Hör-Saal: 15 Minuten Forschung Archiv
47 Episoden
15 Minuten
Kaiserin Elisabeth (1837-1898) ist als „Sisi“ fest im kulturellen Gedächtnis Österreichs verankert. Sie selbst wollte der Nachwelt auch etwas hinterlassen – und zwar 13 Briefe sowie Fragmente eines indischen Märchens. Die Schriftstücke wurden in einer Kassette verschlossen und diese sollte erst 50 Jahre nach ihrem Tod vom Bundespräsidenten der Schweiz geöffnet werden. Das geschah auch.
Aber als der Inhalt der Zeitkapsel Ende der 1940er-Jahre gehoben wurde, verschwand er sofort wieder in einem Archiv. Als zu skandalös empfanden die Schweizer Staatsfunktionäre die Korrespondenz der Kaiserin mit einem um 20 Jahre jüngeren Mann, Alfred Gurniak Edler von Schreibendorf (1857-1934). Das indische Märchen hatte er für sie geschrieben. Wählte er die literarische Form, um einer Liebesgeschichte, die nicht sein durfte, Ausdruck zu verleihen?
Wie die Grenzen zwischen Realität und Fiktion in einer unausgelebten Beziehung verschwimmen, hat die Historikerin Evelyn Knappitsch in ihrer Dissertation untersucht. Für ihre Arbeit zeichnete die Geisteswissenschaftliche Fakultät sie kürzlich mit dem GEWI-Preis aus. In einer neuen Folge des Wissenschaftspodcasts „HörSaal: 15 Minuten Forschung“ erzählt sie mehr darüber.
Aber als der Inhalt der Zeitkapsel Ende der 1940er-Jahre gehoben wurde, verschwand er sofort wieder in einem Archiv. Als zu skandalös empfanden die Schweizer Staatsfunktionäre die Korrespondenz der Kaiserin mit einem um 20 Jahre jüngeren Mann, Alfred Gurniak Edler von Schreibendorf (1857-1934). Das indische Märchen hatte er für sie geschrieben. Wählte er die literarische Form, um einer Liebesgeschichte, die nicht sein durfte, Ausdruck zu verleihen?
Wie die Grenzen zwischen Realität und Fiktion in einer unausgelebten Beziehung verschwimmen, hat die Historikerin Evelyn Knappitsch in ihrer Dissertation untersucht. Für ihre Arbeit zeichnete die Geisteswissenschaftliche Fakultät sie kürzlich mit dem GEWI-Preis aus. In einer neuen Folge des Wissenschaftspodcasts „HörSaal: 15 Minuten Forschung“ erzählt sie mehr darüber.
15 Minuten
Nur wenn LehrerInnen sich in ihrem Beruf leistungsfähig, fit und unterstützt fühlen, können sie guten Unterricht anbieten. Nicht nur seit der Corona-Pandemie fühlen sich Lehrende aber immer öfter überlastet, ungehört und allein gelassen. Die Universität Graz hat jetzt, gemeinsam mit internationalen PartnerInnen, ein spezielles Training für Lehrende konzipiert. Es soll LehrerInnen dabei helfen, ihre sozialen bzw. emotionale Kompetenzen zu erweitern, ihr Diversitätsbewusstsein zu schärfen und Achtsamkeit zu fördern. Es richtet sich zunächst besonders an LehrerInnen in Volksschulen und deren Leitungen.
Wie das Training genau ausschaut, welche positiven Effekte es nach sich ziehen soll und wie man mitmachen kann, erzählen in diesem Podcast die Bildungsforscherinnen Lisa Paleczek und Barbara Gasteiger-Klicpera, die das Projekt "Hand in Hand: Empowering Teachers" entwickelt haben.
Anmeldeschluss für Interessierte: 30. November 2021!
Kontakt: valerie.fredericks@uni-graz.at
Wie das Training genau ausschaut, welche positiven Effekte es nach sich ziehen soll und wie man mitmachen kann, erzählen in diesem Podcast die Bildungsforscherinnen Lisa Paleczek und Barbara Gasteiger-Klicpera, die das Projekt "Hand in Hand: Empowering Teachers" entwickelt haben.
