Quotenmeter Archiv
421 Episoden
37 Minuten
Am 30. April 2021 begann der Fernsehsender Sky One mit der Ausstrahlung der neuen Eigenproduktion, die aus der Feder von Julie Gearey stammt. Auch in Deutschland war «Intergalatic» in diesem Frühjahr zu sehen, außerdem wurden alle Episoden zum Streamen bereitgestellt. Bei Sky Deutschland fiel die Werbung entsprechend klein aus. „Das wird wohl seine Gründe haben“, sagte Quotenmeter-Redakteur Christian Lukas, der die Serie auf Herz und Nieren geprüft hat. Nach seiner Meinung ist «Intergalatic» ein „televisionärer Unfall“, wie es ihn schon seit Jahren nicht mehr gegeben hat. Miese Storys, eindimensionale Charaktere und eine verwirrende Geschichte sorgen für Langeweile. Das Drama ist fast ausschließlich mit Frauen besetzt. Doch «Emergency Room»-Star Parminder Nagra ist als Arch-Marshall Rebecca Harper unausstehlich. Auch die Hauptdarstellerin Savannah Steyn, die Ash Harper verkörpert, kann nicht überzeugen. Christian Lukas und Fabian Riedner sprechen über die schlechteste Serie, die Sky in den vergangenen Jahren streamte.
50 Minuten
Im Frühjahr überholte die Partei Bündnis 90/Die Grünen erstmals die Union in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa. Robert Habeck überließ Annalena Baerbock den Wahlkampf und den Einzug in das Kanzleramt, sollten die Grünen die Wahl entscheiden. Doch seither bröckeln die Umfragewerte der Partei. Allerdings stolperte Annalena Baerbock über ihren Lebenslauf, der mehrfach auf ihrer Homepage berichtigt wurde. Zudem meldete sie der Bundestagsverwaltung Nebeneinkünfte von mehr als 25.000 Euro nach. Sie nannte es ein „blödes Versäumnis“, obwohl sie forderte, dass Abgeordnete „auf Euro und Cent“ ihre Einkünfte offenlegen sollen. Außerdem sind einige Punkte des Wahlprogramms umstritten. Einige Journalisten sagen, dass es zwar schöne theoretische Wünsche gibt, aber Praxisvorschläge fehlen. Können die Grünen noch eine Kanzlerkandidatin küren? Fabian Riedner und Felix Maier diskutieren über das mediale Versagen von Annalena Baerbock.
55 Minuten
In dieser Woche blickte die Fernsehbranche nicht nach Köln, sondern auf ihren Computer. Aufgrund der Corona-Pandemie fand das Branchentreffen Screenforce Days zum zweiten Mal rein digital statt. RTL machte den Anfang und präsentierte ein neues Logo für das Unternehmen. Allerdings ist unklar, wann man welche Farbkombination auswählen soll. Das Programm wirke so, als hätte man das bisherige Abendprogramm schlichtweg kopiert, meint Fabian Riedner. Denn: Neben einer weiteren Stunde «Punkt 12» wird es auch eine weitere Ausgabe von «RTL Aktuell» und «Explosiv» geben. ProSieben kündigte unterdessen vier neue Shows an und verlängerte unter anderem die Reality-Show «Beauty & The Nerd». Sat.1 versucht sich ein weiteres Mal an einem Quiz, einige neue Ralf Schmitz-Shows wurden angekündigt. RTLZWEI testet neue Reality-Shows und bei Kabel Eins macht man noch mal mehr mit Frank Rosin. Felix Maier und Fabian Riedner sind sich einig, dass man für diese Präsentation tatsächlich nicht nach Köln fahren muss.
