Fakultät für Psychologie und Pädagogik - Digitale Hochschulschriften der LMU Archiv
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Hauptziel der Untersuchung war die Validierung der deutschen Fassung der DDIS (Ross et al., 1989/1997)für die Diagnose der dissoziativen Identitätsstörung. Dafür wurden deutschlandweit an elf psychiatrischen und psychosomatischen Klinik und Ambulanzen 163 PatientInnen untersucht und bei 17 die Diagnose einer dissoziativen Identitätsstörung gestellt. Alle PatientInnen waren bereits unabhängig vordiagnostiziert worden, so dass die Übereinstimmung des Strukturierten Interviewleitfadens für Dissoziative Störungen (SIDDS) mit diesen Diagnosen bestimmt werden konnte. Akzeptiert man diese unabhängigen Diagnosen als den "Gold Standard" bzw. Referenzdiagnostik beträgt die Sensititvität des SIDDS für DIS in dieser Untersuchung 94%, die Spezifität 100%. D. h., von den 18 Personen, die unabhängig die Diagnose einer Dissoziativen Identitätsstörung erhalten hatten, wurden im SIDDS 17 als ebenso diagnostiziert, und alle Personen ohne eine derartige Vordiagnose erhielten sie auch im SIDDS nicht. Nebenziele der Untersuchung betrafen den Zusammenhang zwischen dissoziativer Störung, dissoziativen Symptomen und Trauma. Die dissoziative Symptomatik wurde andhand des Fragebogens zu dissoziativen Symptomen (FDS, Freyberger et al., 1998/1999)erfasst. PatientInnen mit der Diagnose einer dissoziativen Identitätsstörung erzielten die hochsignifikant höchsten Werte im FDS.
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Die Integration von Teilfragmenten zu einem kohärenten und zusammenhängenden Objekt stellt einen wesentlichen Aspekt der visuellen Informationsverarbeitung dar. In der vorliegenden, kumulativen Dissertation wird diese Frage der Objektintegration untersucht indem Figurbildungsmechanismen und deren Rolle für die visuelle Suche analysiert werden. In einer Reihe von Experimenten mit virtuellen Figurkonfigurationen (‚Kanizsa’ Figuren) konnte gezeigt werden, dass die Sucheffizienz von der integrierten Formrepräsentation einzelner Objektfragmente abhängt. Die Steuerung von Suchprozessen lässt sich demnach auf Basis eines Extraktionsmechanismus verstehen, der vorhandene visuelle Informationen zu salienten Regionen gruppiert bzw. segmentiert und auf formsensitive Verarbeitungsprozesse in okzipito-parietalen Arealen zurückgreift. Komplementär zu diesen Mechanismen der figuralen Segmentation konnte zudem in einer weiteren Experimentalserie gezeigt werden, dass auch aufgabenrelevante Charakteristika auf gruppierungsspezifische Suchprozesse einwirken können. Somit sind Figurbildungsprozesse in der visuellen Suche sowohl durch die Berechnung einer salienten Region als auch durch entsprechende Anforderungen der Aufgabe modifizierbar und erklärbar.
