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Auf geht's - der Reha-Blog! Archiv

234 Episoden
3 Minuten
Eine der Aufgaben des Reha-Managers ist es auch für die Rückkehr in die eigenen vier Wände zu sorgen. Nach einem schweren Unfall ist das möglich, wenn Expertinnen und Experten helfen. Und wenn klare Vorstellungen vorliegen. Mit einer Ergotherapeutin aus dem Aphasie-Zentrum-Vechta und mit einem Mitarbeiter eines Sanitätshauses wird ein betroffenes älteres Ehepaar aufgesucht. Mit relativ kleinen Maßnahmen kann viel erreicht werden. Von einer mobilen Rampe, über Haltegriffe, einem Duschstuhl bis hin zu einer Toilettensitzerhöhung. Und dann ist noch ein weiteres Training stationär und später ambulant im Aphasie-Zentrum-Vechta notwendig. Die Unfallopfer sollen noch sicherer werden. Denn es gilt auch Folgeunfälle zu verhindern.
4 Minuten
Corona hat viel verändert in den letzten Wochen. rehamanagement-Oldenburg hat weder im Reha-Blog noch im Reha-Podcast noch in den sozialen Medien aufgenommen. Ganz bewusst. Es gibt und gab sehr viele Auswirkungen auf die betroffenen Unfallopfer. Viele hatten und haben Sorgen, wie es weiter geht. Werden die Maßnahmen weiter getragen? Was ändert sich in meiner Versorgung? Habe ich noch eine berufliche Zukunft mit meiner Behinderung. Und dann sind da noch, sagen wir einmal Auswüchse. Da gibt es noch nicht einmal eine behördliche „Ausgangsveränderung“ fangen die ersten Anbieter im Gesundheitswesen auch schon an Geschäfte zu machen. Da wird von einem Therapieanbieter aus der neurologischen Rehabilitation gleich ein Anschreiben losgeschickt. Wir bieten nur noch Teletherapie an, wenn der Kostenträger eine monatliche Gebühr bezahlt. Und wenn nicht, dann haben die Unfallopfer einfach Pech gehabt. Was da für eine Gebühr erhoben wird und mit welchem Hintergrund bleibt offen. Eher ist ein Gelddruckmanagement zu vermuten. Und dann ist da noch die Arbeitsvermittlung. Diese liegt seit Wochen brach. Niemand will ein Praktikum anbieten. Das ist auch verständlich. Man möchte sich schützen. Und niemand kann sagen, wie sich alles weiter entwickelt am Arbeitsmarkt. Unternehmen mussten Mitarbeiter in Kurzarbeit oder in die Arbeitslosigkeit schicken. Wer hat da noch ein offenes Ohr? Die gute Nachricht. Alles wird sich mit der Zeit wieder einpendeln und wir werden auch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern Lösungen finden um Unfallopfern u helfen. Und es gibt auch viele positive Beispiele. Es gibt noch Einrichtungen, die Reha-Pläne möglich machen und Therapien anbieten. Und es gibt auch Unternehmen, die aus der Not eine Tugend machen. Und dann hilft man auch noch damit Unfallopfern.
5 Minuten
Klarheit schaffen kann ein Ziel des Reha-Managements sein. Gerade wenn es um betroffene Unternehmer geht. Ganz konkret schafft es ein Einmannunternehmer aus dem Baugewerbe nicht mehr zurück ins Arbeitsleben. Alle Behandlungsmaßnahmen führen nicht zu seinem Wunschziel. Auch das Lebensalter und unfallfremde Erkrankungen tragen ihren Teil bei, den Wiedereinstieg ins Baugewerbe zu schaffen. Es belastet den Betroffenen sehr, dass er seinen geliebten Job als Spezialist für die Restaurierung von Bauernhäusern nicht mehr ausüben kann. Das Delegieren auf potenzielle Mitarbeiter scheidet ebenfalls aus. Auf der schadensrechtlichen Ebene wird zwischen Betroffenen und Anwalt auf der einen und der Versicherung auf der anderen Seite eine Lösung gefunden. Dadurch das im Reha-Management Klarheit geschaffen wurde, konnte der schadensrechtliche Findungsprozess zwischen den Beteiligten beschleunigt werden.
