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Baustelle Bauwesen Archiv

97 Episoden
50 Minuten
Philip und Michael sprechen auch heute wieder über die Entstehung des Bauingenieurwesens. In diesem zweiten Teil der zum Thema „Wie entstand das Bauingenieurwesen“ gehört, behandeln die beiden die Periode zwischen der Renaissance bis hin zum Ende des 18ten Jahrhunderts. Mit welchen Werkzeugen haben unsere Vorgänger in dieser Periode geplant und entworfen? So viel vorweg: Faustformeln und die Entstehen der mechanisch mathematischer Grundsätze fallen in diesen Zeitraum.

In der Renaissance sind imposante Bauwerke entstanden, die wir noch heute bewundern, wie zum Beispiel der Petersdom in Rom; aber auch aus der Barockzeit, wie die St. Pauls Cathedral in London. Diese Bauwerke wurden nach heutigem Wissen ohne einen baustatischen Hintergrund gebaut. Sie stehen aber trotzdem noch. Der Petersdom wird dann zu einem späteren Zeitpunkt in der Episode nochmal thematisiert, weil die Restauration im 18ten Jahrhundert ein Beispiel, für die Zusammenkunft von Wissenschaft und Baupraxis, darstellt.

Parallel zu den genannten Bauwerken, haben die ersten Wissenschaftler:innen mathematisch-mechanische Zusammenhänge erkannt, die für die heutige Arbeit der Bauingenieur:innen unabdingbar sind. Hier kommen große Namen wie Galileo Galilei, Leonard Euler, Isaac Newton und Simon Stevin ins Spiel. Letzterer ist wohl den wenigsten bekannt, ihm haben wir aber große Errungenschaften im Wasserbau und andere wichtige Zusammenhänge für die Baustatik zu verdanken. Lasst euch überraschen, lehnt euch zurück und genießt Teil 2 der Geschichtsstunde…

Links:

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Quellen: "Die Geschichte der Ingenieurbaukunst" & Wikipedia
49 Minuten
Philip und Michael stellen sich die Frage: "Mit welchen Werkzeugen und Mitteln haben die ersten Baumeister:innen der Welt die Standfestigkeit ihrer Strukturen bestimmt?" Wir glauben nach der Methode: Trial and Error. Was genau das bedeutet, erfahrt ihr in dieser Episode.

Wir sind der Meinung, dass bei der Ausbildung von Bauingenieur:innen wichtige Themen auf der Strecke bleiben und damit keine Beachtung finden. Hier gehört unserer Meinung nach auch die Geschichte der Bauingenieurkunst dazu. Mit einer mehrteiligen Serie versuchen Michael und Philip dieses Defizit nachzuholen. 

„Der Ingenieurbau ist so alt wie das Bauen überhaupt“ - Hans Straub. Dieser Aussage stimmen Philip und Michael zu und deshalb beginnt die Epoche des Trial and Error auch mit den ältesten uns bekannten Bauwerken der Welt. Hier werfen wir einen kleinen Blick auf die Komplexität der Bauwerke. Überliefert ist dazu recht wenig, da viele der thematisierten Bauwerke in einer Zeit entstanden sind, als die Menschen die Schrift noch nicht für sich entdeckt hatten.

Die Reise beginnt in Mesopotamien, dem Teil der Welt in dem die ersten staatlichen Strukturen entstanden sind. Wir erzählen von ersten Häusern, die sich in ihrer Struktur schon von kleineren Hütten unterschieden, von den dazugehörigen Errungenschaften der Bautechnik, wie der gebrannte Lehmziegel oder Stampflehm. Und dabei reisen wir von circa 5000 v.Chr. bis hin zur Zeit der Römer:innen. 

Lehnt euch zurück und nehmt Teil an einer Geschichtsstunde, wie ihr sie weder in der Schule noch im Studien erfahren habt.

Links:

Cairn von Barnenez; Sechin Bajo; Zikkurat des Mondgottes Nanna; Uruk Zeit; Koloss von Rhodos

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Episode Logo: Grundriss des Petersdom nach Michelangelo, cc Geralt Riv
47 Minuten
Als Bauingenieur*in stelle ich mir tatsächlich oft die Frage, ob dass was ich ausarbeite auch wirklich in der Gesellschaft gesehen wird. Und eigentlich bin ich doch immer wieder damit konfrontiert anderen zu beschreiben was ich da eigentlich mache. Man erklärt das tatsächlich gerne, aber beim 100 mal, wird es dann schon etwas lästig. Warum also nicht einfach ein Video aufnehmen in dem man alles einmal erklärt, und das schickt man dann quer durchs Internet. So einfach wie das klingt, so einfach ist es auch. Das zeigt uns Rick Rieck. 