Anmeldeschluss für Interessierte: 30. November 2021!
Kontakt: valerie.fredericks@uni-graz.at
17 Minuten
Kann Arnold Schwarzenegger noch Deutsch sprechen? Warum klingt sein Englisch für deutsche MuttersprachlerInnen so befremdlich? In der aktuellen Ausgabe des Podcasts „HörSaal: 15 Minuten Forschung“ beantwortet die Sprachwissenschafterin Lisa Kornder diese Fragen. In ihrer Dissertation, für die sie den GEWI Preis der Geisteswissenschaftlichen Fakultät erhalten hat, hat sie die Aussprache von Arnold Schwarzenegger analysiert.
17 Minuten
In many ways the Covid pandemic functioned as an amplifier, showing us already existing deficits all the more poignantly. In this episode of “Hör-Saal: 15 minutes of research” – the first one to be recorded in English entirely – we focus on teachers and their physical and mental health. Both have been challenged during the pandemic, as many of them struggled to maintain a balanced relationship between their jobs and their private lives.
Astrid Mairitsch and Sonja Babic are PhD candidates at the “Fachdidaktik Anglistik” of the University of Graz. They present to us their findings about teacher well-being before and during the pandemic. Moreover, they explain why a considerable amount of the teachers polled valued a good relationship with their students as a personal resource of strength.
Astrid Mairitsch and Sonja Babic are PhD candidates at the “Fachdidaktik Anglistik” of the University of Graz. They present to us their findings about teacher well-being before and during the pandemic. Moreover, they explain why a considerable amount of the teachers polled valued a good relationship with their students as a personal resource of strength.
15 Minuten
Diesen Freitag beginnt in Rom die Fußball-Europameisterschaft 2021 mit der Partie Türkei gegen Italien. Dass für den Torerfolg nicht nur die körperliche Fitness zählt, sondern auch die Kreativität eine große Rolle dabei spielt, weiß Andreas Fink vom Institut für Psychologie der Universität Graz. Er ist in dieser Folge Gast im "Hör-Saal" und erzählt, warum kreativen Fußball-SpielerInnen oft schon ein kurzer Lageblick für den nächsten, genialen Pass reicht.
15 Minuten
Tod ist Tabu - oft wird er kaschiert, schöngeredet, verschwiegen. Das Corona-Virus hat uns allen plötzlich und schmerzvoll gezeigt, wie verletzlich wir und unsere Lebensentwürfe sind, wie schnell ein alles verändernder Einschnitt passieren kann. Macht uns die Krise in Zukunft aufmerksamer für das Ende unseres Daseins auf der Erde, für den Wert der letzten Stunden? Wie wollen wir diese verbringen, was ist in dieser Phase wichtig? Wie können wir Sterbende begleiten, was braucht es in der persönlichen Begegnung mit ihnen und was in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, damit Sterben "gut gelingt"?
Darum geht es in einer neuen Episode von "HörSaal: 15 Minuten Forschung". Gast ist Klaus Wegleitner (Institut für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie bzw. Age and Care Research Group der Uni Graz). Er ist Co-Herausgeber des kürzlich erschienenen Buches "Sterbewelten - Die Perspektive der Betroffenen auf 'Gutes Sterben'". Mehr dazu auf: https://www.hospiz-verlag.de/produkt/sterbewelten/
Darum geht es in einer neuen Episode von "HörSaal: 15 Minuten Forschung". Gast ist Klaus Wegleitner (Institut für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie bzw. Age and Care Research Group der Uni Graz). Er ist Co-Herausgeber des kürzlich erschienenen Buches "Sterbewelten - Die Perspektive der Betroffenen auf 'Gutes Sterben'". Mehr dazu auf: https://www.hospiz-verlag.de/produkt/sterbewelten/
17 Minuten
Kunst und Kultur im Lockdown - das hören und lesen wir fast durchgehend seit mehr als einem Jahr. Damit meinen wir Theater, Museen, Kinos. In der soziologischen Forschung ist hat das Wort "Kultur" aber noch eine andere, weitere Bedeutung: "Gemeint ist die gesamte Lebensweise des Menschen. Wir setzen uns immer wieder mit unserer Umwelt auseinander, interpretieren sie, suchen und stiften Sinn. Daraus entstehen Deutungs- und Glaubenssysteme, aber auch bestimmte Gebräuche und Sitten", erklärt Katharina Scherke vom Institut für Soziologie der Universität Graz.