5 Minuten
Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Sendung Nummer 70 im „Auf geht’s - der Reha-Blog!“. Eine ältere Dame schafft es, nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und einer „Abschiebung“ in eine Alten- und Pflegeheim, wieder langsam Fuß zu fassen. Mit einer intensiven Reha-Maßnahme gelingen auf einmal Dinge, die vorher nicht denkbar waren. Das Gehen wird besser, ein Arm kann wieder eingesetzt werden. Die Notwendigkeit von Pflege besteht nicht mehr. Alltagstraining führt zu weiteren Erfolgen. Staubsaugen und Bügeln gehen wieder. Das was undenkbar wird greifbar nah. In einer eigenen Wohnung leben ist das Ziel. Und das ist mit Hilfen erreichbar und realistisch. Wenn da nicht die liebe Verwandtschaft wäre. Diese will das nämlich gar nicht. Die Geschädigte fühlt sich so unter Druck gesetzt, dass sie einer Rückkehr in die alte Wohnsituation zustimmt. So wird Reha-Management ad absurdum geführt.
4 Minuten
Zum Reha-Management gehört schlicht weg und einfach neutral zu bleiben. Dies bezieht sich auch auf die Steuerung des Heilverfahrens. Die Durchführung von medizinischen Reha-Maßnahmen bedeutet nicht, dass es immer einfach so weiter geht. Auch nicht, weil ein Reha-Zentrum der Meinung ist, dass Schwerbetroffene immer und dauerhaft ambulante Reha benötigen. Was ganz schnell vergessen wird, ist, dass genau diese Reha-Zentren einen finanziellen Vorteil für sich suchen. Da ist dann manchmal der Patient nur scheinbar im Mittelpunkt. Medizinische Notwendigkeiten sind dann Nebensache. Was allein zählt sind die medizinischen Notwendigkeiten. Im Reha-Management gehört es dann zur Arbeit hier anzusetzen und Bedarfe zu klären. Dazu gehört es das Reha- und Teilhabeziel zu bestimmen. Allein Erhaltung von Erreichtem kann nicht die Begründung sein dauerhaft EAP durchzuführen.
3 Minuten
Manchmal lassen sich die Folgen eines schweren Unfalles nicht ausgleichen. Sie bleiben ein Leben lang und beeinflussen nicht nur das Leben des Unfallopfers. Gerade wenn es junge Menschen trifft verändert sich für das Umfeld viel. Jörg Dommershausen führte mit einer Mutter ein Telefonat, in dem es genau um diese Frage ging. Ein unverschuldeter Verkehrsunfall mit einem Schweren-Schädel-Hirn-Trauma verändert das Leben eines Jungen. Und damit wird auch das Leben der Eltern über den Haufen geworfen. Zukunftspläne müssen begraben werden. Und dann geht es auch um das normale Leben. Für den Betroffenen geht es um das Leben eines jungen Menschen. Also Party, Freizeit, Freunde treffen. Durch den Unfall haben sich diese Bedürfnisse anpassen dürfen. Und dennoch bestehen sie weiter. Eltern, wie die Gesprächspartnerin von Jörg Dommershausen, wollen abgeben und suchen nach Lösungen. Die zuständige gesetzliche Unfallversicherung hat sich diesem Thema verschlossen. Und es gibt Lösungen. Ein Telefonat kann da schon neue Ideen bringen. Das gehört zum Reha-Management und Reha-Coaching dazu.
5 Minuten
Unfälle führen manchmal zu komplexen Folgen. Da geht es nicht immer nur um gebrochene Beine, Arme oder ein Schädel-Hirn-Trauma. Erleben auch noch nahe Angehörige den Unfall mit, dann wird die Sache kompliziert. Dann werden ganze Familiensysteme noch mehr betroffen, als wenn „nur“ ein Familienmitglied betroffen ist. Noch komplizierter wird es, wenn ein Familienmitglied auch noch den Unfall verursacht hat. Dann gilt von Seiten des Haftpflichtversicherers das sogenannte „Familienprivileg“. Solch komplexe Konstellationen führen dann auch im Reha-Management zu Verdrängungsmechanismen. So berichtete eine Mutter im Gespräch mit Jörg Dommershausen, dass sie nicht nur unangenehme Post nicht liest. „In Gesprächen schalte ich regelrecht ab, wenn mir ein Arzt oder Therapeut etwas Negatives sagt. Dann höre ich einfach nicht mehr zu!“ Mehr zum aktuellen Thema in der aktuellen Sendung des Reha-Blogs!
