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Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv

621 Episoden
10 Minuten
Gaetano Brunetti, geboren 1744 in Fano an der italienischen Adriaküste, verbrachte den größten Teil seines Lebens als Hofmusiker am spanischen Bourbonenhof in Madrid. Abwerbungsversuche durch den französischen oder englischen Adel wusste er stets abzuwehren. Und trotzdem suchten ihn weiterhin ausländische Gesandte sogar zuhause auf, um ihn mit einem guten Angebot zu einem Ortswechsel zu überreden.
10 Minuten
"Hart wie Nägel" konstatiert Leonard Bernstein über die Piano Variations von Aaron Copland. Er liebt es, die Variationen zu spielen, besonders auf Partys, zu denen der blutjunge Pianist Bernstein eingeladen ist. Da greift er bohemienhaft-überlegen in die Tasten und lässt die kleinen Sekunden lustvoll und harsch dissonieren. Bernsteins Erfahrung: "Sobald ich mich ans Klavier setzte und sie zu spielen begann, konnte ich mich darauf verlassen, jeden Raum in Boston innerhalb von zwei Minuten leerzufegen."
11 Minuten
Mannheim war im späten 18. Jahrhundert ein gutes Pflaster für Musiker. Mozart wollte dort einen Auftrag für eine neue Oper an Land ziehen. Aber kurz vor Vertragsabschluss, entwickelte sich die politische Situation in eine andere Richtung. Mit der Oper wurde es somit nichts, aber Geld verdienen konnte er am Rhein trotzdem: Bei den jungen Damen war Wolferl ein beliebter Klavierlehrer. Auch bei Christian Cannabich, dem Konzertmeister der Mannheimer Hofkapelle, war Mozart häufiger, um dessen Tochter zu unterrichten. Darüber schreibt er seinem Vater in einem Brief.
8 Minuten
Am 31. Mai 1809 stirbt Joseph Haydn. Einen Tag später wird er auf dem Hundsturmer Friedhof zu Wien beigesetzt. Weitere elf Jahre danach öffnet man das Grab, um Haydns Gebeine in die Bergkirche von Eisenstadt zu überführen. Verblüfft stellt man fest, dass das Skelett keinen Schädel hat. Wer waren die Urheber dieser Tragödie?
10 Minuten
Heute geht es um Giuseppe Verdi. Für viele Italiener ist er DER Nationalkomponist. Und manche nutzten ihr auch politisch. So wie bei Richard Wagner in Deutschland. Wagners Musik wurde politisch missbraucht - von den Nationalsozialisten. Zur Untermauerung eines kulturell überhöhten deutschen Bewusstseins. Wie Wagner wurde auch Verdi in Italien zu einem Mythos stilisiert. Aber stimmt das überhaupt? Oder war das nur eine genial inszenierte Geschichte? Hören Sie selbst!
10 Minuten
Im heutigen ZOOM geht es um Regensburg, wo vor gut 250 Jahren die ständige Vertretung des Kaisers residierte und ein richtig gutes Orchester zuhause war. Mozart und Schikaneder waren übrigens auch mal da, in der Musikstadt Regensburg.
10 Minuten
Die Praxis des Komponierens, also das ganz pragmatische Hinschreiben von Noten, gerät bei so manchen Komponisten recht seltsam. Der französische Komponist François-Adrien Boïeldieu fiel unter seinen Zeitgenossen vor allem durch eine Eigenart auf: Die Tatsache, dass er nur Komponieren konnte, wenn er dazu sang. Dies freilich wurde ihm gegen Ende seines Lebens zum Verhängnis.
11 Minuten
Es begann mit Ohrgeräuschen. Beethoven stellte in jungen Jahren fest, dass er erst schlechter hörte und allmählich ertaubte. Er durchlitt depressive Verstimmungen und setzte, als er nichts mehr hören konnte, alle Hoffnung in den medizinischen Fortschritt und wartete auf ein Wunder. Außerdem quälten ihn zahlreiche weitere Leiden. Beethoven wechselte oft seine Ärzte, die ihm jedoch allesamt nicht zu helfen vermochten. Die Leidensgeschichte des Wiener Klassikers, erzählt vom heuteigen ZOOM.
