- Startseite
- Podcasts
- Petajoule Podcast
- Archiv
Petajoule Archiv
90 Episoden
1 Stunde 1 Minute
In der Schifffahrt läuft ein Wettrennen um den Antrieb der Zukunft: Batterien, Methanol, Ammoniak, bis hin zu modernen Segelsystemen. Zugleich ringt die Politik um die Regeln, die diesen Umstieg erzwingen sollen. Im Dezember 2026 stimmt die Internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO erneut über ihr erstes verbindliches Klimaregelwerk ab, nachdem die USA die Annahme im Vorjahr ausgebremst hatten. Die EU ist mit Emissionshandel und FuelEU Maritime bereits vorangegangen. Warum ist Schweröl so schwer zu ersetzen, und welcher Antrieb passt zu welcher Route? Wie greifen die Regeln von IMO und EU ineinander? Und wie trifft der Klimawandel die Schifffahrt selbst, von den niedrigen Pegeln der Donau bis zum Panamakanal? Zu Gast bei Moderator Frederik Schäfer sind Sören Ehlers, Direktor des DLR-Instituts für Maritime Technologien und Antriebssysteme, und Nora Wissner, Senior Researcherin am Öko-Institut in Berlin.
44 Minuten
Wer in der EU Stahl produziert oder ein fossiles Kraftwerk betreibt, muss seit 2005 für jede Tonne CO₂ ein Zertifikat abgeben. Der Preis dafür bildet sich am Markt. Das ist der Emissionshandel, das ETS. Ab 2028 kommt mit dem ETS 2 ein zweites System für Verkehr und Gebäude dazu. Dann sind bis zu 75% der EU-Emissionen erfasst. Wie funktioniert das System im Detail? Was passiert mit den Einnahmen, wohin fließen die über 43 Milliarden Euro, die das ETS 1 im Vorjahr eingespielt hat? Was ändert sich mit der großen Reform, die die EU-Kommission am 17. Juli vorstellen will? Wie wird sich der CO₂-Preis für Verkehr und Gebäude ab 2028 auf Endverbraucher:innen auswirken? Und was hat es mit unserem neuen Index OETSI auf sich? Zu Gast bei Moderator Frederik Schäfer sind Louise Meister und Lukas Zwieb aus dem AEA-Center für Volkswirtschaft, Konsument:innen und Preise.
43 Minuten
Die erneuerbare Erzeugung in Österreich ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, allen voran die Photovoltaik. Der Ausbau muss weitergehen, und gleichzeitig wird immer wichtiger, den Strom dann verfügbar zu machen, wenn er gebraucht wird – und umgekehrt auch Verbrauch in Zeiten zu verlagern, wo viel günstiger Strom vorhanden ist. Darüber, wo das System unter Druck gerät und mit welchen Hebeln gegensteuert werden kann, spricht Christoph Dolna-Gruber in dieser Petajoule-Folge mit Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus, und Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Es geht um Mittagsspitzen und negative Preise, um die großen Energiegesetze ElWG und das kürzlich beschlossene EABG, um das Zusammenspiel von Speichern, bidirektionalem Laden und flexiblen Tarifen sowie den Zustand des europäischen Stromsystems.
56 Minuten
Rechnerisch reicht Österreichs heimische Energieerzeugung nur bis Ende Mai, den Rest des Jahres decken wir über Importe. Die sind fast vollständig fossil und kosten im Schnitt rund 10 Milliarden Euro im Jahr, allein der Ölpreisanstieg durch den Krieg am Golf hat von Anfang März bis Ende Mai rund 450 Millionen Euro Mehrkosten verursacht. Ute Teufelberger (E-VO eMobility) und Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) sehen im Gespräch mit Kristina Schubert-Zsilavecz den Verkehr als zentralen Ansatzpunkt: Dort landen 85 Prozent der verbrauchten Ölprodukte, und genau dort wirkt Elektrifizierung unmittelbar. Im Gespräch geht es darum, wie das E-Auto über systemdienliches Laden selbst zum Teil des Energiesystems wird, wo Österreichs Ladeinfrastruktur im europäischen Vergleich steht und was Länder wie Norwegen und Dänemark mit konsistenten, planbaren Rahmenbedingungen erreicht haben.
