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Episoden

55 Minuten
Kann ein Fluss eine Person sein? In Aotearoa/Neuseeland ist das so: 2017 erhielt der 300 Kilometer lange Whanganui-Fluss als erstes Ökosystem der Welt die Rechte einer juristischen Person. Der »Te Awa Tupua«-Act beendete einen jahrzehntelangen Streit zwischen den Māori und dem Staat, wem der Fluss »gehört«. Das Gesetz erkennt den Fluss als »unteilbares und lebendiges Ganzes« mit eigenem Wert an: Er gehört von nun an sich selbst. Der »Te Awa Tupua«-Act gilt als Meilenstein des Umweltrechts, und inzwischen haben weitere Ökosysteme in Neuseeland und überall auf dem Globus ähnliche Rechte erhalten – jüngst erstmals auch innerhalb der EU. Wie ist diese umweltrechtliche Pionierleistung entstanden? Wären Rechte der Natur nach neuseeländischem Vorbild auch in Deutschland rechtlich möglich? Sind sie angesichts der sich verschärfenden Klima- und Biodiversitätskrise vielleicht sogar notwendig?
1 Stunde 2 Minuten
Dass der Klimawandel bereits heute unseren Alltag prägt, zeigt sich vor allem in den Städten: Die vielen Gebäude und versiegelten Flächen, die eingeschränkte Luftzirkulation machen aus Städten „Hitzeinseln“, Unwetter führen zu Überschwemmungen ganzer Stadtteile. Wie können Städte in Zeiten des Klimawandels resilienter werden, sich an die neuen Klimabedingungen besser anpassen und zugleich dabei lebenswerter und gerechter werden? Die Sozial- und Kulturwissenschaftlerin Claudia Acklin nimmt uns mit auf eine inspirierende Reise zu Städten, die hierzu innovative, naturbasierte Lösungen entwickelt haben: von Kopenhagen bis Melbourne, von Wuhan über Singapur bis Vancouver. Sie zeigt, dass urbane Transformation gelingen kann, wenn Menschen und Stadtregierungen gemeinsam handeln – mit und für die Natur.
Ein Podcast für alle, die an eine nachhaltige, faire und blühende Stadt von morgen glauben.
1 Stunde 14 Minuten
Europa hat schon bessere Zeiten gesehen: Polarisierte Gesellschaften, Rechtsextreme auf dem Vormarsch, veraltete Strukturen – Es wird Zeit, Europa neu zu erfinden und mit unerhörten Ideen neu zu beleben. Diesem Ziel haben sich die beiden Europa-Aktivist:innen Katja Sinko und Peter Jelinek verschrieben. Beide blicken anders auf Brüssel als die meisten von uns. Wo andere in der EU nur ein lästiges „Bürokratiemonster“ sehen, erkennen sie die Potenziale für uns alle. Etwa durch die Einführung einer kostenlosen EuropaCard für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, durch ein „Recht auf Natur“, das uns freien Zugang zur Natur gewähren soll, oder ein „Recht auf Auszeit“, um Europa zu erleben und sich fortzubilden. Dass keine ihrer „unerhörten Ideen“ utopisch ist, verdeutlichen konkrete Beispiele aus Luxemburg, Estland oder Schweden. Sie lassen hoffen: Europa kann das Leben von Millionen Menschen besser, fairer und lebenswerter machen.
41 Minuten
Wir recyceln, kaufen »klimaneutral« ein und vertrauen darauf, dass Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsversprechen halten. Doch nicht jede „grüne“ Werbeaussage hält, was sie verspricht. „Greenwashing“ ist eher die Regel als die Ausnahme. Ein aktueller Greenpeace-Report deckt auf, wie die Industrie systematisch Politik und Verbraucherschaft mit leeren Versprechen und »freiwilligen Selbstverpflichtungen« ruhigstellt – und sich über ihre Lobbyarbeit längst Einfluss auf politische Entscheidungen gesichert hat. Greenwashing ist nicht nur irreführende Werbung – es ist ein lukratives Geschäftsmodell und Milliardenbusiness. Denn statt Umweltschutz zu betreiben, ist es billiger, ihn vorzutäuschen. Welche Strategien der Täuschung, aber auch politischen Einflussnahme stecken hinter Greenwashing? Welche tiefgreifenden Veränderungen bräuchte es, um Greenwashing zurückzudrängen und durch glaubwürdiges, wirksames Handeln zu ersetzen?
50 Minuten
Noch sind Europas Äcker weitgehend gentechnikfrei – doch das könnte sich bald ändern. Die EU plant die weitgehende Deregulierung von Pflanzen, die mithilfe Neuer Gentechnik hergestellt wurden. Sie sollen ohne jegliche ökologische und gesundheitliche Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung auf den Markt kommen. Doch wie sicher ist die „Neue Gentechnik“ wirklich? Welche Kriterien für deren „Unbedenklichkeit“ liegen dem Gesetzesvorschlag zugrunde? Und was würde es für uns alle (aber auch für die Natur) bedeuten, wenn die Vorgaben der EU-Kommission wie geplant umgesetzt würden? Werden Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit dann den Interessen einiger weniger Gentechnikkonzerne geopfert? – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Vorschlag der EU-Kommission, der Neuen Gentechnik den Weg auf die Äcker Europas zu ebnen.
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Über diesen Podcast

Wie können wir mit neuem Denken und beherztem Tun die Krisen unserer Zeit bewältigen? Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ gibt hierzu Denkanstöße. Mit Lesungen aus Büchern, Essays, Vorträgen und Gesprächen über Themen, die die Welt bewegen (sollten): Was tun gegen die Erhitzung unseres Planeten oder den Verlust an Biodiversität? Wie können wir unser eigenes Leben ökologischer und nachhaltiger gestalten – und dabei an Lebensqualität gewinnen? Vordenker*innen des weltweiten Diskurses über Nachhaltigkeit kommen zu Wort: analysieren klug, klären auf, stimmen nachdenklich – und machen Mut: für eine Zukunft mit Zukunft. Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des oekom vereins im Rahmen des Projektes "münchner zukunftssalon" mit dem oekom verlag.
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