Das sich selbst in anderen erkennen Archiv
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Früher wurden Katastrophen, Hungersnöte oder auch Kriege Gott angelastet, der die Menschen strafen wollte. Wer keine naturwissenschaftlichen, politischen oder ökonomischen Erklärungen dafür besitzt, warum sich eine Infektionskrankheit unkontrolliert ausbreitet, kommt schnell zum Schluss, Gott strafe uns wieder wegen unserer Selbstsucht und der Zerstörung der Erde.
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Die blühenden Landschaften sind entstanden – nur haben sie oft etwas Kulissenhaftes. Es gibt Barrieren in den Eigentumsverhältnissen, die das Resultat der hemmungslosen, zum Teil auch kriminellen Goldgräberpolitik der Treuhandgesellschaft sind. Dazu kommt eine Deindustrialisierung im Osten, der Abbau bzw. Verkauf zu vieler überlebensfähiger Betriebe, Orte sterben aus, viele gerade junge Menschen wandern immer noch aus, wer alt und arbeitslos war und ist, bleibt in der Region.
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Knapp ein Drittel der Deutschen hat einen Hang zu Verschwörungstheorien, hat die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung ermittelt. Wie kann das angehen? Ist ein Drittel der Deutschen so leichtgläubig? Die Welt wird immer komplizierter. Vieles von dem, was auf der Welt passiert und über digitale Medien offenbar wird, ist schwer zu verstehen. Expertenwissen wird sehr häufig als uneindeutig und widersprüchlich wahrgenommen. Und so bieten Verschwörungstheorien eine Art Zuflucht für all diejenigen, denen die Suche nach der Wahrheit im Informationsdschungel lästig ist oder sie überfordert.
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Worum geht es uns Menschen eigentlich? Was erwarten wir vom Leben? Unser Leben wird maßgeblich durch Beziehungen geprägt. Wir wollen Anerkennung, vielleicht auch geliebt werden. Da glauben viele, dass ginge nur mit beruflichem Erfolg und viel Geld. Schauen wir uns aber diese beruflich sehr erfolgreichen Menschen an. Viele von ihnen vernachlässigen Frau, Kinder und Freunde, weil ihnen keine Zeit dafür bleibt. Sie überschätzen die eigenen Kräfte, Burn-Out oder Herzprobleme sind sehr oft die Folge. Häufig reduzieren sie sich als Ernährer/innen der Familie auf ihren Nutzen.
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Seiner Wut Luft machen, ist das eine. Aber Seit an Seit mit gescheiterten Existenzen, die „alternative Fakten“ schaffen, also lügen, um durch aggressiven Protest von sich abzulenken? Anderen Schuld zu weisen, um das eigene Versagen für sich selbst erträglich zu machen? Das haben wir auf der Anti-Corona-Demonstration Ende August in unserer Stadt erlebt. Ein verstörendes Nebeneinander von Bürger/innen, denen die Corona-Maßnahmen zu weit gingen und gehen, was sicher vielen von uns so gegangen ist, selbst Bundesgesundheitsminister Spahn hat dies inzwischen eingeräumt.
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Wir haben als Christen in unserem Land den Eindruck, Religion spiele keine Bedeutung mehr. Und doch erleben wir einen scheinbar erstarkten Islam und eine Verklärung etwa des Buddhismus, zu dessen Ritualen und Methoden sich immer mehr hingezogen fühlen. Unzählige Religionen und Religionsgemeinschaften wetteifern um unsere Gunst.
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Das Flüchtlingslager in Moria brennt und die EU kann sich nicht entscheiden, wer wie viele von den Gestrandeten aufnimmt. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bringt es auf den Punkt. „Die irreguläre Masseneinwanderung der Jahre 2015 ff., die Europa nur mit Mühe in den Griff bekam, haben die Haltung zu dieser Frage auf dem ganzen Kontinent geprägt.“ Die Lösung heißt Abschottung und Abschreckung. Und die wird, da sollte man ehrlich sein, von praktisch allen europäischen Regierungen insgeheim gebilligt.
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Viele Lehrer/innen, die mehrere Jahre im Schuldienst sind, sehen Schule als Vollzugsanstalt. Man geht hin, um für Geld etwas zu tun, was Politiker/innen ersonnen haben und die niederen Vertreter/innen der Kultusverwaltung (Schulämter, Schulleitung etc.) durchsetzen. Das kommt natürlich bei den Schülerinnen und Schülern gut an, die ebenfalls nur noch in die Schule kommen, um gute Noten zu bekommen, aber nicht, weil es ihnen Spaß macht oder sie gar etwas lernen wollen“. Gleiches gilt inzwischen für Hochschulen und Universitäten.
