Fokus Frieden Archiv
61 Episoden
1 Stunde 18 Minuten
Zu Beginn der zweiten Staffel von Fokus Frieden setzen wir uns mit dem Thema "konstruktiver Journalismus" auseinander. Wir sprechen darüber, was konstruktiver Journalismus überhaupt ist, welche Frieden-fördernden Auswirkungen er haben kann, warum er heutzutage mehr denn je auf positive Resonanz stößt und welchen Einfluss soziale Medien auf unsere Nachrichtenwahrnehmung haben. Um dieses Berichterstattungsmuster aus der Perspektive der Journalistin, der Wissenschaftlerin und des Redakteurs zu beleuchten, haben wir gleich drei Personen eingeladen:
Mit dabei sind die Auslandskorrespondentin Simone Schlindwein, die für die Tageszeitung taz zu Themen wie Autoritarismus, Konflikten oder den Rechten von queeren Menschen in ostafrikanischen Ländern berichtet, Julia Steinigeweg, die zu konstruktivem Journalismus an der Universität Münster promoviert hat sowie der verantwortender Redakteur der interdisziplinären Wissenschaftszeitschrift Wissenschaft und Frieden, David Scheuing.
Mit dabei sind die Auslandskorrespondentin Simone Schlindwein, die für die Tageszeitung taz zu Themen wie Autoritarismus, Konflikten oder den Rechten von queeren Menschen in ostafrikanischen Ländern berichtet, Julia Steinigeweg, die zu konstruktivem Journalismus an der Universität Münster promoviert hat sowie der verantwortender Redakteur der interdisziplinären Wissenschaftszeitschrift Wissenschaft und Frieden, David Scheuing.
41 Minuten
Promotion ist nicht gleich Promotion. Die Rahmenbedingungen variieren von Fachbereich zu Fachbereich und hängen von vielen Faktoren ab. In dieser Abschlussfolge der ersten Staffel Fokus Frieden gibt unsere Co-Host und frisch gebackene (Dr.) Rebecca Froese Einblicke in ihre ganz persönliche Reise. Dabei schlägt sie den Bogen von praktischen Herausforderungen wie der COVID-19-Pandemie und der Finanzierung ihres Forschungsprojekts, bis hin zu persönlichen Erfahrungen aus der Feldforschung.
In ihrer kumulativen Promotion hat sie sich mit gesellschaftlichem Zusammenhalt sowie ökologischen und sozialen Kipppunkten im südwestlichen Amazonas-Gebiet auseinandergesetzt. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Beziehung vom Menschen zur Natur, traditionelle Lebensformen und die verschiedenen Formen von Extraktivismus im Amazonas-Gebiet und daraus entstehende Konfliktdynamiken. Darüber hinaus spricht sie über ihre Rolle als weiße Wissenschaftlerin aus dem globalen Norden sowie Objektivität und den Nutzen von Wissenschaft.
In ihrer kumulativen Promotion hat sie sich mit gesellschaftlichem Zusammenhalt sowie ökologischen und sozialen Kipppunkten im südwestlichen Amazonas-Gebiet auseinandergesetzt. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Beziehung vom Menschen zur Natur, traditionelle Lebensformen und die verschiedenen Formen von Extraktivismus im Amazonas-Gebiet und daraus entstehende Konfliktdynamiken. Darüber hinaus spricht sie über ihre Rolle als weiße Wissenschaftlerin aus dem globalen Norden sowie Objektivität und den Nutzen von Wissenschaft.
45 Minuten
Organisierte Kriminalität unterwandert den demokratischen Rechtsstaat und agiert in international verzweigten Netzwerken. Dennoch wird das Phänomen politisch oftmals unterschätzt, da oft unklar ist, was bereits als organisierte Kriminalität zählt. Angefangen beim bandenmäßigem Betrug, über den Schmuggel von Drogen, bis hin zu illegalem Waffenhandel umfasst die organisierte Kriminalität eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Deliktfelder, deren Routen auch nicht selten miteinander verwoben sind.
Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Regine Schönenberg sprechen wir über verschiedene Aspekte organisierter Kriminalität speziell in Amazonien, aber auch darüber hinaus und beleuchten die Geschäfte von Drogenkartellen und kriminellen Netzwerken.
Gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Regine Schönenberg sprechen wir über verschiedene Aspekte organisierter Kriminalität speziell in Amazonien, aber auch darüber hinaus und beleuchten die Geschäfte von Drogenkartellen und kriminellen Netzwerken.
40 Minuten
Nach welchen geschriebenen oder ungeschriebenen „Regeln“ führen wir romantische Beziehungen, was erwarten wir von unseren Partner*innen und wie möchten wir uns selber ausleben? Dass romantische Beziehungen nicht nach dem Schema F ablaufen müssen und wir unsere Beziehung selber so gestalten können wie wir dies möchten, wollen wir in dieser Folge beleuchten. Daneben soll diese Episode auch dazu dienen, Queerness Sichtbarkeit zu verleihen und über Begrifflichkeiten in diesem Zusammenhang aufzuklären.
Über diese Themen sprechen wir in dieser Folge mit Jana Sine. Jana ist Konflikttrainer*in und gibt Workshops zur Entstehung unserer Sexualität. Erreichen könnt ihr Jana über Instagram (@pineapplequeen2punkt0) oder per Mail (jana.sine@posteo.de).
Über diese Themen sprechen wir in dieser Folge mit Jana Sine. Jana ist Konflikttrainer*in und gibt Workshops zur Entstehung unserer Sexualität. Erreichen könnt ihr Jana über Instagram (@pineapplequeen2punkt0) oder per Mail (jana.sine@posteo.de).
32 Minuten
Die 27. Weltklimakonferenz ist vorbei. Die einen sprechen von einem historischen Durchbruch, bei den anderen überwiegt der Frust über viel Stillstand: Die zweiwöchige Klimakonferenz in Ägypten hat im Kampf gegen die drohenden Klimakatastrophe nur bei den Finanzhilfen für ärmere Staaten einen echten Fortschritt gebracht. Bei der dringend notwendigen Senkung von klimaschädlichen Treibhausgasen kamen die knapp 200 teilnehmenden Staaten allerdings nicht voran. Der neue Klimatopf soll Schäden und Verluste abfedern – etwa immer häufigere Dürren, Überschwemmungen und Stürme, aber auch den steigende Meeresspiegel und Wüstenbildung. Damit sollen Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden für besonders stark betroffene Regionen, in denen Anpassung an den Klimawandel schon nicht mehr möglich ist.
Wieso kommen die Klimaverhandlungen nur so schleppend voran? Wie haben es die kleineren und weniger mächtigen Länder trotzdem geschafft, das Thema eines Topfes für Schäden und Verluste auf die Agenda der Konferenz zu setzen und was genau hat es damit auf sich? Über diese und weitere Fragen sprechen wir heute mit Carola Klöck. Sie ist Professorin für Politikwissenschaften an der französischen Universität Sciences Po in Paris. Carola hat die Klimaverhandlungen in Sharm El-Sheikh begleitet.
Wieso kommen die Klimaverhandlungen nur so schleppend voran? Wie haben es die kleineren und weniger mächtigen Länder trotzdem geschafft, das Thema eines Topfes für Schäden und Verluste auf die Agenda der Konferenz zu setzen und was genau hat es damit auf sich? Über diese und weitere Fragen sprechen wir heute mit Carola Klöck. Sie ist Professorin für Politikwissenschaften an der französischen Universität Sciences Po in Paris. Carola hat die Klimaverhandlungen in Sharm El-Sheikh begleitet.
