wie nie zuvor. Trotzdem sollen die Steuern steigen, um AHV und Armee zu finanzieren. Fehlt der Schweiz tatsächlich das Geld – oder mangelt es der Politik an Prioritäten? Im Gespräch mit Michele Salvi erklärt Serge Gaillard, warum die Schuldenbremse weiterhin unverzichtbar ist und wo die eigentlichen Risiken für die öffentlichen Finanzen liegen. Neue politische Wünsche müssten konsequent finanziert werden, statt sie über Schulden zu kaschieren. Und er warnt vor einem Problem, das in der öffentlichen Debatte oft unterschätzt wird: Nicht die AHV, sondern die stetig steigenden Gesundheitskosten könnten zur grössten finanzpolitischen Herausforderung werden.
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«Akademiker weniger gefragt – Berufslehre im Aufwind.» Solche Schlagzeilen häufen sich. Schnell ist die Schuldige gefunden: die künstliche Intelligenz. Sie verändert unsere Arbeitswelt tiefgreifend. Das verunsichert – und wirft Fragen auf: Was müssen wir heute lernen, um morgen noch relevant zu sein? Was ist dran an den Schlagzeilen über arbeitslose Akademiker? Und wie gut ist die Schweiz mit ihrem Bildungssystem auf den Wandel vorbereitet?    Für Ursula Renold, Professorin für Bildungssysteme an der ETH Zürich, ist klar: Dank der Berufsbildung ist die Schweiz gut gerüstet. Weil sie eng mit der Wirtschaft verbunden ist, kann sie schneller auf technologische Veränderungen reagieren als viele Hochschulen. Gleichzeitig vermittelt die Berufsbildung Kompetenzen, die künftig wichtiger werden – etwa Teamfähigkeit und Selbstmanagement. Deshalb rät die Bildungsexpertin Eltern und Jugendlichen auch heute: «Im Zweifel eine Lehre beginnen.» 
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Subventionen, Zölle und Kontingente kosten die Schweiz jedes Jahr Milliarden. Trotzdem werden Ziele oft nicht erreicht: Die Bauern klagen über tiefe Einkommen, das Hofsterben geht weiter, Umweltziele werden verfehlt und der Selbstversorgungsgrad sinkt.  Robert Finger, Professor für Agrarökonomie und -politik an der ETH Zürich, sieht die Ursache im System: Es setze zu stark auf komplexe Vorschriften und zu wenig auf Wirkung. Im Gespräch mit Michele Salvi plädiert Finger für einen grundlegenden Perspektivenwechsel: Weg vom Vorschriftendschungel, hin zu mehr Freiräumen für die Bauern und klaren Anreizen für sie, messbare Ergebnisse zu erzielen. Jetzt reinhören in die Podcast-Folge! 
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Der Bundesrat prüft, die Sorgfalts- und Berichtspflichten für Unternehmen zu verschärfen. Er reagiert damit auf die Neuauflage der Konzernverantwortungsinitiative. Die Europäische Union hat derweil den Rückwärtsgang eingelegt: Sie will Firmen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung und weiteren Regulierungen wieder stärker entlasten.  Wie stark sollen Firmen vom Staat in die Pflicht genommen werden? Führt mehr Berichterstattung zu weniger Kinderarbeit und geringeren Emissionen – oder zu mehr Bürokratie? Welche Verantwortung tragen Unternehmen für globale Lieferketten?  Über diese Fragen diskutierten am «Monday for Future» Aline Trede (Nationalrätin Grüne, BE), Christian Wasserfallen (Nationalrat FDP, BE), Julian Kölbel (Assistenzprofessor, Universität St. Gallen) sowie Michele Salvi (Vizedirektor, Avenir Suisse) unter der Moderation von Philipp Burkhardt (Leiter SRF-Bundeshausredaktion). 
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Donald Trump sei ein Präsident, der alles geringschätze, was seine Macht begrenze, sagt Claudia Brühwiler, Professorin für Amerika-Studien an der Universität St. Gallen. Und dennoch: Entscheide des Obersten Gerichts akzeptiere er – auch wenn er sich unflätig über einzelne Richter äussere. Was die amerikanische politische Resilienz anbetrifft, ist Brühwiler jedenfalls «forever optimistic», wie sie im Gespräch mit Christoph Eisenring von Avenir Suisse verrät. Wer aber darauf setze, dass nach Trump der Reagan-Republikaner mit seinen Idealen – Freihandel, schlanker Staat und geringer Verschuldung – ein Comeback feiere, werde enttäuscht werden.
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Künstliche Intelligenz entwickelt sich schneller, als selbst Fachleute erwartet haben. Für Marcel Salathé beginnt die eigentliche Revolution jetzt: mit «agentischer KI», die nicht nur antwortet, sondern Aufträge erledigt. Massenarbeitslosigkeit erwartet er nicht, wohl aber tiefgreifende Verschiebungen in Arbeitswelt und Wertschöpfung. Die Schweiz bringe vieles mit, so der Professor der EPFL: starke Forschung, gute Bildung, stabile Strukturen. Doch eine politische Vision, mutige Investitionen und klare technologische Verantwortung auf Bundesebene fehlen. Das Gespräch führt Lukas Schmid, Senior Fellow bei Avenir Suisse.
