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Digital Archiv

463 Episoden
1 minute
Seit ungefähr zehn Jahren ist das Streaming eine ernsthafte Alternative zum Kauf von CDs, Vinylplatten, Kassetten und anderen Tonträgern. Nicht nur das: Das Streaming ist im letzten Jahrzehnt von einer vernachlässigbaren Einnahmequelle zum grössten Umsatzträger geworden. Das hat unsere Hörgewohnheiten nachhaltig verändert. Kaum jemand besitzt heute noch CDs und Alben und ist stolz auf die Musiksammlung. Doch viele von uns trauern dem Musikladen nach – einem sozialen Ort, wo man sich nicht von Algorithmen hat Songs vorsetzen lassen, sondern wo man von erfahrenen Verkäuferinnen und Verkäufern beraten und trendmässig aufgeklärt worden. Wir diskutieren über die Vorteile und Schattenseiten der Streamingrevolution, schauen uns die Auswirkungen für uns Musikhörer, Produzenten und für die Gesellschaft an. Und wir fragen uns: Ist Spotify eigentlich noch nett oder auch schon bad to the bone? Die Links zur Episode:
1 minute
Ein aktueller Aufwisch zu diversen laufenden Affären steht an. Kevin gibt ein Update zum Krypto-Investment und Chris muss etwas Dampf ablassen, weil Roger Schawinski noch immer das UKW-Pferd im Rodeo-Sitz durch die Stadt reitet. Ausserdem war gestern der Auftakt zu Apples jährlicher Entwicklerkonferenz WWDC, was uns eine Steilvorlage gibt, aktuell über die Neuerungen zu berichten, mit denen es alle Hörerinnen und Hörer zu tun bekommen werden, die irgendwo ein halbwegs aktuelles Apple-Gerät im Einsatz haben. Der Konzern hat Updates für die Betriebssysteme von iPhone und iPad angekündigt, die keine riesigen Veränderungen bringen, aber doch für Diskussionsstoff sorgen. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-575/
1 minute
Die Zeit der Unschuld ist vorbei: Die grossen Streaming- und Tech-Konzerne sind dabei, die Podcasts der Kinderstube zu entreissen und der kapitalistischen Marktordnung zuzuführen. Spotify, Apple und Amazon wollen den Markt unter sich aufteilen, mit den Premium-Abos eine Monetarisierungsgrundlage schaffen und mittels Provisionen kräftig mitverdienen. Die Macher der ersten Stunde zeigen sich frustriert: Sie bedauern die Entwicklung und sehen ihre Pionierarbeit in Gefahr – aus einem Produkt des freien, demokratischen Internets wird ein Instrument zum Kohlescheffeln für die Konzerne. Aus Sicht der Hörer konstatieren wir, dass es Grund fürs Bedauern gibt: Wir müssen uns immer mehr Werbung anhören, für Premium-Inhalte zahlen – und viele Podcasts verschwinden aus dem freien Netz in Anbieter-Apps und hinter Bezahlschranken. Doch ist das nicht zu verkraften, wo das Angebot nicht nur immer grösser, sondern auch immer besser, aufwändiger produziert und professioneller wird? Wie nicht anders zu erwarten, ist die Entwicklung auch für die Macher ein zweischneidiges Schwert: Wer einen Podcast produziert, hat Chancen, das nicht nur als Hobby zu betreiben, sondern womöglich auch Geld damit zu verdienen. Doch der Kampf um Aufmerksamkeit wird hart und härter. Wer wie sich wie vor 15 Jahren einfach einmal ausprobieren will, wird feststellen müssen, dass man so kein Publikum mehr erreicht. Wir analysieren und ziehen Bilanz, wie nach dem Blogging eine weitere Errungenschaft des freien Netzes eine erstaunliche Metamorphose durchläuft und kaum mehr wiederzuerkennen ist: Muss die Idee des freien, demokratischen Netzes nun endgültig für tot erklärt werden? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-574/
1 minute