37 Minuten
Machtlos – so erscheinen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) angesichts von Kriegen und dem Einsatz massiver Waffen gegen die Zivilbevölkerung, wie beispielsweise im Krieg Russlands gegen die Ukraine. In der ‚Realpolitik‘ scheint anderes gefragt zu sein, als NGOs mit ihren Visionen von einer besseren Welt. Dem Zerstörungswillen und Machthunger von Staaten können sie scheinbar wenig entgegensetzen. Sind NGOs aber generell machtlos im Angesicht von Kriegen, gewaltsamen Konflikten, und Gewalt? Was sagt die Forschung zur Rolle von NGOs im Politikfeld Frieden und Sicherheit? Welche Funktionen können NGOs übernehmen? Wie können sie Menschen schützen und ihnen helfen? Was sind ihre Möglichkeiten aber auch ihre Grenzen? Diese Fragen stellen wir in dieser Episode Dr. Charlotte Dany, Geschäftsführerin der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, die sich in ihrer Forschung insbesondere mit der Rolle von NGOs in internationalen Beziehungen beschäftigt.
46 Minuten
Guatemala ist ein Land, das nur sporadisch in deutschen Mainstreammedien vertreten ist. Daher ist das Land uns seine aktuelle Situation für viele Menschen im deutschsprachigen Raum eher unbekannt. Guatemala ist ein wunderschönes mit einer atemberaubenden Natur und einer großen Vielfalt an indigenen Gemeinschaften. Jedoch haben steigende Ungleichheit und Korruption sowie einige weitere Faktoren das Land und die Bevölkerung im Griff. Doch wie kam es zu dieser Lage? In dieser Folge wollen wir uns die Geschichte Guatemalas und die vielen Veränderungen und Umbrüche der letzten Jahrzehnte einmal genauer anschauen. Welche Prozesse haben in den letzten 70 Jahren stattgefunden und welche Rolle spielt der Kolonialismus und das ILO 169 Abkommen dabei?
Über diese und weitere Fragen sprechen wir in dieser Folge mit der Politikwissenschaftlerin Claudia Pinzon von der Freien Universität Berlin.
Über diese und weitere Fragen sprechen wir in dieser Folge mit der Politikwissenschaftlerin Claudia Pinzon von der Freien Universität Berlin.
49 Minuten
„I am Collage“ - diese Selbstbeschreibung der ukrainischen Künstlerin Elis Prostotak spricht Bände. Die visuelle Philosophin arbeitet mit Schmerz und seiner Wahrnehmung im Körper als etwas Bedrohliches wie auch Schönes. In dieser Schwebe sprechen wir mit Elis über marginale Schönheit, das Wiederfinden von Strukturen in Körpern und Natur und stellen fest, dass wir niemals nur Opfer der Geschichte, sondern immer auch Akteure der Veränderung sein können.
Besonders freuen wir uns auch, dass die rheinland-pfälzische Kulturministerin Katharina Binz zum Abschluss dieser dreiteiligen Miniserie bereit war, mit uns ein Interview zum Kultursommer zu führen.
Hier findet ihr alle Infos zur Animation #ukrwarbody von Elis Prostotak im Lichthoftheater. Auch lohnt es sich dem #ukrwarbody oder auch Elis auf Instagram zu folgen
Das ganze Programm des Kultursommers findet ihr hier.
Besonders freuen wir uns auch, dass die rheinland-pfälzische Kulturministerin Katharina Binz zum Abschluss dieser dreiteiligen Miniserie bereit war, mit uns ein Interview zum Kultursommer zu führen.
Hier findet ihr alle Infos zur Animation #ukrwarbody von Elis Prostotak im Lichthoftheater. Auch lohnt es sich dem #ukrwarbody oder auch Elis auf Instagram zu folgen
Das ganze Programm des Kultursommers findet ihr hier.
