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Petajoule Archiv
90 Episoden
60 Minuten
Lithium, Kobalt, Seltene Erden – die Nachfrage nach diesen und anderen kritischen Rohstoffen steigt rasant. Doch mit dem wachsenden Bedarf im Zuge des Umbaus unseres Energiesystems wachsen auch die Herausforderungen: Viele Rohstoffe stammen aus wenigen Ländern, ihre Verarbeitung ist weltweit stark konzentriert. Gleichzeitig stoßen neue Bergbauprojekte in Europa nicht selten auf Widerstand. Wie kann eine sichere und verlässliche Rohstoffversorgung gelingen? Welche Rolle spielt Recycling? Und was braucht es, damit mehr Projekte in Europa umgesetzt werden können? Mit Stefanie Streit (RHI Magnesita) und Sebastian Zwickl-Bernhard (TU Wien) sprechen wir über globale Versorgungsrisiken, Erfahrungen aus der Industrie – und die große Frage, wie wir die Energiewende rohstoffseitig absichern können.
1 Stunde 13 Minuten
Dass Wasserstoff – wie auch darauf basierende Derivate – in Zukunft wichtiger werden, zeigen viele Analysen. Dass wir nicht sämtlichen, in Zentraleuropa benötigten Wasserstoff selbst produzieren werden können, ist auch weitgehend Konsens. Ein gewisser Teil des Bedarfs wird also importiert werden müssen - und das zu möglichst kompetitiven Preisen, denn schließlich gilt er vor allem in der im Wettbewerb stehenden Industrie, aber auch für die Spitzenlastabdeckung für Strom und Wärme als Schlüssel zur Dekarbonisierung. Wie steht es um die Netze für den Transport des Wasserstoffs? Was ist mit Projekten, um den Wasserstoff in den Exportländern zu erzeugen? Welche Erzeuger-Regionen sind dabei für Österreich interessant? Und - sind die Anlaufschwierigkeiten beim Hochlauf, die wir gerade beobachten, Ausdruck größerer, struktureller Probleme oder ein Teil der ohnehin notwendigen Konsolidierung, um den "Hype" rund um Wasserstoff hinter uns zu lassen? Gemeinsam mit Susanna Zapreva (VERBUND AG) und Judith Neyer (BMWET) gehen wir diesen und weitern Fragen auf den Grund.
1 Stunde 9 Minuten
Braucht Österreich einen Kapazitätsmarkt, um Versorgungssicherheit in einer zunehmend elektrifizierten Energiewelt zu gewährleisten? Wir sprechen in dieser Folge über zentrale und dezentrale Modelle, die Erfahrungen aus Deutschland und was davon auf Österreich übertragbar ist.
56 Minuten
Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen und zugleich eine enorme Chance für Österreich. Doch wie kann das Energiesystem der Zukunft konkret aussehen? Wie entwickeln sich Energieverbrauch und -erzeugung? Welche Rolle spielen Importe, und wie energieautonom kann Österreich in Zukunft sein? Die Österreichische Energieagentur hat mit einem modellgestützten Szenario Antworten auf diese Fragen gesucht – und unter dem Titel „Unsere Energiewelt 2040 ein realistisches und technisch umsetzbares Konzept für ein klimaneutrales Energiesystem entwickelt. Christoph Dolna-Gruber, Günter Pauritsch und Corina Schwarz, die gemeinsam mit vielen weiteren Kolleg:innen das Szenario erstellt haben, sprechen über die wichtigsten Ergebnisse und größten Learnings.
