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Sternstunde Kunst

Sternstunde Kunst

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) 14 Episoden Neueste vor 1 Jahr

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Episoden

53 Minuten
Am 22. Mai wäre Jean Tinguely 100 Jahre alt geworden. Der Film begleitet Konservator Jean-Marc Gaillard, einer der letzten Assistenten Tinguelys. Und: Künstler und Kurator Klaus Littmann, der einst eng mit Tinguely zusammenarbeitete. Wie hat «Jeannot» ihr Leben verändert? Jean-Marc Gaillard hat Tinguely sein ganzes Leben verschrieben. Er arbeitet seit 2003 als Konservator am Museum Tinguely in Basel. Gaillard kennt jedes Rädchen, jede Schraube der Tinguely-Maschinen. Er berät weltweit Privatsammlungen und Institutionen und baut Werke des Künstlers weltweit auf und ab. Im Jubiläumsjahr ist Jean-Marc Gaillard nonstop gefragt. Nächtelang sucht er im Internet nach Ersatzteilen, um «Jeannots» Werke am Leben zu erhalten. Denn: Sind sie nicht mehr in Bewegung, werden sie ihrer Seele beraubt. Auch Künstler und Kurator Klaus Littmann arbeitete einst eng mit Tinguely zusammen. In seiner ehemaligen Galerie richtete er die letzte Ausstellung des Künstlers aus. Er stellte gemeinsam mit Tinguely spontane Aktionen auf die Beine und animierte ihn und seine erste Ehefrau, die Künstlerin Eva Aeppli, zu einer Kollaboration. Jetzt sind die Gemeinschaftswerke im Lehmbruck Museum Duisburg zu sehen. In der aktuellen Ausstellung, bei deren Einrichtung Jean-Marc Gaillard natürlich nicht fehlte. Wiederholung vom 25. Mai 2025
58 Minuten
Vier Monate lang stehen Gaby, Ailin und Luca nackt im Kunsthaus Zürich und stellen Performances von Marina Abramović nach. Der Film «Die Abramović-Models» erzählt, warum sie das tun und was das mit ihnen macht. Wird Abramović ihr Leben verändern? Der Film «Die Abramović-Models» begleitet drei Performer, die Teil der Marina-Abramović-Retrospektive im Kunsthaus Zürich sind. 850 Menschen wurden gecastet, 23 wurden ausgewählt. Darunter Luca, Gaby und Ailin. Luca ist 25 Jahre alt und steht am Anfang seines Lebens als Künstler. Für ihn ist das Abramović-Projekt ein prestigeträchtiger Schritt für seine Karriere. Die ehemalige Pflegefachfrau Gaby wurde vor zwei Jahren pensioniert und sucht Langsamkeit in ihrem Leben. Und für Ailin, Schauspielerin und Studentin, ist das Projekt auch eine Flucht vor der eigenen Machtlosigkeit und eine Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Schmerz. Die Abramović-Performances sind sehr intensiv. Die Performer stehen oft stundenlang in derselben Position, teils nackt. Abramovićs Idee hinter diesen Ausnahmesituationen war und ist es, den Geist zu stärken und mentale Grenzen auszuloten. Sich überwinden, um zu heilen. Die Dokumentation begleitet Luca, Gaby und Ailin bei den Vorbereitungen für und während den kräftezehrenden Performances. Es sind intime Einblicke hinter die Kulissen einer Blockbuster-Ausstellung des Superstars Marina Abramović. Wiederholung vom 9. März 2025
51 Minuten
Weit oben am Zürichberg liegt das kleine Theater Rigiblick, einst ein unbedeutendes Quartiertheater. Vor 20 Jahren kam der Schauspieler Daniel Rohr und krempelte die Bühne um. Heute lockt das Theater mit grossen Namen wie Martin Suter und Stephan Eicher. Und ist fast immer ausverkauft. Ohne den Hausherrn Daniel Rohr geht im Theater Rigiblick gar nichts. Er ist die treibende Kraft der erfolgreichen unabhängigen Bühne. Ein Viertel des Budgets, rund eine Million Franken, erwirtschaftet das Theater Rigiblick selbst mit dem Ticketverkauf. Der Erfolg hat seinen Preis, auch das neue Stück «Melody» von Martin Suter muss wieder ein Hit werden. Filmemacherin Uta Kenter hat Daniel Rohr zuhause im Zürcher Oberland und bei den Proben zu «Melody» begleitet. Der Theatermann lebt gemeinsam mit seiner Partnerin Hanna Scheuring in einem idyllischen Bauernhaus in Bubikon. Scheuring ist nicht nur als Schauspielerin und Regisseurin im Theater Rigiblick engagiert, sondern leitet auch seit zehn Jahren das Zürcher Bernhard-Theater. Privates und Berufliches vermischen sich bei den beiden fast nahtlos.
51 Minuten
Ein Dorf im Spielfieber: Rund 500 Laien sind beim Welttheater Einsiedeln mit dabei, vom Enkel bis zur Grossmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Das Klosterdorf Einsiedeln SZ zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde erstmals 1924 Theater gespielt. Die Aufführung war weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus; das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum «Grosser Gott, wir loben Dich» an. 100 Jahre nach der Premiere von Calderóns «Das grosse Welttheater» wirft Lukas Bärfuss mit seiner zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf. Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Das Kloster Einsiedeln gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Der Film von Nicole Salathé und Richard Herold begleitet die Laien ein halbes Jahr bei den Proben zum Stück. Sie sind mit Feuereifer dabei. Gemeinsam wagen sie einen schonungslosen Blick auf das menschliche Leben. Von der Jugend bis zum Tod.
56 Minuten
Es ist fast wie in der Hitkomödie «Bon Schuur Ticino»: Französisch wird für alle Pflichtsprache. Das ist so, weil nur ein Spielfilm aus der Romandie 2024 den Schweizer Filmpreis gewinnen kann. Reine Deutschschweizer Produktionen hat die Filmakademie in der Königsdisziplin nämlich keine nominiert. Ein sanftmütiger Schwinger muss durch illegale Boxkämpfe Geld beschaffen, um den Hof seiner Familie zu retten. Das Drama «Bisons» geht mit sechs Nominierungen als grosser Favorit ins Titelrennen – dicht gefolgt von drei weiteren Spielfilmen aus der Westschweiz. Ein Beweis dafür, dass die Romandie generell bessere Dramen hervorbringt? Oder werden publikumswirksame Komödien aus der Deutschschweiz wie «Bon Schuur Ticino» von der Schweizer Filmakademie sträflich vernachlässigt? Ausgewogener sieht es bei den Dokumentarfilmen aus, wo Produktionen aus allen Landesteilen um den Titel kämpfen. Neben den Migrationsfilmen «Die Anhörung» und «Prisoners of Fate» dürfen sich auch die Mutter-Tochter-Geschichte «Las Toreras», der philosophische Essay «Where the Green Grass Grows» und die Kapitalismus-Studie «The Driven Ones» Hoffnungen auf einen Quartz machen. Welche Titel weshalb die grösste Chance auf eine Auszeichnung haben, diskutieren Filmhistorikerin Marcy Goldberg, Filmkritikerin Denise Bucher («NZZ am Sonntag») und Schauspielerin Ann Mayer mit SRF-Filmredaktor Selim Petersen.
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Über diesen Podcast

Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Zeit für Kulturdokumentarfilme. Bei «Sternstunde Kunst» werden international relevante Kunst-Strömungen sowie Künstlerinnen und Künstler vorgestellt.
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