1 Stunde 11 Minuten
Die Fernsehzuschauer in Deutschland wenden sich von den privaten, frei-empfangbaren Fernsehanstalten ab. Die Marktanteile sind in den vergangenen Jahren deutlich gefallen, die sechs großen Vollprogramme verloren bei den 14- bis 49-Jährigen zusammen viereinhalb Prozentpunkte. Im gleichen Zeitraum gewannen ARD und ZDF 2,2 Prozent. Für Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist dies natürlich kein erfreuliches Zeichen, doch mit dem monatlichen Beitrag wird ein zunehmend immer größeres Publikum erreicht. Woran könnte das liegen? Außerhalb der Primetime bespielen viele Privatsender ihr Programm mit Wiederholungen und durchsetzen ihr Programm mit möglichst viel Werbung. Pay-TV wie Sky Deutschland und MagentaTV und die Streamingdienste wie Netflix und Amazon verbessern ihre Zuschauerzahlen. Fabian Riedner und Felix Maier überlegen in dieser Ausgabe, ob die Privatsender noch relevant sind und welche Möglichkeiten diese haben.
52 Minuten
Der Privatsender ProSieben möchte mehr Relevanz erlangen und berichtet seit knapp einem Jahr unter der Führung von Daniel Rosemann auch über gesellschaftlich relevante Themen. Zuletzt hatte man auch drei Interviews mit drei Kanzlerkandidaten Armin Laschet, Annalena Bärbock und Olaf Scholz im Programm. Doch was taugten diese Interviews? Darüber tauschen sich in dieser Woche Fabian Riedner und Felix Maier aus. Außerdem werfen die beiden einen Blick auf den Zeitungsmarkt und stellen fest, dass dieser erhebliche Probleme hat.
40 Minuten
Rund fünf Jahre nach dem Start des Pay-TV-Streamingdienstes startet DAZN in seine große Bewährungsprobe. Nach der Übertragung der Premier League und einzelnen Spiele der Bundesliga und der UEFA Champions League gibt es an dem Unternehmen kein Vorbekommen mehr, wenn man König Fußball schauen will. Das „Netflix des Sports“ strahlt ab Sommer 121 von 137 Partien der UEFA Champions League aus, außerdem hat man alle Freitags- und Sonntagspartien der Bundesliga in petto. Als Rahmenprogramm im Umfeld der Sportübertragungen soll es neue Sendungen geben. An Spieltagen wird samstags um 17.30 Uhr eine lineare Highlight-Show geboten, weitere Formate zum Thema Spitzensport sind in Arbeit. Wie stellt sich die Perform Group die langfristige Finanzierung von DAZN vor? Weder gibt es aktuelle Nutzerzahlen, noch haben Investoren Einblick auf die Geschäftsergebnisse. Wird abseits der Sportübertragung ein Konzern gebaut, der langfristig an einen dicken Fisch verkauft wird? Darüber und über noch mehr Highlights reden Fabian Riedner und Felix Maier.
49 Minuten
In dieser Woche haben die Fernsehanstalten der Vereinigten Staaten von Amerika ihr Herbstprogramm bekannt gegeben. Die Sender CBS und The CW fahren dabei den Kurs, weiterhin auf fiktionale Inhalte zu setzen – aber mit zwei unterschiedlichen Strategien. Der Superhelden-Sender The CW strahlt Serien aus, die in einer gemeinsamen fiktiven Welt spielen. Bei CBS und NBC werden an mehreren Abenden die gleichen Serienfamilien ausgestrahlt. Allerdings schmückt NBC auch einen großen Teil seines Programms mit Live-Formaten aus. Erneut setzt man drei Stunden pro Woche auf «The Voice» und Football, während kreative fiktionale Stoffe nur beim hauseigenen Streamingdienst Peacock erscheinen. Der Disney-Sender bestückt mehrere Abende mit Shows, auch hier sind die Blockbuster-Serien eher beim eigenen Streamingdienst in den nächsten Monaten zu finden. Unterdessen setzt FOX fast nur auf Shows und Live-Sport – ist das ein Armutszeugnis? Außerdem besprechen Fabian Riedner und Felix Maier in dieser Ausgabe den Verkauf von WarnerMedia. Der Streamingdienst HBO Max bleibt ein Jahr nach der Einführung massiv hinter den Erwartungen zurück und kann lediglich zehn Millionen Abonnenten vorweisen. Die übrigen Nutzer kommen gratis über das HBO-Abonnement zu Stande. Wäre eine Fusion mit Discovery oder Comcast deshalb sinnvoll?
