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Die Kulturfritzen Archiv

117 Episoden
56 Minuten
"Berlin in Prosa" heißt eine im B&S Siebenhaar Verlag erscheinende elfbändige Anthologie, die als kleine Literaturgeschichte der Moderne verstanden wird. Die ersten drei Bände stellen Berlin in expressionistischen Erzählungen, in der "Asphaltliteratur" der Weimarer Republik sowie in der nichtnationalsozialistischen Prosa von 1933 bis 1945 vor. Marc Lippuner spricht mit dem Verleger Klaus Siebenhaar über die Themen, die damals verhandelt wurden, über die Etablierung neuer literarischer Formen sowie über bekannte und weniger bekannte Figuren der Berliner Literaturszene jener Zeit.
9 Minuten
Das Wort "knorke" tauchte in den 1910er-Jahren urplötzlich im Berliner Wortschatz auf und war für einige Jahre aus keiner Konversation wegzudenken. Heute ist das "krass", "mega" oder "nice" von damals nahezu vergessen. Marc Lippuner hat sich auf Spurensuche begeben, bei Kurt Tucholsky einen knorken Text über den Fall "knorke" gefunden und mal zusammengetragen, was die Sprachwissenschaft über die Herkunft des Wortes so mutmaßt.
47 Minuten
2010 kaufte André Förster den Verlag für Berlin-Brandenburg und gestaltete den Fachverlag zu einem Publikumsverlag mit regionalem Schwerpunkt um. Marc Lippuner spricht mit dem Verleger über die Programmpolitik, über Berlin in Büchern, über die Herausforderungen eines Kleinverlags im Buchhandel, über den überregionalen Schwesterverlag Quintus und die Zukunft der Buchbranche.
38 Minuten
Marc Lippuner im Gespräch mit dem Künstler Rainer Fetting. Über Fettings künstlerisches Schaffen, über das wilde Berlin der 70er- und 80er-Jahre, über schwule Ästhetik, Homophobie im Kunstbetrieb, über Fettings Verehrung für Willy Brandt, über einen scheuen Helmut Schmidt und über die Ausstellung "Gezeichnete Stadt" in der Berlinischen Galerie.
15 Minuten
Am 1. Oktober 1920 trat das Groß-Berlin-Gesetz in Kraft, mit dem Berlin seine heutige Größe erhielt. Durch die Eingemeindung des Berliner Umlandes wurde die Stadt eine der größten der Welt. Wie es dazu kam, warum es beinahe schiefgegangen wäre und woran man das kleine, alte und das große, neue Berlin heute noch erkennen kann, erzählt Marc Lippuner in dieser Episode.

