Gesellschaft besser machen Archiv
100 Episoden
38 Minuten
Was passiert, wenn eine Gesellschaft ihre Vergangenheit nicht aufarbeitet? In Albanien wirken die Folgen der kommunistischen Diktatur bis heute nach. In dieser Folge von „Gesellschaft besser machen“ spricht Muschda Sherzada mit der albanischen Professorin Jonila Godole darüber, warum die Auseinandersetzung mit historischen Verbrechen wichtig für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist. Sie diskutieren, wie junge Menschen Erinnerungskultur aktiv mitgestalten können und weshalb der Blick in die Vergangenheit hilft, autoritäre Denkmuster heute zu erkennen. Ein Gespräch über Verantwortung, historisches Bewusstsein und die Frage, wie Erinnerung unsere demokratische Zukunft stärkt.
36 Minuten
Wie isoliert ist Russland wirklich? Seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine versucht der Westen, Russland politisch und wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Doch Moskau handelt weiterhin mit Ländern wie China und Indien, erhält militärische Unterstützung aus Iran und Nordkorea und findet Wege, Sanktionen zu umgehen. Muschda Sherzada spricht mit der Russland- und Sicherheitsexpertin Hanna Notte darüber, wie Russland seinen Krieg finanziert, welche Rolle der Globale Süden spielt und warum ein geschwächtes Russland für Europa nicht unbedingt weniger gefährlich ist. Es geht um Schattenflotten, hybride Angriffe, Europas Sicherheit – und die Frage, wie lange Russland diesen Krieg noch führen kann.
40 Minuten
Wie gerecht ist unser Gesundheitssystem? In der neuen Folge von „Gesellschaft besser machen“ spricht Muschda Sherzada mit dem Arzt und Content Creator Mertcan Usluer (@gynaekollege) darüber, warum nicht alle Menschen in der Medizin gleich gut behandelt werden. Es geht um Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitssystem, fehlende Gesundheitskompetenz und die Frage, welche Chancen und Risiken medizinische Aufklärung auf Social Media bietet. Außerdem erzählt Usluer, wie er selbst den belastenden Klinikalltag erlebt hat – und was sich im Gesundheitssystem verändern muss.
38 Minuten
Wie polarisiert ist Deutschland wirklich? Muschda Sherzada spricht mit dem Soziologen Linus Westheuser darüber, warum unsere Gesellschaft oft gespaltener erscheint, als sie tatsächlich ist. Was sind „Triggerpunkte“ und warum lösen Themen wie Migration, Klima oder Gendern heftige Reaktionen aus? Welche Rolle spielen soziale Ungleichheit und Veränderungserschöpfung? Und was zeigt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt über die politische Mitte? Eine Folge über Polarisierung, gesellschaftliche Konflikte und die Frage, was uns trennt – und was uns verbindet.
31 Minuten
Was passiert, wenn politische Differenzen die eigene Familie erreichen? Muschda Sherzada spricht mit Journalist und Dokumentarfilmer Stephan Lamby über gesellschaftliche Polarisierung und darüber, wie wir mit Menschen im Gespräch bleiben, deren Überzeugungen unseren eigenen widersprechen. Für Lamby wird diese Frage persönlich, als er erfährt, dass sein amerikanischer Cousin beim Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 dabei war – überzeugt davon, die Demokratie zu verteidigen. Ausgehend davon fragt Lamby, warum sich Menschen von etablierten politischen Verhältnissen abwenden, wo die Grenzen des Dialogs liegen und was Vertrauen in Politik zerstört.
