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Quotenmeter Archiv

421 Episoden
33 Minuten
Vor 15 Jahren versuchte sich der Fernsehsender VOX an der Fernsehshow «Frauenzimmer», in der Bettina Böttinger, Yasmina Filali, Maite Kelly, Evelyn Holst, Hatice Akyün, Birgit Ehrenberg und Martina Brandl über verschiedene Themen talkte. Nachdem die Sendung nicht performte, nahm man nach einem Monat schon wieder Abschied. Jetzt versucht sich Das Erste an einem ähnlichen Format. Ab 16. September 2024 führen Marijke Amado, Aminata Belli und Jeanette Biedermann vorerst zehn Mal durch «Amado, Belli, Biedermann», das sich den Frauen widmen soll. Die Sendung erinnert an das US-amerikanische Format «The Talk», das bei CBS läuft oder auch «The View» bei ABC. Können die drei Frauen mit ihren Themen überzeugen? Diese Fragen stellen sich in dieser Woche Fabian Riedner und Veit-Luca Roth, die sich schon länger für eine Sendung von Frauen für Frauen aussprechen. Das Format könnte auch super im Anschluss an das «Sat.1 Frühstücksfernsehen» laufen, meint Riedner, der auch den «Brisant»-Sendeplatzwechsel durch diesen Schritt in einem anderen Licht sieht.
42 Minuten
In der Pandemie sahen bis zu 3,4 Millionen Fernsehzuschauer die Sat.1-Reality-Show «Promis unter Palmen», die am Mittwochabend auch bei den Werberelevanten glänzte. Die Sendung war unter anderem mit Matthias Mangiapane, Janine Pink, Désirée Nick⁠, Ronald Schill und Eva Benetatou besetzt. In einer Villa lernten sich die verschiedenen Reality-Sternchen kennen. Neben gemütlichem Abhängen unter Palmen wurden die Kandidaten auch immer wieder mit Spielen konfrontiert, die gemeistert werden mussten. Nach der Produktion fiel Gewinner Bastian Yotta unangenehm auf, indem er Teilnehmer mobbte. Zudem wurde später bekannt, dass er im Internet sexistische Aussagen tätigte. Weil das Format ein Erfolg war, sendete Sat.1 eine weitere «Promis unter Palmen»-Staffel, die ebenfalls mit Skandalen aufwartete. Marcus Prinz von Anhalt traf schon in der ersten Folge homophobe Äußerungen, die Sat.1 ohne Distanzierung im Programm ausstrahlte. Nach dem Tod von Willi Herren wurde die Sendung aus dem Programm genommen. Im kommenden Jahr soll ein neuer Versuch unternommen worden, aber würden Veit-Luca Roth, Mario Thunert und Fabian Riedner der Sendung überhaupt noch eine Chance geben?
38 Minuten
Das Thema Kochen spielt beim Fernsehsender RTL eine recht kleine Rolle, vor wenigen Tagen startete dennoch die zweite Staffel des Doku-Formats «Raue – Der Restaurantretter». Bereits im Vorjahr strahlte die Kölner Fernsehstation drei Episoden aus, die allerdings nie an die Erfolge von Christian Rach anknüpfen konnten. In der ersten Folge der zweiten Staffel besuchte der zweifache Sternekoch das Kölner Bistrorant „Hollwigger“. Dort wollte Jörg ein gastronomisches Konzept verkaufen, das allerdings bei seinen Gästen nur selten gut ankam. So haben Tim, der Koch Ade und Jörg schließlich verschiedene Bouletten zubereitet und die Gäste probieren lassen. Die 120-minütige Folge wirkte etwas mau, das zeigten auch die Quoten. Der 20-jährige Emil betreibt ein französisches Restaurant in Berlin. Im „Chez Emil“ war der Kunde König, doch hinter die Kulissen sollte dieser lieber nicht schauen. Zwar hatte der junge Mann durchaus Talent fürs Kochen, handwerklich war der ungelernte Schulabbrecher allerdings eine Katastrophe. Neben kleinen Patzern beim Zubereiten erwiesen sich auch Kühl- und Lagerungsfehler. Tim Raue versuchte den Laden zu retten, Veit-Luca Roth und Fabian Riedner lauschten der Sendung.