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In Umfragen fordert eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung mehr Klimaschutz. Sobald aber konkrete Massnahmen zur Abstimmung kommen, sinkt die Zustimmung. Aus ökonomischer Sicht wäre eine umfassende CO₂-Abgabe die beste Variante. Doch wie kann man die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von dieser Lösung überzeugen? Oder sollten wir über andere Massnahmen nachdenken? Und ist die direkte Demokratie eine zu hohe Hürde für wirksame Klimapolitik? Darüber spricht Isabelle Stadelmann-Steffen in der Podcast-Folge. Die Professorin für Vergleichende Politik lehrt und forscht an der Universität Bern. Das Gespräch führt Patricia Schafer, Fellow bei Avenir Suisse. Jetzt reinhören!
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Die Schweiz scheint Krisen erstaunlich gut wegzustecken; mitunter profitiert sie sogar davon. Doch ist das ein Zeichen echter Antifragilität – oder bloss ein glücklicher Sonderfall? Welche Mechanismen im Föderalismus und in der direkten Demokratie fördern Anpassungs- und Lernfähigkeit? Wo zeigen sich hingegen Trägheit oder Überlastung? Und welche Rolle kommt den Bürgerinnen und Bürgern zu? Über diese Fragen diskutierten am «Monday for Future» Gerhard Pfister (Nationalrat Die Mitte, ZG), Tiana Angelina Moser (Ständerätin GLP, ZH), Silja Häusermann (Professorin für Schweizer Politik, Universität Zürich) sowie Patrick Leisibach (Avenir Suisse) unter der Moderation von Philipp Burkhardt, Leiter der SRF-Bundeshausredaktion.
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Die Bundesfinanzen laufen aus dem Ruder. Die Ausgaben wachsen deutlich schneller als die Einnahmen – nicht zuletzt wegen der Altersvorsorge: Immer mehr Rentnerinnen und Rentner müssen von immer weniger Beitragszahlenden finanziert werden. Gleichzeitig braucht die Schweiz Milliarden für ihre Verteidigungsfähigkeit. So rutschen die Bundesfinanzen langfristig in die roten Zahlen. Das vermeintliche Sparpaket, das derzeit im Parlament beraten wird, ist derweil zu einem «Sparpäckli» geschrumpft. Ist es nun also Zeit für neue Schulden? Im Podcast sagt Michele Salvi (Vizedirektor Avenir Suisse): Finger weg von der Schuldenbremse. Die Schweiz braucht keine zusätzliche Verschuldung, sondern zuerst eine nachhaltig finanzierte Altersvorsorge. Sein Appell: das Ausgabenwachstum des Bundes konsequent bremsen und gleichzeitig das Rentenalter im Einklang mit der steigenden Lebenserwartung erhöhen. Darüber spricht Salvi mit Gastmoderator Mark Dittli (Geschäftsführer von «The Market») im Podcast aus der Denkfabrik: Think dänk!
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Seit der Jahrhundertwende wanderten jährlich rund 70’000 Menschen netto in die Schweiz ein – mit steigender Tendenz. Die meisten folgen dem Ruf hiesiger Firmen nach Arbeitskräften. Die Migration bringt Wohlstandsgewinne, verursacht aber auch Belastungen wie steigende Wohnkosten und volle Züge. Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» will nun das Bevölkerungswachstum begrenzen. Welche Möglichkeiten sind sinnvoll, um die Zuwanderung zu steuern? Und was lässt sich aus der vergangenen Migrationspolitik der Schweiz für die Zukunft lernen? Darüber sprechen Gastmoderator Mark Dittli (Geschäftsführer von «The Market») und Patrick Leisibach (Senior Fellow und Co-Leiter Forschung Avenir Suisse) im Podcast aus der Denkfabrik: Think-dänk!
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Das Schweizer Stimmvolk lehnte Ende 2024 den Autobahn-Ausbau ab. Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra), sieht darin einen Weckruf für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Doch welche Massnahmen eignen sich neben einem Infrastrukturausbau, um das Verkehrsnetz zu entlasten? Welche Rolle spielen Elektrifizierung und Automatisierung? Und wie steht es um die Kostenwahrheit bei der Mobilität? Darüber spricht Jürg Röthlisberger mit Lukas Rühli (Avenir Suisse) in der neuen Podcast-Folge. Jetzt reinhören!
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«Deal or no Deal?» ist 2025 in der Handelspolitik die allesentscheidende Frage. Die Trump-Regierung zwingt praktisch allen Staaten hohe Zölle auf, die sich nicht in ein Abkommen mit den USA flüchten konnten. Was steckt hinter der amerikanischen Handelspolitik und welche Optionen bleiben kleinen, offenen Volkswirtschaften wie der Schweiz? Darüber spricht Simon Stocker (Avenir Suisse) mit Manfred Elsig, Professor an der Universität Bern und Direktor des World Trade Institute. Elsig erklärt, warum der Freihandel unter Druck steht, die WTO in der Krise steckt und weshalb es für die Schweiz am besten ist, ihr Freihandelsnetz zu pflegen und zu erweitern. Jetzt reinhören!
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