Bei der heutigen Ausgabe von «Kummerbox Live» ist für jeden Geschmack etwas dabei: Office – mit zwei Fragen zu PDF –, der Dokumentation der Geschehnisse auf dem Desktop und die Frage, ob man Betriebssystem-Updates eigentlich immer gleich sofort installieren müsste – schliesslich predigen wir häufig, wie wichtig die Updaterei eigentlich ist. Das eigentliche Hauptthema, über das wir uns etwas länger auslassen müssen, hat uns Frieder beschert: Er will wissen, wie er am einfachsten von seinem alten auf den neuen Laptop umsteigt. Wie das geht, hängt sehr vom Betriebssystem ab – und je nach Konstellation ist der Aufwand gering oder aber ziemlich gross. Und wie immer gilt: Wenn für euren Geschmack nichts dabei ist, dann unterbreitet uns euer Anliegen – die Mailadresse für diesen Zweck gibt es im Podcast, aber natürlich könnt ihr auch die Kommentarfunktion hier im Blog benutzen. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-574/
1 minute
Anno 2018 war es, als wir in Nerdfunk 436 beschlossen haben, zu Bitcoin-Millionären zu werden. Da wir alles Kinder einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung sind, kommen wir nicht umhin, drei Jahre für eine ausreichend lange Zeitdauer zu betrachten: In dieser Spanne sollte es doch möglich gewesen sein, eine befriedigende Menge an Geld anzuhäufen – egal, ob virtuell oder nicht. Denn wenn man dem Internet (bzw. «Businessinsider») glauben darf, haben es andere in viel weniger Zeit geschafft: Eduardo Saverin beispielsweise, einer der Mitbegründer von Facebook, hat sich nach weniger als einem Jahr aus dem Staub gemacht und trotzdem mehr als eine Milliarde abgezügelt. Auch Jay S. Walker durfte sich schon nach zwölf Monaten zu den Milliardären zählen. Er hat es 1998 mit der Online-Reiseagentur Priceline.com geschafft. Darum ist es heute Zeit, die Kryptokatze aus dem Sack zu lassen. Wie reich sind wir denn nun durch unser Investment geworden? Was sind unsere Erfahrungen als schwergewichtige Finanzmogule? Sind digitale Währungen ein guter Weg, die Altersvorsorge abzusichern? Oder wäre dann doch ein gutes altes Pyramidensystem im Sinn und Geiste von Charles Ponzi erfolgversprechender? In dieser Sendung werdet ihr es erfahren – allerdings unter dem Vorbehalt, dass wir keine Anlageberater sind und nicht verklagt werden wollen, sollte unsere Methode euch nicht in eine Villa an der Goldküste, sondern ins Armenhaus bringen. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-572/
30 Minuten
Die ganze Welt ist digital, nur das Radio sendet fröhlich in den analogen Äther hinaus. Wenn es nach Roger Schawinski geht, soll das auch so bleiben. Der ehemalige Radiopirat hat keine Lust, seine UKW-Frequenz zu räumen und nur noch auf DAB+ zu senden. Er sorgt sich darum, viele Hörer zu verlieren, weil die nicht willens oder nicht in der Lage sind, aufs Digitalradio umzusatteln. Ausserdem entstehe völlig unnötigerweise eine riesige Menge Elektroschrott. Doch ist das ein Grund, eine inzwischen anachronistische Technologie am Leben zu erhalten, die weder qualitativ noch vom Benutzerkomfort her den modernen Ansprüchen genügt und sich mit DAB+ und Internet insgesamt drei aufwändige Verbreitungswege zu leisten? Darüber diskutieren wir und lassen auch Stadtfilter-Technikchef Kai zu Wort kommen. Wir diskutieren, wie schnell sich dieser Wandel vollziehen könnte, sehen uns einige technische Details an – aber erklären auch unsere dezidierte Ansicht, dass sich die Zukunft des Radios nicht allein an der Frage UKW oder DAB entscheiden wird. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-571/
1 minute