36 Minuten
Am Samstagvorabend, den 13. Juli 2024, wurde der frühere US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Kleinstadt Butler im US-Bundestaat Pennsylvania verletzt. Der Schütze, ein 20-Jähriger, der in einem Pflegeheim arbeitete, wurde noch am Tatort vom Secret Service erschossen. Das Echo im linearen Fernsehen war erheblich. In den Vereinigten Staaten von Amerika schalteten Millionen Menschen ein, allein der Nachrichtensender FOX News verbuchte nach wenigen Minuten rund sechs Millionen Fernsehzuschauer. Nachdem bekannt geworden war, dass der US-Präsidentschaftsanwärter Donald Trump außer Lebensgefahr ist, brach die Reichweite der Fernsehsender wieder ein. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner sprechen in diesem Podcast über das verübte Attentat. In Deutschland geriet Autor Sebastian Hotz, bekannt als „El Hotzo“, in Bedrängnis, da er makabrere Scherze über dieses Attentat beim Kurznachrichtendienst „X“ postete. Zwar löschte der frühere rbb-Mitarbeiter sein Posting, jedoch lehnte er eine Entschuldigung ab.
39 Minuten
In den vergangenen Tagen musste das Team von Florida Factual zittern, ob die Verantwortlichen im Ersten «Hart aber fair» mit Louis Klamroth fortsetzen. Allerdings hat Programmchefin Christine Strobl keinen Alternativplan, weshalb die recht quotenschwache Talkshow, die ihre Mediatheken-Ziele nicht erreicht hat, auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Die neue Talkshow «Caren Miosga» war in den ersten Wochen in Sachen Gästeauswahl kreativer und zeitgleich auch erfolgreicher als Klamroth am Montagabend. Ebenfalls wird «Maischberger» mit Sandra Maischberger fortgesetzt, die weiterhin dienstags und mittwochs auf Sendung geht. Es ist anzunehmen, dass die Talkshow auch montags ausgestrahlt wird, wenn das Team um Klamroth in einer Pause ist. Ihr neues Gesamtkonzept legte die ARD aber noch nicht vor. Die werktäglichen Fernsehserien «Sturm der Liebe» und «Rote Rosen» kehren am 19. August 2024 ins tägliche Programm zurück. Die Entscheider haben nun auch mitgeteilt, dass die Verkürzung vom Tisch ist. Aufgrund von Umschichtungen kostet die Produktion der Episoden weniger, weshalb die Dauer der Sendungen im Grunde egal ist. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner kommentieren in dieser Ausgabe des Podcasts die unkreativen Entscheidungen aus dem Hochsommer.
36 Minuten
Laut einer Meldung der „Süddeutschen Zeitung“ aus der vergangenen Woche ist ein Ausbau der Bavaria Filmstadt mit ihren zahlreichen Tonbühnen geplant. Das Gelände soll um drei weitere Studios erweitert werden, sodass die Bruttogrundfläche von 135.000 Quadratmetern auf mindestens 200.000 Quadratmeter ansteigt. Derzeit werden in den Studios unter anderem Shows von ProSiebenSat.1 wie «The Taste» und «Joko & Klaas gegen ProSieben» produziert. Vor allem Florida TV ließ mit «Duell um die Welt», «Die beste Show der Welt», «Beginner gegen Gewinner» und «Win Your Song» zahlreiche Formate dort herstellen, die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zogen zuletzt «Leute heute» und «Verstehen Sie Spaß?» von dort ab. Braucht Grünwald eine Investition von 500 Millionen Euro in Zeiten knapper Kassen. Oder ist der Vorstoß der Geschäftsführung so zu verstehen, dass die Verantwortlichen eigentlich mit einem deutlich geringerem Budget rechnen, jedoch erst hoch pokern wollen? Veit-Luca Roth und Fabian Riedner diskutieren die deutsche Studiolandschaft.
