Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv
621 Episoden
9 Minuten
Er war der erste, der's immer tat: Fritz Kreisler, der Wiener Charmeur mit dem gepflegten Schnurrbart und dem schlanken Ton. Kreisler gilt als erster Geiger, der ununterbrochen vibrierte. Doch die Vertreter der historischen Aufführungspraxis haben dem Vibrato den Kampf angesagt - allen voran Roger Norrington, der mit seinem RSO Stuttgart selbst die spätromantische Musik absolut vibratolos spielt. Bernhard Neuhoff erzählt die Geschichte einer Infektion.
9 Minuten
Mit 14 Jahren verlässt ein talentierter Junge seine Heimatstadt Florenz und geht nach Frankreich. Giovanni Battista Lulli heißt der Italiener, der das Glück hatte, als Tänzer, Geiger und Schauspieler an den Hof Ludwig XIV. zu kommen. Bald schon tanzt er mit dem jungen Ludwig Seite an Seite, der Ausgangspunkt für eine beispiellose Karriere am Hofe des Sonnenkönigs, die ihn in den Adelsstand hievte. Die Kompositionen von Lully, wie er sich bald französisch nannte, verbreiteten sich in ganz Europa. Wie war dieser Lully eigentlich? Unser ZOOM verrät es.
8 Minuten
Heute geht es um den sogenannten Teufelsgeiger Niccolò Paganini: Er sah für viele gruselig aus, und das war durchaus Absicht und Teil seiner Show. Und er konnte natürlich spielen wie kein Anderer. Einmal hat er ein Konzert nur auf einer Saite zu Ende spielen müssen. Die anderen waren gerissen. Zufall oder auch Teil der großen Paganini-Show? Unser ZOOM verrät es.
9 Minuten
Die Musikwelt ist - wie das Leben - voll von Schwierigkeiten, Ab- und Umwegen. Vor allem wenn es um die materielle Existenz geht, wird so manchem Musiker ein recht hohes Maß an Flexibilität abverlangt. So war zum Beispiel in den 1970er Jahren in den Straßen von New York ein Mann als Taxifahrer unterwegs, dessen Musik nicht nur in den Inner Circles des Musikbetriebs bereits sehr bekannt war. Allein die Angst vor dem materiellen Absturz hielt den Mann am Steuer seines Yellow Cab. Unser heutiges ZOOM erzählt von der wechselhaften Karriere eines weltberühmten amerikanischen Komponisten.
9 Minuten
Er bewunderte Mozart. So sehr, dass er sich nach ihm benannte: Ernst Theodor Amadeus, den man heute einfach als E.T.A. Hoffmann kennt. Als Schriftsteller hat Hoffmann seinen festen Platz in der Literaturgeschichte. Weitaus weniger bekannt wurden seine musikalischen Schöpfungen. Dabei sah Hoffmann sich selbst mehr als Komponist. Nach zahlreichen literarischen Erfolgen näherte sich Hoffmann gegen Ende seines Lebens immer mehr den Figuren und Stoffen seiner Fantasie an und verschwand geradezu hinter ihnen. Unser ZOOM zeichnet in einem düsteren Monolog die Seelennöte Hoffmanns zwischen kreativ-fantastischen Höhenflügen und realen Angstzuständen nach.
10 Minuten
Wer hat sich nicht schon einmal dazu verführen lassen, es den großen Komponisten gleich tun zu wollen, eilig zu Papier und Feder gegriffen und am Ende mit dem Gedanken geliebäugelt, es könne doch ein kleiner musikalischer Genius in ihm verborgen sein? Dass sich im Kreis der "Möchtegern-Mozarts" zuweilen auch Philosophen tummeln, zeigt sich am Beispiel Friedrich Nietzsches.1872 bat dieser den Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow, einen Blick auf seine soeben vollendete "Manfred-Meditation" für Klavier zu werfen. Die Antwort erfolgte prompt und schonungslos, wie unser ZOOM zu berichten weiß.
