Somewhere Over The Hay Bale Archiv
43 Episoden
52 Minuten
Live aus Halle/Saale! In dieser Folge spreche ich mit Torge. Torge hat vor einem knappen Jahr Kiel verlassen, um seinen/ihren Lebensmittel in Altenburg in Thüringen zu finden - und widmet sich dort einer persönlichen Mission: Mehr queere Sichtbarkeit in kleinen Städten! Mit Torge spreche ich deshalb über den ersten CSD Altenburgs, inklusive Bürgermeister- und Presseterminen, was ihm/ihr hilft, mit der lokalen Homophobie umzugehen und über Flirttipps auf dem Land. Vielen Dank an die Menschen vom Q. kju_point in Halle/Salle für die Einladung und Orga und die Menschen der Lernwerkstatt der Frankeschen Stiftungen für die Location und Technik. Und danke Torge, für dieses wirklich witzige Gespräch, deine Bühnenpräsenz und deine Offenheit.
1 Stunde 9 Minuten
In dieser Folge spreche mit Marie und Lena. Die beiden leben mittlerweile zusammen und verheiratet in Husum in Nordfriesland - nachdem sie den großen Städten den Rücken gekehrt haben, um dort zu leben, wo andere Urlaub machen. Mit Marie und Lena spreche ich deshalb über Freiheiten in Schlichtheit, ihren Liebesweg zwischen Dating-App und Deich, Aufbruch und Ankommen und welche Befremdlichkeiten die beiden aufgrund ihrer eigenen Biografien aneinander wahrnehmen. Marie und Lena haben einen eigenen Podcast, inklusive einer Folge über "Lesbisches Leben auf dem Lande", das lohnt sich: https://soundcloud.com/user-856119197 Das Gespräch mit Marie und Lena war für mich sehr dicht und dennoch sehr zärtlich. Ich hab mich in Teilen sehr in den beiden wiedergefunden: Das Suchende, Umbrüche als Aufbrüche zu nutzen und das nach vorn schauen. Das hat viel von meinem inneren Dorfkind angesprochen, sowohl damals, als ich in die Welt aufbrach, um mich und meine eigene Queerness zu finden, als auch heute, da ich merke, wie sehr es mich anstrengen kann, beim großstädtischen Schaulaufen mitzumachen. Dass Marie ebenso wie ich auf dieser Suche nach Worten und Verständnis für ihre Biografie ist und dabei eine verständnisvolle Partnerin an ihrer Seite hat, hat mich sehr berührt. Und dass die Magie des Online-Datings beide zu diesem Punkt an ihrem Leben geführt hat bestärkt mich nochmal darin: Lasst euch keinen Scheiss einreden, wenn Leute meinen, Online-Dating sei das letzte Mittel, wenn alle Möglichkeiten des Kennenlernens ausgeschöpft sind. Gerade für Menschen vom Land ist Online-Dating super wichtig, um Anschluss, Zuneigung und Liebe zu finden, um sich nicht allein und auch um sich sicherer zu fühlen - und wer das judged ist sollte dringend das eigene soziale Standing in dieser Aussage berücksichtigen und die eigene Haltung zumindest moralisch krass entladen. Niemand muss Online-Dating grundsätzlich klasse finden, aber nicht für alle Menschen ist die Öffentlichkeit ein Pool an potentiellen Partner*innen. Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
44 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Christian. Christian wohnt schon sein ganzes Leben in Treuenbrietzen in Brandenburg - und möchte dort auch nicht weg. Neben seinen Freund*innen und seiner Familie ist die Feuerwehr sein Dreh- und Angelpunkt, bei der er sich mit Herzblut engagiert. 2019 hatte Christian sein Coming Out als trans* und hat seine Transition begonnen. Mit Christian spreche ich deshalb über sein jahrelanges Engagement, seine Zukunftspläne als Feuerwehrmann und warum es ihm wichtig ist, so offen mit seiner Transition umzugehen. | >>Hier geht's direkt zu Christians Website: https://christian-mein-weg-zu-mir-selbst.jimdosite.com > https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
46 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Michael. Michael ist in Plauen in Sachsen groß geworden und hat an verschiedenen Orten Support und Anschluss während seines Coming Outs gefunden - auch, weil er sie konkret gesucht und mit aufgebaut hat. Mit Michael spreche ich deshalb über Theater als Ort der Entfaltung, seinen Wegbegleiter, den er bei einer Kur auf Sylt kennenlernte und sein Großwerden mit einer alleinerziehenden Mutter - inklusive viel Dankbarkeit und einer Entschuldigung, die er letztes Jahr von ihr erhielt. In Michaels Erzählungen habe ich viel von meinem eigenen Suchen wieder gefunden: Der Suche nach Anschluss, nach Gruppen und vor allem auch nach einer Sprachlichkeit, welche