37 Minuten
Die neuen Warner-Bros.-Television-Serien wie «Harry Potter» werden nicht mehr beim Streamingdienst Max angedockt, sondern werden künftig vom Pay-TV-Sender HBO bezahlt. Das ist ein weiterer Schritt, wie Max inhaltlich immer mehr austrocknet. Auf der anderen Seite bekommt der Dienst mit zahlreichen Warner-Bros.-Abteilungen recht viel Inhalt. In der westlichen Welt geraten die Networks immer weiter unter Druck. Disney+ hat mit Ausnahme von «Star Wars» und Marvel so ziemlich alle Serien abgesägt und macht seither einen kleinen Überschuss. Paramount Global ist seit mehreren Jahren in einer Krise, weil der Ableger Paramount+ Milliarden verbrennt und verhältnismäßig wenige Abonnenten zählt. Man munkelt in New York schon, dass dieser mit Peacock verschmolzen wird. Der aus Los Gatos stammende Streamingdienst Netflix hat unterdessen wieder gute Zahlen vorgelegt. Innerhalb eines Jahres legte man um 31 Millionen Kunden hinzu, der Umsatz beträgt pro Quartal rund zehn Milliarden US-Dollar. Inzwischen werden Milliarden an Gewinnen gemacht, das dürfte die Mitbewerber Disney, Warner Bros. Discovery, Paramount und NBCUniversal ärgern.
40 Minuten
Am vergangenen Freitag eröffnete das ZDF die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Kathrin Müller-Hohenstein meldete sich aus Berlin, Jochen Breyer stand auf dem Platz der Münchner Arena. Breyer war dort nicht alleine, sondern hatte seine Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker an der Seite. Dort gewann das Team von Julian Nagelsmann mit einem herrlichen 5:1 gegen Schottland. Am Mittwoch war das deutsche Team im Ersten zu sehen. Mit dem 2:0-Sieg über Ungarn machte die DFB-Elf die Qualifikation für das Achtelfinale klar. Tom Bartels und Almuth Schult kommentierten die Partie, die von Alexander Bommes und Bastian Schweinsteiger anmoderiert wurde. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner besprechen die Vor-, Zwischen- und Nachberichte. Außerdem werfen Roth und Riedner einen Blick auf «Das RTL EM-Studio», das weder inhaltlich noch quotentechnisch überzeugte. In der Regel fährt das Format von Raab Entertainment unterirdische Marktanteile ein, wenn RTL nicht ein 18-Uhr-Spiel überträgt. Mit dem Format haben sich die Kölner verhoben, so die Meinung der Experten. Der Mix aus unterdurchschnittlicher Highlight-Show und ungenügenden Comedy-Einlagen ist die Enttäuschung der Euro 2024.
40 Minuten
Wenn sich die führenden Privatsender in Düsseldorf treffen, dann ist etwas im Busch: Am vergangenen Donnerstag wurde gemeinsam – auch mit Disney & Co. – die Programmpräsentationen abgehalten. ProSieben überraschte unter anderem damit, dass Chris Tall exklusiv nach Unterföhring wechselt. An der Isar wird der Komiker zunächst mit «Chris Du das hin?» auf Sendung gehen. Der Fernsehsender Sat.1 hat sich mit Yvonne Catterfeld, Conchita Wurst und Bertram Engel drei Experten gesichert, die in «The Tribute» die Coverbands bewerten. Auch Fiction am Vorabend wurde angekündigt: «Die Spreewaldklinik», «Für alle Fälle Familie» und auch noch eine dritte Serie ist geplant. RTL vererbt «Lego Masters» an VOX und produziert mit «Splash! Das Promi-Pool-Quiz» eine neue Show. Außerdem werden zwei Formate mit Dirk Steffens auf Sendung gehen, die sich an der Marke GEO bedienen. Der „Tödliche Dienst-Tag“ wird ausgebaut und natürlich geht Günther Jauch im Herbst sowie ab Neujahr mit seiner legendären „3 Millionen Euro Woche“ wieder auf Sendung. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner bewerten die Neuvorstellungen.