In einer neuen Ausgabe von "HörSaal: 15 Minuten Forschung" erklärt sie den Forschungsbereich der Kultursoziologie anhand eines einprägsamen Beispiels - nämlich mittels Emotionen. Denn: "Emotionen haben wir nicht einfach so. Sie sind durch bestimmte gesellschaftliche Vorgaben und Normen geregelt. Wer gegen die Erwartungen seine/ihrer Umgebung verstößt, kann auch dafür gestraft werden", so Katharina Scherke.
*** Call für Studierende***:
Wer sich nach diesem Podcast für Kultursoziologie interessiert, für den/die ist das gleichnamige Masterstudium an der Universität Graz womöglich auch interessant. Aktuell kann man sich dafür bewerben, und zwar bis 1. Juni (internationale Studierende) bzw. 1. September (Studierende der Universität Graz. Alle Infos gibt es hier: https://www.jointdegree.eu/de/cultural-sociology/
Weiterführende Links:
>> Schwerpunktausgabe des Magazins "Unizeit" zum Thema "Kultur in der Krise": https://uni-graz.e-publikation.de/de/unizeit-1-2-3/cover
>> Zum "Handbuch Kultursoziologie", mit herausgegeben von Katharina Scherke (Springer-Verlag)
In einer neuen Ausgabe von "HörSaal: 15 Minuten Forschung" erklärt sie den Forschungsbereich der Kultursoziologie anhand eines einprägsamen Beispiels - nämlich mittels Emotionen. Denn: "Emotionen haben wir nicht einfach so. Sie sind durch bestimmte gesellschaftliche Vorgaben und Normen geregelt. Wer gegen die Erwartungen seine/ihrer Umgebung verstößt, kann auch dafür gestraft werden", so Katharina Scherke.
*** Call für Studierende***:
Wer sich nach diesem Podcast für Kultursoziologie interessiert, für den/die ist das gleichnamige Masterstudium an der Universität Graz womöglich auch interessant. Aktuell kann man sich dafür bewerben, und zwar bis 1. Juni (internationale Studierende) bzw. 1. September (Studierende der Universität Graz. Alle Infos gibt es hier: https://www.jointdegree.eu/de/cultural-sociology/
Weiterführende Links:
>> Schwerpunktausgabe des Magazins "Unizeit" zum Thema "Kultur in der Krise": https://uni-graz.e-publikation.de/de/unizeit-1-2-3/cover
>> Zum "Handbuch Kultursoziologie", mit herausgegeben von Katharina Scherke (Springer-Verlag)
14 Minuten
Seit zehn Jahren herrscht in Syrien Krieg. Kann der Konflikt, der durch die Interessen vieler AkteurInnen gesteuert ist, überhaupt noch befriedet werden? Wie könnte so eine Lösung ausschauen? Und ist nicht ein "stabiler" Graubereich zwischen Krieg und Frieden das realistischere Szenario?
Friedensforscher Maximilian Lakitsch spricht in einer neuen Ausgabe von "HörSaal" am Beispiel des Syrienkriegs über das Potenzial von Konflikten, über Auswirkungen und Lösungsansätze - und darüber, was die Wissenschaft in diesem Bereich beitragen kann.
>> Mehr über Maximilian Laktischs Forschungen
Friedensforscher Maximilian Lakitsch spricht in einer neuen Ausgabe von "HörSaal" am Beispiel des Syrienkriegs über das Potenzial von Konflikten, über Auswirkungen und Lösungsansätze - und darüber, was die Wissenschaft in diesem Bereich beitragen kann.