Rick hat im Frühling 2020 seinen gleichnamigen YouTube Channel gestartet und spricht dort über Bauwerke die ihn beeindrucken. Und er macht das so gut, dass einige seiner Videos schon über 1 Millionen mal geschaut wurden. 

Michi & Philip vom Podcast Baustelle Bauwesen haben ihn hier zu Gast und wollen von ihm wissen wo sein Geheimnis für diesen Erfolg liegt. Mit ihm sprechen sie aber auch über das unheimliche Potential der digitalen Medien. Denn Rick und wir glauben, dass in Zukunft alle Erfahrungen im Bauwesen über digitale Medien geteilt werden. Hört euch an warum wir so denken. 

Rick ist ne coole Socke und so wie wir Spaß bei der Aufnahme hatten, werdet ihr Spaß beim Zuhören haben!

YouTube Channel - Rick Rieck
50 Minuten
Wir haben sie wieder hier: Die Architects for Future (A4F). Diesmal mit Alisa Schneider und Tore Waldhausen. Sie beide sind engagierte Mitglieder und ackern sich einen ab, um die Baubranche für die Bauwende vorzubereiten. Zusammen mit Ihnen blicken wir auf das letzte Jahre A4F zurück, sprechen über die Erfolge der Petition vom Januar 2021, die Forderungen nach einer Umbauordnung und deren Aktivismus während der Bundestagswahlen. Damit aber nicht alles: A4F braucht euch! Und warum, dass erfahrt ihr hier im Gespräch. Viel Spaß!

Mehr dazu von den A4F: Der Bausektor ist der Elefant im Raum der Klimadebatte: Knapp 40% der Emissionen gehen auf das Konto von Baumaßnahmen & Gebäudebetrieb. Daneben verbraucht die Bautätigkeit in Deutschland 90% der mineralischen Ressourcen und ist verantwortlich für über die Hälfte des jährlichen Müllaufkommens. Energiewende und Verkehrswende sind inzwischen allen ein Begriff. Aber die Bauwende? Architects for Future setzt sich seit 2019 ehrenamtlich für einen nachhaltigen Wandel im Bauwesen ein.

A4F braucht euch alle! Denn für die Bauwende ist noch einiges zu tun und vielen Menschen, einschließlich Entscheidungsträger:innen, ist die immense Bedeutung des Bausektors für Klima und Umwelt noch nicht bewusst. Die Problematiken und die Potentiale werden nicht erkannt, sodass sie in der Klimadebatte oft unter den Tisch fallen.

Je mehr Menschen sich dieser Nachhaltigkeitsbewegung anschließen, umso mehr kann gemeinsam positiv verändert werden. Werdet aktiv und sprecht mit Freund:innen, Familie und Kolleg:innen über die Umweltwirkungen von Gebäuden und Baumaßnahmen, engagiert euch selbst in einer derer zahlreichen Ortsgruppen, oder unterstützt das Engagement finanziell! Wenn ihr zufällig auch in der Baubranche arbeitet, seid Teil der Bauwende und etabliert nachhaltige Bau- und Planungspraxis. Und wenn ihr klima-verträgliches Bauen schon umsetzt, erzählt ihnen davon!

Je mehr Menschen sie unterstützen, desto besser können sie sich in der Öffentlichkeitsarbeit aufstellen, medial aktiver werden und Bildung sowie Kooperationen weiter vorantreiben. A4F möchten das Beste aus dem Engagement ihrer Ehrenamtlichen machen. 

HIER GEHTS ZUR CROWDFUNDING KAMPAGNE DER A4F
51 Minuten
Der 20ste Bundestag ist gewählt, die neue Regierung vereidigt und dieser Bundestag ist der Jüngste in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Interessant für alle Bauschaffenden ist das beschlossene Ministerium für Bauen und Wohnen.

Diese zwei Punkte sind für Philip und Michi vom Podcast Baustelle Bauwesen schon Grund genug um einen tieferen Blick auf die neuen Abgeordneten zu werfen. Und da führt definitiv kein Weg an Kassem Taher Saleh vorbei. Er ist 28 Jahre alt, Bauingenieur und Politiker und sitzt seit Ende 2021 als Bundestagsabgeordneter in Berlin. Philip und Michi haben einen Haufen Fragen an ihn.

