Quotenmeter Archiv
421 Episoden
44 Minuten
Mitte März 2021 stellte der internationale Streamingdienst die vierteilige Dokumentation «Das Hausboot» online. Das Projekt zeigt Olli Schulz und Fynn Kliemann bei der Renovierung des ehemaligen Bootes von Gunter Gabriel, der vor etwa vier Jahren verstarb. Das Boot, welches der Country- und Schlagersänger im Jahr 1995 für 80.000 Mark erwarb, übernahmen Kliemann und Schulz. Die Kernsanierung des Bootes dauerte etwa zwei Jahre und wurde von Kliemanns Produktionsfirma filmisch festgehalten. Die fertige Dokumentation wurde mit Soundtracks von Kliemann und Schulz unterlegt, ehe das fertige Projekt an den Streamingdienst Netflix verkauft wurde. Bei Deutschlandfunk Kultur äußerte sich Medienwissenschaftlerin Maren Haffke gar nicht positiv über das Projekt, denn ihrer Meinung nach war das Projekt eine Cross-Promotion-Marketing-Maschine. „Das ist eine sauber durchmonetarisierte Komplettinszenierung, die durchaus einen etwas faden Beigeschmack hat“, sagte Haffke. Ihrer Meinung erinnert «Das Hausboot» an Unterschichtenfernsehen, weil man Gabriel als Messie am Rande der Gesellschaft darstellt. Damit sich die Mittelschicht vergewissert, „dass sie selbst nicht in so einem Dreck lebte“. Wie sehen Fabian Riedner und Julian Schlichting das Projekt? Können Sie sich der Medienkritikerin anschließen?
47 Minuten
Der Kölner Fernsehsender RTL und die Produktionsfirma UFA Serial Drama wollten der Serie «Unter Uns» wieder einmal mit ganz speziellen Episoden ins Gespräch bringen. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen alte Charaktere aus der Versenkung geholt und eine Entführungsstory gesponnen. Bei Quotenmeter.FM spricht Fabian Riedner diese Woche mit «Unter Uns»-Experte Julian Schlichting, der auch schon einige Fantreffen moderierte. Im spannenden Vier-Augen-Gespräch wird zum einen die aktuelle Titelmelodie gelobt, die Geschichten abseits der Eventwoche, aber nicht das, was eigentlich das Highlight ist. Denn: Der Einstieg für neue «Unter Uns»-Zuschauer fällt mit dem mehrteiligen Event dennoch sehr schwer. Statt einen Bruch in der Handlung durchzuführen, werden die Geschichten weiterhin lose von Folge zu Folge fortgeführt. Übrigens: Allen Quoten-Sorgen zum Trotz gehört «Unter Uns» zu den erfolgreichsten Formaten bei TV Now.
43 Minuten
Der Internet-Versandhändler Amazon betreibt neben seinem Kaufhaus noch andere Sparten wie die Sprachbuch-Plattform Audible oder die Serverfarm Amazon Web Services (AWS). Doch auch in Video-Streaming hat man in den vergangenen Jahren investiert und daraus das Angebot Amazon Prime Video geschaffen. Neben Amazon Prime Video, das monatlich oder jährlich via Amazon Prime abonniert werden kann, gibt es noch Amazon Video. Während die zwei Dienste auf derselben Oberfläche existieren, sind es doch zwei unterschiedliche Systeme: Das eine ist eine Video-Flatrate, beim anderen Angebot muss man einen Film oder Serie leihen oder kaufen. Fabian Riedner und Christian Lukas beschäftigen im zweiten Teil des Streaming-Podcasts mit dem riesigen Angebot von Amazon. Während Lukas beispielsweise von «The Boys» und «The Man in the High Castle» schwärmte, ist Riedner von «Goliath» angetan.
40 Minuten
In den vergangenen Jahren hat sich der deutsche Streamingmarkt deutlich weiterentwickelt. Vor knapp eineinhalb Jahren startete AppleTV+ in Deutschland, vor elf Monaten launchte der Micky-Maus-Konzern Disney+. Seit Dienstag sind unter dem Label „Star“ auch Disney-Erwachseneninhalte und 20th Century Fox-Produktionen zu sehen. Netflix und Amazon sind schon seit Jahren auf dem deutschen Markt aktiv. Aber auch einheimische Streamingdienste versuchen den Markt zu dominieren. Der Pay-TV-Sender Sky ist inzwischen ebenfalls zu einem Streaming-Hybriden mutiert, TV Now (RTL) und Joyn (ProSiebenSat.1/Discovery) sind ebenfalls kostenpflichtige Abo-Angebote. Außerdem können die Deutschen noch in der riesigen ARD-Mediathek und beim ZDF nach Inhalten suchen. Welche Streaming-Dienste sind derzeit die Besten auf dem Markt? Können die kostenfreien Angebote von ARD und ZDF punkten? Oder lohnt es sich schon, kleines Geld in die Hand zu nehmen, um gute Inhalte zu sehen? Über dieses Thema sprechen heute Christian Lukas und Fabian Riedner.