5 Minuten
Regelmäßige Gespräche in Reha-Einrichtungen gehören zum Alltag eines Reha-Managers. Vor Ort gibt es viele reharelevante Informationen. Sie zeigen mehr, als Berichte aussagen können. Dadurch lassen sich Rehabilitation und Teilhabe besser steuern. Zu diesen Gesprächen gehört es auch Richtungen vorzugeben. Diese können vielfältig sein. Manchmal geht es um die Rückkehr nach Hause oder um die Rückkehr an den Arbeitsplatz. Auch Prozesse in der Reha-Einrichtung müssen ab und zu unterstützt und gesteuert werden. Dies kann einen Alkohol- oder Drogenthema sein. Und es geht auch milder. Gerade nach einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) gibt es oft Einschränkungen in der Informationsverarbeitung. Dann kann zum Beispiel eine übermäßige Handynutzung ein Hemmnis für Gesundheit und Rehabilitation sein.
4 Minuten
Es ist schon einige Zeit her, da rief ein Rechtsanwalt bei rehamanagement-Oldenburg an. Was war passiert? Eine Frau wurde an der Wirbelsäule operiert und es ging etwas schief. Für die Frau schlimm. Als Krankenschwester auf einmal irreversible Folgen zu erleiden und aus dem Leben gerissen zu werden ist fürchterlich. „Was kann man dann im Reha-Management konkret machen?“, war die Frage des Rechtsanwaltes. Zunächst einmal nichts. Das Gerichtsverfahren gegen die Haftpflichtversicherung läuft noch. Von dort besteht keine Bereitschaft, Kosten für eine Reha- Management zu übernehmen. Da bleibt zunächst nur der Zugriff auf Sozialversicherungsträger. Allerdings streiten diese sich über Zuständigkeiten. Teilhabeleistungen oder Reha- Leistungen werden nicht erbracht. Dem Rechtsanwalt konnte nur geraten werden, für eine gute sozialrechtliche Situation zu sorgen. Erst nach Abschluss des eigentlichen (Haftpflicht-) Rechtsstreites ist es möglich, mit dem Haftpflichtversicherer über Reha-Management zu sprechen. So lange liegen die Themen Heilbehandlung, Genesung und Teilhabe am Arbeitsleben für das private Reha-Management auf Eis. Für die Betroffene bedeutet dies weiter mit (unnötigen) Belastungen zu leben.
4 Minuten
In einigen Fällen kommt es in Beratungssituation immer wieder zu Themen, die die verzögerte Heilbehandlung betreffen. Gerade bei schweren Unfallfolgen ist dies oft der Fall. Zum Beispiel entwickeln sich Falschgelenke (Pseudarthrose). Diese müssen dann einer speziellen Heilbehandlung zugeführt werden. Gerade in einer solchen Situation werden dann Unfallopfer von den behandelnden Ärzten über Behandlungsoptionen aufgeklärt. Leider holen sich viele Betroffene (und Angehörige) selten eine zweite oder dritte Meinung ein. Ganz konkret geht es in einem Fall von Jörg Dommershausen um eine zweite ärztliche Meinung. Diese hat weder die Klienten noch Jörg Dommershausen überzeugt. Was liegt da näher als weiteren ärztlichen Rat einzuholen. Gerade wenn ein Klient ein „ungutes Gefühl" hat, sollte diesem auch nachgegangen werden. Mehr in der aktuellen Sendung von „Auf geht's - der Reha-Blog! "
4 Minuten
Schwere Unfallfolgen können Menschen aus Ihrem Leben reißen. Das ist nichts Neues. Trifft es einen Unternehmer können verschiedene Probleme entstehen. Es kann um die Sicherung von Arbeitsplätzen gehen. Und natürlich um das Unfallopfer selbst. Gerade dann, wenn ein Unternehmer seine Firma mit Herzblut aufgebaut hat. Sich von Zielen zu lösen ist dann eine Sache. Kommen dann noch neben Unfallfolgen andere Erkrankungen hinzu, wird die Sache heikel. So ist es einem selbstständigen Handwerker ergangen, den Jörg Dommershausen begleitete. Als Ein-Mann-Unternehmer, der nur in „Stoßzeiten“ Mitarbeiter beschäftigte, gibt es kaum Alternativen. Allein aufsichtsführende Arbeiten sind in einer solchen Situation nicht möglich. Trotz aller Heilbehandlungen und Hilfsmittel war eine Arbeitsaufnahme nicht mehr realistisch. Andere Lösungen, zum Beispiel wie ein Arbeitnehmer tätig zu werden, waren nicht gewünscht. Somit kam das Reha- Management an seine Grenzen. Die Lösung brachte dann eine finanzielle Vereinbarung zwischen dem Geschädigten und der Haftpflichtversicherung.