Kassem ist im Irak geboren und im Alter von zehn Jahren in die sächsische Stadt Plauen immigriert. Er konnte damals noch kein Wort Deutsch, kannte das Verhalten der Menschen in Deutschland nicht und musste sein bisheriges Leben fast komplett hinter sich lassen. Knappe 18 Jahre später wird er in den deutschen Bundestag gewählt.

Philip und Michi sprechen mit ihm über seine ersten Schritte in Deutschland, sein Heranwachsen in der Rolle als Bindeglied und Politiker. Hier erzählt er uns, wie er zu seiner zweiten (oder ersten?) Leidenschaft, dem Bauingenieurwesen, kam. Außerdem wollen Philip und Michi wissen, wie er als Bauingenieur und Mitglied der Partei Bündnis 90/die Grünen das Bauwesen von heute aufmischen möchte um es auf die Zukunft vorzubereiten. Viel Spaß beim Zuhören!

Links von Kassem Taher Saleh:

Homepage, Instagram, LinkedIn, Twitter

Foto: Daniel Meißner
47 Minuten
Das deutsche Bauwesen kann zu Recht sehr stolz auf seine technologischen Errungenschaften sein. Es baut modernste Brückenbauwerke und beginnt gerade neue Lösungen für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Allerdings gibt es eine Schattenseite im Bauwesen auf die mensch ganz und gar nicht stolz sein kann: Der Umgang mit den Arbeitern auf den Baustellen, oder besser gesagt der mit den Wanderarbeiter aus dem Ausland. Es gibt einige nachgewiesene Fälle in denen Löhne nicht gezahlt werden (siehe Links unten) um vom Einhalten des Mindestlohnes ganz zu schweigen... 

Michi & Philip wollen in dieser Episode dazu aufrufen, sich einmal mehr Gedanken darüber zu machen, was eigentlich auf den Baustellen abgeht und welche Auswirkungen das deutsche Baustellengeschäft auf die globale Baubranche hat. In deren Augen muss es auch in der Verantwortung der Planenden und Ausführenden liegen, den Wanderarbeitern einen respektvollen Arbeitsalltag zu bieten. Auf lange Sicht hätte eine gerechte Zahlung und die Würdigung auch Auswirkungen auf das deutsche Handwerk, das ja wie seit Jahren bekannt, ein Nachwuchsproblem hat (wie hier bei SpiegelOnline berichtet wurde). Also Lauscher auf und sich in Zukunft einfach mal mehr den wirklichen Bauschaffenden auf der Baustelle widmen. Viel Spaß!

Wenn ihr aus eurer täglichen Arbeit Fälle kennt, dann meldet euch bitte bei uns. Wir würden gerne mit Opfern eine gemeinsame Episode aufbauen. 

Links:

Europäischer Verein für Wanderarbeiterfragen e.V.

Statistik Opfer von Arbeitsausbeutung nach Beschäftigungsbereich 

Ykollektiv - Ausbeutung auf Baustellen - Youtube 

Friedrichshafen 2020 - Bauarbeiter drohen von Kran zu springen

Medianeinkommen Ausländer in Deutschland

Initiative gegen Ausbeutung Deutschlandfunk

Augsburg - Arbeiten ohne Lohn, Ausbeutung auf Baustellen

Tausenden tote Gastarbeiter in Katar

"Chinesische Baustelle" in Serbien

Logo: Lager von Wanderarbeitern unter der Röntgenbrücke in Berlin Charlottenburg, Wikimedia Commons
57 Minuten
Die Finite Element Methode (FEM) führte zu einem Durchbruch in der Baubranche, denn sie ermöglichte es uns Bauingenieur*innen, mithilfe von numerischen Methoden, statische und dynamische Zusammenhänge und dessen Auswirkungen auf Tragwerke äußerst genau darzustellen. Heute ist FEM aus dem Planungsalltag nicht mehr wegzudenken. 

Wenn ihr jetzt denkt wir begeben uns hier auf eine Reise in die Vergangenheit von FEM, dann seid ihr hier falsch und lest euch doch bitte einfach etwas darüber bei Wikipedia durch. Wir von Baustelle Bauwesen stellen uns hier nämlich die Frage, wie sieht die Nutzung von FE Software für im Bauwesen des 21. Jahrhunderts aus. Und genau darüber sprechen wir heute mit Stefan Maly, dem Vorstand der SOFiSTiK AG. Die SOFiSTiK gilt als Pionier beim Einsatz von IT im Bauwesen und hat in den vergangenen Jahrzehnten die Möglichkeiten des Planens und Bauens maßgeblich mit vorangetrieben.