40 Minuten
Klassische Musik – Musik von und für „die Massen“ oder eher von und für eine kleine privilegierte Elite? Inspiriert von der künstlerischen Arbeit mit jungen Menschen, die ebenfalls „Bock auf Abgefahrenes“ haben reflektiert Daniel Bucurescu, was künstlerisch kreative Arbeit tatsächlich auch sein kann – Arte.Preneurship - Gesellschafts-gestalterisch. Immer auf der Suche nach neuen transdisziplinären Anknüpfungspunkten jongliert der Pianist und Performance Künstler zwischen Konzeption, Organisation, Dramaturgie und Performance und versucht dabei zu reflektieren, neu zu gestalten und zu denken, was er in seiner klassischen Pianistenausbildung gelernt hat. Durch das stART.up-Programm der Claussen-Simon Stiftung künstlerisch an seine Grenzen gebracht und dadurch aus seiner eigenen Komfortzone herausgelockt, begnügt er sich nicht mehr nur mit Konzerten in den großen Konzertsälen. Stattdessen begibt er sich mit jungen Menschen in co-kreative Prozesse mit ungewissen, überraschenden und stets großartigen gesellschafts-gestalterischen Ergebnissen. Mit uns spricht er über seine aktuellen Projekte und sein Ziel, jene künstlerische Funken aktiv an Menschenweiterzugeben, die auch er während seiner bisherigen Schaffenszeit so zahlreich empfangen durfte.
In der Folge genannte Websites:
Daniel's Website: https://www.danielbucurescu.com
Daniel's Instagram: https://www.instagram.com/d4niel_bvcvr3scv/
Multimedia Komposition: https://www.aliciareyes.net
Claussen-Simon Stiftung: https://www.claussen-simon-stiftung.de/de/
Sara Ezzell, Choreografin in Projekt .M: https://bundesjugendballett.de/d/_bio/_ezzell.html
Xiao Fu, Komponistin in Projekt .M: https://www.hfmt-hamburg.de/die-hfmt/personen/?tx_hfmtdb_user%5Buser%5D=1808493803&tx_hfmtdb_user%5Baction%5D=detail&tx_hfmtdb_user%5Bcontroller%5D=User&cHash=dcda3a266a89e728d0ecb8cbee6c2944
TONALi: https://www.tonali.de
In der Folge genannte Websites:
Daniel's Website: https://www.danielbucurescu.com
Daniel's Instagram: https://www.instagram.com/d4niel_bvcvr3scv/
Multimedia Komposition: https://www.aliciareyes.net
Claussen-Simon Stiftung: https://www.claussen-simon-stiftung.de/de/
Sara Ezzell, Choreografin in Projekt .M: https://bundesjugendballett.de/d/_bio/_ezzell.html
Xiao Fu, Komponistin in Projekt .M: https://www.hfmt-hamburg.de/die-hfmt/personen/?tx_hfmtdb_user%5Buser%5D=1808493803&tx_hfmtdb_user%5Baction%5D=detail&tx_hfmtdb_user%5Bcontroller%5D=User&cHash=dcda3a266a89e728d0ecb8cbee6c2944
TONALi: https://www.tonali.de
32 Minuten
Kunst ist etwas, das man in gut ausgeleuchteten Museen anschauen kann? Etwas, das man sich nach Feierabend gerne in klimatisierten Theatersälen und Konzerthäusern nach einem Glas Sekt zu Gemüte führt? Aber was passiert, wenn Kunst ausbricht aus diesen Räumen, die ihr zugewiesen werden und hineintritt in den öffentlichen Raum? Was, wenn wir uns ihr nicht mehr entziehen können und sie uns herausfordert, uns mit den drängenden Fragestellungen der Gegenwart zu beschäftigen? Welche Potentiale kann Kunst dann entfalten und wie kann sie Gesellschaft dadurch verändern? Über diese Fragen sprechen wir mit Sofia Ohmer im ersten Teil unserer Miniserie zu „Kultur und Frieden“ im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz.