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Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Lokalisation visueller Stimuli die Bedeutung von Referenz-Objekten bei der Aufrechterhaltung der visuellen Stabilität. Visuelle Referenzen sind Objekte, an denen sich das visuelle System bei Unterbrechungen der Informationsaufnahme, beispielsweise aufgrund von Augenbewegungen, orientiert und die entscheidenden Einfluss auf die wahrgenommene Raumstabilität haben können. So induzieren transsakkadisch verschobene, aber stabil wahrgenommene Objekte, die als Referenz dienen, eine Scheinbewegung zeitlich verzögert erscheinender Objekte. Im Vordergrund dieser Dissertation stand das Interesse, die über die Sakkade hinweg gespeicherte Information und die zur Lokalisation abrufbare sensorische Information zu charakterisieren, sowie die Entstehung von Referenz-Objekten genauer zu analysieren. Im Rahmen von elf experimentalpsychologischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Referenz-Objekte, entgegen der bisherigen Annahme, nicht nur aufgrund eines Reorganisationsprozesses während der Sakkade entstehen. Die Orientierung anhand von Referenz-Objekten setzt indes auch unter Fixationsbedingungen ein, sobald sich eine zeitliche Verzögerung in der Präsentation visueller Stimuli von mehr als 20 ms ergibt. Eine mögliche Erklärung hierfür könnte in den begrenzten Speicherkapazitäten des transsakkadischen Gedächtnisses bzw. des visuellen Kurzzeitgedächtnisses liegen sowie in dem zu zeitintensiven Abruf und Vergleich egozentrisch kodierter Objektpositionen. Des Weiteren konnte durch die Ergebnisse dieser Arbeit nachgewiesen werden, dass neben der zeitlichen Verfügbarkeit visueller Information auch die räumliche Anordnung der dargebotenen Objekte maßgeblich darüber entscheidet, wie stark ein Referenz-Objekt zur Lokalisation herangezogen bzw. welche sensorische Information abgerufen wird. Die vorliegende Dissertation liefert folglich neue Erkenntnisse über die Integration visueller „Momentaufnahmen“ zu einer stabilen und kontinuierlichen Raumwahrnehmung.
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Der Schwerpunkt meiner Arbeit bezieht sich auf die Entwicklung einer neuen, theoretisch fundierten und praxisorientierten Konzeption zur Förderung von zweisprachigen Grundschulkindern mit erwerbsbedingten Sprachauffälligkeiten (Sprachinterferenzen) und mangelnder linguistischer Kompetenz in der Zweitsprache Deutsch. Das Zweitsprachenlernen soll dabei über das Lern- und Spielmedium Bilderbuch erfolgen, anhand dessen sich sowohl natürliche als auch gesteuerte, kognitiv orientierte Spracherwerbssituationen konstruieren lassen. Neben der herkömmlichen Aufgabe des Bilderbuches, ein Kind auf dem Weg zur Lesesozialisation voranzubringen, steht ihm hier eine weitere wichtige Aufgabe zu - die Grammatikvermittlung. Durch ausgewählte Textstellen werden bestimmte morphosyntaktische Strukturen stärker dargeboten und durch bilderbuchbezogene Aktivitäten geübt.
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Our understanding of human visual perception generally rests on the assumption that conscious visual states represent the interaction of spatial structures in the environment and our nervous system. This assumption is questioned by circumstances where conscious visual states can be triggered by external stimulation which is not primarily spatially defined. This work discusses psychophysical experiments investigating flicker induced subjective experiences of colour and form. Using the presentation of spatially uniform flicker with a precise temporal resolution it is shown that subjective experiences do not only depend on stimulation frequency, but also on stimulation phase. In addition, the occurrence of one subjective experience appears to be associated with the occurrence of others. The phenomenology of subjective colour and form is further explored and the physiological mechanisms underlying subjective colour are investigated using electroencephalography. While these data indicate that conscious visual experience may be evoked directly by particular variations in the flow of spatially unstructured light over time it may be assumed that the systems reponsible are essentially temporal in character and capable of representing a variety of visual forms and colours, coded in different frequencies or at different phases of the same processing rhythm.
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In the visual search paradigm, participants’ task is to detect the presence or absence of a target item, which is presented in an array of distractor items. Usually it is found that performance is dependent on specific properties of the visual display, for example, the number of items to be searched or the similarity between display items. However, recent research has demonstrated that memory mechanisms can also affect search behaviour. Further, it was found that memory mechanisms can, in principle, be either facilitatory or inhibitory, that is, that the processing of the item locations, features, or search objects themselves can be improved or impeded, respectively. This thesis investigated the effects of (1) facilitatory and inhibitory memory mechanisms based on the element positions within the search display; (2) facilitatory memory mechanisms based on the features of the search elements; and (3) inhibitory memory mechanisms based on the search objects themselves.