>> Mehr über Maximilian Laktischs Forschungen
15 Minuten
Lockdown zum ersten, zum zweiten, zum dritten: Der aktuelle Beschränkungen zur Eindämmung der Covid-Pandemie in Österreich wurden gerade um zwei Wochen verlängert. Bis zum 8. Februar 2021 stehen Kultur, Handel und Gastronomie sicher still, Schulen und Universitäten laufen zu einem Großteil im distance learning weiter und wer kann, soll von zuhause aus arbeiten.
Zuhause, da spielte sich schon 2020 das Leben ab: zwischen Job (selten als nine-to-five-Variante), Familie (zwischen Lagerkoller und Zusammengehörigkeit) und Freizeit (von Einsamkeit bis Entschleunigung) gab es viele Aufs und Abs. Eine wissenschaftliche Studie untersucht seit fast einem Jahr, wie sich die Stimmung in der österreichischen Bevölkerung entwickelt hat, wie die Menschen mit der Covid-Ausnahmesituation umgegangen sind und wie sich die Handhabe des Alltags über die Monate verändert hat. Im Gespräch erzählen die Soziologinnen Sabine Haring-Mosbacher und Karin Scaria-Braunstein mehr dazu.
Zuhause, da spielte sich schon 2020 das Leben ab: zwischen Job (selten als nine-to-five-Variante), Familie (zwischen Lagerkoller und Zusammengehörigkeit) und Freizeit (von Einsamkeit bis Entschleunigung) gab es viele Aufs und Abs. Eine wissenschaftliche Studie untersucht seit fast einem Jahr, wie sich die Stimmung in der österreichischen Bevölkerung entwickelt hat, wie die Menschen mit der Covid-Ausnahmesituation umgegangen sind und wie sich die Handhabe des Alltags über die Monate verändert hat. Im Gespräch erzählen die Soziologinnen Sabine Haring-Mosbacher und Karin Scaria-Braunstein mehr dazu.
16 Minuten
Der österreichische Verfassungsgerichtshof entscheidet dieser Tage darüber, ob Beihilfe zum Suizid in Österreich legal werden soll. Hans-Walter Ruckenbauer, Experte für Medizin- und Pflegeethik an der Universität Graz, nimmt in einem Hintergrundgespräch dazu Stellung.
16 Minuten
Videospiele gehören zum Alltag, und zwar nicht nur bei Teenagern und Twentysomethings. Egal, ob Triple A oder Indie-Produktion: Videospiele begeistern, fesseln - und können auch lehrreich sein. Ob sie auch kulturelle Denkmuster einer ganzen Nation wie Amerika erklären können, das besprechen wir in dieser Folge mit dem Medienwissenschafter Michael Fuchs und dem Amerikanist Steve Rabitsch. Beide sind begeisterte Gamer und haben an der Universität Graz ein Seminar geleitet, in dem es darum ging, über Videospiele hinter die Kulissen prägender amerikanischer Narrative zu blicken.
Infos zu unseren InterviewpartnerInnen:
Website Michael Fuchs: https://www.michael-fuchs.info/
Vortrag Steve Rabitsch: https://www.youtube.com/watch?v=DUW-jLjlazQ&app=desktop
Infos zu unseren InterviewpartnerInnen:
Website Michael Fuchs: https://www.michael-fuchs.info/
Vortrag Steve Rabitsch: https://www.youtube.com/watch?v=DUW-jLjlazQ&app=desktop
32 Minuten
Die Wiederwahl von Alexander Lukaschenko zum Präsidenten Weißrusslands in diesem Sommer war gefälscht und soll annulliert werden – zu diesem Schluss kam Anfang November die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Damit unterstrich sie die Forderung der Opposition sowie der weißrussischen Bevölkerung, deren monatelangen Proteste vom Regime bisher brutal unterdrückt wurden.
„Lukaschenkos Zeit ist mittel- bis langfristig definitiv vorbei. Es gibt guten Grund zur Annahme, dass der Kreml bereits an einem Nachfolgemodell bastelt. Die Lage ist derzeit aber extrem verfahren, weil sehr viele unterschiedliche Akteure unterschiedliche Interessen durchsetzen wollen“, beschreibt Benedikt Harzl vom Zentrum für Osteuropäisches Recht der Universität Graz die Situation. Einschätzungen und Hintergrundanalysen nimmt der Experte in einer Sonderausgabe der Podcast-Reihe „HörSaal: 15 Minuten Forschung“ vor, zu hören auf UniTube, Spotify und Apple Podcasts.
