Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Somewhere Over The Hay Bale Archiv

43 Episoden
55 Minuten
Zwei Jahre Somewhere Over The Hay Bale! Ich dachte mir, ich nehme diesen Anlass, um mal bei einigen Menschen nachzuhaken, wie sich ihr Leben seit dem jeweiligen Interview verändert hat. Eine Art Zwischenrückblick, aber auch ein Ausblick. Deshalb nehme ich euch in dieser Folge mit zum neuen Familienglück von Lena und Marie in Husum, zum neuen Job und Leben von Christian in Treuenbrietzen, zu den politischen Kämpfen von Torge in Altenburg, zum neuen Buchprojekt von Julian aus Neumagen-Dhron, zu einer empowernden Begegnung von Malte in Neuland und zur Hochzeit von Isabelle aus Rednitzhembach. Und: Die ein oder andere Frage beantworte ich diesmal auch. Ein großes Dankeschön an alle meine Gäst*innen, alle Wegbegleiter*innen, alle Hörer*innen und all die Menschen, die sich im ländlichen Raum und darüber hinaus für mehr queere Sichtbarkeit und Sicherheit einsetzen. Ich sehe und schätze euch und eure Arbeit. Queersein heißt politisch sein. Mit dem vor Augen freue ich mich schon auf alle weiteren Begegnungen mit euch! Sei es für eure eigene Story, eine Diskussionsveranstaltung, ein CSD oder oder oder. Ich komm gern bei euch rum, also meldet euch gern bei mir auf Instagram, facebook oder per E-Mail. Hier gehts zur Doku über den CSD in Altenburg: https://youtu.be/W9_0DGpTSPA Hier geht‘s zum Sammelband „Klassenfahrt“: https://www.edition-assemblage.de/buecher/klassenfahrt/
55 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Simon (er). Simon wohnt auf der kleinen Wattenmeerinsel Fanø in Dänemark und hat dort sein Zuhause gefunden. Das war für ihn eine sehr bewusste Entscheidung, denn Simon ist Berufsmusiker und hat sich in Volksmusik und Folklore spezialisiert, was auf Fanø seit Generationen gepflegt und weitergegeben wird. Mit Simon spreche deshalb ich über seinen Weg aus dem Erzgebirge bis nach Dänemark, sein Leben zwischen enger Gemeinschaft und Gefühlen von Einsamkeit und durchtanzte Festnächte mit zuckrigem Kaffee, Schnaps und Paartänzen.
52 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Tessa (sie/ihr). Als eine der ersten geouteten trans* Abgeordneten im Bundestag hat sie queere Geschichte in Deutschland geschrieben. Tessa ist in Zwiesel, im Herzen des Bayrischen Waldes groß geworden und hat neben ihrem querpolitischen Engagement deshalb noch klassische politische Themen im Blick, welche sie im Bundestag anpackt. Mit Tessa spreche ich deshalb über ihre Politisierung auf dem bayrischen Land, wie sie als Landtagsabgeordnete queerpolitischen Handlungsdruck gegenüber der Regierung Söder erzeugte und über einen Klassiker, wenn es ums Landleben geht: Mobilität als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mehr Infos zu Tessa und ihrer Arbeit unter: https://www.tessa-ganserer.de/ Du denkst "Hey Fabian, meine Geschichte ist voll was für deinen Podcast"? Dann melde dich gern bei mir!