39 Minuten
**Wie gelingt Medienerziehung in einer digitalen Welt, in der Kinder mit Smartphones, Social Media und Künstlicher Intelligenz aufwachsen?** Muschda Sherzada spricht mit Digitaltrainer und Bestsellerautor Daniel Wolff darüber, warum Eltern häufig unterschätzen, was ihre Kinder online erleben – und wie Familien einen sicheren und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien lernen können. Wann ist ein Kind bereit für das erste Smartphone? Wie viel Kontrolle ist sinnvoll? Und braucht es ein Mindestalter für Social Media? Daniel Wolff berichtet aus seiner Arbeit an Schulen in ganz Deutschland und erklärt, warum Kinder Apps wie WhatsApp und YouTube anders nutzen als Erwachsene, welche Risiken ihnen online begegnen und weshalb Vertrauen für eine gelingende Medienerziehung entscheidend ist. Außerdem diskutieren Muschda Sherzada und Daniel Wolff, welche Verantwortung Eltern, Schulen, Politik und digitale Plattformen tragen. Sie sprechen über smartphonefreie Schulen, Suchtmechanismen von Social Media und darüber, wie KI die digitale Lebenswelt von Kindern verändert. Anlass für das Gespräch ist die repräsentative Umfrage **„Eltern im Fokus 2026“** der Körber-Stiftung. Diese wird seit 2023 jährlich durchgeführt und nimmt aktuelle Sorgen und Fragen von Eltern rund um die Bildung und Zukunft ihrer Kinder in den Blick. Nachdem im vergangenen Jahr der Medienkonsum der Kinder die größte Sorge der Eltern war, liegt der Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe auf dem digitalen Familienalltag. Hier geht's zu den Umfrageergebnissen: https://koerber-stiftung.de/publikationen/eltern-im-fokus-2026/ Eine Folge über **Kinder und Smartphones, Medienkompetenz, Social Media, Künstliche Intelligenz und die Frage, wie zeitgemäße Medienerziehung gelingen kann.**
33 Minuten
Was sind Dritte Orte – und warum sind sie wichtig für unsere Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt? In dieser Folge spricht Muschda Sherzada mit Martina Glass, Geschäftsführerin des Netzwerks für Demokratische Kultur (NDK) in Wurzen, über die Bedeutung sogenannter Dritter Orte. Also öffentliche Begegnungsorte – etwa Kulturzentren, Bibliotheken oder Nachbarschaftstreffs –, an denen Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Religion ohne Konsumzwang zusammenkommen können. Am Beispiel des Kultur- und Bürgerzentrums **D5 in Wurzen (Sachsen)** erklärt Martina Glass, wie solche Orte gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern, demokratische Teilhabe ermöglichen und Einsamkeit entgegenwirken. Sie berichtet, wie das NDK seit 25 Jahren einen offenen Raum für Begegnung schafft, welche Herausforderungen zivilgesellschaftliche Initiativen im ländlichen Raum bewältigen müssen und warum die Finanzierung Dritter Orte eine zentrale Zukunftsfrage für die Demokratie ist.
40 Minuten
Warum tun sich demokratische Parteien in Deutschland so schwer mit Emotionen? Muschda Sherzada spricht mit Kommunikationsberater und Autor Dr. Johannes Hillje darüber, weshalb Gefühle in der Politik hierzulande aus historischen Gründen lange als problematisch galten und warum diese Haltung heute an ihre Grenzen stößt. Er erklärt, welche Rolle Hoffnung, Wut und Angst für politische Debatten spielen, wo die Grenze zwischen emotionaler Ansprache und Manipulation verläuft und wie Demokratie Menschen erreichen kann, ohne populistische Kommunikationsmuster zu übernehmen. Eine Folge über Emotionen im politischen Diskurs und die Frage, wie Politik wieder Vertrauen und Hoffnung schaffen kann.
34 Minuten
Verändert Social Media die Art, wie Politik gemacht wird? Muschda Sherzada spricht mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Rasha Nasr über politische Kommunikation zwischen Algorithmus und Alltag, den Spagat zwischen Haltung und Regierungsverantwortung sowie den Umgang mit wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik. Die ostdeutsche Politikerin erklärt, warum Migrationsdebatten so stark polarisieren, welche Lehren sie aus persönlichen Anfeindungen zieht und weshalb echter Dialog wichtiger ist als schnelle Schlagzeilen. Eine Folge über Kompromisse, Vertrauen und die Zukunft demokratischer Debatten.
