Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv
621 Episoden
7 Minuten
Bitterste Armut und Depression plagen den einstigen Gründer der Russischen Nationalen Schule, dem mächtigen Häuflein, Mili Balakirew. Er ist gezwungen, in der Eisenbahnverwaltung zu arbeiten. Dabei sind ihm neue Werke zu schreiben und das russische Wort in der Musik zu verkörpern sein großes Ziel.
7 Minuten
Gäbe es Literatur ohne Musik und Musik ohne literarische Einflüsse? Auch wenn es seltsam erscheinen mag: Auch Romane können einen "Soundtrack" haben. Markus Vanhoefer hat sich auf die Spuren Thomas Manns begeben und ist in einem oberbayerischen Landhaus auf ein erstaunliches Klangereignis gestoßen.
8 Minuten
"Ein Texaner, der Russland eroberte" - mit diesem Titelbild erschien die Times im Mai 1958. Einen Monat vorher gewann der amerikanische Pianist Van Cliburn bei dem ersten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau den ersten Preis. Mitten im Kalten Krieg eroberte Van Cliburn die russischen Herzen. Julia Smilga erzählt von einem Pianisten, der vor 53 Jahren mit seiner Kunst zwei politische Systeme kurz einander näher brachte.
6 Minuten
Franz Liszts Transkriptionen zu Paganinis Solo-Capricen für Violine zählen unter Pianisten zum Virtuosesten, was das Klavier-Repertoire zu bieten hat. Liszt hatte den Teufelsgeiger zum ersten Mal 1832 bei einem Konzert in Paris erlebt und war hin und weg von dessen dämonischer Wirkung. Niccolò Paganini galt Liszt fortan als großes Vorbild.
7 Minuten
Joseph de Bologne Chevalier de Saint-George war ein Zeitgenosse Mozarts, dem manche schon zu Lebzeiten den Ehrentitel "der schwarze Mozart" verliehen haben. Er war französischer Mulatte, Fechtmeister, Ritter, Komponist und Violin-Virtuose - ein richtig aufregendes Leben.
7 Minuten
Seine Söhne bereiten Johann Sebastian Bach viele Sorgen: Wilhelm Friedemann versuchte eine Karriere als freier Musiker, Gottfried Heinrich hatte eine Lernschwäche und brauchte Privatunterricht. Am meisten aber brachte ihn sein Sohn Johann Gottfried Bernhard um den Schlaf - besonders als dieser 1739 spurlos verschwand.
6 Minuten
Wegen seiner ungewöhnlichen musikalischen Begabung gaben Vivaldis Eltern den Knaben in die Obhut der Kirche. Dort wurde sein Talent zwar gefördert, am Ende aber wurde Vivaldi zum Priester geweiht. Aber wurde er damit glücklich? Monika Muschler weiß mehr über die Karriere des "roten Priester".
7 Minuten
Genies, so es denn überhaupt noch welche gibt, haben in der Regel die Eigenschaft, nicht mit anderen Genies zu kommunizieren. Das ist so bei Genies! Bisweilen jedoch gibt es Ausnahmen. In den Jahren 1783 bis 1787 gab es in Wien regelmäßig Treffen von Musikern, wie sie in der Zusammensetzung unglaublicher nicht hätten sein können. Es trafen sich zum gemeinsamen Musizieren die Herren Joseph Haydn, Carl Ditters von Dittersdorf, Johann Baptist Vanhal und Wolfgang Amadeus Mozart. Bei einem dieser Nachmittage sorgte der Besuch des Italieners Giovanni Paisiello für einige Verwirrung unter den Komponisten. Ein ZOOM von Wolfgang Antesberger.
8 Minuten
Das Privatleben von berühmten Komponisten interessierte die Menschen früher genauso wie sich heute viele für das Leben der Film- oder Popstars begeistern. Auch Henry Purcell sorgte für jede Menge Klatsch und Tratsch - und zwar durch seiner Ehefrau. Sylvia Schreiber hat einen Blick in das Jahr 1689 geworfen.
5 Minuten
Carl Maria von Weber wurde durch die undurchsichtigen finanziellen Aktivitäten seines Vaters immer wieder in missliche Lagen, und einmal sogar ins Untersuchungsgefängnis gebracht - eine schmerzhafte Episode im Leben eines hochgeschätzten Komponisten.
6 Minuten
Die Musikwelt ist - wie das Leben - voll von Schwierigkeiten, Hindernissen, Ab- und Umwegen. So war zum Beispiel in den 1970er Jahren in den Straßen von New York ein Mann als Taxifahrer unterwegs, dessen Musik nicht nur in den Inner Circles des Musikbetriebs bereits sehr bekannt war: Der Komponist Philipp Glass. Markus Vanhoefer erzählt im heutigen ZOOM von der wechselhaften Karriere eines weltberühmten amerikanischen Komponisten.
7 Minuten
Sie gehört zu den schillerndsten Musikerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts: die Pianistin Maria Theresia von Paradis. Trotz ihrer Blindheit erreichte sie auf dem Instrument eine bemerkenswerte Virtuosität, die sie durch die Behandlung ihres Arztes beinahe verloren hätte.
5 Minuten
Im Jahr 1823 hatten die Münchner seit fünf Jahren ein neues Theater. Das Hof- und Nationaltheater zählte zu den größten Häusern Europas, übertraf sogar das Pariser Odeon. Die "erste und schönste Zierde der Königsstadt" bot 2400 Zuschauern Platz, hatte neueste Bühnentechnik und sogar eine Sprinkleranlage, wie sie bislang kein Theater aufzuweisen hatte. Doch dann brannte das Theater doch, wie Martin Fogt in seinem Beitrag für die Reihe "Zoom" erzählt.
7 Minuten
Wie alle Musiker unterhielt sich auch Haydn gerne über seine Kollegen. So traf er sich in London mit dem Geiger und Musikimpresario Johann Peter Salomon und diskutierte über den italienischen Kontrabassisten Domenico Dragonetti, der mit seiner Virtuosität in ganz Europa Furore machte.
8 Minuten
Als am 24. Dezember 1781 der in England ansässige Tastenvirtuose Muzio Clementi einer Einladung Kaiser Josephs II. nach Wien Folge leistete, wusste er nicht, welch denkwürdigen Wettstreit er am selben Tag erleben würde. Und noch weniger, dass er selbst einer der beiden Protagonisten sein sollte.