52 Minuten
Am 09. Oktober war ich als Gast bei „Butter bei die Fische" eingeladen eingeladen, einer Talkreihe der Förderunion für Kunst und Kultur (Fu.K.K.) aus Meppen. Mit mir in dieser Talkrunde: Jessy (sie), Pia (sie/er), Tobias (er) und Davin (er) von der lokalen Peergroup8. Mit ihnen spreche ich über ihre queere Jugendgruppe als Schutzraum, das bunte und das konservative Meppen und wie sie sich ihre eigene Community geschaffen haben. Außerdem habe ich Judith und Christian von der Förderunion gefragt, warum es ihnen wichtig war, „Butter bei die Fische“ ins Leben zu rufen und was es Thomas, unserem Moderator des Abends, bedeutet, in seiner Heimatstadt Meppen eine queere Talkrunde zu leiten. DDie Gespräche habe ich vor dem Talk geführt, das ganze Video (richtig nice gemacht!) zu unserer Diskussion über "Queeres Leben im ländlichen Raum" findet ihr auf dem YouTube-Kanal von Fu.K.K.: https://www.youtube.com/watch?v=sfR1HiGnoII Danke auch an das JAM in Meppen für alle Unterstützung und den professionellen Livestream! Kontakt zur Peergroup8: Insta: https://www.instagram.com/peergroup8/?hl=de YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCx8bSPLVH6nk3fvXrJmrClQ Kontakt zu Fu.K.K.: Insta: https://www.instagram.com/foerderunionkunstkultur/ YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCxjj7X2tbTlAvX7K4qJPj9g
58 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Daniel. Daniels Eltern kamen 1994 unter der administrativen Kategorie “Spätaussiedler*innen” aus Kasachstan in die BRD, Daniel selbst ist in Hünsborn im Sauerland groß geworden. Schon während Daniels Kindheit und Jugend wurde die Familie mit antislawischem Rassismus konfrontiert. Bevor Daniel zur eigenen queeren Identität fand, dominierte eine schwere Zeit an der Schule. Lange Zeit konnte Daniel weder mit den eigenen Eltern noch mit Freund*innen über migrantische Identität oder Queersein reden. Mit der Zeit folgten dann aber auch: Neue intensive Freundschaften, den Mut zur eigenen Lebensgestaltung und Support. Mit Daniel spreche ich deshalb über die Beschäftigung mit der eigenen (migrantischen) Familienbiografie, die Suche nach Sprachlichkeit zwischen den Generationen sowie Schnittstellen zwischen rassistischen und queerfeindlichen Erfahrungen. Sorry 1000 für die Audioqualität dieses Mal - Daniel und ich sprachen wegen Corona mit Abstand und geöffnetem Fenster, das hat leider zu Einbußen im Sound geführt.
53 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Franziska (sie/ihr) und Mirjam (sie/ihr). Die beiden haben sich während der Pandemie online kennengelernt und zack! ineinander verliebt. Die geschlossenen Grenzen zwischen Deutschland und der Schweiz verhindern ihr erstes Date aber für eine ganze Weile. ⠀ Es folgen: Geheime Telefonate, Herzklopfen im heimischen Dachzimmer und das Coming Out bei der Familie. Fest steht aber auch: Franziska wird für ein Jahr nach Schleswig-Holstein ziehen, 1000 Kilometer weg von Mirjam. ⠀ Mit Franziska und Mirjam spreche ich über Ihre Liebe zwischen zwei Dörfern, wie sie ihre Fernbeziehung entgegen aller Hürden gestalten und welche Regeln sie vor Ort in Schleswig-Holstein mit ihrer Beziehung infrage stellen. Dazu vorab eine Anmerkung: Das Interview mit Franziska und Mirjam habe ich im Mai 2021 geführt, seitdem haben sich die Corona-Regeln verändert. Bitte informiere dich bei anstehenden Reisen oder Ähnlichem über die jeweils aktuell geltenden Corona-Bestimmungen.
