Auf geht's - der Reha-Blog! Archiv
234 Episoden
2 Minuten
Der Sohn einer Klientin bringt es auf den Punkt. „Seine Aufgabe ist es, Deine Therapien zu optimieren!“ erklärt der Sohn. Nach einem Fahrradunfall mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma wurde meine Klientin ins Altenheim abgeschoben. Zweimal die Woche Therapie und keine Frage nach Teilhabezielen usw. Auf geht’s! – Machen wir uns an die Arbeit …
5 Minuten
Leider werde ich in der täglichen Praxis immer wieder mit Fragen konfrontiert, die nicht sein müssten. Eine dieser Fragen ist zum Beispiel: „Werden Sie von der Versicherung geschickt?“ Der „Auf geht’s, der Reha-Blog!“ soll in ein bis drei Minuten mit Videos und kurzen Texten #informieren, #aufklären und #ängste nehmen. Zu verstecken gibt es nichts in meiner täglichen Arbeit und Praxis. Gut ist, dass die tägliche Arbeit durch den #codeofconduct klar strukturiert ist und es Grenzen gibt.
3 Minuten
Am 12. September 2019 hat das Unternehmertreffen Nordwest das erste Mal Halt in Oldenburg gemacht. Gastgeber war die LzO. Jürgen Brüna und Andreas Quelle haben das Netzwerktreffen moderiert. Warum macht ein solches Netzwerktreffen für einen Reha-Manager Sinn? Netzwerken mit Unternehmern hilft Unfallopfern, wieder beruflich Fuß zu fassen. Und bestehende Kontakte können reaktiviert werden. Ganz konkret hat Jörg Dommershausen mit Christine Thümler, die mit Zeitfrei-Dienstleistungen und haushaltsnahen Dienstleistungen hilft, gesprochen. Oder Daniela Vorwerk von AdA Akademie der Ausbilder in Oldenburg. Daniela Vorwerk hilft bei der beruflichen Weiterbildung und Eingliederung. Nicht zu vergessen ist Marlene Marks von der Kids-Förderung Rhauderfehn. Marlene Marks hilft Kindern und Jugendlichen, die Schule leichter und mit Spaß zu schaffen. Das nächste Treffen für Unternehmerinnen und Unternehmer in Oldenburg findet am 10. Oktober 2019 um 18.00 Uhr in der LzO statt
4 Minuten
Immer wieder gibt es im Erstkontakt Vorurteile gegenüber Reha-Dienstleistern. Es gibt ein Angebot der gegnerischen Haftpflichtversicherung an den Anwalt. Dieses wird dann oft kommentarlos weiter gereicht. Die Betroffenen haben keine Informationen zum Reha-Management. Sie denken, dass rehamanagement-Oldenburg von der gegnerischen Versicherung geschickt wird. Eine Aufklärung durch den zuständigen Anwalt wäre an dieser Stelle sinnvoll. So kann den Betroffenen Angst genommen werden. Aktuell geht es um ein Telefonat mit der Tante eines schädelhirnverletzten Kindes. Ich bin immer wieder erstaunt mit welchen Vorurteilen ich als Reha-Dienstleister konfrontiert werde. Aktuell geht es um den Anruf einer Vewandten eines schädelhirnverletzten Kindes. Die gegnerische Haftpflichtversicherung über den Anwalt das Angebot des Reha-Management unterbreitet. Meine Gesprächspartnerin äußerte nach kurzem, dass ich ja eh von der Versicherung geschickt werde. Meine Gegenfrage, fast schon Standard, war: “Was hat Ihnen denn Ihr Anwalt geraten? Und welchen Informationen haben Sie vom ihm erhalten?“ Keine! Gerne erklärte ich die Situation und den Code of Conduct im Reha-Management auch meine Stellung im System und verwies auf den Deutschen #Anwaltverein, #Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht. Wünschenswert wäre aus meiner Sicht, wenn Anwältinnen und Anwälte aktiv Ängste und Befürchtungen nehmen und über die Vorgaben aus dem Code of Conduct ihre Mandantinnen und Mandanten beraten.
