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Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 09/19 Archiv

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Ziel der Arbeit war es aus einem Kollektiv kleinwüchsiger, entwicklungsverzögerter, präpubertärer und sonst gesunder, nicht hGH defizienter Kinder, IGF-I und IGFBP-3 Werte zu sammeln, diese auf das chronologische Alter zu beziehen und mit bereits vorhandenen Normwerten zu vergleichen, auf das Knochenalter zu beziehen und daraus Normwertperzentilen zu erstellen, diese mit altersbezogenen Werten zu vergleichen und die Wertigkeit dieser IGF-I und IGFBP-3 Werte in der Diagnostik der Entwicklungsverzögerung zu ermitteln. Es wurde die Daten von 86 Jungen aus der endokrinologisch -pädiatrischen Ambulanz des Dr. von Hauner Kinderspitals, welche die obengenannten Kriterien erfüllten, analysiert. Aus dem Datenpool wurden mit Hilfe deskriptiver Statistiken Normwertperzentilen erstellt. Es wurden erstmals IGF-I und IGFBP-3 Werte auf das Knochenalter bezogen. Es konnte erstmals gezeigt werden, dass trotz relativ großer Schwankungen eine lineare Beziehung zwischen IGF-I und IGFBP-3 einerseits und dem Knochenalter in diesem Patientenkollektiv besteht. IGF-I und IGFBP-3 sollten statt auf das chronologische Alter auf das Skelettalter der Patienten mit einer konstitutionellen Entwicklungsverzögerung bezogen werden.
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Background: Mantle cell lymphoma (MCL) shows a particularly bad prognosis with a median survival of less than 5 years. There is no generally established prognostic classification system for patients with MCL as the International Prognostic Index (IPI) and the Follicular Lymphoma International Prognostic Index (FLIPI) have been developed based on data of patients with diffuse large B-cell and follicular lymphoma, respectively. The data of 455 patients with advanced stage MCL treated within three randomized trials of German Low-Grade Lymphoma Study Group (GLSG) and European MCL Network were used to clarify the prognostic relevance of IPI, FLIPI and potential prognostic factors and, if needed, to develop a new prognostic index. Methods: The outcome parameter was overall survival, the time from trial registration to death from any cause. Potential prognostic factors were the clinical parameters documented after primary diagnosis before start of treatment. The prognostic relevance of IPI and FLIPI was evaluated with Kaplan-Meier estimates and the log rank test. Candidate prognostic factors were analyzed using univariate Cox regression. In multiple Cox regression, independent prognostic factors were identified with backward elimination and the prognostic score was determined. Prognostic groups were defined with optimal cutpoints for the prognostic score maximizing the log rank statistic. Internal validation was performed using the bootstrap method. Results: According to the IPI more than two thirds of patients were classified into the low intermediate or high intermediate risk groups whose survival curves were not clearly separated. According to the FLIPI, 6% of patients were classified into the low risk group, survival curves of low risk and intermediate risk patients were not separated, and the high risk group of almost two thirds of patients showed a relatively good survival. Of the candidate prognostic factors, age, ECOG performance status, B-symptoms, spleen involvement, tumor size, serum LDH activity, leukocyte, lymphocyte, granulocyte and monocyte count, hemoglobin, and beta2-microglobulin showed univariate prognostic relevance. In contrast, sex, Ann Arbor stage III vs. IV, bone marrow involvement, number of extranodal sites, number of involved nodal areas, platelet count, and albumin showed no prognostic relevance. Multiple Cox regression identified age, performance status, LDH and leukocyte count as independent prognostic factors. Using these four parameters, a new prognostic index, the mantle cell lymphoma international prognostic index (MIPI) defined three prognostic groups with significantly different overall survival. Bootstrap validation confirmed the separation of the prognostic groups and indicated superiority over IPI and FLIPI. Conclusions: In this work a new prognostic index for patients with advanced stage MCL was defined based on four easily available clinical prognostic factors. The modest prognostic relevance of IPI and FLIPI underlines the inappropriateness of transferring results from one lymphoma entity to another. The results of this work may be applied in clinical research for stratified randomization, risk-adjusted analyses, and as a reference to establish new biologic or molecular prognostic factors. Furthermore, the new prognostic index may facilitate risk-adapted treatment strategies to improve the prognosis of this severe disease.