9 Minuten
Johann Sebastian Bach ist bekannt dafür, seine musikalischen Einfälle immer wieder verwertet zu haben. Berühmtestes Beispiel ist das Weihnachtsoratorium, dessen große Arien und Chöre fast ausschließlich aus früheren Werken Bachs stammen. Unser ZOOM erzählt von einem besonderen Reyclingprodukt des Komponisten.
10 Minuten
Johann Friedrich Reichardt war Musikschriftsteller und Komponist, vor allem seine seine Liedkompositionen sind bedeutend. Reichardt stammt aus Königsberg, wo er 1752 geboren wurde, er starb mit 73 Jahren in Giebichenstein bei Halle an der Saale. Im Laufe seines Lebens kam er weit herum in Deutschland und hatte Kontakt mit den führenden Köpfen seiner Zeit, ob Musiker, Maler, Dichter Philosophen oder Staatsmänner wie z.B. Friedrich dem Großen, in dessen Dienste er 1775 trat.
11 Minuten
Melancholie mag nicht jedermanns Sache sein, aber Melancholie war ein herausragendes Merkmal der Musik des elisabethanischen Zeitalters, und damit der Musik von John Dowland. Denn Dowland war derjenige Komponist, der den Klang dieser Zeit prägte: mit seinen Lautenliedern - gesungen oder eben als Werke für Laute solo. Doch selbst wenn Dowland der prägende Musiker war, hatte er sein Leben lang damit zu kämpfen, dass sein größter Wunsch nicht erfüllt wurde. Unser ZOOM berichtet über diese Leidensgeschichte.
9 Minuten
Ab 1703 arbeitete Antonio Vivaldi am Ospedale della Pietà. Aber weil sein Vertrag jährlich verlängert werden musste und das Verhältnis zu seinen Vorgesetzten nicht immer unproblematisch war, suchte er sich ein zweites Standbein, wurde Opernkomponist und Impresario. Durch diesen Beruf lernte er auch eine Frau kennen, die sein Leben maßgeblich beeinflussen sollte: Die Sängerin Anna Girò. Unser heutiges ZOOM berichtet von ihr.
3 Minuten
Ausgebildet am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium übernahm Maxim Emelyanychev mit 25 die Leitung des Originalklangensembles "Il pomodoro" und wurde 2019 Chef des Scottish Chamber Orchestra. Mit dem legt er nach Schuberts Großer C-Dur-Symphonie jetzt dessen Fünfte und die "Unvollendete" vor. Ein Erlebnis.
9 Minuten
Große Dramen gibt es nicht nur in der Fiktion der Opernbühne, auch der reale Alltag ist voller kleiner und großer Tragödien. Und so finden wir im Leben und Sterben manches Komponisten schicksalhafte Umstände, die in ihrer Verknüpfung aus Banalität und Unwahrscheinlichkeit seltsam und grotesk erscheinen. "César Franck und der Bus" lautet der Titel des heutigen ZOOMs, das an solch eine "Tragödie des Alltags" erinnert.
11 Minuten
Was wurde eigentlich aus Mozarts Kindern? Ja, und der alte Bach, hatte der nicht einen schwer erziehbaren Sohn? Schwarze Schafe gibt es in den besten Familien. Selbst in denen von Jahrhundertkomponisten. Nun, es ist ja auch nicht gerade einfach, als Kind eines Genies zu reüssieren, denn ein prominenter Name kann durchaus auch zur Last werden. Aber erklärt dies wirklich jedes Verhalten? Künstler und ihr Nachwuchs. Unser ZOOM berichtet darüber.
13 Minuten
Typisch für die Küche im Norden Italiens ist ein Risotto. Der Reis, der in der Poebene angebaut wird, ist die Grundlage dieses Essens, das in verschiedenen Variationen auf die Teller kommt. Eine der schlichtesten davon ist der Risotto alla Milanese, auf Mailänder Art. Und eines der besten Rezepte dafür stammt aus der Feder von Giuseppe Verdi, dem heimlichen Risottokönig.
9 Minuten
Wie sehr Wolfgang Amadeus Mozart das Hammerklavier schätzte - er komponierte nämlich nicht für einen Steinway - erzählt unser heutiges ZOOM.