1 Stunde 2 Minuten
40 Jahre nach Tschernobyl und 15 Jahre nach Fukushima wird Atomkraft in Europa wieder verstärkt politisch diskutiert. Neue Reaktortypen wie Small Modular Reactors (SMRs) sollen uns nicht nur aus unserer starken Abhängigkeit von fossiler Energie befreien, sondern auch den immer größer werdenden Energiebedarf für künstliche Intelligenz decken. Doch wie realistisch ist dieses Revival? Diese Folge beleuchtet Möglichkeiten und Risiken der Kernenergie im zukünftigen Energiesystem.
43 Minuten
Der Krieg am Persischen Golf hat eine der schwersten Energiekrisen der jüngeren Geschichte ausgelöst. LNG-Infrastruktur in der Region ist auf Jahre beschädigt, die Energiepreise liegen weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau. Ob der fragile Waffenstillstand hält, scheint völlig offen. Warum steckt Europa immer noch so tief in der fossilen Abhängigkeit? Wie schaffen wir es, den Strompreis vom Gaspreis zu entkoppeln? Und was braucht es, damit die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie schneller vorankommt? Darüber spricht Frederik Schäfer mit Jan Rosenow, Professor für Energie- und Klimapolitik an der Universität Oxford und eine der international präsentesten Stimmen zur Energiewende.
44 Minuten
Der Krieg am Persischen Golf erschüttert die globalen Energiemärkte. Die Straße von Hormus – Nadelöhr des Öl- und LNG-Handels – ist faktisch blockiert, Katar hat seine LNG-Produktion vorübergehend eingestellt. Was bedeutet die Eskalation für Europas und Österreichs Energieversorgung? Wie stark steigen die Energiepreise tatsächlich? An der Tankstelle sind erste Auswirkungen bereits spürbar – doch wie geht es weiter, bei Sprit, Gas, Heizöl und Strom? Und welche strukturellen Antworten gibt es, damit uns nicht jede geopolitische Krise aufs Neue verwundbar macht? Darüber sprechen in einer Petajoule-Sonderfolge Christian Furtwängler, Christoph Dolna-Gruber und Frederik Schäfer von der Österreichischen Energieagentur.
1 Stunde 11 Minuten
Die Energiewende ist global längst Realität – technologisch wie ökonomisch. Gleichzeitig werden fossile Energieträger weiterhin als geopolitisches Machtinstrument eingesetzt, und gezielte Desinformation bremst den Ausstieg aus Öl und Gas. Diese Gleichzeitigkeit prägt den aktuellen Energiediskurs. Warum halten sich fossile Narrative trotz fallender Kosten für Erneuerbare so hartnäckig? Welche Rolle spielen Psychologie, Lobbyismus und geopolitische Interessen? Und was folgt aus dem exponentiellen Wachstum von Photovoltaik, Batterien und Elektromobilität weltweit? Ein globaler Blick auf die Energiewende und ihre Gegner – mit dem Journalisten Christian Stöcker sowie Christoph Dolna-Gruber und Frederik Schäfer von der Österreichischen Energieagentur.
58 Minuten
Kohle ist der klimaschädlichste fossile Energieträger – und ein globaler Ausstieg zwingend nötig, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen. Doch trotz ambitionierter Ausstiegspläne in vielen Ländern stagniert der weltweite Verbrauch auf Rekordniveau. Warum hält sich Kohle so hartnäckig – vor allem in Asien? Wie sehen die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe in Ländern wie China, Indien, Indonesien, aber auch Polen oder Südafrika aus? Ein globaler Kohle-Rundumschlag mit Franziska Holz, Professorin für Energiewirtschaft und internationale Rohstoffmärkte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.