Wir von Baustelle Bauwesen fordern natürlich eine klare Stellungnahme von Stefan zum Thema Nachhaltigkeit und FE Software. Und fragen ihn unter anderem, was denn der Beitrag von FE Software zum nachhaltigen Bauen sei, inwiefern könne die SOFiSTiK auf den Wunsch der jungen Generation von Bauschaffenden nach mehr Nachhaltigkeit in der Planung eingehen oder welche Rolle nehme man als Nutzer*in von FE generell ein. Soviel vorweg: FE Software kann einer der Schlüssel zum nachhaltigen Bauen werden, die Frage ist nur WIE? Das und mehr in dieser Episode. Viel Spaß!

Links:

Projekt mit Dr. Trauner (Youtube, SOFiSTiK Webinar), Holzbrücke KnippersHelbig

von SOFiSTiK: LinkedIn, Facebook, YouTube
51 Minuten
In dieser Ausgabe des Podcast Baustelle Bauwesen sprechen Philip und Michi mit der Professorin und Bauingenieurin Lamia Messari-Becker über die transformativen Kräfte des Bauwesens. 

Transformation ist der allgegenwärtige Begriff, der im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Emissionsreduzierung fallen muss. Ganz allgemein steht Transformation als der einzige Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Marktwirtschaft. Transformation ist eine Veränderung im Sinne einer Weiter- bzw. Neuentwicklung von bestehenden Prozessen und Strukturen. Die Baubranche muss daran ohne Zweifel teilhaben. Denn mit einem ungefähren Anteil am BIP von 10% und als Verursacher von ca. 50% des deutschen Abfallaufkommens, ist die Baubranche ein maßgebender Faktor hin zu einer ressourcenschonenden und klimaneutralen Wirtschaft. Man solle Wachstum von den Umweltschäden abkoppeln behauptet Lamia. 

Zusammen mit ihr sprechen wir über das Engagement das sie im Club of Rome aufbringt. Sie beantwortet alle Fragen: Was bedeutet Wirtschaftswachstum im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit? Wie können wir als Bauingenieur:innen und Architekt:innen unseren CO2-Fußabdruck senken? Was bedeutet die Stadt der kurzen Wege und wie kann man damit CO2 einsparen?

Durch Lamias langjährige Erfahrung im Bereich Nachhaltigkeit in der Baubranche, kann sie uns einen guten Eindruck geben, was in Deutschland die Hürden zu einer nachhaltigen Entwicklung sind. Gleichzeitig nennt sie uns Lösungsansätze aus anderen Ländern. Kurz: Anhören und wieder einmal etwas lernen. Viel Spaß mit Lamia Messari-Becker bei Baustelle Bauwesen!

Link:

Markus Lanz Juli 2021

Podcast HR Info mit Lamia

Podcast Handelsblatt mit Lamia 

Foto by Thomas Müller
1 Stunde 10 Minuten
Thema Nummer 1 dieser Episode ist Lean Construction. Wovon hängt eine nachhaltige und effiziente Baustelle ab? Hängt sie von einer kreislaufgerechten Planung, von gut implementierten BIM Methoden oder von modernen Technologien ab? Das wollen wir von unserem Gast dieser Episode, Felix Enge, erfahren. Er sagt zu allem Ja. Allerdings fehlt ihm hier noch die Autonomisierung, also das selbstbestimmte Arbeiten aller Projektbeteiligten. Dieses Konzept der Autonomie ist unter dem Begriff Jidoka bekannt und ist neben dem Produktionsprinzip Just in time eine der Säulen der Lean Construction. 

Und genau darum geht es uns in dieser Episode. Was ist eigentlich Lean Construction? Felix erklärt es uns anhand des Lean Management, nennt Beispiele und veranschaulicht uns warum Lean Construction für das Bauwesen des 21.Jahrhunderts so wichtig ist. Er spricht dabei auch über seinen beruflichen Hintergrund. Jetzt ist er zwar CEO der Makeo GmbH, aber angefangen hat alles mit einer Ausbildung zum Maurer. Durch verschiedene Jobs im sozialen Bereich, in der Forschung, in Startups und in Unternehmensberatungen hat er sich das KnowHow der Lean Construction angeeignet und will es jetzt mehr und mehr im Bauwesen etablieren. Felix ist überzeugt davon, dass kein Weg daran vorbeiführt, denn wer Digitalisierung im Bauwesen möchte, muss sich auf das Jidoka einlassen. 

