Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 10/19 Archiv
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Durch den immer weitere Ausmaße annehmenden multidisziplinären Behandlungspfad insbesondere bei langwierigen Krankheiten, darunter vor allem Krebserkrankungen, ist es nötig, durch Umstrukturierung und neue Konzepte ein neues System zur Optimierung sowohl der anfallenden Kosten, als auch der Betreuung der Patientinnen, in psychischer wie auch in physischer Hinsicht, zu entwickeln. In diesem Sinne wurde ein Versuch zur Verbesserung in der Behandlung von Brustkrebspatientinnen 2003 in Augsburg in Form des Case Managements gestartet. In einer Fall-Kontroll-Studie wurde ein Vergleich zwischen der psychischen Lebensqualität von Patientinnen, welche dem alten Behandlungspfad folgten, und denen, welche nach dem System des Case Managements betreut wurden, gezogen. Die durchgeführte Studie zeigt, dass es erste positive Zusammenhänge zwischen der neuen Betreuungsform und der Lebensqualität der Patientinnen im Vergleich zu den alten Betreuungsmethoden gibt.
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Zellkulturen humaner mesenchymaler Stammzellen (hMSC) enthalten überwiegend drei Subpopulationen: spindelige fibroblastenähnliche Zellen, große abflachte Zellen und kleine hoch proliferative Zellen, die sogenannten rapidly self-renewing cells (RS-Zellen). Ziel dieser Studie war zunächst die Isolation dieser RS-Zellen auf Einzelzellniveau und ihre anschließende klonale Expansion auf eine für Folgeexperimente hohe Zellzahl. Das Hauptziel war das Stammzellkriterium der Plastizität für eine RS-Zelle durch Differenzierung in die adipogene, osteogene und chondrogene Richtung ausgehend von einer Zelle nachzuweisen. HMSCs der Fa. Cambrex (USA) wurden entsprechend den Herstellerangaben kultiviert. Einzelne Zellen wurden mittels single cell picking isoliert und klonal expandiert sowie anschließend entweder nach Standardprotokollen adipogen, osteogen und chondrogen differenziert, oder als Kontrolle unstimuliert kultiviert. Die histologische Auswertung der Differenzierung erfolgte mit Oil Red-O- (Fettzellen), von Kossa- (Knochenzellen) und Toluidin Blau- (Knorpelzellen) Färbung. Für die chondrogene Differenzierung wurde zudem eine spezifische Immunfluoreszenzfärbung gegen Kollagen Typ-II durchgeführt. Nach Optimierung des Isolationsverfahrens mittels Einzelzellpickens konnte ausgehend von einer einzelnen Zelle die Zellzahl innerhalb von 5 Wochen auf ca. 1 Mio. Zellen expandiert werden. Die adiopogene, osteogene und chondrogene Differenzierung konnte bei den stimulierten RS-Zellen durch die oben beschriebenen histologisch Färbemethoden nachgewiesen werden. Die unstimulierten Kontrollen veränderten sich nicht. Die Versuche wurden stets mit einer heterogenen Kontrollgruppe durchgeführt. In dieser Studie ist es gelungen, ausgehend von einer einzelnen RS-Zelle, die Differenzierung in drei verschiedene Richtungen nachzuweisen. Somit konnten für die RS-Zellen erstmals die Stammzellkriterien einer hohen Replikationsrate sowie die Plastizität durch Differenzierung in drei mesenchymale Gewebetypen nachgewiesen werden. Zudem konnten für die Klassifizierung der RS-Zellen in Bezug auf Morphologie und Wachstumskinetik wichtige Erkenntnisse erbracht werden. Aufgrund ihrer Vermehrungsfähigkeit in vitro sind RS-Zellen für das tissue engineering besonders von Bedeutung. Jedoch bedarf es weiterer Studien, um das Verhalten der RS-Zellen als Subpopulation der humanen mesenchymalen Stammzellen besser zu verstehen.
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BBK32, a fibronectin (Fn)-binding protein of Borrelia (B.) burgdorferi sensu lato (s.l.) which is encoded by the bbk32 gene located on the 36kb linear plasmid (lp36) of isolate B31, is playing an important role in serological diagnosis of Lyme borreliosis. Firstly, we were interested in the genomic localization of bbk32 regarding different B. burgdorferi s.l. species as well as between strains of the same species. Southern blot analyses based on 23 strains of the species B. burgdorferi sensu stricto (s.s.), B. afzelii, B. garinii and B. spielmanii revealed that position of bbk32 is rather variable between the species but also within a given species. bbk32 could be located on different linear plasmids (lp), mainly on lp23kb, lp24kb, lp25kb, lp31kb and lp36kb. The meaning of this finding remains unclear so far. Secondly, a mumber of thirteen chimeric polypeptides representing different parts of the N-terminal regions of BBK32 proteins of both B. burgdorferi s.s. isolate B31 and B. garinii isolate PHei were generated. Fn-binding capabilities of those generated polypeptides were evaluated either by Western-ligand blot-based binding assay or by enzyme-linked immunosorbent assay (ELISA)-based binding assay. Results showed that BBK32 from PHei possesses a higher Fn-binding capability than that from B31. Furthermore, the higher Fn-binding capacity is associated with four amino acids (Lysine131, Lysine145, Threonine147 and Isoleucine155) in the 32-amino acid-long segment (from position 131 to 162). Moreover, both gelatin and collagen could partially inhibit the binding of BBK32 to Fn. This suggests that BBK32 might also bind to the collagen-binding domain of Fn (repeat I6-9 and II1, 2) and partially to its N-terminal fibrin-binding domain (repeat I1-5). Though the meaning of the different Fn-binding capacities remains unclear so far, such studies may provide us with markers to define the different pathogenic potentials of various Borrelia species and strains. Thirdly, eight recombinantly prepared BBK32 homologues (either as partial or as whole) were tested in a line assay to evaluate their contribution for serologic diagnosis of Lyme borreliosis. Though BBK32 homologues could react with sera from Lyme borreliosis patients, compared with other Borrelia-antigens established in the Max von Pettenkofer Institute, these BBK32 homologues could not improve the sensitivity and specificity of the class-specific IgG or IgM antibody tests. Nevertheless, this study underlines the fact that the heterogeneity of Lyme disease Borrelia species must be taken into consideration in the microbiological diagnosis of Lyme borreliosis in European patients.