3 Minuten
Wie lange sind Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu gewähren? Welche Grenzen gibt es? Zu diesen Fragen gibt es unterschiedliche Einschätzungen und Vorstellungen der verschiedenen Kostenträger. Schon im Bereich der Sozialversicherung handeln die verschiedenen Träger entweder restriktiv oder großzügig. Maßstab für dieses Handeln ist das jeweilige Ermessen. Viele Unfallopfer denken hier dann an Willkür. Tatsächlich ist das Ermessen für Sozialversicherungsträger gesetzlich geregelt (Paragraf 39 SGB I). Entscheidet sich ein Betroffener, eine Rente wegen Erwerbsminderung beim Rentenversicherungsträger zu beantragen, ist dies ein Merkmal, dass sich das Unfallopfer nicht mehr gedanklich auf dem ersten Arbeitsmarkt sieht. Allein finanzielle Zwänge sind hierfür nicht ausschlaggebend. In einem konkreten Fall ist ein langwieriges Verfahren zur Vermittlung eines geeigneten Arbeitsplatzes gescheitert. Die Biografie des Unfallopfers und seine unfallbedingten und unfallunabhängigen Erkrankungen stützen seine Vorstellungen, die Erwerbsminderungsrente anzustreben. Durch den Bildungsträger wurde das Unfallopfer befähigt, sich selbst auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht nur zu bewerben, sondern auch zu verkaufen. An dieser Stelle muss dann ein Strich gezogen werden und die Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben ist zu beenden.
5 Minuten
In der schadensrechtlichen Auseinandersetzung über den Haushaltsführungsschaden geht es für die Anwaltschaft und die Versicherungen fast nur um eine Frage. Wie kann das Problem finanzielle gelöst werden? Und was ist mit den Geschädigten? Sie haben Einschränkungen im täglichen Leben, die sie gerne gelöst wissen möchten. Auch wenn Unfallopfer oft die besten Experten in eigener Sache sind, kommen Sie nicht auf die einfachsten Ideen, wie sie ihre Autonomie wiedererlangen können. Die Lösung ist manchmal einfach. Statt große Begutachtungen zu starten, kann eine ergotherapeutische Umfeldanalyse Klarheit im Hilfebedarf bringen. Einfache Hilfsmittel helfen schnell, Hindernisse bei der Alltagsbewältigung zu beseitigen. Das hilft mehr Lebensqualität für das Unfallopfer zu erreichen. Nicht mehr auf die Hilfe von Familienmitgliedern oder Dritten angewiesen zu sein schafft Sicherheit. Mehr in der aktuellen Sendung mit Jörg Dommershausen.
2 Minuten
Manchmal erkennen die Betroffenen nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma selbst ihre Defizite besser als die Einrichtungen, die sie behandeln. In einem aktuellen Gespräch, in dem es um die Überleitung einer Klientin von einem Neurologischen Rehabilitationszentrum in die Nachsorgeeinrichtung ging, beschrieb das junge Unfallopfer exakt ihre Stärken und Defizite. „Wenn ich hier mehr Therapien bekommen hätte, wäre ich schon längst weiter! “ war eine Aussage aus dem Gespräch. Nach dem Gespräch mit den Therapeutinnen und Therapeuten hat diese Selbsteinschätzung noch mehr Gewicht bekommen. Die aktuellen Behandler berichteten nämlich von personellen Defiziten in der Reha-Einrichtung. Umso wichtiger ist es für eine gute, teilhabezentrierte, Nachbehandlung mit entsprechenden neurologisch ausgerichteten Therapien zu sorgen. Dies ist die Aufgabe im Reha-Management. Ziel ist es Selbstständigkeit zu fördern und Abhängigkeit zu minimieren.
5 Minuten
Einzelne Ereignisse an sich sind kein Problem. Allerdings sieht dies anders aus, wenn sich viele negative Ereignisse summieren. Das fängt an beim Kampf mit der Berufsgenossenschaft, die einfach in der Rehabilitation aussteigt. Oder Aussagen von Ärzten, die keine Motivation beinhalten. Kommt dann noch eine Apothekerin und kann nicht helfen, ist das Fass voll. Das war dann der berühmte letzte Tropfen. Die Frage ist, wie ganz konkret geholfen werden kann. Denn eins ist klar. Wenn der Betroffene mit dem Kopf auf diesen Nebenkriegsschauplätzen ist, wird er sich nicht auf seine medizinischen Rehabilitation konzentrieren können. Auch wenn seine Ziele klar von ihm formuliert werden. Arbeiten zu wollen ist das eine. Das andere sind diese Rehahemmnisse, die den Erfolg unsicher machen. Jetzt gilt es die richtige psychologische Therapie zu finden, damit zielgerichtet geholfen werden kann.