„Lukaschenkos Zeit ist mittel- bis langfristig definitiv vorbei. Es gibt guten Grund zur Annahme, dass der Kreml bereits an einem Nachfolgemodell bastelt. Die Lage ist derzeit aber extrem verfahren, weil sehr viele unterschiedliche Akteure unterschiedliche Interessen durchsetzen wollen“, beschreibt Benedikt Harzl vom Zentrum für Osteuropäisches Recht der Universität Graz die Situation. Einschätzungen und Hintergrundanalysen nimmt der Experte in einer Sonderausgabe der Podcast-Reihe „HörSaal: 15 Minuten Forschung“ vor, zu hören auf UniTube, Spotify und Apple Podcasts.
15 Minuten
Was macht Millenials depressiv - und wird darüber geschrieben? Das fragen wir in einer neuen Podcast-Episode von "Hör-Saal: 15 Minuten Forschung".
Im Podcast-Format "Hör-Saal: 15 Minuten Forschung" berichten WissenschafterInnen der Universität Graz über ihre aktuellen Forschungen. Nach der Folge 19, in der Eva Fauner, Gewinnerin eines jener Preise, die die Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz für herausragende Abschlussarbeiten vergibt, über ihre Dissertation gesprochen haben, ist in der Folge 20 die Gewinnerin der Kategorie "Masterarbeit" dran. Sonja Kuzmics hat in "Traurige Freiheiten" ein Thema aufgegriffen, dass viele "Millenials" (Personen, die zwischen 1985 und 2000 geboren wurden), betrifft: Depressionen.
Tatsächlich wird die "Generation Y" oft als "the most anxious generation of all times" bezeichnet, und zwar sowohl in der Fachliteratur als auch in Mainstream-Publikationen. Was macht die heute 20- bis 35-Jährigen depressiv und vor allem: wie wird dieser Typus in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur dargestellt? Damit beschäftigt sich die Germanistin Sonja Kuzmics anhand dreier Bücher: "Traurige Freiheit" von Friederike Gösweiner, "vollkommen leblos, bestenfalls tod" von Antiona Baum und "Wurfschatten" von Simone Lappert. Sie kommt dabei unter anderem zum Schluss, dass Zwänge, die früher von außen auf junge Menschen ausgeübt wurden - zum Beispiel seitens des sozialen Umfelds - nach innen gewandert sind. Die Freiheiten, die die Generation Y heute leben darf, ist somit auch begrenzt - mit teils traurigen Konsequenzen.
Im Podcast-Format "Hör-Saal: 15 Minuten Forschung" berichten WissenschafterInnen der Universität Graz über ihre aktuellen Forschungen. Nach der Folge 19, in der Eva Fauner, Gewinnerin eines jener Preise, die die Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz für herausragende Abschlussarbeiten vergibt, über ihre Dissertation gesprochen haben, ist in der Folge 20 die Gewinnerin der Kategorie "Masterarbeit" dran. Sonja Kuzmics hat in "Traurige Freiheiten" ein Thema aufgegriffen, dass viele "Millenials" (Personen, die zwischen 1985 und 2000 geboren wurden), betrifft: Depressionen.
Tatsächlich wird die "Generation Y" oft als "the most anxious generation of all times" bezeichnet, und zwar sowohl in der Fachliteratur als auch in Mainstream-Publikationen. Was macht die heute 20- bis 35-Jährigen depressiv und vor allem: wie wird dieser Typus in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur dargestellt? Damit beschäftigt sich die Germanistin Sonja Kuzmics anhand dreier Bücher: "Traurige Freiheit" von Friederike Gösweiner, "vollkommen leblos, bestenfalls tod" von Antiona Baum und "Wurfschatten" von Simone Lappert. Sie kommt dabei unter anderem zum Schluss, dass Zwänge, die früher von außen auf junge Menschen ausgeübt wurden - zum Beispiel seitens des sozialen Umfelds - nach innen gewandert sind. Die Freiheiten, die die Generation Y heute leben darf, ist somit auch begrenzt - mit teils traurigen Konsequenzen.