56 Minuten
Live vom Niedermarkt in Döbeln: Abschlusskundgebung zur Wanderausstellung "Mittendrin" über queeres Leben im ländlichen Sachsen Solche Leute gibt es hier nicht? Doch. Am 02. Juli fand die Abschlusskundgebung im Rahmen der Wanderausstellung „Mittendrin“ über queeres Leben im ländlichen Sachsen statt. Dafür traf ich mich unter anderem mit Steve und Leon, die Einblicke in ihr queeres Leben vor Ort im Rahmen der Ausstellung teilen und mit Manuela und Henry vom Orga-Team der Ausstellung. Gemeinsam gehen wir auf dem Niedermarkt in Döbeln konkret der Frage nach, wie queeres Leben gerade im politisch brisanten Klima vor Ort sichtbar, aber auch sicher gemacht werden kann. Mit den vier Menschen rede ich deshalb über Schneeballeffekte ihrer Coming Outs, welche Rolle örtliche Organisationen für queere Anlaufpunkte spielen und über Schulterschlüsse im Alltag. Alle Interviews und Termine zur Wanderausstellung findet ihr unter www.queeres-sachsen.de. Hier findet ihr die in der Folge angesprochenen Beratungsangeboten des RosaLinde Leipzig e.V. (https://www.rosalinde-leipzig.de/de/beratung/queer-durch-sachsen/), des Different People e.V. in Chemnitz (https://www.different-people.de/beratung) und des Gerede e.V. in Dresden (https://www.gerede-dresden.de/index.php/beratung.html) Ein Hinweis noch vorab: So viel es auch über Aufbau und Support in dieser Folge geht, Steve und Leon berichten auch von queer- und trans*freindlichen Erfahrungen aus ihrem Leben. Vielen Dank an alle Beteiligten und den technischen Support durch das Treibhaus! Anmerkung: Leon lebt mittlerweile mit dem Namen Ocean (keine Pronomen). Für Ocean ist es in Ordnung, dass die Folge weiterhin ausgestrahlt wird.
56 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Joachim (Pronomen: er). In seiner Jugend in Tagusens in Südtirol hat er viel Rückhalt in verschiedenen Gruppen gefunden und früh seine Freude daran entdeckt, im Bühnenlicht zu stehen. Und doch gab es rund um sein Coming Out auch Momente des Alleinseins, auch, weil sein Weg zu seinem queeren Selbst mit inneren Hürden verbunden war. Mit Joachim rede ich deshalb den großen Wunsch nach Zugehörigkeit, den Prozess, das eigene Ich benennen zu können und wie er im Fernsehen queere Impulse setzte, die er sich selbst als Kind gewünscht hatte.
58 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Isabelle (Pronomen: sie). Isabelle ist in Rednitzhembach in Franken groß geworden und ist bisexuell. Seit Isabelle 15 Jahre alt ist, hat sie einen Partner, den sie über alles liebt. Diese Partnerschaft hat Isabelle in ihrem Queersein einerseits beflügelt und gleichzeitig auch aufgrund von gesellschaftlichen Annahmen gebremst. Mit Isabelle spreche ich deshalb über queere Identitätsfindung zwischen eigenem Anspruch und Zuschreibungen von außen, den nicht-existenten Bisexuellen-Führerschein und warum sie demnächst heiraten wird.
53 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Malte (Pronomen: er). Malte wohnt im 440 Einwohner*innen großen Neuland in Niedersachsen und kümmert sich dort um über 300 Kühe. Denn Malte ist Herdsman mit Herzblut und nicht nur deswegen mit seiner Region verwurzelt. Als Malte sein Coming Out hatte stieß er bei seiner Familie und seinen Freund*innen auf viel Akzeptanz und Support. Mit Malte spreche ich bei einem Stück Kuchen über das Leben mit drei Generationen in einem Haus, queere Landwirt*innen und warum er sein Coming Out vollzog, als seine Familie gerade den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb aufgeben musste.
55 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Bianca und Fabian. Beide haben sowohl einander als auch ein Stück sich selbst in der Kirchengemeinde in Laucha in Sachsen-Anhalt kennengelernt. Denn Dank der Pfarrerin der Gemeinde und anderen Menschen fanden Bianca und Fabian einen Ort, an dem sie ihr Queersein bereits in jungen Jahren nicht nur für sich finden, sondern auch leben konnten. Mit Bianca und Fabian rede ich deshalb über Kirche als Ort gelebter Akzeptanz, eine sehr engagierte Gemeinde, Pfadfinder*innen und Fabians Hochzeit als erste gleichgeschlechtliche kirchliche Trauung in Laucha.