1 Stunde 43 Minuten
Am 11. Dezember 2025, spätabends, bei Anwesenheit der verfassungsmäßig vorgesehenen Anzahl der Abgeordneten wurde das Günstiger-Strom-Gesetz mit Zweidrittelmehrheit in dritter Lesung angenommen. Und mit ihm das Elektrizitätswirtschaftsgesetz ElWG. Die größte Strommarktreform seit der Liberalisierung der Elektrizitätswirtschaft mit dem ElWOG Anfang der 2000er. Erneuerbare Erzeuger wollen ins Netz integriert werden, noch viele davon. Das braucht Speicher und Flexibilitäten. Immer mehr Menschen wollen sich selbstbestimmt mit Strom versorgen und diesen teilen. Das Stromnetz muss digitaler und robuster werden, auch finanziert werden. All das braucht Spielregeln, und diese werden mit dem neuen ElWG festgelegt. Moderator Christoph Dolna-Gruber befragt zwei der vielen Masterminds hinter dem Gesetz - Celin Gutschi und Jasper Geipel aus dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) - zum ElWG. Der Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur - Franz Angerer - schildert seine Perspektiven auf das neue Strommarktgesetz.
1 Stunde 3 Minuten
China prägt die globale Energiewende durch strategische Planung, technologische Führungsansprüche und die Kontrolle über zentrale Rohstoffe. Europa ist mittlerweile in vielen Bereichen – etwa bei PV-Modulen, Batterien und diversen kritischen Rohstoffen – von China abhängig. Was folgt daraus für Europa? Welche industriepolitischen Antworten braucht es, um eigene Kapazitäten zu stärken – und wo ist Zusammenarbeit mit China weiterhin sinnvoll? Darum geht’s in dieser Folge von Petajoule.
1 Stunde 6 Minuten
Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz, kurz EABG, ist eines der Leuchtturmprojekte der ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung. Es soll bundeseinheitliche Standards bei Genehmigungsverfahren für Energiewendeprojekte etablieren und einen Zielrahmen für die Länder beim Erneuerbaren-Ausbau vorgeben. Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) geht dem Ministerialentwurf vom September 2025 gemeinsam mit dem Energiewende-Rechtsanwalt Florian Stangl (NHP Rechtsanwälte) und dem wissenschaftlichen Leiter der Energieagentur - Günter Pauritsch - auf den Grund.
S07E08 | Auf dünnem Eis: Warum Energie-, Klima- und Sicherheitspolitik zusammengedacht werden müssen
1 Stunde 1 Minute
Klima-, Energie- und Sicherheitspolitik. Was früher getrennt gedacht wurde, ist heute eng verknüpft. Die Klimakrise verschärft bestehende Konflikte und schafft neue Verwundbarkeiten. Zugleich verändert die Energiewende geopolitische Machtverhältnisse. Wie reagieren wir darauf – politisch, strategisch, energiewirtschaftlich? Darum geht’s in dieser Folge von Petajoule.
1 Stunde 4 Minuten
Mehr Hitzetage, häufigere Extremwetterereignisse: Wir stecken bereits mitten in der Klimakrise. Was das für unser Leben, unsere Infrastruktur und unsere Energieversorgung bedeutet, zeigt der neue österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel (AAR2). Doch der Bericht bietet mehr als nur eine Bestandsaufnahme. Er macht klar: Klimapolitik kann weit über Emissionsreduktion hinauswirken – auf Gesundheit, Unabhängigkeit, Innovation und soziale Gerechtigkeit. Aber dafür muss gehandelt werden. Was sagt der Bericht konkret? Was steht auf dem Spiel? Und welche Optionen liegen am Tisch? Darum geht’s in dieser Folge von Petajoule.
1 Stunde 14 Minuten
Mit der Energiewende wird sich einiges ändern, und das ist auch gut so: Statt Energie zu importieren werden wir sie vermehrt selbst produzieren – Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik, Geothermie und Bioenergie-Projekte spielen dabei ebenso eine große Rolle wie Speicher, Digitalisierung und Netzausbau sowie Sanierungen im Gebäudebereich. Das führt zwangsläufig aber auch dazu, dass das Thema Energie näher an die Menschen heranrückt. Eine Chance für Demokratisierung und Beteiligung, aber auch ein Risiko, weil die Nähe potenziell Widerstand schürt. Wie schafft man lokale Akzeptanz für die großen und kleinen Energiewende-Projekte, die in den nächsten Jahrzehnten zu Tausenden im Land umzusetzen sind? Einfach "drüberfahren" oder lieber einbinden? Diesen Fragen gehen wir in dieser Folge von Petajoule auf den Grund.