42 Minuten
Am Freitag, den 14. Juni 2024, startet in der Münchner Allianz Arena die 17. Fußball-Europameisterschaft. Die UEFA hat Deutschland den Zuschlag erteilt und die Elf von Julian Nagelsmann will die Fehler von Joachim Löw und Hansi Flick ausbügeln. Daher stellt sich die Frage, ob das Team auch einen Monat später im Berliner Olympiastadion zum Finale aufläuft. Die Spiele werden von der Deutschen Telekom, Das Erste, ZDF und RTL übertragen. Der Start erfolgt mit Katrin Müller-Hohenstein, Jochen Breyer, Christoph Kramer und Per Mertesacker aus Berlin, ehe Oliver Schmidt aus München kommentiert. Gegen Schottland sollte ein Sieg drin sein, an anderer Stelle muss aus medienpolitischer Sicht hinterfragt werden: Sinken die Reichweiten, weil zunehmend die Deutschen streamen? Veit-Luca Roth und Fabian Riedner werden sich die deutschen Spiele anschauen und hoffen schon jetzt auf eine positive Stimmung in Deutschland. Außerdem diskutieren die Beiden über die Deutsche Telekom, die mit MagentaTV nur einen kleinen Teil der Zuschauer erreichen wird. Ist das alles nur eine Marketing-Aktion oder möchte man damit vor allem die Mitbewerber Vodafone und Telefonica ausschließen?
40 Minuten
In den vergangenen Jahren hat sich die Aufmerksamkeitsspanne der Europäer deutlich verändert. Lineares Fernsehen ist in zahlreichen Ländern rückläufig, stattdessen vertreiben sich die Menschen ihre Zeit mit Streaming wie bei YouTube oder Netflix, zocken stundenlang Computerspiele oder schauen einfach stundenlang bei Instagram und TikTok vorbei. Mit Ausnahme der Computerspiele werden bei Streaming und im Social-Web Werbung geschalten. Immer mehr kommt die Video-Werbung in den Mittelpunkt: Disney+, Netflix und Amazon eifern der Google-Tochter YouTube nach und bringen Bewegtbildinhalte zwischen die einzelnen Serienszenen. Bei Instagram und TikTok werden die Akteure vor der Kamera gleich zu Testimonials. Wie wird sich die Werbung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Gratisangebote noch verändern? Können die großen Werbefirmen die Deutschen und ihre Smartphones tracken, sodass individuelle Werbung ausgespielt wird. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner beantworten auch die Frage, welche Fallen usergesteuerte Spots haben können und warum so manche Kampagne wohl nie mit künstlicher Intelligenz gekommen wäre.
49 Minuten
In den vergangenen Wochen hat RTL ZWEI seine Drogenreportagen am Donnerstagabend aus dem Programm genommen und zahlreiche Formate getestet. Neben «Genial daneben», das mit Hugo Egon Balder für eine zweite Staffel zurückkehrte, war beispielsweise auch die Oliver-Pocher-Show «Ein Haus voller Geld – Such dich reich!» im Programm vertreten. Die bisherigen neuen Shows konnten jedoch nicht überzeugen. Auch die mit Guido Cantz besetzte Show «Glücksrad» konnte die Fernsehzuschauer nur beim ersten Mal überzeugen, danach sanken die Einschaltquoten. Zu Julian Schlichtings Unverständnis kramte RTLZWEI nun auch alte zweistündige Episoden der Gameshow heraus, die wirklich langgezogen wirkten. Des Weiteren moderierte Oliver Pocher mit seiner zweiten RTLZWEI-Show «Dinge gibt’s..!», die ebenfalls wie «Genial daneben» wirkte. Julian Schlichting und Fabian Riedner thematisieren in dieser Woche zudem die Tatsache, dass die meisten Spielshows zwar ansprechend gestaltet sind, jedoch kein gutes Timing aufweisen.