50 Minuten
Der europäische Fußball-Verband UEFA mutete den Fans des runden Leders in den vergangenen Jahren viel zu. Nachdem für die Nations League die Freundschaftsspiele abgeschafft wurden und der Wert der Veranstaltung immer noch recht überschaubar ist, steht nun die Fußball-Europameisterschaft mit einjähriger Verspätung vor der Tür. Aber wird diese überhaupt ein Zuschauermagnet, wie die Fußball-Weltmeisterschaft vor drei Jahren? Die Stadien sind leer, die Menschen wollen nach den Impfungen lieber mit Freunden Zeit verbringen statt vor den Fernsehschirmen verbringen, sind sich Fabian Riedner und Felix Maier sicher. Außerdem kann ein Jogi Löw, der demnächst seine DFB-Karriere an den Nagel hängt, mit seinem letzten Turnier überhaupt den nötigen Elan verbreiten? Außerdem beschäftigen sich Riedner und Maier mit der UEFA Europa Conference League, die im Sommer startet und hierzulande beim Streamingdienst TV Now ausgestrahlt wird. Locken die Partien des siebten vor Bundesliga überhaupt namhafte Zuschauerzahlen an. Selbst die Europa League bei Nitro strotzt nicht gerade vor hohen Reichweiten.
42 Minuten
Der Fernsehsender ProSieben startete am Dienstag ein weiteres Format von Jenke von Wilmsdorff, der im vergangenen Jahr von RTL zum Unterföhringer Unternehmen wechselte. Neben seinen verrückten Experimenten sollte der Reporter aber auch neue Projekte beackern. Mit «Jenke. Crime.» hat man eine True-Crime-Serie erschaffen. Doch mit den zahlreichen Audio-Podcasts, die sich diesem Thema widmen, hat das Projekt wenig gemeinsam. Bereits in den ersten Minuten fragt Jenke von Wilmsdorff, ob es ein Verbrecher-Gen gebe. Wer sich einmal im Googeln versucht hat, weiß, dass diese Frage völlig unnötig ist. Die Forscher sind sich seit Jahrzehnten einig, dass das Begehen von Verbrechen nicht genetisch veranlagt ist. Jenke sitzt mit insgesamt vier Verbrechern an einem Tisch, vermutlich werden die übrigen drei Protagonisten in den kommenden Wochen im Mittelpunkt stehen. Warum gibt man das Sendungskonzept eigentlich nicht klar und deutlich dem Zuschauer an die Hand? Die vier Verbrecher, wovon schon drei ihre Strafe verbüßten, haben 57 Jahre Haft auf dem Buckel. Von Wilmsdorff fragt, welche Verbrechen sich nicht mehr lohnen würden. „Banküberfall ist total out“, kommentieren zwei der Gesprächspartner, da Bargeld immer mehr verschwindet. Im vergangenen Jahr waren es aber noch 58 Raubüberfälle auf Geldinstitute. Auch Hubertus Becker, der im Mittelpunkt der ersten Folge steht, macht nicht gerade eine gute Figur. Er wirkt naiv, gezeichnet und vor allem wird er stets bestätigt. Die Expertin Suzanne Grieger-Langer, die stark umstritten ist, kommt kaum zu Wort, das Gespräch mit der Ex-Frau nimmt zu viel Platz ein. Jenke von Wilmsdorff ist nur noch ein Statist in seiner eigenen Sendung. Viele Audio-Podcasts der vergangenen Jahre waren tiefgründiger. Fabian Riedner und Felix Maier sind entsetzt über die Selbstbeweihräucherung der Verbrecher und küren «Jenke. Crime.» zu einem der schwächsten Formate des Jahres.