5 Minuten
"Wir, das ist die Initiative Postmigrantisches Radio, möchten einen Teil dazu beitragen, das Gedenken und Erinnern an die Menschen, die beim Terroranschlag in Hanau am 19. Februar ums Leben kamen, für alle Menschen möglich sein kann und nicht vergessen wird. Wir möchten auch dazu beitragen, dass die Wünsche und die politischen Forderungen der Angehörigen und Betroffenen erfüllt werden. Dafür haben wir einen Radiobeitrag zusammengestellt, mit dem wir erinnern wollen, dass der 19. Februar kein normaler Tag für die meisten Menschen in Deutschland mehr sein wird. Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich über das Medium des Radios kritisch mit Herrschafts- und Machtstrukturen der weißen Mehrheitsgesellschaft auseinander setzt. Wir bezeichnen uns als postmigrantisch, migrantisch, queer, kanackisch, BPOC und repräsentieren all das, wovor die AFD und Horst Seehofer Angst haben. Wir sind die Gesellschaft der Vielen, die die Differenz zum Ausgangspunkt unseres Schaffens macht und diese Unterschiede im Radio über Diskurs, Politik, Musik und Pop-Kultur zum Thema machen will. Der Beitrag soll im Rahmen unsere derzeitigen Möglichkeiten ein Teil dazu leisten, das Erinnern an Hanau bundesweit zum Thema zu machen und daran zu erinnern, dass wir alle dafür verantwortlich sind, dass es kein weiteres Hanau geben wird."

Milena | Gey

57 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Milena. Milena ist in Gey in Nordrhein-Westfalen großgeworden, auch wenn sich Milenas Outing ein bisschen in zwei Welten spaltete: Während Milena queere Erfahrungen in der Großstadt gemacht hat, dauerte es etwas, bis Milena das "Queere Ich" auch auf das "Dorf Ich" übertragen konnte. Mit Milena spreche ich deshalb über Notlügen um nach Köln fahren zu können, wie Milena sich später den eigenen Coming-Out-Prozess zurück eroberte und über Parallelen zwischen Queersein und Milenas Autismusdiagnose.
59 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Christian (Pronomen: er). Christians Familie wohnt seit Generationen in Templin in der Uckermark und auch er gedenkt das nicht zu ändern. Als Lokalpolitiker mit Herzblut setzt er sich für ein queerfreundliches Templin ein und ist dafür stadtbekannt. Seit sich Christian auch verstärkt für Geflüchtete vor Ort einsetzt, gibt es aber auch Gegenwind. Mit Christian spreche ich deshalb über sein Outing durch die Familiengenerationen, sein Leben und Engagement im öffentlichen und medialen Fokus und wie sich seine Liebe für Templin durch sein Leben zieht. Danke für dein wichtiges Engagement, Christian und die Einschränkungen, die du dafür in Kauf nimmst. Dafür von mir vorab eine Anmerkung: Christian hat richtig krasse Reaktionen und auch homophobe Bemerkungen für sein Engagement erhalten. Christian spricht außerdem einmal über Suizidgedanken einer queeren Person.
55 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Liam (Pronomen: Keines bzw. Liam). Liam ist in einem Dorf im Leipziger Land groß geworden, in welchem rechtes Gedankengut und Strukturen sehr dominant waren, bis in Liams Familie hinein. Liam hat deshalb mehrere Brüche mit der eigenen Familie durch gemacht: persönlich, emotional und politisch. Mit Liam rede ich deshalb darüber, was Liam alles in Kauf genommen hat, um dem Dorf den Rücken zu kehren, wie sich die Brüche in Liams Leben bis heute bemerkbar machen und über Nazis. Falls ihr Fragen zu Liams Interviewprojekt habt, schreibt mir und ich connecte euch. Dafür von mir vorab zwei Anmerkungen: Ich traf mich mit Liam im Park, mit unter sind Wind und die letzten landenden Flugzeuge in Tegel zu hören. Und mir ging das Interview mit Liam sehr nah, wenn du gerade nicht so gut mit Familienkonflikten umgehen kannst, hör doch vielleicht eine andere Folge und diese Folge später.