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  3. Elektroautomobil | Der Podcast zur Elektromobilität Podcast

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32 Minuten
Nur 0,6 Prozent von 169 untersuchten europäischen Industrieunternehmen sind direkt mit Schlüssellieferanten für Permanentmagnete aus China verbunden. Das klingt nach wenig, doch wer tiefer in die Lieferkette schaut, kommt auf ein anderes Ergebnis: Mit jeder Zwischenstufe von Lieferant zu Unterlieferant erhöht sich die Abhängigkeit. So sind es in der vierten Stufe bereits 78 Prozent. Das zeigt die Studie „Magnetic West" des Wiener Lieferkettenspezialisten Prewave.

Die Magnete stecken in rund 80 Prozent der Antriebsmotoren von Elektroautos und in den Generatoren großer Windkraftanlagen. Die nötigen seltenen Erden sind gar nicht selten, doch rund 90 Prozent ihrer Raffination finden in China statt. Die Elektromobilität macht Europa unabhängiger vom Öl und schafft dabei womöglich eine neue Abhängigkeit. Wie akut das ist, zeigt ein Datum: Am 10. November endet die einjährige Aussetzung der chinesischen Exportkontrollen für seltene Erden.

Zu Gast ist Harald Nitschinger, Mitgründer und Co-CEO von Prewave. Durch die Folge führen Marcus Zacher und Valentin Buss.
37 Minuten
„Schaut euch einmal im Umkreis von einem Meter um.“ Svenja Müller sagt das über Technik, die kaum jemand kennt und fast jeder täglich nutzt: Steckverbinder, Kontakte und Leitungen. Im Elektroauto befinden sich solche Bauteile überall – u. a. in der Batterie, auf dem Weg zum E-Motor oder an der Ladedose.

Mit dem Hochvolt-Antrieb sind diese Bauteile in neue Dimensionen gewachsen: Statt weniger Quadratmillimeter Leitungsquerschnitt sind es heute über 200. Gleichzeitig setzen bestimmte Standards Grenzen: So ist der Durchmesser der Pins im CCS-Stecker auf acht Millimeter festgelegt – und wer daran rüttelt, müsste die gesamte Ladeinfrastruktur austauschen. Dazu kommen Fragen, auf die es noch keine belastbaren Antworten gibt – etwa, wie eine Ladedose über ein langes Autoleben altert.

Zu Gast sind Dr. Svenja Müller, Director Product Management E-Mobility bei TE Connectivity für Europa und Indien, und Dr. Marcella Oberst, die bei TE die Entwicklung von Zellkontaktiersystemen leitet.
32 Minuten
„Das Reichweitenproblem war bestenfalls am Anfang eins – vielleicht intellektuell." Martin Hofmann sagt das über eine Busflotte, die seit zehn Jahren elektrisch über das Vorfeld rollt. Rund 80 Kilometer legt ein Bus am Tag zurück, und die Ladepausen ergeben sich aus dem Betrieb ganz von selbst: Nach der morgendlichen Abflugwelle bricht die Auftragsspitze zusammen, dann wird nachgeladen.

Angefangen hat alles 2013 im Schaufenster Elektromobilität – damals teilweise noch mit Bleisäurebatterien, weil Lithium-Akkus schlicht noch zu teuer waren. Heute laufen Passagier-, Gepäck- und Frachttransport am Flughafen Stuttgart zu 100 Prozent batterieelektrisch. Selbst ein erster Tankwagen für die Flugzeugbetankung fährt elektrisch und lädt, während das Kerosin fließt. Bis 2030 soll die gesamte Vorfeldflotte emissionsfrei sein.

Zu Gast ist Martin Hofmann, Leiter Fuhrparkmanagement der Ground-Handling-Flotte am Flughafen Stuttgart.
39 Minuten
„Nicht die Elektromobilität hat die Automobilkrise ausgelöst." Für Achim Kampker liegt das Problem an einer anderen Stelle: Deutschland ist zu langsam und zu wenig produktiv. Die Batterie ist für ihn nur das Fallbeispiel – symptomatisch für den gesamten Industriestandort.

Gegensteuern soll ein Forschungscluster dort, wo jahrzehntelang Braunkohle gefördert wurde. FastBat, angesiedelt im Rheinischen Revier, ist mit 50 Millionen Euro und drei Jahren Laufzeit ausgestattet. Dadurch sollen rund 300 Arbeitsplätze entstehen. Der Ansatz zielt bewusst nicht auf die nächste Gigafactory, sondern auf maßgeschneiderte Zellen für Nischen, beispielsweise Drohnen, Medizintechnik, stationäre Speicher oder Dual-Use-Anwendungen.

Zu Gast ist Prof. Dr. Achim Kampker, Leiter des Lehrstuhls Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen und Koordinator von FastBat.
38 Minuten
Kevlar im Mantel, Stahlseile im Geflecht – gegen Kupferdiebe half beides nichts. „Was ich mit der Säge nicht durchbekomme, schaffe ich mit dem Winkelschleifer", fasst Sebastian Goß die ernüchternde Erkenntnis zusammen.

Die Antwort von Leoni Cable Solutions (auch: Leoni LCS) liegt deshalb woanders: in einem gekühlten Kabel, das nur noch ein Fünftel der Kupfermenge enthält – rund zehn Euro Schrottwert auf fünf Meter. Doch das ist nur einer von mehreren Entwicklungssträngen. Während die Ladeleistungen bei Pkw auf 400 kW und mehr klettern und beim Lkw das Megawattladen anläuft, gerät ausgerechnet das unscheinbarste Bauteil der Ladesäule an seine physikalischen Grenzen.
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Über diesen Podcast

Das ist der offizielle Podcast zu Elektroautomobil, dem Magazin für Elektromobilität. Valentin Buss und Marcus Zacher erklären und diskutieren zusammen mit ihren Gästen Themen und Technik rund um Elektroautos und Elektromobilität. Elektroautomobil, der Podcast, erscheint alle zwei Wochen. Jetzt abonnieren und keine neue Folge mehr verpassen!
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