7 Minuten
Die Unruhen brachen am 18 . September 1809 aus und dauerten 67 Tage. Abend für Abend rotteten sich die Menschen zusammen, um ihren Unmut zu äußern. London kochte: Was trieb die braven Bürger der Millionenstadt auf die Straße? War es Hunger, hohe Steuern, oder etwa der Geist der Revolution? Keines davon. Der Aufstand der Massen hatte einen anderen Grund, er entzündete sich am königlichen Opernhaus Covent Garden.
10 Minuten
IN diesem ZOOM geht es um Johann Christian Bach, den jüngsten Sohn von Johann Sebastian Bach. Der lebte ab 1762 in London. London war damals eine DER Opernmetropolen in Europa und wurde vor allem von Georg Friedrich Händel geprägt. Und auch Johann Christian machte dort Karriere: Er wurde der "Music Master", also Musiklehrer der Gattin von König Georg III. Locker hätte er bei den Royals am Hof wohnen können, aber er bevorzugte eine anderen Wohnort. Ihn zog es in eine WG - zu seinem Landsmann, dem Gambenspieler Carl Friedrich Abel.
10 Minuten
Lew Termen entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts ein Musikinstrument mit einer hochkomplizierten elektronischen Technik. Das Termenvox erzeugte nie gehörte Töne und Klänge. Heute ist das Instrument besser bekannt und dem Namen Theremin - und es war damals der erste Synthesizer überhaupt. Die Geschichte von Lew Termen und seinem außergewöhnlichen Instrument erzählt das heutige ZOOM.
11 Minuten
König Friedrich II. von Preußen, der "Alte Fritz", war nicht nur König, er war auch Musik-Fan. Er spielte leidenschaftlich gerne Querflöte und komponierte. Und schon als Kronprinz sorgte er dafür, dass die besten Musiker in seine Dienste traten. Dazu zählen die Brüder Johann Gottlieb und Karl Heinrich Graun sowie Franz Benda. Von ihnen brichtet das heutige ZOOM.
10 Minuten
Der Komponist Hanns Eisler führe ein ziemlich bewegtes, unruhiges und auch dramatisches Leben. Er war Schüler von Arnold Schönberg, arbeitete zusammen mit Bertolt Brecht, floh wegen seiner jüdischen Herkunft vor den Nazis in die USA und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Vereinigten Staaten wieder ausgewiesen. Warum? Das gibt's in dieser Folge von "Zoom".
8 Minuten
Es war die Künstler-Ehe des 19. Jahrhunderts: Clara und Robert Schumann. Hier die begnadete Pianistin und Komponistin - dort der Poet unter den großen Tonsetzern der Romantik. Einfach war diese Beziehung nicht - zumal Roberts psychischer Zustand sich mehr und mehr verschlechterte, bis er schließlich in einer Heilanstalt verstarb. Am stürmischen Beginn dieser Liebe war das traurige Ende nicht abzusehen - doch Hindernisse gab es auch damals schon mehr als genug. Dieses ZOOM erzählt vom erbitterten Kampf um eine Hochzeit.
9 Minuten
Es war heiß im August 1876, als die ersten Bayreuther Festspiele stattfanden. Niemals zuvor hatte eine Opernproduktion soviel Publicity bekommen; der berühmteste und umstrittenste Künstler der Welt wollte nichts weniger als sein Lebenswerk krönen. Wagner, aufgewachsen in einem Schauspieler-Haushalt und gesegnet mit einem ausgesprochenen Bühnentalent, erwies sich in seinem eben fertiggestellten Festspielhaus auf dem Grünen Hügel als überaus temperamentvoller Regisseur.