Lebensrealitäten über Generationen hinweg begreifbar macht. Und vor allem bin ich echt beeindruckt davon, dass Michael an verschiedenen Stellen queere Menschen gefunden hat, die ihn so supportet haben und ihn dazu befähigten, selbst Strukturen mit aufzubauen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an dich, Michael, dass du deine Geschichten und Erfahrungen mit mir geteilt hast. Besonders die Geschichte mit deiner Mutter hat mich sehr berührt. Strukturarbeit in ländlichen Regionen, wie Michael es gesagt hat, ist unfassbar wichtig. Denn nur so können nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch Sicherheiten geschaffen werden. Das kann eine eigene Jugendgruppe sein, aber auch sich als Ansprechperson kenntlich zu machen, Flyer auslegen, sich in Gesprächen gegen Diskriminierung zu positionieren und Räume aktiv queerfreundlich zu gestalten ist unfassbar wichtig. Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
59 Minuten
Herzlich willkommen zu einer Sonderfolge von Somewhere Over The Hay Bale. Ich wünsche euch und uns einen schönen CSD, Pride und/oder Erinnerungstag an die Stonewall Riots. Der CSD nimmt innerhalb der queeren Community einen großen Platz ein, ist nicht umumstritten, entwickelt sich andauernd weiter und ist vor allem eins: Eine politische Demonstration. Eine Demonstration, welche versucht, den vielfältigen Lebensentwürfen, Forderungen und auch unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen der LGBT+ Community Raum zu geben - um nicht nur für Sichtbarkeiten, sondern mit seinen Forderungen auch für Sicherheiten einzustehen. Deshalb gibt’s in dieser Folge gleich drei Perspektiven auf den CSD und ich freue mich wahnsinnig darüber: Zusammen mit Sung Un vom Podcast Bin ich Süßsauer? und Madita vom Podcast Gay Mom Talking werfen wir Blicke zurück auf unsere eigenen CSD-Erfahrungen, Blicke voraus mit unseren eigenen Forderungen und beleuchten verschiedene Konfliktlinien innerhalb der queeren Emanzipation rund um den CSD. Was auch immer ihr an diesem Wochenende tut und wie auch immer ihr den CSD feiert oder auch nicht: Passt auf euch auf, passt auf einander auf. Zeigt euch solidarisch, hört einander und lasst uns Konflikte innerhalb und außerhalb der LGBT+ Community cool und konstruktiv angehen. Es gibt noch viel zu tun und ich hab Bock, die nächsten gesellschaftlichen Kämpfe Schulter an Schulter mit euch gemeinsam zu kämpfen.
45 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Tamo* (Pronomen: Keins bzw. Tamo*). Tamo* ist wie ich in Sachsen-Anhalt groß geworden. In unserem Gespräch haben wir deshalb die ein oder andere Parallele feststellen können, was unsere Familienbiografien angeht. Tamo*s Familie ist im Gegensatz zu meiner jedoch in den frühen 90ern nach Frankfurt am Main umgezogen - Mit Tamo* spreche ich deshalb natürlich über das Großwerden zwischen verschiedenen Welten, die Verknüpfung von queer und ostdeutsch sein und warum der Umzug in eine Metropole nicht zwangsläufig einen Befreiungsschlag für Dorfkids bedeutet. | Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
38 Minuten
Zum IDAHOBIT stelle ich mir oft die Fragen, was noch getan werden muss in Sachen queerer Emanzipation und wie wir uns auch innerhalb der queeren Community in unseren Kämpfen gegenseitig supporten können. Auch zu schwierigen Zeiten. Dieses Jahr wollte ich meine Gedanken nicht alleine spinnen und hab mich mit Anika und Julia vom Podcast The Lesbian Gaze zusammen getan. Gemeinsam schauen wir auf die Rechte von queeren Familien, schnacken über Sichtbarkeit und queere Popkultur und unsere Ängste zur Zeit der globale Krise. Außerdem habe ich Manuel von der Deutschen AIDS Hilfe gefragt, welche Durchbrüche es in den letzten Jahren bei HIV und AIDS gab und wie wir uns als Community solidarisch mit HIV positiven Menschen zeigen können. Wie auch immer ihr diesen Tag verbringt: Passt auf euch auf. Und passt aufeinander auf. Fragt eure lokalen queeren Orte, ob sie Unterstützung gebrauchen können. Und falls ihr Cash habt, schaut doch auch gern, welche Orte gerade um ihre Existenz bangen und Funding-Kampagnen gestartet haben. | #QueerCoronaSupport | Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