46 Minuten
Der Comic «Watchmen» von Alan Moore stieg innerhalb von wenigen Jahrzehnten in die Popkultur auf. Das erste Werk erschien 1986/1987 und erreichte bei DC Comics ein großes Publikum. Die zwölfteilige Serie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, hierzulande setzte der Carlsen Verlag das Werk um. Bereits im Jahr 2009 folgte der Kinofilm aus dem Hause Warner Bros. Der Spielfilm von Zack Synder, der für Warner Bros. derzeit das DC Universe umsetzt, bekam hervorragende Kritiken. Im Feuilleton wurde auch die Fernsehserie «Watchmen» besonders gut besprochen, die Sky und HBO im Herbst 2019 starteten. Die Serie von «Lost»-Mastermind Damon Lindelof enthält nur neun Episoden und bekam eine zweite Staffel zugesichert. Allerdings machten die Verantwortlichen des Pay-TV-Senders klar, dass es überhaupt keinen zeitlichen Druck gebe. Lindelof müsse auch keine weiteren Folgen umsetzen, wenn ihm kein Script einfällt. In dieser Woche besprechen Quotenmeter-Geschäftsführer Fabian Riedner und Serienfan Denis des 1. FC Köln-Podcasts Trotzdem hier die Geschichte von «Watchmen». Es werden unter anderem der aktuelle Zeitgeist besprochen, beispielsweise war Angela im Ursprungscomic nicht als People of Colour vorgesehen. Zudem werden Teile der Handlung in das Jahr 2019 verfrachtet.
42 Minuten
Im März 2020 startete der Unterföhringer Fernsehsender Sat.1 die Ausstrahlung der Reality-Show «Promis unter Palmen», in der mehrere Unterhaltungskünstler in Thailand in verschiedenen Spielen um 100.000 Euro kämpften. Die erste Staffel fiel mit Mobbing unter anderem gegen Claudia Obert auf, die gerne ein Glas Wein trank. Im Anschluss der Sendung äußerte sich Gewinner Bastian Yotta herablassend gegen Frauen. Mit der zweiten Staffel bot man Marcus Prinz von Anhalt eine Bühne, der sich homophob äußerte. Statt die Aussagen kritisch zu hinterfragen und sich schon während der Ausstrahlung von diesem Kandidaten zu distanzieren, ließ man diese unschönen Äußerungen unkommentiert senden. Sat.1 reagierte auf kritischen Äußerungen von Presse und Zuschauern allerdings eher reumütig. Man wolle mit von Anhalt nicht mehr zusammenarbeiten – das stellte man aber nicht nach der Abnahme der Produktion, sondern erst beim Shitstorm fest. Am Dienstag – nach Folge zwei – verstarb Willi Herren aus unbekannten Gründen. Der 45-Jährige war Teil der zweiten «Promis unter Palmen»-Staffel. Sat.1 kündigte an, die Sendung nun nicht mehr weiterzusenden, da man nicht pietätlos sein möchte. Fabian Riedner und Felix Maier diskutieren über das Pro und Contra von «Promis unter Palmen».
41 Minuten
Nachdem bei Quotenmeter.FM in der vergangenen Woche über die vermutlich besten Dramen der vergangenen 30 Jahre gesprochen wurde, ist es nun Zeit über die besten Sitcoms zu reden. Darunter fällt die vor Kurzem beendete Serie «The Big Bang Theory», die kontinuierlich die Geschichte vorantrieb, aber die Eigenarten der Charaktere kaum veränderte. Außerdem wird «Two and a half Men» ein Thema sein. In der Serie ist nicht Charlie Harper der Hauptprotagonist, sondern sein Bruder Allen, der mit seinem Sohn das Leben am Strandhaus auf den Kopf stellt. Die Serie hat zwar ein richtiges Zwischentief, aber die letzte Staffel bringt die meisten Zuschauer wieder zum Lachen. Bei der Diskussion kommen auch zahlreiche Serien vor, die zwar toll begannen, aber nicht wirklich toll beendet wurden. Ein Beispiel hierbei ist die 90er Jahre Serie «Roseanne», bei der die letzte Staffel nur ein Traum gewesen sein soll.
