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Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 17/19 Archiv

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Retinale venöse Gefäßverschlüsse (RVV) sind eine der Hauptursachen für einen Visusverlust in den westlichen Industriestaaten. Venenastverschlüsse (VAV) treten häufiger als Zentralvenenverschlüsse (ZVV) auf. Bei beiden Typen ist das Makulaödem der entscheidende Parameter für die funktionelle Einbuße. Zusätzliche Ischämien und Neovaskularisationen, gerade bei ZVV, führen am gesamten Auge zu teils schwerwiegenden Komplikationen, deren es, neben der Makulaödem-behandlung, vorzubeugen gilt. Mittlerweile sind Lucentis als Anti-VEGF-Inhibitor sowie Ozurdex als Steroid-Implantat (Dexamethason) zur Behandlung des Makulaödems bei venösen Gefäßverschlüssen zugelassen und stellen in der Therapie von RVV neben der konventionellen Laserbehandlung eine wesentliche Hauptsäule dar. Die vorliegende Arbeit untersucht den Vergleich der intravitrealen Therapie mit Dexamethason-Implantat (Ozurdex, Gruppe 1) und Anti-VEGF-Injektion (Lucentis, Gruppe 2) zur Behandlung des Makulaödems bei retinalen venösen Gefäßverschlüssen in einer retrospektiven, nicht randomisierten Fallserie. Gruppe 1 enthielt 60 Patienten (31 mit ZVV und 29 mit VAV) und Gruppe 2 inkludierte 52 Patienten (27 mit ZVV und 25 mit VAV). Im Falle eines Rezidivs wurden beide Gruppen jeweils weiter behandelt. Präoperativ und monatlich wurden die bestkorrigierte Sehschärfe (BKSS) und der intraokulare Druck (IOD) bestimmt, die zentrale Netzhautdicke mittels Spectralis-OCT erhoben, sowie eine Biomikroskopie und Fundusfotodokumentation durchgeführt. Primärer klinischer Endpunkt war die Visusentwicklung 12 Monate nach der ersten intravitrealen Therapie, sekundäre Endpunkte waren die zentrale Netzhautdicke und die Sicherheit der Therapie. Nach 12 Monaten wurde in der Gruppe 1 bei den ZVV-Patienten ein Anstieg der BKSS (± eine Standardabweichung) von 8,4 (± 1,9) Buchstaben, bei den VAV- Patienten ein Gewinn von 10,7 (± 3,8) Buchstaben beobachtet. In Gruppe 2 zeigten die ZVV-Patienten eine Zunahme der BKSS von 6,9 (± 1,9) Buchstaben nach 12 Monaten im Vergleich zu 12,5 (± 3,7) Buchstaben bei den VAV-Patienten. In beiden Gruppen konnte eine signifikante Reduktion der zentralen Netzhautdicke erreicht werden. Der IOD zeigte in knapp der Hälfte aller Fälle in Gruppe 1 einen Anstieg über 5 mmHg, konnte aber durch konservative antiglaukomatöse Therapie in den Fällen mit einem IOD über 21 mmHg (obere Normgrenze) in der Behandlungsphase gut reguliert werden. Allerdings zeigte sich bereits nach zweimaliger Ozurdex-Injektion (Gruppe 1) in ca. 50% der Fälle eine Progression einer Linsentrübung. Eine Behandlung mit Ozurdex führt bei den ZVV im Vergleich zu Lucentis zu einem besseren Sehschärfenanstieg nach 12 Monaten, allerdings nicht signifikant. Bei den VAV ist der Sehschärfengewinn bei beiden Behandlungsformen ähnlich. Unabhängig von den Ergebnissen muss für Ozurdex der Linsenstatus und das Alter des Patienten berücksichtigt werden.
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Der deutschlandweit fortschreitende Ärztemangel ist aktuelles Thema zahlreicher gesundheitspolitischer Diskussionen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Versorgungssituation und ärztlichen Wanderungsbewegungen im ambulanten und stationären Bereich unter besonderer Berücksichtigung von Zuwanderung ausländischer Ärzte nach Deutschland sowie deren Konsequenzen.
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The growing interest in examining empathy in the field of medicine results from the fact that being empathetic not only increases the patient’s satisfaction in the physician-patient relationship but also facilitates the diagnostic process and improves the clinical outcome. In 1977 empathy in medical students was measured for the first time in Australia; numerous investigations on empathy at medical schools all over the world followed. Most of them revealed a higher empathy score in females as well as a connection between the students’ choice of future medical field and their empathy scores. Furthermore, a decline in empathy scores during medical school proceedings was repeatedly found out. So far, there have been no comparative studies on empathy which have taken into account a possible influence of cultural factors on medical students` empathy. The main objectives of this study were to investigate and compare empathy in first-year undergraduate medical students of two different cultural areas focusing on the detection of new influencing factors such as cultural features and socio-demographic characteristics. Moreover, further research on known influencing factors such as gender and the future medical field was done. In the academic year 2010/11, a total of 257 students from Jimma University, Ethiopia and Ludwig Maximilians University of Munich, Germany completed the Balanced Emotional Empathy Scale (BEES) as an instrument for the quantification of emotional empathy, the Reading the Mind in the Eyes Test (RME-R test) for measuring cognitive empathy as well as a questionnaire on socio-demographic and cultural characteristics. Furthermore, interviews on the definition of empathy and possible influencing factors were conducted. The main findings of the study include the identification of religiosity, the choice of the future medical field and the gender as influencing factors on the BEES score. Participants who declared to be actively practicing their religion have higher BEES scores than participants who did not. Participants who prefer a medical field with continuity of patient care have higher BEES scores than those preferring a field with less interpersonal contact. Compared to males, females have significantly higher scores in the BEES as well as in the RME-R test. Moreover, a positive correlation between the BEES and the performance in the RME-R test indicating a connection between emotional and cognitive empathy was detected.