Das ist der nachhaltige Nachdoppler zu unserer Sendung neulich, in der es um klügere Kaufentscheide, einen weniger verschwenderischen Umgang mit unseren Gerätschaften und digitalen Ressourcen und mehr Bewusstsein für ökologische Aspekte ging. Diese Fragen wollen wir in einer zweiten Runde vertiefen: Denn Kevin ist der dezidierten Ansicht, dass wir manchmal Geräte nicht zu schnell wegwerfen, sondern zu lange verwenden. Zum Beispiel Router, die seit Jahren vor Sicherheitslücken strotzen. Oder Netzwerkswitches, die das Tempo im ganzen Netz drosseln. Oder, ganz banal, Kabel, die womöglich verhindern, dass der Fernseher ein anständiges 8k-Signal empfängt. Daraus ergeben sich jede Menge Fragen: Wie findet man Hersteller, die ausreichend lange Firmware-Updates liefern und einen guten Ruf in Sachen Sicherheit haben? Wie gehen wir damit um, dass inzwischen auch Kühlschränke und – noch folgenreicher – auch Autos komplexe interne Softwareprogramme verwenden, die mitunter im falschen Moment aktualisiert werden. (Auch wenn wir noch von keinem Fahrzeug gehört haben, das bei Tempo 180 auf der Autobahn einen Reboot durchführen wollte.) Wie man bei dieser Gemengelage als Konsument die Übersicht bewahrt – und wie auch der Handel mehr tun könnte, besprechen wir. Eine Idee: Wieso weisen Händler wie Digitec, Brack oder Melectronics nicht aus, wie gross der Anteil der Produkte ist, die von den Käufern zurückgeschickt werden oder die schon tot beim Kunden ankommen? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-570/
1 minute
Ein kontroverses Thema, unnachgiebige Gäste, viel Klamauk und etwas Randale – das ist das Rezept, mit der das Fernsehen mit seinen Talkshows und Schaukämpfen in der televisionären Arena seit Jahren Einschaltquote bolzt. Nun wollten wir auch einmal erproben, ob wir auf diese Weise nicht nur Publikumsrekorde brechen, sondern unseren inszenierten Disput vielleicht sogar in andere Meiden tragen können: Wäre die «20 Minuten»-Schlagzeile «Radiosendung in Winterthur gerät völlig ausser Kontrolle» nicht wunderbar geeignet, unseren Nerdfunk national zum Gesprächsstoff zu machen? Vielleicht würde sogar ein Blick-TV-Reporter an der Turnerstrasse aufmarschieren, um zu sehen, ob nach diesem Radiokracher das Studio überhaupt noch steht. Doch ob dieser Plan wirklich aufgeht – oder ob wir zu zivilisiert, differenziert und tolerant sind, um uns wegen der Frage nach dem besten Betriebssystem so richtig in die Haare zu geraten –, das müsst ihr selbst herausfinden. Und zwar, indem ihr unsere Sendung hört. Und ja, das Gleiche gilt auch, wenn ihr wissen möchtet, welches denn nun das beste Betriebssystem ist – Windows, Mac OS oder Linux. Auch da gibt es (vielleicht) eine Antwort in der Sendung. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-569/
1 minute
Nächste Woche speisen wir euch ferienbedingt mit einer Voraufzeichnung ab. Damit die Kummerbox Live ihrem Namen auch gerecht wird, veranstalten wir sie schon diese Woche – natürlich wie gewohnt mit einer Reihe von kniffligen Hörerinnenfragen. Isabelle blickt vor lauter XS, Pro, Max und Pro Max nicht mehr durch und hat keinen blassen Schimmer, welches iPhone sie denn kaufen soll. Denn in der Tat: Aus der früher klaren und einfachen Produktstrategie ist eine verwirrende Auswahl an Modellvarianten geworden. Doch wenn man weiss, wie viel man ausgeben möchte, lässt sich relativ schnell eine Entscheidung treffen. Heidi möchte wissen, welches Antivirenprogramm für sie das richtige ist und ob sie nicht nur für Windows 10, sondern auch fürs Android-Telefon eine solche Schutzsoftware braucht. Und René verlangt es nach Aufklärung über die Risiken, die sich auftun, wenn man alte Software in einer virtuellen Maschine betreibt. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-568/
1 minute