5 Minuten
Manchmal bekomme ich zu meinen Beiträgen ein Feedback, das komisch ist. In meinem Beitrag vom 15.07.2019 habe ich mich ja dazu positioniert, dass du mit TUN deine Ziele erreichen kannst. Bei einem Betroffenen hatte ich bewusst „gepiekst“ um ihn zu bewegen. Die Kommentare gingen von unsympathisch bis anmaßend. Ok. Eine Sicht der Dinge. Mein Gesprächspartner, mit dem ich nach wie vor im Kontakt stehe, hat allerdings viel erreicht. Und zwar für sich und er darf zurecht auf sich stolz sein. Ganz besonders auf seinen #Mut den er entwickelt hat. Auch #Provokation führt zum Ziel, auch wenn man es vorher ankündigt.
5 Minuten
Ich muss mich verändern! Nur wie schaffe ich das? Schon ist ein erster guter Schritt getan! Nur wie bewertest du es, wenn dir jemand sagt, dass du etwas verändern musst? Ein Thema, dass mich immer wieder im Reha-Coaching von Unfallopfern begleitet. Verlangt jemand eine Veränderung, wird dies von den Betroffenen auch immer mit einer Bewertung verbunden, dass es bisher also nicht so optimal war. Allerdings nicht mit einer positiven Bewertung. Da ist zum einen vielleicht der Arzt, dem etwas nicht gefällt. Oder ein Kostenträger, der etwas bewertet. Jeder Beteiligte „verlangt“ eine Veränderung. So wird es jedenfalls von den Unfallopfern oft wahrgenommen. Unfallopfer reagieren dann mit den Urinstinkten Flucht, Angriff oder Stillstand. Eine Lösung dafür gibt es.
6 Minuten
In zwei Kontakten komme ich mit dem Thema Hilfsmittel in „Kontakt“. Einmal zur Sendung 163 vom „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ kommt ein Kommentar auf mich zu. So eine Möglichkeit hätte der Betroffene damals auch gerne gehabt! Der erste #Rollstuhl scheint überhaupt nicht gepasst zu haben. Und dann das Gespräch mit einem Freund. Er ist seit vielen Jahren querschnittsgelähmt und benötigt eine #Rollstuhlverladehilfe für seinen PKW. Kurzfristig musste er den Autoumbauer wechseln. Der neue Anbieter hat viel versprochen. Jetzt hat er ein riesiges Problem. Das Fahrzeug hat nach der „Umrüstung“ Lack- und Karosserieschäden und und und……. Da hilft es wenig, dass er mich hätte fragen können.
7 Minuten
Manchmal macht es auch Sinn noch nach Jahren wieder ein Reha-Management einzuleiten. Gerade dann wenn es um die Erhaltung einer langjährigen beruflichen Tätigkeit geht und sich Unfallfolgen negativ weiter entwickelt haben. Um die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft zu erhalten kann in kleinen und kurzfristigen Maßnahmen eine Lösung des Problems liegen. Für das Unfallopfer wird Autonomie erhalten und Lebensqualität ermöglicht. Für den Kostenträger, der möglicherweise einen für den Schaden oder vermehrte Bedürfnisse erstatten muss, ist ein punktuelles Reha-Management eine Möglichkeit wirtschaftlicher zu arbeiten. Insofern entsteht eine WIN-WIN-Situation.
3 Minuten
Wenn es um Langzeitunfallfolgen geht, macht die Anbindung von Kindern an ein SPZ Sinn. Hier kann die weitere Versorgung von Kindern sichergestellt werden. Gerade wenn es um ein Schädelhirntrauma geht. Wenn die Pubertät kommt, verändern sich die Ansprüche der Betroffenen. Zum Beispiel nicht mehr in eine stationäre Reha gehen zu wollen. Mit der Fachlichkeit eines SPZ lassen sich dann die notwendigen Versorgungen auch manchmal ambulant einleiten. Wobei die Effektivität der Maßnahmen denen stationärer Maßnahmen manchmal hinter hinkt. Nur gegen den Willen von Jugendlichen zu arbeiten macht keinen Sinn.