45 Minuten
Mit den Serien «Oz», «The Wire» und «The Sopranos» aus dem Hause Home Box Office (HBO) hat das goldene Zeitalter der Fernsehserien begonnen. Die Fernsehanstalten haben nicht mehr 30 Episoden pro Jahr produziert, sondern sich meist auf rund 13 Folgen beschränkt. Inzwischen stellen Streaming-Dienste wie Netflix teilweise nur noch sechs bis zehn On Air. Für viele Formate der Streaming-Dienste eignet sich das Label der „besten Serie“ noch nicht, da viele Formate für eine Rückschau sich noch nicht eignen. Manche Formate wie «Dark» sind schlichtweg zu jung, andere Formate – unter anderem wie «Ginny & Georgia» oder «How to sell drugs online (fast)» werden noch produziert. Also bleibt die Suche überwiegend beim klassischen Fernsehen. «Breaking Bad» und «Game of Thrones» sind zweifelsohne gute Dramen und haben eine gute Geschichte erzählt. Formaten wie «The Walking Dead» ging das Ziel vor Augen verloren. Einige Formate entwickeln sich zu Soaps, andere drifteten vom Kurs ab («Lost»). Einst gefeierten Serien, man denke an «Desperate Housewives» überzeugten mit den letzten drei Staffeln gar nicht. Fabian Riedner und Felix Maier suchen in dieser Woche nichts anderes als die besten Dramen der vergangenen 30 Jahre.
50 Minuten
In Deutschland startete am Dienstag die fünfte Staffel der ProSieben-Unterhaltungsshow «Joko und Klaas gegen ProSieben», in der Joachim Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf gegen ihren „Arbeitgeber“ antreten. In sieben Spielrunden und einem Finalspiel kämpft das Duo um einen 15-minütigen Sendeplatz. Diese 15 Minuten wurden aufgrund des Gewinns auch am Mittwoch genehmigt. Allerdings überlegten sich die Produktionsfirma Floria TV – das Unternehmen hinter der Show – und der Sender ProSieben eine besondere Aktion: Zwischen 20.15 und 03.00 Uhr wurde die Schicht der Pfleger eines Krankenhauses dargestellt. Diese Aufzeichnung erzeugte eine große mediale Reichweite, selbst RTL und arte gratulierten dem Unterföhringer Fernsehsender. Fabian Riedner und Felix Maier haben sich auch einen großen Teil der mehrstündigen Sendung angesehen. Auch sonst verfolgen die Beiden die Projekte von Joko und Klaas und nehmen in der 601. Ausgabe von Quotenmeter.FM zu diesem und anderen Themen Stellung. Viel Spaß beim Hören.
58 Minuten
Fabian Riedner und Felix Maier diskutieren in der einstündigen Ausgabe von Quotenmeter.FM über die aktuelle Mediensituation. Braucht die Gesellschaft noch Nachrichtensendungen wie die «Tagesschau» oder lokale Tageszeitungen sowie überregionale Angebote? Die Politiker inszenieren sich zunehmend selbst, die Bundesregierung betreibt YouTube-Kanäle und weitere Dienste im Internet. Wie schlagen sich die regionalen Tageszeitungen, wenn diese beispielsweise über Bundeskanzlerin Angela Merkels Entschluss schreiben, dass Gründonnerstag ein Feiertag wird. Nach dem Konsumieren der Mittwochsausgabe ist das Thema schon wieder hinfällig, weil sich das deutsche Oberhaupt umentscheidet – und zwar zunächst über Live-Ticker und dann im Fernsehen. Auf der anderen Seite versuchen die Fernsehsender ihr Programm mit zusätzlichen Nachrichten zu füllen. Sender wie Tagesschau24, ntv und Welt sind stundenlang On Air. Die Schwerpunktsendungen bei ARD, ZDF und RTL wirken inzwischen wie Standard-Programme, die aber inhaltlich sehr dünn sind. Am Mittwochabend beispielsweise bestand der Inhalt aus zwei Nachrichten: Der Gründonnerstag-Feiertag wird rückgängig gemacht und die Opposition im Bundestag will, dass die Bundeskanzlerin die Vertrauensfrage stellt. Dann doch lieber gleich «Der Bachelor» oder nicht?