37 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit John. John lebt in Lorentzweiler in Luxemburg, kommt jedoch ursprünglich aus Südafrika und hat dort die Apartheid als Weißer mit erlebt. Deshalb werfen wir in dieser Folge den Blick gleich auf zwei Länder. Mit John spreche ich darüber, wie sehr ein gesellschaftliches System die eigene Familie prägt, warum er sich dazu entschloss, in Lorentzweiler zu leben und welchen Plan er hat mit seinem großen Garten hat. | Dieses Gespräch wurde am 25.07.2019 geführt - mein allererstes Interview! | Anmerkung: John nutzt in dem Interview das Wort "Rasse", im Englischen (Johns Muttersprache) ist das Wort "race" ein zentraler Analysebegriff verschiedener Wissenschaften, u.a. in der Critical Race Theory und wird anders verwendet als im Deutschen. "Rasse" ist ein soziales Konstrukt, ein entsprechendes Wort im Deutschen zu finden ist ein Prozess, u.a. wird stattdessen "Ethnische Zugehörigkeit" vorgeschlagen. | Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
44 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Manuela vom Verein RosaLinde Leipzig e.V. - Manuela koordiniert und gestaltet dort das Projekt Que(e)r durch Sachsen als mobile Beratung für queere Menschen im ländlichen Raum um Leipzig, Nord- und Mittelsachsen. Mit Manuela spreche ich über Hürden, welche Menschen auf dem Land für ein selbstbestimmtes Leben nehmen müssen, über unterstützende Elternteile von Jugendlichen, die ein Coming Out als trans* haben und wie Manuela und der Verein wichtige Vernetzungsarbeit vor Ort leisten. | Alle Infos zu Que(e)r durch Sachsen unter https://www.rosalinde-leipzig.de/de/beratung/queer-durch-sachsen | Dieses Gespräch wurde am 14.02.2020 geführt. | #QueerCoronaSupport | Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
57 Minuten
In dieser Episode spreche ich mit Bernd. Bernd wurde 1945 in Nußloch in Baden-Württemberg geboren und blickt mittlerweile auf eine lange Geschichte und viele Errungenschaften als Aktivist für Lesben- und Schwulenrechte zurück. Deshalb wollte ich wissen: Was hat den Jungen vom Bauernhof politisch werden lassen? Mit Bernd spanne ich den Bogen von seinem ersten Make-Up hin zu seinem Tuntendasein, wie schwule Liebe kriminalisiert wurde und wie sich die Forderung „Mach dein Schwulsein öffentlich“ nicht nur durch sein Leben zieht. // Dieses Gespräch wurde am 26.01.2020 geführt. // #QueerCoronaSupport https://www.queer.de/detail.php?article_id=35790// Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
45 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Eva. Eva ist in Aurach bei Kitzbühel in Österreich groß geworden. Und so unterschiedlich die Dörfer sind, in denen wir aufwuchsen, so sehr ähneln wir uns doch, wie sie uns geprägt haben - nicht nur, wenn es darum geht, was wir von uns preisgeben und wie wir neue Leute kennenlernen. Mit Eva spreche ich über das Großwerden in einem Ort voller Tourismus und Reichtum, wie sie als Erste in ihrer Familie ein Studium absolvierte und warum sie - für sich - lange damit gehadert hat, sich selbst als lesbisch zu bezeichnen. // Dieses Gespräch wurde am 28.02.2020 geführt. // #QueerCoronaSupport https://www.queer.de/detail.php?article_id=35790// Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
50 Minuten
In der allerersten Folge spreche ich mit Julian. Julian ist in Neumagen-Dhron in Rheinland-Pfalz groß geworden - und wir beide haben ziemlich viele Erfahrungen gemeinsam, obwohl die Orte, in denen wir aufgewachsen geworden sind, recht weit auseinander liegen. Mit Julian spreche ich über seine Jugend in malerischen Weingegenden, sein Engagement für mehr sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Lehrplänen und wie es dazu kam, dass er durch einen lokalen Zeitungsartikel geoutet wurde. Dieses Gespräch wurde am 25.01.2020 geführt. // #QueerCoronaSupport https://www.queer.de/detail.php?article_id=35790// Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! >> https://linktr.ee/somewhereoverthehaybale
2 Minuten
Ich bin Fabian und Somewhere Over The Hay Bale ist der erste deutschsprachige Interviewpodcast über queeres Leben auf dem Land. Warum ich queere Menschen interviewe, die auf dem Land groß geworden sind oder im ländlichen Raum leben, was mich an ihren Geschichten interessiert und was das alles mit mir zu tun hat erfahrt ihr in diesem Trailer. Ideen, Fragen, Feedback? Immer gern! facebook: Somewhere Over The Hay Bale Insta: @somewhereoverthehaybale