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Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium Archiv

299 Episoden
18 Minuten
Wir können uns nicht selber, am eigenen Schopf, aus dem herausziehen, was uns fesselt und bindet. Es braucht einen, der uns an der Hand nimmt und herausführt! Die Kirchenväter deuten den Moment, wo Johannes der Täufer im Bauch seiner Mutter aufhüpft vor Freude als den Moment, wo er von der Last der ererbten Menschheitsschuld befreit wird, von der Knechtschaft der Sünde, vom drückenden Joch, das auf jeder Schulter ruht, weil Christus nahe ist. Erlöst sein heißt, zutiefst befreit sein und aufatmen können, weil Gott in die Nähe kommt und er Mensch aus seiner Isolation herausgeführt wird. Da, wo der Herr nahe ist, kann das Herz des Menschen froh und frei werden.
15 Minuten
Eure Güte werde allen Menschen bekannt." (Hl. Paulus)

Je dramatischer die Situation ist, desto mehr müssen die Christen Zuversicht verbreiten. Wir erfahren eine gewisse Machtlosigkeit. Vielleicht tut es uns gut, uns machtlos zu fühlen, weil wir uns dann ganz auf den Herrn verlassen müssen.

Meine flehentliche Bitte ist, dass wir nichts tun, was zur Spaltung in der Gesellschaft beiträgt. Denn die Spaltung ist immer ein Einfallstor für das Böse. 
14 Minuten
Der Advent spiegelt die Grundform des christlichen Lebens, denn für den Christen ist eigentlich immer Advent! Dies soll uns in der Adventszeit neu bewusst werden: dass wir in der ständigen Ausrichtung auf den Herrn sind, Ausschau haltend, wie Jesus in die Armut des menschlichen Fleisches gekommen ist und Ausschau haltend nach dem Herrn, wie er am Ende wiederkommt, auf den Wolken des Himmels. Und beides verknüpft Jesus mit dem Begriff des „Menschensohns“.
15 Minuten
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ - so antwortet Jesus dem Pilatus auf seine Frage. Und er stellt uns heute vor die gleiche Entscheidung wie damals den römischen Statthalter, der nun in einer Antwort Stellung beziehen müsste. Auch wir stehen vor der Frage, ob wir das Reich, das Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Frieden ist, in unserem Leben aufzurichten bereit sind und dem König, der sich selbst als die Wahrheit bezeichnet, auf seinen Spuren folgen wollen.

Es ist, als würde Jesus mit dieser Antwort dem Pilatus sagen: „Du musst keine Angst vor mir haben, mein Reich ist nicht von hier , keiner nimmt dir etwas - denn es ist ein verborgenes Königreich, es ist ein Reich der Herzen!“ Und dieses Reich, das Jesus an anderer Stelle eine kostbare Perle, einen Schatz im Acker nennt, finden nur die, die bereit sind, den Acker umzugraben und alles dafür zu geben.
19 Minuten
Die Worte heute sind wie ein Tryptichon - jedes Wort gibt dem anderen sein Gewicht. 

Christus ist erhöht und wartet. 

Aber erst wenn jedes Glied seines Leibes bereit ist und erlöst und befreit werden will, kann er die Schöpfung erlösen. Es fällt uns schwer zu warten! Und es ist schwer zu ertragen, dass er dem Recht nicht endlich zum Durchbruch verhilft. Aber er ist da. Das Opfer ist gebracht und die Erlösung ist geschehen.
12 Minuten
Das Evangelium von der armen Witwe, die ihren ganzen Lebensunterhalt hergibt, alles, was sie besitzt, ist ein Spiegelbild von dem, was Jesus selbst tut. Sie ist das gelebte Evangelium. "Sorgt euch nicht um den morgigen Tag". Sie vertraut, dass der Herr einen Plan für sie hat und für sie sorgt.

(Lesejahr B; 32.Sonntag im Jahreskreis)
15 Minuten
Lass es geschehen - leg keine Steine in den Weg der Erlösung.
17 Minuten
Es klingt fast wie im Märchen, wenn Weise aus dem Osten heranziehen, wenn ein Stern vor Ihnen herzieht und sie das Kind finden und es anbeten, obwohl Herodes ihm schon nachzustellen versucht.

Sie gehen dabei eine dreifachen Weg, der Ihnen den Blick auf das Kind eröffnet: sie glauben dem Stern, der aufgeht und den neuen König ankündigt, sie gehen über Jerusalem, über die Stadt der offiziellen Instanzen hinaus hinaus nach Bethlehem und sie entdecken Jesus, wo man ihn nicht vermutet, im Kreis einer einfachen Familie. Dreimal sind sie herausgefordert, das Naheliegende zu überschreiten und der göttlichen Offenbarung zu glauben.
14 Minuten
Es sind zwei Dimensionen, in denen sich die Berufung der Frau verwirklicht: in der Mutterschaft und in der Jungfräulichkeit.

Maria verwirklicht beide Dimensionen in vollkommener Weise.
14 Minuten
Fest des Hl. Stephanus, 26.12.22 Jesus ist der Offenbarer: an ihm wird offenbar, was Schuld und Sünde ist, aber er offenbart auch die Liebe des Vaters.

In diesem Kind liegt der tiefste Grund, warum wir nicht vor der eigenen Schuld noch vor dem Tod erschrecken müssen, wenn wir in dieser Liebe des Vaters leben.
14 Minuten
Christkönigssonntag 2022:

Jesus ist der Herr - das ist dezentrale Botschaft dieses Festes.
15 Minuten
Nur die Heiligkeit allein hat die Kraft alle Bosheit zu besiegen.
15 Minuten
Der Herr lädt uns mit diesem Gleichnis ein, ihm gleich zu werden. Er ist den Umkehrweg des reichen Prassers gegangen: ihm ist der unser Leben und das Leben der Armen nicht gleichgültig. Er kann das wiedergutmachen, was der reiche Prasser dem armen Lazarus schuldig geblieben ist und was wir unseren Mitmenschen an Liebe uns Hingabe schuldig geblieben sind.

Jesus möchte uns vor einem Mensch-sein bewahren, wo der Mensch in sich selbst verschlossen ist und dem der Durchbruch zum Du nicht mehr gelingt.
18 Minuten
Die unbegrenzte Güte des Vaters wird uns im Gleichnis verkündet. Und jede Heilige Messe ist eine Verwirklichung dieses Gleichnisses. Jesus geht durch den Tod hindurch, durch den tiefsten Tiefpunkt der Gottferne, um, mit uns zusammen, heimzukehren ans Herz des Vaters. Und so bitten wir den Vater, dass er uns aufnimmt, wie er den Sohn aufgenommen hat und uns den Kuss der Liebe schenkt.