40 Minuten
Am Mittwoch feierte bei VOX die Show «Die rote Kugel» Premiere. Die Moderation übernahm «Der Hundeprofi» Martin Rütter, der schon zahlreiche verschiedene Sendungen bei der Mediengruppe RTL Deutschland übernahm. Mit der Quizshow wagt er sich auf ein neues Terrain, das nicht leicht zu meistern ist. Die gemeinsame Entwicklung von VOX und der Banijay-Tochter Endemol Shine Germany startete mit rund eineinhalb Millionen Fernsehzuschauern ab drei Jahren. Bei den für die Werbewirtschaft wichtigen Zuschauern erzielte die Kölner Fernsehstation einen Marktanteil von mittelmäßigen sechseinhalb Prozent. Haben viele Zuschauer abgeschaltet, weil die Show doch ihre Längen hat? Fabian Riedner und Hauke Reitz nehmen «Die rote Kugel» auseinander und vergleichen Rütter unter anderem auch mit RTL-Moderator Günther Jauch, dessen Gespräche bei «Wer wird Millionär?» den Reiz der Show ausmachen. Quotenmeter.FM-Moderator Fabian Riedner gibt VOX einen Tipp, falls die Show auf das Abstellgleich geschoben wird: Will man eine weitere Sendung mit „der“ roten Kugel von VOX machen, könnte man auch «The Wall» zurückbringen.
40 Minuten
Die Firma Warner Bros. dreht seit Frühsommer kontinuierlich an bis zu sieben Tagen pro Woche an «First Dates». Im September brach das Team nach Kroatien auf, um die zweite Staffel der Primetime-Show «First Dates Hotel» zu sehen. Obwohl die Serie nicht mehr in Frankreich produziert wird, hat man die Rezeptionistin Aline mitgenommen. In dieser Woche diskutieren Fabian Riedner und Hauke Reitz über das Format, das wieder mit sechs Folgen im Programm von VOX vertreten ist. Ein Manko ist beispielsweise, dass Gastgeber Roland Trettl seine Speisen nicht kommentiert, obwohl er gelernter Koch ist. Außerdem sind die Abreise-Drehs sehr kurz gehalten. Und wie schlagen sich eigentlich die Kandidaten? Die Geschwister Nico und Valentina wirkten etwas zu übereifrig und bekamen ein Doppeldate serviert. Schon in der nächsten Folge unternehmen die Vier ein gemeinsames Abenteuer. Für das «First Dates»-Franchise haben Fabian und Hauke eine weitere Idee: Eine Sendung, die die Menschen nach dem Restaurantbesuch begleitet.
45 Minuten
Zwischen 5. Januar und 2. Februar 2021 strahlte ProSieben insgesamt fünf Episoden der neuen Sendung «Wer stiehlt mir die Show?» aus, in der Joko Winterscheidt gegen einen Wildcard-Gewinner und die drei Prominenten Elyas M’Barek, Palina Rojinski und Thomas Gottschalk antrat. Die Sendung holte zunächst leicht überdurchschnittliche Werte, wurde mit der vierten Episode ein großer Hit. Bis zu drei Millionen Menschen verfolgten die Sendung, wenn man die Wiederholungen in der Nacht zum Freitag und am Sonntagnachmittag miteinberechnet. Außerdem summieren sich die Klicks bei YouTube und die Abrufe beim Streamingdienst Joyn. Obwohl dies nur eine Rateshow ist, kommt das neue Format bei Fabian Riedner und Julian Schlichting hervorragend an. Für Riedner steht fest, dass Elyas M’Barek zwar als Schauspieler angesehen ist, aber seine Qualitäten als Moderator völlig unterschätzt sind. Schlichting findet Thomas Gottschalk gut, der sich mit einer Leichtigkeit bewegt.
37 Minuten
Die Zukunft der Lichtspielhäuser sieht dunkel aus. Derzeit sind die Unternehmen noch in einer Corona-Zwangspause, aber werden die Kinos wieder ein Zentrum für gesellschaftliche Treffen sein? Fabian Riedner und Julian Schlichting, die sich dieses Thema angenommen haben, vermuten eher ein Sterben der Kinopaläste. Doch woran liegt das Desinteresse an den Kinos? Im Sommer war der Besuch in den Lichtspielhäusern wie CinemaxX oder Cinestar erlaubt, aber die Besucherzahlen waren äußerst schlecht. Fabian Riedner war beispielsweise im Christopher Nolan-Spielfilm «Tenet», der an einem Mittwochabend um 19.30 Uhr lediglich von fünf Personen gesehen wurde. Muss sich das Thema Kino ändern? Sind Softdrinks der Firma Coca Cola in Pappbechern nicht mehr modern genug? Wer isst schon Popcorn zu Hause? Ist dieses gesamte Konzept somit aus der Zeit gefallen? Brauchen die Kinogänger auch mehr Abstand zum Nebenmann, wenn man rund 50 Euro an einem Samstagabend los wird? Fragen über Fragen, die bei Quotenmeter.FM zum Teil beantwortet werden.