1 Stunde 1 Minute
Windkraft ist bereits jetzt ein wichtiger Bestandteil des Strommix in Österreich, hat 2024 etwa 15% unserer Stromerzeugung abgedeckt. Die weitere Nutzung von Windkraft-Potenzialen in Österreich ist entscheidend, um auch im Winter genug erneuerbaren Strom zu haben, denn die liefert insbesonders in der kälteren Jahreszeit, während Photovoltaik und Wasserkraft im Sommer stärker sind. Aber wie schaut er eigentlich aus, der lange Weg des Windrads vom Plan zur Produktion der ersten Megawattstunden? Welche Schritte sind notwendig, und welche Stellschrauben gibt es, um den Prozess zu beschleunigen? Diesen und mehr Fragen geht Moderator Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) gemeinsam mit Elena Reisert (Projektentwicklerin bei der oekostrom AG) auf den Grund.
53 Minuten
Wir beleuchten heute aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Energiemarkt. In dieser Folge geht es um die jüngsten extremen Strompreisspitzen und deren Ursachen, von einer Flaute in der Windkraft bis hin zu möglichen Unregelmäßigkeiten im Marktgeschehen. Darüber hinaus wird diskutiert, welche Rolle Kapazitätsmärkte bzw. -mechanismen dabei spielen können, die Energiewende bei der Finanzierung und Schaffung seltener verwendeten, aber notwendiger Reservekapazitäten zu unterstützen.
1 Stunde 1 Minute
Heuer im Dezember jährt sich die Besetzung der Hainburger Au zum 40. Mal. Im Winter 1984 haben tausende Bürgerinnen und Bürger gegen das damals geplante Wasserkraftwerk in der Hainburger Au demonstriert. Es wurde aufgrund des heftigen Widerstands nicht gebaut und stattdessen der Nationalpark Donauauen eröffnet. Wasserkraft-Projekte waren und sind auch heute immer wieder Gegenstand von Protesten, ungeachtet dessen, dass die erneuerbare Stromerzeugung in Österreich ohne Wasserkraft kaum denkbar wäre. Sie bildet mit aktuell 61 Prozent Anteil sozusagen das Rückgrat der Erneuerbaren und das seit vielen Jahrzehnten. Welche Rolle spielt Wasserkraft in Zukunft, wie viel Ausbau ist eigentlich noch nötig und möglich? Wie unterschiedlich sind die Potenziale in den einzelnen Bundesländern? Und wie haben sich Bau und Betrieb einer Anlage in den letzten Jahren verändert, etwa in Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit? Wir widmen diese Folge der traditionellen Energiequelle Wasserkraft, schauen uns den Status Quo an und werfen einen Blick in die Zukunft.
38 Minuten
In dieser Folge geht es um Wärmenetze: Warum Fernwärme für immer mehr Haushalte in Österreich eine attraktive Option wird, welche Herausforderungen die Dekarbonisierung mit sich bringt und welche Kritikpunkte wie fehlende Transparenz oft diskutiert werden.
41 Minuten
Wir geben ein Update zu aktuellen Entwicklungen und sprechen auch darüber, was passieren wird, wenn 2025 die umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen auslaufen.
47 Minuten
Schlag auf Schlag ist es gegangen, ab Mittwoch, 13. November 2024, als die OMV wegen Lieferausfällen in Deutschland von einem Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer Schadenersatzansprüche zugesprochen bekommen hat - und verlautbart hat, dass es die Ansprüche auf ausstehende Zahlungen an die Gazprom aufrechnen wird. So weit hat es Gazprom nicht kommen lassen. Lieferungen aus dem Österreich-Vertrag, der seine Wurzeln im Jahr 1968 hat, wurden mit Wirkung Samstag, 16.11.2024, 6:00, eingestellt. Russisches Gas kommt trotzdem noch in Österreich an. Über Hintergründe spricht Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) mit Leo Lehr (E-Control).
1 Stunde 14 Minuten
Die Österreichische Energieagentur (AEA) hat im Auftrag des Energieministeriums (BMK) Analysen zur Gasversorgung Österreichs durchgeführt. Dabei hat die AEA auch auf das Wissen und die Werkzeuge der E-Control zurückgegriffen, die als Regulierungsbehörde sowie gemäß Energielenkungsgesetz auch für Themen der Versorgungssicherheit bei Gas Verantwortung trägt. Die in der Analyse untersuchten Szenarien berücksichtigen den möglichen Ausfall russischer Gaslieferungen via Ukraine ab sofort bzw. dem 1. Januar 2025. Betrachtet wurde ein Zeitraum von zwei Jahren (Mai 2024 bis Mai 2026).
