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Episoden

29 Minuten
Dr. Matthias Roser ist niedergelassener Kardiologe, Gründer und Ärztlicher Direktor eines kardiologischen Zentrums in Nürnberg. Viele interventionelle Eingriffe führt sein Team heute ambulant durch – darunter auch Behandlungen, die lange als klassische Krankenhausleistungen galten. Im Gespräch erläutert Roser, welche Patientinnen und Patienten ambulant versorgt werden können, wann das Krankenhaus unverzichtbar bleibt und warum die Entscheidung nicht allein vom Eingriff abhängen darf. Zudem spricht er über neue Prozesse, verlässliche Netzwerke und die Frage, wie eine durchgängige Behandlung ohne Brüche bei Zuständigkeiten und Daten gelingen kann.
36 Minuten
Die Krankenhausreform tritt in ihre entscheidende Phase ein: Die Bundesländer vergeben Leistungsgruppen und ordnen die Krankenhauslandschaft neu. Für viele Kliniken geht es dabei um zentrale Versorgungsaufträge und damit auch um ihre wirtschaftliche Zukunft. Im f&w-Klinikpodcast spricht Florian Albert mit der Medizinrechts-Expertin Dr. Claudia Mareck über die rechtlichen Herausforderungen der Krankenhausplanung. Sie erläutert, worauf Krankenhausträger jetzt achten sollten, welche Bedeutung die Bedarfsermittlung hat und warum das Anhörungsverfahren oft wichtiger ist als eine spätere Klage.
31 Minuten
Das GKV‑Beitragsstabilisierungsgesetz soll Milliarden einsparen – auch bei den Krankenhäusern. Gesundheitsökonom Andreas Schmid erklärt, warum das Paket wie eine Umsatzkürzung wirkt, welche Verwerfungen drohen und wie es mit Krankenhausreform und Pflegebudget kollidiert. Diskutiert werden zentrale Stellschrauben des Gesetzes: die Neuausrichtung des Orientierungswerts, die Deckelung des Pflegebudgets, Einschränkungen bei der Refinanzierung von Tarifsteigerungen sowie neue ambulante Vergütungsformen wie Kurzzeitfallpauschalen. Schmid warnt vor einer Verschärfung der strukturellen Unterfinanzierung und vor einem „kalten Strukturwandel“, der nicht bedarfsorientiert, sondern durch Liquiditätsdruck getrieben wird. Auch die Wechselwirkungen mit der Krankenhausreform und die steigende Belastung kommunaler Träger kommen zur Sprache. Zum Abschluss blickt Schmid auf die anstehenden Strukturvorschläge der Regierungskommission – und erklärt, warum sie entscheidend für die Zukunft der Versorgung sind.
27 Minuten
In Darmstadt entsteht ein Modellprojekt, das in der deutschen Krankenhauslandschaft Seltenheitswert hat: Das kommunale Klinikum Darmstadt und das evangelische Elisabethenstift schließen sich zu einem gemeinsamen Verbund zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die wirtschaftliche Not, sondern die Frage, wie eine verlässliche, medizinisch sinnvolle Versorgung in Zeiten von Fachkräftemangel und strukturellen Doppelungen gesichert werden kann. Im Vortrag auf dem DRG|FORUM schildern Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender von Agaplesion, und Clemens Maurer, langjähriger Geschäftsführer des Klinikums Darmstadt, wie der zwei Jahre dauernde Prozess ablief – von den ersten Gesprächen über die Klärung von Eigentums- und Machtfragen bis hin zur Gründung einer gemeinsamen Holding. Sie sprechen über Vertrauen, politische Sensibilitäten und die Rolle von Kultur- und Tariffragen im Fusionsprozess. Die Folge beleuchtet, warum das Projekt als möglicher Blaupausen‑Fall für andere Regionen gilt und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit zwei starke Häuser tatsächlich zu einem neuen Krankenhaus zusammenwachsen.
25 Minuten
Die Krankenhausreform ist beschlossen – doch was bedeutet der politische Kompromiss für Kliniken, Länder und Versicherte konkret? In dieser Folge bündeln wir die zentralen Einschätzungen vom DRG|FORUM 2026, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Krankenkassen und Krankenhausträgerschaft ihre Positionen zur Umsetzung des KHAG erläuterten: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betont die Bedeutung realistischer Fristen und die Verantwortung der Länder für die Umsetzung vor Ort. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer verweist darauf, dass Versorgungssicherheit weit über die Reform hinausreicht und nur gemeinsam gewährleistet werden kann. Aus Sicht der Krankenhäuser beschreibt DKG-Chef Gerald Gaß den enormen Veränderungsdruck angesichts Fachkräftemangels und begrenzter Erlöse. Alexianer‑Chef Christian von Klitzing hebt die Risiken unkoordinierter Strukturveränderungen hervor. Der GKV‑Spitzenverband wiederum sieht im Reformkompromiss einen tragfähigen Rahmen, warnt aber vor Verzögerungen und Qualitätsrisiken durch Ausnahmen. Die Folge zeigt, warum Finanzierung, Vorhaltepauschalen und regionale Planungshoheit zentrale Streitpunkte bleiben – und was nötig ist, um Vertrauen in geordnete Strukturveränderungen herzustellen.
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Über diesen Podcast

Hörenswertes aus der Welt der Krankenhäuser | Der Podcast der Redaktion von f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus aus dem Bibliomed-Verlag
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