Wildtierschutz Deutschland Archiv
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Drei der einstigen Kühltürme des Atomkraftwerks Biblis in Hessen hat der Betreiber RWE (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) bereits gesprengt. Der letzte verbliebene Kühlturm beherbergt den größten Teil der einst 423 Brutnester der besonders geschützten Mehlschwalben. Ihren Erhaltungszustand bewertet Deutschland im nationalen Bericht zur Vogelwelt als ungünstig-unzureichend. In der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird die Mehlschwalbe in der Kategorie „Gefährdet“ geführt.
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Symbol des Sommers und der alten, abwechslungsreichen Kulturlandschaft: Mehlschwalben. Das herbe Gezwitscher und rasante An- und Abfliegen kann man heute noch verstärkt in Städten und Dörfern südlicher Länder beobachten, in denen historische Stadtbilder vorherrschen und Gebäude mit überstehenden Dächern und strukturierten Fassaden die Zeiten überdauert haben. Bei uns sind immer weniger der Flugkünstler zu beobachten. Die Mehlschwalbe ist eine besonders geschützte Art, die als gefährdet auf der Roten Liste der Brutvögel geführt wird.
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Fuchs und Wolf bezeichnet man als sogenannte Beutegreifer oder Prädatoren. Die Jäger bezeichnen sie als „Raubsäuger“ oder allgemein als „Raubwild“. Das sind Tierarten, die sich überwiegend von Fleisch ernähren. Damit unterscheiden sie sich von den Pflanzenfressern (Biber, Feldhase, Reh, Hirsch), die vegane Kost beherzigen, sowie von den Allesfressern (Wildschwein, Waschbär, Dachs), deren Speiseplan gemischt ist. Zu den gefiederten Beutegreifern gehören auch Eulen und Greifvögel.
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Seit Jahren sehen wir, dass in der Silvesternacht Menschen durch die Nutzung privaten Feuerwerks sterben und z.T. schwer verletzt werden, weil die Politik nicht handelt. Von Menschen, die psychisch unter dem teilweise mehrere Tage andauernden Böllerkrach leiden und von zig Tausenden von Tieren, die das Spektrum von Stress bis Tod durchmachen, gar nicht zu reden – davon nehmen die meisten politisch Verantwortlichen nicht einmal Kenntnis.
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Speziesismus beschreibt die Ungleichbehandlung von Lebewesen allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. Während der Begriff häufig im Zusammenhang mit Nutztieren oder Haustieren verwendet wird, zeigt er sich besonders deutlich im Umgang mit Wildtieren. Sie leben außerhalb unserer direkten Kontrolle, und doch ordnen wir auch ihnen einen Wert zu, der selten auf ihrem individuellen Leben beruht, sondern auf unseren Vorstellungen, Bedürfnissen und Emotionen.
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Gegen Ende November hatten wir Gelegenheit im Rahmen der Verbandsanhörung zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes eine Stellungnahme abzugeben.
Wir haben uns in diesem Rahmen u.a. für einen verpflichtenden Einsatz von Wärmebilddrohnen bei der Rehkitzrettung eingesetzt. Denn alle anderen Maßnahmen der Kitz- und Wildtierrettung im Vorfeld von Erntemaßnahmen haben sich als nicht ausreichend praktikabel erwiesen.
Der Einsatz von Hunden bei Drückjagden sollte restriktiv so erfolgen, dass dabei ausschließlich kleinere Hunderassen eingesetzt werden. Hochläufige Hunde neigen verstärkt zur Bildung von Hundemeuten und zum Hetzen und Reißen des Wildes. Hunderassen, die lautlos jagen, sind für eine waidgerechte Jagd nicht geeignet. Durch das lautlose Jagen wird die Fluchtchance des Wildes erheblich eingeschränkt. Der Einsatz stumm jagender, wildscharfer und schneller Hunde erfüllt den Tatbestand der verbotenen Hetzjagd und verstößt auch gegen die Grundsätze der Waidgerechtigkeit.
Wir haben uns in diesem Rahmen u.a. für einen verpflichtenden Einsatz von Wärmebilddrohnen bei der Rehkitzrettung eingesetzt. Denn alle anderen Maßnahmen der Kitz- und Wildtierrettung im Vorfeld von Erntemaßnahmen haben sich als nicht ausreichend praktikabel erwiesen.