14 Minuten
Am Ende des Monats Oktober sprechen wir mit Eva Fauner über ihre Dissertation, für die sie einen jener Preise erhalten hat, die die Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz für herausragende Abschlussarbeiten vergibt. In "Schriften, die gehört gehören", so der Kurztitel der Arbeit, geht Eva Fauner der Frage nach, welche literarischen Werke nicht nur fürs Lesen, sondern auch für das Hören gemacht sind, untersucht, wie beide Formen des Wahrnehmens einander beeinflussen beziehungsweise bereichern und erklärt, warum Audiobücher, Podcasts & Poetry Slams immer beliebter werden.
13 Minuten
In der September-Ausgabe von Hör-Saal sprechen Hans-Walter Ruckenbauer und Martina Schmidhuber von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz über Verletzlichkeiten, vor allem in Krisenzeiten.
Dabei wird klar, dass wir alle mehr oder weniger stark und/oder häufig verletzlich sind. Bleiben uns beispielsweise Grundbedürfnisse versagt, stoßen wir schnell an unsere Grenzen. Ereilen uns Schicksalsschläge oder Naturkatastrophen werden wir uns des empfindlichen Gleichgewichts, in dem wir leben, plötzlich bewusst. Und leiden wir an unheilbaren Krankheiten sind wir die allermeiste Zeit von der Fürsorge anderer abhängig.
Wie es Menschen mit Demenz und ihren BetreuerInnen während des coronabedingten Lockdowns in Österreich ergangen ist, hat sich Martina Schmidhuber – sie hat die Professur für Health Care Ethics inne – genauer angeschaut. Ihr Artikel ist in ein kürzlich erschienenes Buch eingebettet, das ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen der Krise versammelt. Hans-Walter Ruckenbauer, einer der vier Herausgeber, spricht im Hör-Saal über den Hintergrund der Buchreihe „Bioethik in Wissenschaft und Gesellschaft“ und über diesen aktuellen, insgesamt zehnten Band, zu dem 38 AutorInnen beigetragen haben.
Buchtipp: „Die Corona-Pandemie. Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise“. Kröll, Platzer, Ruckenbauer, Schaupp [Hrsg]. In der Reihe: Bioethik in Wissenschaft und Gesellschaft. 2019, Nomos-Verlag >> zur kostenlosen Open Access-Version des Buches: https://www.nomos-shop.de/titel/die-corona-pandemie-id-89397/
Dabei wird klar, dass wir alle mehr oder weniger stark und/oder häufig verletzlich sind. Bleiben uns beispielsweise Grundbedürfnisse versagt, stoßen wir schnell an unsere Grenzen. Ereilen uns Schicksalsschläge oder Naturkatastrophen werden wir uns des empfindlichen Gleichgewichts, in dem wir leben, plötzlich bewusst. Und leiden wir an unheilbaren Krankheiten sind wir die allermeiste Zeit von der Fürsorge anderer abhängig.
Wie es Menschen mit Demenz und ihren BetreuerInnen während des coronabedingten Lockdowns in Österreich ergangen ist, hat sich Martina Schmidhuber – sie hat die Professur für Health Care Ethics inne – genauer angeschaut. Ihr Artikel ist in ein kürzlich erschienenes Buch eingebettet, das ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen der Krise versammelt. Hans-Walter Ruckenbauer, einer der vier Herausgeber, spricht im Hör-Saal über den Hintergrund der Buchreihe „Bioethik in Wissenschaft und Gesellschaft“ und über diesen aktuellen, insgesamt zehnten Band, zu dem 38 AutorInnen beigetragen haben.
Buchtipp: „Die Corona-Pandemie. Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise“. Kröll, Platzer, Ruckenbauer, Schaupp [Hrsg]. In der Reihe: Bioethik in Wissenschaft und Gesellschaft. 2019, Nomos-Verlag >> zur kostenlosen Open Access-Version des Buches: https://www.nomos-shop.de/titel/die-corona-pandemie-id-89397/