37 Minuten
In den vergangenen Monaten hat Sat.1 an zahlreichen Stellschrauben gedreht, das Tagesprogramm bleibt abseits von Scripted-Realitys allerdings ein Flop. Nun versuchten die Verantwortlichen mit «Drei Teller für Lafer» zu punkten, jedoch wirkt die Sendung wie eine Kopie des eine Stunde früher laufenden Formates «Die Küchenschlacht» beim ZDF. Mit «Das Schnäppchen-Menü – Drei Gänge, fertig, los!» bekommt Profikoch Alexander Kumptner eine weitere Aufgabe. Jedoch wirkt die Sendung ziemlich unglücklich, denn die Eröffnung beginnt nicht etwa auf einem Landesgartenschaugelände, sondern auf einer recht mäßig gepflegten Wiese vor einem Supermarkt. Dann kaufen die Kandidaten bei Aldi ein, ehe sie zu Hause kochen. Das Konzept ist unausgereift, finden Veit-Luca Roth und Fabian Riedner. Koch Kumptner bewertet nicht einmal, ob ein besonders günstiges Essen besonders kreativ ist, sondern verteilt am Ende einfach nur einen Umschlag. Außerdem wirkt die Produktion nicht zu Ende gedacht. Nachdem die Essen in der heimischen Küche zubereitet wurden, darf sie Kumptner wohl Stunden nach der Zubereitung in einem Studio verkosten.
42 Minuten
Seit Jahren steuert Andreas Bartl die Geschicke des Fernsehsenders RTLZWEI. Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass die Vorabendserie «Köln 50667» aus dem Programm des Grünwalder Senders verschwindet und bei RTL+ fortgesetzt wird. Fraglich ist allerdings, was auf dem 18.05-Uhr-Sendeplatz künftig ausgestrahlt werden soll. Für Fabian Riedner hat RTLZWEI ein großes Problem, schließlich verkleinert sich so die Insel der jungen Zuschauer. Nur noch «Berlin – Tag & Nacht» zieht junge Menschen an, das Programm besteht vorwiegend aus Real-Life-Dokumentationen wie «Von Hecke zu Hecke» und «Hartz und herzlich». Daher suchen Riedner und Veit-Luca Roth nach einer geeigneten Programmfarbe für RTLZWEI. Obwohl RTLZWEI auch in der Primetime auf zahlreiche Promi-Familien und Arbeitslose setzt, versucht man am Donnerstag mit Spielshows zu punkten. Mit Ausnahme von «Genial daneben» liefen die meisten Formate allerdings nicht wirklich überzeugend. Quo Vadis, RTLZWEI?
36 Minuten
Media for Europe (MFE) macht auf die ProSiebenSat.1 Media SE ordentlich Druck. Das Unternehmen, das in den Niederlanden ansässig ist, aber von Pier Silvio Berlusconi geführt wird, möchte die Fernsehmacher aus Unterföhring gerne übernehmen. Doch das Medienhaus aus dem Münchner Umland ist für eine Übernahme noch zu teuer, weshalb man eine Abspaltung des Investmentgeschäfts anstrebt. Das hat bei der Hauptversammlung am vergangenen Dienstag nicht ganz funktioniert. Nur knapp vier Prozent Stimmen haben noch gefehlt, dass man mit einer Dreiviertelmehrheit diesen Plan durchbringen konnte. Dennoch gab ProSiebenSat.1-Chef Bert Habets klein bei und kündigte den Verkauf von Flaconi und Verivox noch in diesem Jahr an. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben die fast neunstündige Hauptversammlung aus München verfolgt. Das Ergebnis waren lange Vorträge, müde Gesichter und enttäuschende Zahlen. Schließlich ist die Fernsehgruppe nicht mehr so stark wie noch vor ein paar Jahren. Der Aktienkurs entwickelte sich zuletzt zwar prächtig, aber von den Glanzzeiten von 50 Euro kurz vor dem Netflix-Start im Jahr 2015 ist man meilenweit entfernt.
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