Sein Beitrag zu Lean im Bauwesen ist die Projektabwicklungsoftware Makeo. Hier hat man die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort. "Makeo ist ein einfaches und intuitives Werkzeug, um in kürzerer Zeit mehr zu erreichen, ohne dabei härter zu arbeiten." Er will, das alle Bauschaffenden anhand von Makeo herausfinden, wie Verschwendung vermieden und Wirksamkeit gesteigert wird. Viel Spaß mit dieser Episode!

Links: Makeo - LinkedIn, Makeo - Twitter, Makeo - Youtube
1 Stunde 1 Minute
Die Frage an das Bauingenieurwesen des 21. Jahrhunderts ist und bleibt, auch nach der Sommerpause des Podcasts: Wie können wir nachhaltiger und sogar klimaneutraler bauen? Wir haben schon viel über effiziente Tragwerke, verantwortliche Nutzung von Materialien bis hin zu Kreislaufwirtschaft, Materialpässen und Mobilienwirtschaft debattiert. Aber, und das ist Thema dieser Episode, was haben moderne Prozessstrukturen mit Nachhaltigkeit zu tun. Wie werden nachhaltige Lösungen entwickelt und wie definieren wir eigentlich Probleme? All das hängt damit zusammen wie wir arbeiten, mit wem wir arbeiten und wie wir uns während der Problemdefinition und Lösungssuche gemeinschaftlich verhalten. Ein, dem Bauingenieurwesen vermeintlich fernes, Berufsfeld: die Kunst, ist eine Inspirationsquelle für moderne Prozesszusammenarbeit. Das beweist uns Ute Reeh.

Ute ist bildende Künstlerin, sie hat auf ihrem langen Berufsweg schon an vielen verschiedenen deutschen Kunstakademien unterrichtet. Daher weiß sie ziemlich genau wie Künstler*innen ticken, und wie deren Projekte, ohne zuvor bestimmtes Ziel angegangen werden müssen, um dann doch zu einem Ziel zu führen. 

Ihr aktuelles Projekt ist die Alhambra Brandenburg, ein Großbauprojekt bei dem Lehm das primäre Baumaterial sein soll. Das Ziel ist hier ganz klar. An der Neubaustrecke der A14 soll in der Nähe von Nebellin eine 4 - 4,5 km lange Lärmschutzwand aus Lehm errichtet werden. Was hier aber noch nicht klar ist: Wie kommt mensch dahin? Dieser Frage widmet sich Ute und hat deshalb das Zentrum für Peripherie gegründet. Dort arbeitet ein interdisziplinäres Team auf den Erfolg der Alhambra Brandenburgs hin.

Ute erzählt uns über dieses Projekt und stellt damit die konventionelle Herangehensweise an Großbauprojekte in Frage. Michi & Philip von Baustelle Bauwesen finden dass die Lehmbau Lärmschutzwand ein Leuchtturm Projekt für das nachhaltige Bauwesen des 21. Jahrhunderts ist. Es greift nämlich da an wo wir uns als Menschen am besten auskennen - bei der fachübergreifenden sozialen Zusammenarbeit. Viel Spaß mit dieser Comeback Episode nach der Sommerpause.   
11 Minuten
Michi & Philip läuten das Ende der dritten Staffel ein, denn sie brauchen eine Denkpause. Neben einem kurzen Rückblick der letzten Podcast Saison, sprechen die beiden über ihre privaten und beruflichen Änderungen der letzten Monate. Und was natürlich nicht fehlen darf ist ein Ausblick für die nächste Staffel. Am Ende gibt euch Michi noch ein paar spannende Leseempfehlungen... 

Viel Spaß bei dieser kurzen Episode und einen schönen Restsommer wünscht euch Baustelle Bauwesen.
14 Minuten
Der Hearst Tower in Manhattan, New York City, wurde von der US Green Building Council als Bauwerk zunächst mit Gold, dann einige Jahre später mit Platin ausgezeichnet. Die Hauptgründe dafür sind die Kriterien Innovation, Nachhaltigkeit und Wasser Effizienz (Link). Michi begibt sich in dieser Episode von Baustelle Bauwesen Bauwerke auf eine kurze virtuelle Reise nach New York und sucht auch in der Tragkonstruktion nach Gründen, die für ein "grünes" Bauwerk sprechen. Viel Spaß!