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Das Krankheitsbild der Schizophrenie und seiner Subtypen ist bis heute Gegenstand vieler Untersuchungen. Man geht bei der Klärung der Pathophysiologie neben vielen anderen Ursachen davon aus, dass für die bestimmten Sybtypen der Schizophrenie bestimmte cerebrale Netzwerkveränderungen verantwortlich sind. Patienten mit einer katatonen Schizophrenie zeigen in ihrer Symptomatik unter anderem mit Erstarren, Haltungsverharren, Mutismus und anderen ähnlichen psychomotorischen Symptomen Schwierigkeiten bei der Ausführung und Durchführung selbst-initiierter Bewegungen, wobei möglicherweise eine funktionelle Netzwerkdysfunktion im Bereich der medialen motorischen Schleife, die hauptsächlich selbst-initiierte Bewegungen vermittelt, zugrunde liegt. Um dies darzustellen wurde in der hier vorgelegten Arbeit die funktionelle Magnetresonanztomographie als bildgebendes Verfahren angewendet, mit dem sich funktionelle Vorgänge im menschlichen Gehirn durch dadurch veränderten regionalen cerebralen Blutfluss bildlich darstellen lassen. Ziel der Studie war es, die cerebralen Aktivierungsmuster kataton schizophrener Patienten mit einem gesunden Probandenkollektiv mittels BOLD-Kontrast in einer fMRT-Untersuchung während eines speziellen motorischen Paradigmas mit extern-getriggerten und selbst-initiierten Fingerbewegungen zu vergleichen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Darstellung der BOLD-Aktivierungslevel der Anteile der medialen Schleife der Motorik (SMA, Basalganglien und ventrolateralem bzw. ventral anteriorem Thalamuskern), unter der Annahme, dass spezifische Teile dieser Strukturen bei katatonen Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden verringerte BOLD-Aktivierungslevel bei selbst-initiierten Bewegungen aufweisen. Die vorliegende Studie sollte zwei Fragen beantworten: 1. Zeigen Patienten mit einer katatonen Schizophrenie verminderte BOLD-Level im Bereich der medialen Schleife der Motorik bei selbst-initiierten Bewegungen im Vergleich zu Gesunden? 2. Gibt es Unterschiede im BOLD-Aktivierungslevel zwischen Patienten mit katatoner Schizophrenie und Gesunden innerhalb der lateralen Schleife der Motorik bei extern-getriggerten Bewegungen? Hierzu wurde für die vorliegende Arbeit ein Kollektiv von Patienten mit der Diagnose einer katatonen Schizophrenie und ein nach Alter, Ausbildungsjahren und Händigkeit gematchtes gesundes Kontrollkollektiv rekrutiert, bei denen sorgfältig Erkrankungen, insbesondere andere psychiatrische oder neurologische Erkrankungen ausgeschlossen wurden, die Einfluss auf die Gehirnmorphologie haben können. Psychopathologische Daten der Patienten zum Untersuchungszeitpunkt wurden sorgfältig mit standardisierten Fragebögen erhoben und dokumentiert. Die Probanden wurden mit einem 1.5 Tesla Magnetom Vision in der Abteilung für Neuroradiologie am Klinikum Großhadern untersucht. Es wurde nach Sichtung bereits vorliegender Literatur ein passendes Stimulationsparadigma entworfen und angewendet. Die statistische Auswertung der erhobenen Daten erfolgte mit dem Programm SPM 99. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten mit einer katatonen Schizophrenie bei der Ausführung selbst-initiierter Bewegungen im Vergleich zu Gesunden signifikant geringere BOLD-Aktivierungslevel in den Bereichen der medialen motorischen Schleife aufweisen als Gesunde. Daneben zeigt sich, dass die Vermittlung extern-getriggerter Bewegungen über die laterale Schleife der Motorik nicht beeinträchtigt ist. Dies lässt auch im Vergleich mit der vorbestehenden Literatur den Schluss zu, dass die bestehenden motorischen Symptome bei der katatonen Schizophrenie möglicherweise als Störung des cerebralen Netzwerkes, das selbst-initiierte Bewegungen vermittelt zu verstehen ist.