46 Minuten
Seit Freitag, den 15. Januar 2021, strahlt RTL «Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow» jeden Abend um 22.15 Uhr aus. Die Sendung wird auch weiterhin von den ITV Studios Germany produziert, vor der Kamera stehen Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, die sich sonst jährlich aus dem australischen Dschungel meldeten. Fabian Riedner und Julian Schlichting diskutieren in dieser Ausgabe unter anderem über die Kandidaten. Mit Model Zoe Saip, die bereits am zweiten Tag einen emotionalen Tränenausbruch hatte, und Bea Fiedler, die ihren Kaffee mit Ananassaft tränkt und Aufstand wegen ihrem Nikotin macht, hat sich RTL zu Beginn der Staffel keinen Gefallen getan. Die starken Frauen wie Christina Dimitriou («Temptation Island») und Xenia Prinzessin von Sachsen («Das Sommerhaus der Stars») sind erst deutlich später zu sehen. Und auch sonst kommt wenig Action im Tiny House auf. Hier hat RTL, meint Riedner, viele Fehler begangen. Kantige Charaktere wie Frank Fussbroich, die Stimmung machen, wurden schon nach drei Folgen rausgewählt. In den ersten zwei Entscheidungsrunden flogen die kantigen Figuren heraus, die sonst die Staffel stärkten.
46 Minuten
Am Dienstag vor einer Woche startete RTL die 18. Staffel von «Deutschland sucht den Superstar». Scheinbar wollte RTL mit der Verwirrung um Michael Wendler Quote machen, da man weder darauf hinwies, dass die Aufnahmen vor seinen wirren Ansichten geschehen sind, noch dass man ihn großflächig aus dem Format herausschnitt. Michael Wendler schockierte in seiner Telegram-Gruppe mit weiteren Nachrichten, bei denen man sich an den Kopf langen müsse. Er verglich die Bundesrepublik Deutschland mit einem Gefangenenlager aus dem Zweiten Weltkrieg. Natürlich folgte eine großflächige Berichterstattung in den Medien, RTL reagierte und schnitt Wendler halbherzig aus dem Format heraus. RTL tappte in die Wendler-Aufmerksamkeits-Falle. Julian Schlichting und Fabian Riedner sprechen in dieser Woche über die Unprofessionalität von beiden Seiten. Wie konnte RTL sein Top-Produkt ohne Hinweise auf die Zuschauer loslassen? Was will Michael Wendler mit seiner rechten Rhetorik sagen?
40 Minuten
Das Jahr fängt ja gut an: Die Quotenmeter-Redaktion diskutiert in dieser Woche über die Shows des vergangenen Jahres sowie die ersten neuen Sendungen. Wie schlugen sich «Teddy gönnt dir» und «Queen of Drags» inhaltlich. Konnte ProSieben mit seinen jüngsten Formatideen punkten. Auch die in dieser Woche gestarteten Formate wie «Pokerface» und «Wer stiehlt mir die Show» mit Joko Winterscheid sind ein Thema. Auffällig: Obwohl die Konzepte der Shows nicht sonderlich kreativ waren, punkteten sie beim Publikum. Winterscheids Sendung debütierte mit 1,32 Millionen Umworbenen, die Clip-Show durfte 1,02 Millionen 14- bis 49-Jährige zum Lachen bringen. Sind der Winter und die verschärften Ausgangsregelungen der Grund hierfür? Außerdem werfen wir einen Blick auf die Sendung «Train Your Baby Like a Dog», in der RTL allen Ernstes einer Tiertrainerin die Erziehung zweier Kinder überlässt. Im Vordergrund steht Tiertrainerin Aurea Verebes, die durch die Sendung führt. Fabian Riedner und Veit-Luca Roth runzeln die Stirn.