Neulich haben wir unsere Absicht bekundet, stinkreich zu werden. Nun, dieser Zustand ist noch nicht eingetroffen, sodass wir nach wie vor nicht im echten Geld baden und auch nicht im Bitcoin-Reichtum schwelgen. Das Problem ist, wie wir festgestellt haben, unsere fehlende Reichweite im Netz. Denn Reichweite – also eine grosse Gefolgschaft und entsprechender Einfluss – eröffnet allerlei Möglichkeiten. Darum geht es in dieser Sendung um die Methoden, die sozialen Medien für die eigenen Zwecke zu nutzen – ob man nun ein Produkt zu verkaufen hat, seine Meinung verbreiten möchte oder Freude an der Selbstdarstellung gefunden hat. Gibt es Patentrezepte, erfolgreich zu sein? Und wenn ja warum wenden wir selbst sie nicht an? Und falls nein – ist es dann überhaupt sinnvoll für Unternehmen oder sendungsbewusste Privatpersonen, von Twitter, Facebook, Instagram, Tiktok und Youtube mehr zu erwarten als eine Selbstdarstellungs-Plattform. Wir sprechen über die Regeln, unsere Erfahrungen, die Gefahren des «Social Media Marketings» und die dreckigen Tricks. Und wir gelangen zur Erkenntnis, dass nicht jeder ein Star sein kann oder muss, und es völlig okay ist, die sozialen Medien entspannt zu nutzen. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-567/
1 minute
Beim Nerdfunk halten wir keine klassische Redaktionssitzung ab, sondern pflegen vielmehr eine informelle Organisationsstruktur. Manche würde womöglich sagen, wir seien drauflos wurstelnde Chaoten. Doch wie auch immer man unserer Arbeitsweise gegenübersteht, gewisse Dinge sind nicht zu bestreiten: Erstens erfüllt unser Modus Operandi seinen Zweck. Und manchmal zeitigt er überraschende Resultate. Zum Beispiel heute: Das Thema der aktuellen Sendung ist das analoge Denken. Doch es bleibt bis kurz vor der Sendung völlig unklar, was wir uns darunter vorstellen. Geht es um eine Haltung dem Computer gegenüber, eine Arbeitsweise – oder um eine Methode, kreativ zu sein und sich Inspiration zu holen? Typisch für uns ist auch, dass wir solche Fragen nicht vorab, sondern live während der Sendung klären. Und darum bleibt uns selbst nichts anderes übrig, als abzuwarten, wohin uns dieses analoge Denken führt – und ob unsere Gedankenstränge irgendwie kompatibel sind. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-566/
1 minute
Über die Post freuen sich alle. Ausser natürlich, wenn sie Rechnungen, Betreibungen, den blauen Brief oder sonst eine schlechte Nachricht überbringt. Oder wenn sie auf die Idee kommt, eine neue App zu lancieren. Das ist nämlich neulich passiert, und Roland ist alles andere als zufrieden mit ihr. Um genau zu sein: Es geht um die App der Postfinance, die auch andernorts nicht nur für Freude sorgt. Der PC-Tipp hat sie harsch kritisiert. Da sei eine halbfertige, nicht durchdachte App auf die Nutzer losgelassen worden, heisst es. In der heutigen Folge von Kummerbox Live versuchen wir, mit vereinten Kräften dieses Problem zu lösen. Und andere: Es geht in der Sendung auch um die Frage, ob man der «Kassensturz»-Sendung von SRF in Sachen Backups vertrauen darf, was man im Fall von nicht-funktionierenden Websites tun sollte und wie man Geräte exorziert, wenn sie komplett irrational verhalten. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-565/
1 minute
Wir haben im Nerdfunk 562 (Friert da gerade die Hölle zu?) schon ein paar Worte über Googles Pläne verloren, das individuelle Tracking von uns Nutzern im Web aufzugeben. Nun kommen wir nicht darum herum, das Thema ausführlich anzugehen und uns zu fragen: Ist das nun das Ende der Datensammelei – oder geht es erst richtig los? Denn erst einmal klingen die Pläne super: Google will in seinem Chrome-Browser per Ende Jahr keine Cookies mehr annehmen, die von Drittanbietern gesetzt werden. Die gelangen typischerweise über Werbebanner und über eingebettete Inhalte, wie zum Beispiel Youtube-Videos oder Facebook-Knöpfe in den Browser. Und sie waren bisher die bevorzugte Methode der Datensammler, um uns Surfer durchs Netz zu verfolgen und hinterher individuell mit Werbung zu bedienen – den sogenannten