37 Minuten
Wie konnte aus dem Russland der Aufbruchsjahre das System Putin werden? Muschda Sherzada spricht mit der Osteuropa-Expertin Sabine Fischer über Chauvinismus als Machtprinzip – und darüber, wie Nationalismus, Sexismus und Autokratie zusammenwirken. Fischer erklärt, warum sie den Begriff Chauvinismus als Schlüssel zum Verständnis von Russlands Innen- und Außenpolitik nutzt, was Putins System antreibt und welche Parallelen sich in anderen Ländern beobachten lassen. Eine Folge über Macht, Gewalt und die Frage, welche Lehren Europa daraus ziehen muss – und warum Demokratie mehr braucht als militärische Stärke.
29 Minuten
Wie viel Mut braucht es, man selbst zu sein, wenn die eigene Identität ständig Gegenstand gesellschaftlicher Debatten ist? Muschda Sherzada spricht mit Phenix über Sichtbarkeit, Vorurteile und trans* Leben in polarisierten Zeiten. Die Aktivistin, Schauspielerin und Autorin erklärt, warum Repräsentation so wichtig ist, wie sie mit Hass im Netz umgeht und weshalb trans* Personen immer wieder zum politischen Streitthema werden. Eine Folge über Mut, Verantwortung als Person des öffentlichen Lebens und Verletzlichkeit.
40 Minuten
Warum nimmt die Polarisierung unter Jugendlichen zu? Moderatorin Muschda Sherzada spricht mit Quentin Gärtner über eine Generation zwischen Zukunftsängsten, politischer Frustration und gesellschaftlicher Spaltung. Der ehemalige Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz erklärt, warum progressive Bewegungen aus seiner Sicht Menschen verlieren, weshalb sich junge Männer zunehmend rechten Parteien zuwenden und warum Politik junge Menschen stärker einbeziehen muss. Eine Folge über Generationenkonflikte, politische Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
27 Minuten
Wie wichtig ist Ehrenamt für unsere Demokratie? Moderatorin Muschda Sherzada spricht mit der Chefin des Bundespräsidialamtes, Dr. Dörte Dinger, über den Wert freiwilligen Engagements – und darüber, warum demokratisches Miteinander vor der eigenen Haustür beginnt. Im Mittelpunkt stehen der neu ausgerufene Ehrentag am 23. Mai, mit dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Ehrenamt sichtbarer machen will, und die Frage, wie es um das Vertrauen in demokratische Institutionen in Deutschland steht. Eine Folge über Verantwortung, Gemeinschaft und gelebte Demokratie.
29 Minuten
Was, wenn die Gesetze der Physik das Internet schützen? In dieser Folge spricht Muschda Sherzada mit der Informatikerin und Quantenphysikerin Stephanie Wehner über das Quanteninternet – eine Technologie, die abhörsichere Kommunikation ermöglichen und das Internet grundlegend verändern könnte. Wehner ist Direktorin der European Quantum Internet Alliance und wurde 2025 für ihre wegweisende Forschung mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ausgezeichnet. Sie erklärt, wie Quantenkommunikation funktioniert, wo sie heute schon im Einsatz ist und warum Europa bei dieser Zukunftstechnologie eine entscheidende Rolle spielt. Es geht um digitale Souveränität, neue Anwendungen – und die Frage, wie nah wir einer völlig neuen Form des Internets bereits sind. Gesellschaft besser machen - ein Podcast der Körber-Stiftung
40 Minuten
Warum eskalieren Debatten heute so schnell – und wie kommen wir wieder ins Gespräch? Michel Abdollahi spricht mit Muschda Sherzada über eine Gesellschaft, die sich zunehmend in Lager aufteilt und darüber, wie Akzeptanz helfen kann, Spaltung zu überwinden. Michel erklärt, wie Dialog selbst mit extremen Positionen gelingen kann, warum wir Unterschiede aushalten müssen und welche Folgen Polarisierung schon heute für Kultur und Kulturschaffende hat. Eine Folge über Polarisierung, Verantwortung und die Kraft des Miteinanders.