Das Pre-Opening der Ausstellung findet im historischen Max-Slevogthof in Leinsweiler statt. Anschließend wandert die Ausstellung an den Untertorplatz in Landau (Deutsches Tor) und ist öffentlich zugänglich (Eintritt frei) vom 9.07 - 11.07, 17-21 Uhr. Die dazugehörige Filmpremiere Die neue Welt seit heute Morgen findet am 16.07 im Universumkino Landau (Königstraße 50) statt (Eintritt frei)
Das Pre-Opening der Ausstellung findet im historischen Max-Slevogthof in Leinsweiler statt. Anschließend wandert die Ausstellung an den Untertorplatz in Landau (Deutsches Tor) und ist öffentlich zugänglich (Eintritt frei) vom 9.07 - 11.07, 17-21 Uhr. Die dazugehörige Filmpremiere Die neue Welt seit heute Morgen findet am 16.07 im Universumkino Landau (Königstraße 50) statt (Eintritt frei)
41 Minuten
In einem Handy sind viele verschiedene Materialien und insbesondere Metalle verbaut. Das haben wir wohl schon fast alle einmal gehört. Wo diese Metalle aber genau herkommen, unter welchen Bedingungen sie produziert und transportiert werden und auf welchen Wegen sie dann zu uns in die Regale der Elektrofachmärkte gelangen, kann derzeit leider kaum jemand so genau nachvollziehen. Deswegen ist es auch so schwer, die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten Lieferkette zu überprüfen. Um dieses Problem anzugehen, tritt in Deutschland ab dem Jahr 2023 ein neues Gesetz in Kraft – das Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten – oder auch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.
Was genau braucht es also, um diese Lieferketten an all ihren Stationen tatsächlich nachhaltig zu gestalten? Wie können Umweltrisiken minimiert und Menschenrechtsverletzungen ausgeschlossen werden? Darüber sprechen wir in dieser Episode mit Dr. Svenja Schöneich und Inga Carry von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Weiterführende Infos:
Website des Research Network Sustainable Global Supply Chains
Artikel in der Freitag: Putin und das deutsche Windrad
Policy Brief: SWP-Aktuell Verantwortung in Lieferketten
Was genau braucht es also, um diese Lieferketten an all ihren Stationen tatsächlich nachhaltig zu gestalten? Wie können Umweltrisiken minimiert und Menschenrechtsverletzungen ausgeschlossen werden? Darüber sprechen wir in dieser Episode mit Dr. Svenja Schöneich und Inga Carry von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
Weiterführende Infos:
Website des Research Network Sustainable Global Supply Chains
Artikel in der Freitag: Putin und das deutsche Windrad
Policy Brief: SWP-Aktuell Verantwortung in Lieferketten
34 Minuten
Jede/r hat sicher schon einmal den Satz gesagt, gedacht oder gehört: "Heute kann ich noch ein Dessert essen, da ich morgen wieder Sport mache!" Die Notwendigkeit das Gefühl zu haben, sich oft wegen des eigenen Aussehens oder Gewichtes rechtfertigen zu müssen, scheint in unserer Gesellschaft tief verankert zu sein. Zunehmend erfahren Menschen, die nicht dem sogenannten gesellschaftlichen "Maßstab oder Ideal" des äußeren Erscheinungsbildes besitzen, Anfeindungen oder auch Diskriminierungen. Eine Bewegung aus dem englisch-sprachigen Raum hat sich zum Ziel gesetzt, für mehr Aufmerksamkeit gegen diese Diskriminierungen und für mehr Fettakzeptanz zu kämpfen. Fettakzeptanz ist die Anerkennung der Tatsache, dass Körper aller Formen und Größen, insbesondere größere, von Natur aus wertvoll sind. Die Befürworter dieser Bewegung setzen sich dafür ein, die Lebensqualität dicker Menschen zu verbessern und ihre Diskriminierung in Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Mode und der Beschäftigung zu bekämpfen. Aktivisten der Fat-Acceptance-Bewegung werden auch als Verfechter von "Fat Rights" oder "Fat Liberation" bezeichnet. Unser heutiger Gast, Anna Gass, bezeichnet sich selber als "Fat Activist". Mir ihr möchten wir heute über diese Themen sprechen.
