Schule ist in den letzten Jahren durch viele Veränderungen wie beispielsweise Individualisierung der Lernwege, Inklusion oder zuletzt im Rahmen der Corona-Pandemie auch Digitalisierung geprägt worden. Die Prüfungsformate blieben bisher jedoch weitgehend unbeachtet und damit auch unverändert. Warum sich genau an dieser Stelle im System Schule etwas ändern sollte? Darüber habe ich in der ersten Episode mit Patricia Drewes, David Tepaße und Lars Zumbansen diskutiert. Die drei Kolleg*innen haben gemeinsam mit anderen Menschen den Verein "Institut für zeitgemäße Prüfungskultur e.V." ins Leben gerufen, um genau an dieser Stelle etwas zu bewegen. Für mich war es ein wirklich spannendes Gespräch, dass nicht aktueller sein könnte:
In verschiedenen Medien wird momentan diskutiert, wie Schüler*innen die durch Corona "verlorene Zeit" aufholen könnten, um möglichst schnell die nächste Klausur oder die kommende Abschlussprüfung schreiben zu können. Diskussionen zu Alternativen finden dabei leider kaum statt. Stattdessen hört man immer, Lehrpläne müssen abgearbeitet - Prüfungen geschrieben werden, zur Not und gerne auch in den Sommerferien. In NRW wurde für die Sekundarstufe I den Schulen für das zweite Halbjahr 2020/21 einmalig erlaubt, "eine schriftliche Arbeit durch eine andere Form der Leistungserbringung zu ersetzen." Nicht nur aus diesem Grund passt dieses Gespräch perfekt in die aktuelle Debatte rund um Schule. Viel Spaß dabei!
Die Website des Vereins Institut für zeitgemäße Prüfungskultur e.V. findet ihr unter www.pruefungskultur.de.
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