43 Minuten
In diesem Jahr war Corona das dominierende Thema. Zunächst im Januar als die ersten Meldungen aus China kamen, in den Wintermonaten wurde das Virus klein geredet, ehe die Virologen Alarm schlugen und Deutschland – sowie weitere Teile von Europa – in einen Frühjahrsschlaf gingen. Gleichzeitig startete in Deutschland der Streamingdienst Disney+. Doch abseits von Disney+ ist es erstaunlich ruhig geblieben. Mit Joyn und TV Now sowie den Mediatheken von ARD und ZDF hat sich das Angebot an Streaminginhalten immer mehr erhöht. Viele Menschen schimpften auf das Fernsehprogramm der vergangenen Jahre, 2020 waren die Kunden die Maden im Speck. Im Herbst dominierten zwei Thema die Medienwelt. Die Breite der US-Wahl war erschreckend hoch und es bleibt abzuwarten, ob sich die Menschen – insbesondere die Privatsender – beim deutschen Wahljahr mit den deutschen Problemen auseinandersetzen. Außerdem war zuletzt der Corona-Impfstoff ein großes Thema.
56 Minuten
Fabian Riedner und Julian Schlichting haben sich am Morgen des 24. Dezembers getroffen und das Weihnachtsprogramm der Fernsehsender angeschaut. Die beiden haben sich extra für diesen Podcast nach Jahren wieder einmal eine Fernsehzeitung aus dem Handel geholt. Aufgrund der Ladenschließungen, musste Riedner erst einmal überlegen, wo man dieses Magazin aus der Urzeit bekommt. Natürlich fällt ihr erster Blick auf das Programm vom Ersten, wo ab 13.40 Uhr «Loriot» und «Familie Heinz Becker» laufen. Sat.1 setzt auf «Kevin – Allein zu Haus» und zeigt den gesamten Tag zahlreiche Weihnachtskomödien. Julian und Fabian landen auch bei der Komödie «Die Geister, die ich rief…», die beiden TV-Experten tatsächlich noch nicht gesehen haben. Gerade von ProSieben sind die Beiden massiv enttäuscht. ProSieben sendet am ersten Weihnachtsfeiertag einen Spielfilm mit dem Namen «Versprochen ist versprochen», ehe man fast den gesamten Tag «Star Wars» wiederholt. Das olle «Star Wars»-Weihnachtsspecial ist allerdings nicht dabei. Das ist auch Disney zu peinlich, um es doch noch mal zu verschachern.
50 Minuten
Seit 15. August 2006 ist «Goodbye Deutschland! Die Auswanderer» im Programm von VOX zu finden. Die Premiere am Dienstag – nach der Serie «Gilmore Girls» – war allerdings alles andere als ein Hit. 1,11 Millionen Zuschauer schalteten ein und brachten 3,7 Prozent Marktanteil. Bei den Umworbenen standen 0,58 Millionen Zuschauer auf der Uhr, der Marktanteil lag bei unterdurchschnittlichen 4,6 Prozent. Wer hätte gedacht, dass die Auswanderer trotz magerer Quoten zum Aushändeschild von VOX werden? Am Montag und Dienstag bestückte VOX gleich zwei Abende mit der Doku-Soap, das mit «auf und davon – Mein Auslandstagebuch» noch einen Ableger bekam. Es folgten mit «Die Reimanns» und «Daniela Katzenberger» weitere Spin-Offs, das jüngste lief im Herbst und folgte Coro und Andreas Robens. Quotenmeter.FM ist in dieser Woche der inoffizielle Fan-Podcast von «Goodbye Deutschland! Die Auswanderer». Fabian Riedner und Julian Schlichting erinnern an die besten Folgen, die sie gesehen haben. Aber auch an witzige Aufnahmen, wie die Umstände der Produktionen zum Wendler-Special. Natürlich dürfen Geschichten von älteren deutschen Rentnerinnen nicht fehlen, die in Afrika junge Männer als neue Liebhaber finden.
47 Minuten
Seit Anfang Dezember 2020 stellt Amazon Prime Video seinen Kunden die achtteilige «Binge Reloaded»-Staffel zur Verfügung. Der inoffzielle Ableger von «Switch – TV gnadenlos parodiert» und «Switch Reloaded» wird von der ProSieben-Tochter Red Seven produziert. Fabian Riedner und Julian Schlichting fragen sich in dieser Woche, warum die Sendung nicht bei ProSieben läuft. «Binge Reloaded», so sind sich beide einig, ist fantastisch in die heutige Zeit überführt worden. Die Kostüme, Maske und die Sets sind hervorragend, auch mit den Parodien zu «4 Blocks», «Das Traumschiff», «Die Höhle der Löwen» und «Kitchen Impossible» trifft man den Nerv der Zeit. Allerdings fehlen des Öfteren bei der Produktion die Gags. Julian Schlichting hat schon fast die gesamte Staffel gesehen und sagt, dass die Episoden immer besser werden. Ob die Zuschauer allerdings sich durch die erste Folge quälen, ist aber eine andere Frage. Fabian Riedner beklagt, dass es kein verbindendendes Element wie einst beim Ur-«Switch» gibt. Statt „Fakten, Fakten, Fakten“ hätte er sich eine Familie auf dem Sofa vorgestellt.