1 Stunde 15 Minuten
Was ist Regelreserve? Was bedeutet Ausgleichsenergie? Und wie funktioniert sie in Österreich? In dieser Podcastfolge dreht sich alles um das komplexe Thema der Regelreserve in Österreich. Zwei Expert:innen auf dem Gebiet der Energiewirtschaft erklären ausführlich, wie diese Mechanismen funktionieren und welche Bedeutung sie für die Stabilität des Stromnetzes haben. Sie gehen auf verschiedene Akteure ein, erläutern den Unterschied zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärregelreserve und diskutieren, wie Energieanbieter und Netzbetreiber zusammenarbeiten, um ein Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch sicherzustellen. Hören Sie rein, um zu verstehen, wie diese essenziellen Prozesse den Energiemarkt und Ihre Stromversorgung beeinflussen.
45 Minuten
Damit die Energiewende gelingt, müssen wir Verkehr neu denken. Neben der Elektrifizierung von PKWs stehen vor allem aktive Mobilität und der öffentliche Verkehr im Fokus. Und dabei gilt es, alle Verkehrsteilnehmenden mitzunehmen: Auch die 1.7 Millionen Kinder und Jugendlichen in Österreich, deren Anforderungen an Mobilität derzeit noch viel zu wenig bis gar nicht berücksichtigt werden. Welche gesundheitlichen, sozialen und kognitiven Auswirkungen auf Kinder hat die Art und Weise unserer Mobilität und wie können wir sie positiv nützen? Was brauchen Kinder und Jugendliche, damit sie sich sicher und mit Freude im öffentlichen Raum bewegen können? Und warum ist aktive Kinder- und Jugendmobilität der Schlüssel für die Mobilitäts- und Energiewende?
50 Minuten
Das Energiesystem entwickelt sich in einer rasanten Geschwindigkeit weiter. Sich verändernder Verbrauch (bei Strom, bei Gas) und andere Erzeugungsstrukturen (mehr Strom aus Windkraft und Photovoltaik) sowie Import-Exportnotwendigkeiten bringen auch veränderte Anforderungen an die Transportinfrastruktur für diese Energieformen mit sich. Stromnetze wachsen, höherrangige Gasnetze entwickeln sich in Richtung Wasserstoff, Sektoren werden gekoppelt. Der integrierte österreichische Netzinfrastrukturplan ÖNIP hat das Ziel, dieser Entwicklung einen strategischen Rahmen zu geben. Im April 2024 wurde er in seiner ersten, finalen Form veröffentlicht. Wir besprechen das Planungsdokument mit einer der Schlüsselpersonen bei seiner Erstellung: Julia Grohs aus dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Der finale ÖNIP zum Download: https://www.bmk.gv.at/themen/energie/energieversorgung/netzinfrastrukturplan.html
53 Minuten
Die aktuelle Energiekrise hat bei vielen den Wunsch nach Autarkie und Autonomie geweckt: Gemeinsam in kleinen Strukturen Energie erzeugen, speichern und verbrauchen – und das mit grüner, CO2-freier Energie. Was wie eine Utopie klingt, ist in Österreich und Europa vielfach schon Realität. Aber wie funktionieren Energiegemeinschaften? Und eignen sie sich als flächendeckendes Energieversorgungsmodell? Wer kann überhaupt daran teilnehmen und was bringt es dem und der Einzelnen? Welche Beispiele gibt es und was gilt es zu beachten? Wir beleuchten das Thema Energiegemeinschaften in seiner Vielfältigkeit und fragen auch, ob und wie das Modell zur Lösung von Problemen wie hohen Energiekosten oder Energiearmut beitragen kann.