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Ich erinnere mich gut an die Lebensmaxime meiner Eltern: Den Kindern soll es einmal besser gehen. Dabei fehlte es uns schon damals an nichts Wesentlichem. Ich kann nur hoffen, dass meine Kinder und Enkel nicht mehr wahllos aus dem Vollen schöpfen, wie es meine Generation getan hat, sondern bewusster mit unseren Ressourcen, also mit dem, was die Erde hervorbringt, und ihrer Lebenszeit umgehen. Dieses Umdenken erreicht mich erst jetzt, weil ich die Folgen des Klimawandels vor Augen habe und die Auswirkungen des ungezügelten Wachstums deutlich spüre, aber auch, weil ich im Rückblick weiß, was von alledem, was ich getan und erreicht habe, wichtig und sinnvoll war. Ich erinnere mich gut an die Lebensmaxime meiner Eltern: Den Kindern soll es einmal besser gehen. Dabei fehlte es uns schon damals an nichts Wesentlichem. Ich kann nur hoffen, dass meine Kinder und Enkel nicht mehr wahllos aus dem Vollen schöpfen, wie es meine Generation getan hat, sondern bewusster mit unseren Ressourcen, also mit dem, was die Erde hervorbringt, und ihrer Lebenszeit umgehen. Dieses Umdenken erreicht mich erst jetzt, weil ich die Folgen des Klimawandels vor Augen habe und die Auswirkungen des ungezügelten Wachstums deutlich spüre, aber auch, weil ich im Rückblick weiß, was von alledem, was ich getan und erreicht habe, wichtig und sinnvoll war.
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Der römische Dichter Horaz beschreibt den Kompromiss sehr treffend: „Der Berg kreiste und gebar eine Maus.“ Beim Kompromiss geht es immer um Abstriche, um Zugeständnisse, um Verluste in Bezug auf die eigene Position und das jeweils Gewünschte. Es geht stets um »Weniger«.
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Im Rahmen einer Umfrage wurden etwa 30.000 Menschen weltweit nach der witzigsten Nation der Welt gefragt. Deutschland landete auf dem letzten Platz. Deutsche wären zu preußisch, zu deutsch eben, zu tüchtig und zu vernünftig. Es gibt typische Merkmale, die den deutschen Humor auszeichnen. Ironie gehört nicht dazu, aber dafür ein böser Sarkasmus, der den Humor manchmal noch schwärzer scheinen lässt als den der Engländer. Gerade die Satire lebt vom Tabubruch.
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Das deutsche Fernsehprogramm, ob privat oder öffentlich-rechtlich, zeichnet sich im Wesentlichen aus durch ständige Wiederholungen, Nachrichten, die man schon 14 Stunden früher auf seinem Smartphone lesen konnte, seichte Unterhaltung und pure Geschmacklosigkeiten.
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3,6 Millionen Angebote werden auf dem Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit angekündigt. Ca. 160.000 Menschen belegen jedes Jahr Kurse, deren Kosten über sog. Bildungsgutscheine erstattet werden. Rund zwei Milliarden Euro nimmt unser Staat für die Förderung beruflicher Weiterbildung jährlich in die Hand. Das Geld kommt aus Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung und aus Steuermitteln. Und doch sind viele sehr unzufrieden mit den Weiterbildungsmaßnahmen und den Bildungsträgern, die diese durchführen.
3 Minuten
Was gibt es, das intensiver und bedingungsloser ist als das verfallen Sein, die unbefleckte Liebe zu deinem neugeborenen Kind, fallen lassen ins ehrliche Verlangen nach Nähe und Geborgenheit? Wenn sie beim Aufwachen ihre Füßchen und Händchen weit von sich streckt, sich sorgenlos ins Leben räkelt, große Augen erwartungsvoll dir zeigen, dass du gefordert bist als Wegbereiter, Vorbild, Spaßvogel und Wagenburg zugleich.
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Unsere auseinanderdriftende Gesellschaft zelebriert aufs Schmerzhafteste die Realität von „Sünde“, aber sie kennt keine Vergebung mehr. Vergeben und verzeihen bedeutet, einer Person nicht mehr böse zu sein, obwohl sie etwas falsch gemacht und mich verletzt hat. Man wird den Fehler nicht entschuldigen, der Ärger aber frisst mich nicht auf, ich gebe dem Menschen, der mich verletzt hat, keine Macht über mich.