34 Minuten
Der Sudan ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Sowohl innere als auch grenzüberschreitende Konflikte führen zu sozialen Spannungen und politischer Instabilität. Dem Staat fehlen die Ressourcen, um elementare Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung sowie Sanitäreinrichtungen ausreichend zur Verfügung zu stellen, ebenso sind Nahrungsmittel knapp. Durch Russland´s Krieg in der Ukraine ist es zum Einbruch der Getreideimporte in das Land gekommen. Dies heizt zusätzlich Proteste gegen die sich verschlechternde Wirtschaftslage und fehlende Bereitstellung von Nahrungsmitteln an. Bei Protesten Mitte März ist es erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Polizei gekommen. 187 Menschen sind dabei verletzt worden. Aber diese Proteste sind kein Einzelfall, seit Jahresbeginn ist es fast täglich zu Protesten gegen die regierende Militärjunta gekommen. Das Militär hatte am 25. Oktober geputscht und den paritätisch geführten, zivilmilitärischen Rat aufgelöst, der eine Übergangsregierung gebildet hatte. Dieser war nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Bashir eingesetzt worden und sollte eine für 2023 geplante Wahl vorbereiten. Doch wieso kam es zu dem Putsch? Welche Reaktionen lösen die Proteste und der Putsch auf internationaler Seite aus? Sind die geplanten Wahlen 2023 realisierbar? Über diese und weitere Fragen sprechen wir heute mit Dr. Gerrit Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
39 Minuten
Der letzte Freitag im Monat war dieses Mal ein schwarzer Tag für alle friedfertigen Menschen in Europa. #solidaritätmitukraine Diesen Ereignisse kam #FokusFrieden nicht hinterher. Daher geht es heute um etwas anderes. Im Jahr 2020 war das Thema Gender sehr präsent in Diskussionen rund um die Europäische Union (EU). Auch in der Diskussion um die Rolle der EU als globaler Akteur spielt das Thema Gender eine zentrale Rolle. Der EU Gender Action Plan stellt einen Fahrplan dar, um die Gleichstellung der Geschlechter durch die Außenpolitik auch außerhalb der europäischen Grenzen zu erreichen. Doch was bedeutet es, eine feministische Außen- und Sicherheitspolitik zu betreiben? Und warum ist sie wichtig? Über diese und weitere Fragen sprechen wir heute mit Miriam Mona Mukalazi. Miriam ist Doktorandin an der Heinreich-Heine Universität Düsseldorf. Sie ist Charlemagne Prize Fellow und Mitglied des Board of Trustees der internationalen NGO "woman engage for a common future".
41 Minuten
Wale sind Klimaschützer! Sie durchmischen Nährstoffe im Meer und fördern durch ihre Ausscheidungen das Wachstum von Phytoplankton, das über die Hälfte des weltweiten Sauerstoffs produziert. Ihre Körper dienen als riesige CO2-Speicher und sind nach ihrem Tod eine wertvolle Nahrungsquelle für das Leben in der Tiefsee. Zusätzlich nehmen die Meere 40% des CO2, also fast die Hälfte von dem was wir ausstoßen, auf. Das ist ungefähr vier Mal so viel wie der Amazonas Regenwald aufnimmt. Ebenso hat eine Studie aus dem Jahr 2010 gezeigt, dass bevor der industrielle Walfang losging zwischen 190.000 und 1,9 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr durch Wale und deren Ausscheidungen auf den Meeresboden gesunken und dort in Sedimenten gespeichert werden. Das entspricht einer Menge von 40.000 - 410.000 Autos, die man von den Straßen nehmen würde. Nun stellen wir uns die Frage: Könnte es also sein, dass Wale und Walschutz eine verlorene Gelegenheit sind, zum Klimaschutz beizutragen? Darüber sprechen wir mit Maike Scheffold vom Institut für Ökosysteme und Fischereiwissenschaften der Universität Hamburg.