3 Minuten
Wenn ein Unfallopfer einen guten Plan verfolgt, benötigt man kein Reha-Management. Ein Anrufer hat einen unverschuldeten Unfall erlitten, ist Unternehmer, und erhielt durch die gegnerische Haftpflichtversicherung das Angebot sich durch rehamanagement-Oldenburg unterstützen zu lassen. Schnell ist klar, der Gesprächspartner ist Sportler, hat seinen eigenen Reha-Plan erstellt, will wieder rasch in seine Tätigkeit zurück. Es geht ihm um sein Unternehmen und nicht um Geldleistungen der Haftpflichtversicherung. Hinzu kommt eine gute therapeutische Anbindung. Erstmal muss allerdings klargestellt werden, dass rehamanagement-Oldenburg keine Reha anbietet, sondern diese optimiert. Ängste können genommen werden, dass ein Verzicht auf das Reha-Management mit Nachteilen in der Entschädigung verbunden ist. Grundlage ist hier der Code of Conduct.
4 Minuten
Leider ist es kein Einzelfall dass Anwältinnen und Anwälte ihre Mandantinnen und Mandanten nach einem schweren unverschuldeten Verkehrsunfall nicht über das Angebot eines Reha-Managements informieren. Teilweise müssen Versicherungen darum kämpfen das Reha-Management den Unfallopfern anzubieten. Dadurch verliert man im Reha-Management unheimlich viel Zeit. Dies führt für die Betroffenen und die Angehörigen zu Ängsten und Frustration. Oft erfahre ich die Notwendigkeit eines raschen Reha-Managements durch einen Originalsatz einer Klienten“ Sie hätte ich vor einem Jahr gut gebrauchen können!“. Für die anwaltlichen Vertretungen vielleicht eine Möglichkeit darüber nachzudenken die Mandantenbetreuung mit einem gezielten Reha-Management noch zu verbessern. Im Regelfall sollte durch das Reha-Management die Arbeit der/des Anwältin/Anwalts einfacher werden. Jedenfalls in Zusammenarbeit mit rehamanagement-Oldenburg. Für die Unfallopfer gilt: Fragt euren Anwalt.
4 Minuten
Wer kann dir am besten helfen, wenn Anwalt, Versicherung, Berufsgenossenschaft, Rentenversicherung und Arbeitsamt nicht helfen können oder gefühlt wollen? Mit ein wenig Provokation ist es möglich bestehende Kräfte und Ressourcen zu wecken und Lösungsstrategien zu finden. Mit dem Finger auf Berater zu zeigen ist dabei nicht der richtige Weg und lenkt ausschließlich von der fehlenden Eigenverantwortung ab. “Nicht quatschen, machen!” ist das Motto.
3 Minuten
Manchmal ist es schon kurios auf welche Lösungen Klientinnen und Klienten kommen. Ganz konkret ging es in einem Gespräch, um Problemlösungen und diese einfach zu machen. Dabei hilft einem Klienten eine besondere Art der Visualisierung. Klasse, welche Möglichkeiten es gibt. Hast du eine bestimmte Art deine Probleme leicht und einfach zu machen? Gerne erhalte ich Fragen und Anregungen zum Thema. Deine Anregungen und Ideen können anderen Betroffenen helfen.
5 Minuten
Manchmal ist es im #RehaManagement gar nicht so einfach die Grenze zwischen dem normalen Leben im Sinne von normaler Teilhabe und #Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigung zuziehen. Gerade dann, wenn „normale“ Umstände zu Unfallfolgen hinzutreten, kann die Abgrenzung schwierig sein. Alles dann einem Unfall oder einer Erkrankung anzulasten ist sicherlich unter Berücksichtigung eines “normalen“ Lebens nicht richtig. Hier kommt man als Reha-Manager schnell an seine Grenzen und im Prinzip ist es so das viele Fragen dann auf der schadensrechtlichen Ebene geklärt werden müssen. #Neutralität nach dem Code of Conduct ist dann das oberste Gebot.
4 Minuten
Zum #Reha-Management gehörte Reha-Plan dazu. Eine der wichtigsten Aufgaben ist diesen auch weiterzuverfolgen und immer im Blick zu haben. Dazu gehören regelmäßige #Feedbackgespräche. In diesen wird der Sachstand geklärt und geprüft welche Aussichten bestehen. Da wo nachgearbeitet werden muss kann eingegriffen werden. Wichtig ist dabei die #Motivation der jeweils betroffenen Person aufrechtzuerhalten. #Unterstützungsaufgaben sind wichtiger Bestandteil um am #Reha-Plan dran zu bleiben.