Targeted Ads. Stattdessen wird Google auf eine Methode namens Federated Learning Of Cohorts (Floc) setzen: Sie analysiert unsere Gewohnheiten und teilt uns in Kohorten ein: Das sind grosse Gruppen mit einem gemeinsamen Interesse, die entsprechend beworben werden können. Doch so gut das auch klingt: Es gibt auch gravierende Nachteile. Und auch wenn man grosszügig über die hinwegsieht, so ist nicht zu übersehen, dass Google selbst nicht daran denkt, weniger persönliche Daten zu sammeln – gerade auch das ist in der letzten Zeit mehr als deutlich geworden. Ist Google genial? Oder bloss scheinheilig? Über das sprechen wir in dieser Sendung. Und wir geben Tipps, wie wir alle uns nachhaltig vor dem Tracking schützen. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-564/
1 minute
Da haben wir uns etwas Schönes eingebrockt! Letzte Woche, im Überschwang der Gefühle, haben wir uns dazu hinreissen lassen, eine ganze Sendung einem überaus sperrigen Gegenstand zu widmen. Dieser Gegenstand trägt den Namen Non-Fungible Tokens oder kurz NFT und bezeichnet eine Technik, mit der sich einmalige digitale Güter schaffen lassen. Normalerweise ist es so, dass sich ein Objekt aus Bits und Bytes beliebig kopieren und reproduzieren lässt. Bei den NFT verhindern kryptografischer Methoden den Austausch oder Ersatz – und so übersetzt sich der Name auch als nicht ersetzbare Wertmarke. Auch Fälschungen sind ausgeschlossen, weil sich jedes Objekt jederzeit zum Ursprungsort zurückverfolgen lässt. Das ist eine spannende Angelegenheit. Sie eröffnet die Möglichkeit, auch im virtuellen Raum einmalige Gegenstände zu besitzen und zu horten. Man denkt sofort an digitale Kunst und den dazugehörenden Kunsthandel. Oder an Spiele, bei dem eine Jagd um gewisse Gegenstände entbrennt. Aber natürlich stellt sich auch gleich die Frage nach den Schattenseiten: Sind die NFTs nicht hauptsächlich dazu da, das digitale Besitzdenken zu fördern, dem Kapitalismus Vorschub zu leisten und Spekulanten zu beglücken? Ein Anzeichen dafür ist das Werk des Künstlers Beeple, das in Form einer JPG-Datei von Christie's für 69,3 Millionen US-Dollar verkauft worden ist. Und wir fragen uns auch: Gehen nun die Träume der Rechteinhaber in Erfüllung, die sich schon daran stören, wenn wir unseren Freunden einen Bluray-Film ausleihen? Wir wägen in dieser Sendung die Vorteile und die Nachteile ab – und versuchen eine Prognose, ob wir es nur mit einem Hype oder mit einer echten Revolution zu tun haben. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-563/
1 minute
Wir feiern heute ein zweifaches Jubiläum: Erstens ist es auf den Tag genau zwölf Jahre her, seit unsere erste Sendung den Äther erreichte. Und zweitens sind wir seit nunmehr zwölf Monaten im Corona-Modus und schlagen uns nicht nur mit unseren Themen und den Jingles, sondern auch mit den Tücken der Internettelefonie herum. Aber keine Angst: Wir werden uns weder dazu hinreissen lassen, wegen des einen Jahrestags in übertriebenes Jubelgeschrei auszubrechen, noch werden wir wegen des anderen ein grosses Fass aufmachen. Denn für uns bleibt es bei der Erkenntnis, dass das Pandemiejahr zwar auch mit Internet keine Freude war, doch wir ohne Internet wahrscheinlich alle längst durchgedreht wären. Abgesehen von solch tiefschürfenden Erkenntnissen beschäftigen wir uns mit der Aktualität, und zwar mit den Plänen Googles, das individuelle Tracking aufzugeben. Wir analysieren, was das Nein zur E-ID für die Digitalisierung in der Schweiz bedeutet und wenn uns niemand bremst, reden wir womöglich auch noch über den neuesten Internet-Hype – die Non-Fungible Tokens oder kurz NFT. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-562/
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