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53 Minuten
Eine weitere Pionier*innen Episode.

"Mit seiner Haltung zur Zusammenarbeit von Architekt*innen und Ingenieur*innen hat Stefan Polónyi in den 1950er und 1960er Jahren einen ganz eigenen, für das Bauingenieurwesen neuen Weg beschritten, nämlich das Tragwerk als integralen Bestandteil der Architektur zu begreifen und ein gemeinsames Bauwerk zu schaffen. Stefan Polónyi kann also als einer der Wegbereiter für ein neues integratives Verständnis von Architektur und Tragwerk betrachtet werden. Dieses setzt bei den Ingenieur*innen das Interesse für die architektonische Idee voraus und die Bereitschaft, nicht in gewohnten Bahnen zu verharren, sondern die Dinge immer wieder zu hinterfragen, neu zu denken und neu zu entwickeln."

Diese Worte über Stefan Polónyi stammen u.A. von Bernhard Hauke, dem Editorial Director beim Ernst & Sohn Verlag. Sie wurden als Nachruf zum Tod Stefan Polónyis im April 2021 veröffentlicht (hier). Bernhard kannte Stefan Polónyi persönlich, da sie in den letzten Jahren an einem gemeinsamen Buch gearbeitet haben. Nebenbei ist Bernhard erfahrener Bauingenieur. Und wegen dieser beiden Facts haben wir ihn hier eingeladen um zusammen mit ihm über den großen Pionier Stefan Polónyi zu sprechen. 

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Foto: Andreas Schmied
1 Stunde 2 Minuten
Das Bauingenieurwesen tut sich wirklich schwer mit seiner Wirkung nach aussen. Gänzlich unbekannt sind die im Volksmund genannten Statiker natürlich nicht, aber dem Bauingenieurwesen wird diese Reduzierung schon zweimal nicht gerecht. Erstens umfasst das Bauingenieurwesen viel mehr als nur die Statik und zweitens ist der Begriff Statiker begrenzt, denn er er vergisst die weiblichen Beteiligten. Und genau daher rührt die Motivation der Ausstellung Queens of Structure. Denn dort wird die Vielfalt des Bauingenieurwesens anhand großartiger Leistungen von ausschließlich Bauingenieurinnen ausgestellt.

Hier im Podcast sprechen Michi & Philip mit den Initiatorinnen. Nicole Parlow, Birgit Hartwig und Nicole Zahner erklären uns wie es zu der Ausstellung kam und was deren Ziele sind. Sie sind Role Models für ein neues Bauwesen und mit ihrer Initiative haben sie schon jetzt dafür gesorgt, dass die Baubranche des 21. Jahrhunderts einfach besser wird. Lauscher auf und PLAY! 

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54 Minuten
Kreativität im Bauwesen! Die Interview Serie in Zusammenarbeit mit der Akademie der Ingenieure (AkadIng). Die Erfahrung der AkadIng in der Durchführung von Fort- und Weiterbildungen im Bauingenieurwesen und die modernen Themen der Baustelle Bauwesen kommen zusammen. Die nächsten beiden Episoden setzen den Startschuss für eine Zusammenarbeit. Gezielt haben wir das Thema Kreativität im Bauwesen gewählt. Diese kommt nämlich vor allem im Studium zu kurz. Philip und Michi glauben aber dass es Teil des Grundstudiums sein sollte. Die nächsten beiden Episoden leiten das Thema ein und zeigen Mängel und Chancen.

Zu Gast in Teil 2: Dipl.-Ing. Boris Milla von Milla Architekten. Boris hat langjährige Erfahrung als Architekt und ist seit 5 Jahren mit seinem Büro selbständig. Als Architekt zeigt er uns BauingenieurInnen wie Kreativität in der Architektur funktioniert. Ob wir uns davon eine Scheibe abschneiden sollen bleibt jedem selbst überlassen. Aber eines sollte klar sein: Als BauingenieurInnen sollten wir offen für die Kreativität der ArchitektInnen sein und unsere Kreativität nutzen um zusammen etwas bewirken zu können. Viel Spaß mit Boris!

Links:

Akademie der Ingenieure