Spree-Cuts

44 Minuten
Was wäre Berlin ohne die Spree? Mit seinem aktuellen Projekt widmet sich der Künstler Götz Lemberg Berlins größtem Fluss, dessen innerstädtischen Verlauf er über die gesamten 43 Kilometer künstlerisch dokumentiert hat: Alle 333 Meter entstanden Hochkantfotos, die aneinandergereiht die Illusion eines Panoramas ergeben. Mit Marc Lippuner spricht Götz Lemberg über seinen künstlerischen Antrieb, über seine Zeit als Pächter des Französischen Doms, über die Idee zu "Spree-Cuts", dem Portrait einer Stadt-Fluss-Landschaft, sowie über die kulturelle Bedeutung der Spree für Berlin.
54 Minuten
Marc Lippuner unterhält sich mit dem Stadtführer und Autor Michael Bienert über die Berliner Jahre des Dramatikers, Lyrikers und Regisseurs Bertolt Brecht (1898 - 1956), den mit der Stadt weit mehr verband als sein Berliner Ensemble und das Theater am Schiffbauerdamm.
17 Minuten
Der Kulturkritiker Walter Benjamin (1892 - 1940) hat die Geschichte der Berliner Mietskasernen Anfang der 1930er-Jahre in einer Radiosendung für Kinder und Jugendliche vorgestellt. Er erzählt, warum die Wohngebäude mit ihren bis zu sechs Hinterhöfen Kasernen genannt werden, was 1862 beim "Bebauungsplan der Umgebungen Berlins" schiefgelaufen ist und weshalb der moderne Wohnungsbau der 1920er-Jahre die Wohnverhältnisse in Mietskasernen als unzeitgemäß verurteilte. Es liest: Marc Lippuner
35 Minuten
Marc Lippuner spricht mit den Berliner Schauspielerinnen Agnes Mann, Alina Rank und Eva Maria Sommersberg, die mitten in der Corona-Zeit mit "Drei Schwestern Produktionen" ihre eigene Firma gegründet haben, um ihr Filmprojekt "Wodkavariationen" zu realisieren, das in Berlin und Brandenburg entsteht. Ein Gespräch über die Krise als Chance, über verkrustete Theaterstrukturen und verlorene Theaterfiguren.
42 Minuten
Marc Lippuner spricht mit der Regisseurin Susanne Chrudina, die mit ihrem Theaterkollektiv spreeagenten seit 2007 recherchebasierte Projekte im öffentlichen Raum realisiert. Die aktuelle Produktion "Häuser-Fluchten" erzählt in szenischen Schlaglichtern Lebensgeschichten NS-Verfolgter im Scheunenviertel und in der Spandauer Vorstadt. Ein Gespräch über dokumentarisches Theatermachen, künstlerische Transformation von Geschichte und die Notwendigkeit zu erinnern.
17 Minuten
Am 22. August 1920 wurden die ersten Salzburger Festspiele mit Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" eröffnet. Seitdem ist das Spiel vom Sterben des reichen Mannes zum Inbegriff dieses sommerlichen Kulturevents geworden und gedanklich fest mit Salzburg verankert. Nur wenige wissen jedoch, dass Hofmannsthals Drama in Berlin seine Uraufführung erlebte. Und auch sonst hat der "Jedermann" jede Menge mit Berlin zu tun.
46 Minuten
Im August 1995 gründeten Ilona Bubeck und Jim Baker in Berlin den ersten und bis heute einzigen lesbisch-schwulen Buchverlag Deutschlands. Marc Lippuner gratuliert zum 25. Geburtstag und fragt die Beiden, welche Reaktionen die Gründung des Querverlags hervorrief, wie sich der Verlag in der LGBTIQ+Community verortet, wie sich das Programm im Laufe eines Vierteljahrhunderts verändert hat und was sich Ilona und Jim für die Zukunft wünschen.
26 Minuten
Dass der Fernsehturm das höchste Bauwerk der Stadt ist, ist hinlänglich bekannt. Doch wer weiß, wie schmal das schmalste Haus Berlins ist, welches Gewässer die älteste Brücke der Hauptstadt überspannt, wie viele Zimmer das Berliner Schloss zuletzt hatte, welche beiden Botschaftsgebäude identisch aussehen, was ein Elefant bei einer Grundsteinlegung zu suchen hatte oder welches Berliner Gebäude die Kopie eines wesentlich jüngeren Wiener Bauwerks ist? Marc Lippuner hat 100 interessante, unglaubliche, skurrile oder schlichtweg wissenswerte Fakten über Berlins Bauwerke und deren Geschichte zusammengetragen und präsentiert sie in dieser Episode in gebotener Kürze, wobei ihm assoziative Verknüpfungen wichtiger erschienen als eine chronologische Reihung. Ein informationsreicher Zickzacktrip durch die Architekturgeschichte der Hauptstadt in knapp 25 Minuten.
13 Minuten
Marc Lippuner auf Entdeckungsreise durch das Berliner Rheingauviertel. Ein kultureller Streifzug durch den Kiez, der vor allem architektonisch Etliches zu bieten hat.
41 Minuten
Am 27. Juli 2000 fand in der Berliner Kulturarena die deutschsprachige Uraufführung des Comedy-Abends CAVEMAN statt, der mit bislang 4,8 Millionen Besucherinnen und Besuchern und knapp 13.000 Vorstellungen in rund 200 Städten als das erfolgreichste deutschsprachige Theaterstück der letzten zwei Jahrzehnte gilt. 17 Darsteller schlüpften bislang in die Rolle des modernen Höhlenmannes, einer von ihnen ist Felix Theissen. Mit ihm unterhält sich Marc Lippuner ebenso wie mit Stefanie Leinert, der CAVEMAN-Produzentin: über das Erfolgsgeheimnis des Stücks, über die Eigenheiten von Männern und Frauen, über CAVEMAN als Universum und über Theatermachen in Zeiten der Krise.
Die Kulturfritzen

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Der Kulturpodcast aus Berlin