Der Einsatz von Hunden bei Drückjagden sollte restriktiv so erfolgen, dass dabei ausschließlich kleinere Hunderassen eingesetzt werden. Hochläufige Hunde neigen verstärkt zur Bildung von Hundemeuten und zum Hetzen und Reißen des Wildes. Hunderassen, die lautlos jagen, sind für eine waidgerechte Jagd nicht geeignet. Durch das lautlose Jagen wird die Fluchtchance des Wildes erheblich eingeschränkt. Der Einsatz stumm jagender, wildscharfer und schneller Hunde erfüllt den Tatbestand der verbotenen Hetzjagd und verstößt auch gegen die Grundsätze der Waidgerechtigkeit.
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Wattenrat-Mitarbeiter Eilert Voß beobachtet seit Anfang November 2025, wie in jedem Jahr, bei jedem Wetter das jagdliche Geschehen mit Fernglas und Kamera in den Bereichen des Naturschutzgebietes Unterems. Das Gebiet ist fast vollständig auch als FFH-Gebiet „Unterems und Außenems“ und in Teilbereichen als das EU-Vogelschutzgebiet „Emsmarsch von Leer bis Emden“ ausgewiesen. Hier befinden sich u.a. große Überwinterungsplätze von arktischen Gänsen.
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Der Deutsche Jagdterrier-Club e.V. hat am 11. November ein Imagevideo über die „Arbeit in der Schliefanlage“ veröffentlicht, das die Haltung und den extremen Stress der Füchse in den Trainingsanlagen für Jagdhunde völlig verharmlost. Das Video weist Unstimmigkeiten auf, die den Zuschauer – vorsätzlich oder fahrlässig – in die Irre führen
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„Wenn man als Vogelschützer knietief durch Federn, Flügel, Köpfe und Füße von geschützten Greifvögeln waten muss, ist das so ziemlich das Schlimmste, was passieren kann“. So beschreibt Alexander Heyd vom Komitee gegen den Vogelmord seine Eindrücke in diesem Jahr im Libanon. Sieben Wilderer konnten kürzlich dort durch das Komitee angezeigt werden, was jedoch angesichts des immensen Umfangs der dortigen Greifvogelwilderei nur als Tropfen auf dem heißen Stein bewertet wird.
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Dieter Mackenrodt, Vizepräsident des Hessischen Landesjagdverbands (https://ljv-hessen.de/der-verband/vorstand/), Immobilienunternehmer, CDU – Mitglied, Träger des Hessischen Verdienstordens am Bande und 1. Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus, Gießen, wird von seinem Verein der Untreue verdächtigt.
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Im Rahmen unserer Recherche zum Wiesenbrüterschutz baten wir auch die Umweltministerien der verschiedenen Bundesländer um eine Einschätzung, welche Rolle ein aktives Prädatorenmanagement (Töten von Füchsen, Mardern und anderen jagdbaren Beutegreifern) durch die Jäger für den Bruterfolg der Vögel spielt und auf welchen Daten diese Einschätzung beruht.
5 Minuten
Nachts ist es dunkel – diese Aussage ist nicht so banal, wie sie klingt. Deutschland ist in weiten Teilen derart mit künstlichem Licht überzogen, dass es mitnichten nachts wirklich dunkel ist. Auch in mondlosen Nächten kann man sich an den meisten Orten ohne Lampe zurechtfinden, vielerorts ist es gar nachts so hell, dass ganze Landschaften visuell wahrnehmbar sind. Die meisten Bewohner Deutschlands haben vergessen oder noch nie erlebt, wie dunkel es nachts sein kann. Echte nächtliche Dunkelheit ist kaum noch erlebbar, zu dicht ist das Land mit beleuchteten Städten, Dörfern und Straßen überzogen.
6 Minuten
Der Himmel ist klar über dem kleinen Ort Vente am Kurischen Haff, der größten Lagune der Ostsee. Die Fernsicht ist gut, die riesigen weißen Dünen der Kurischen Nehrung sind am Westhorizont deutlich zu sehen. Gute Bedingungen an einem der besten Vogelzugbeobachtungspunkte Europas – dieser Septembermorgen verspricht einen Höhepunkt meiner diesjährigen Litauenreise. Zu Fuß gehe ich die rund zwei Kilometer auf der wenig befahrenen Straße parallel zum Ufer des Haffs von meiner Unterkunft zur Landspitze Ventes Ragas. Dort befindet sich eine ornithologische Station und ein kleiner Leuchtturm.
7 Minuten
Im letzten Beitrag zum Wiesenvogelschutz konnten wir zeigen, dass eine echte und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Behörden und Jägerschaft in der Regel nicht stattfindet, dass viele Naturschutzbehörden aber trotz fehlender Datenlage einem aktiven Prädatorenmanagement erstaunlich unkritisch gegenüberstehen und die Jäger bei der Anschaffung von Fallen gerne finanziell unterstützen. Doch wie sieht es nun mit der Zusammenarbeit zwischen Jägern und Artenschützern aus? Stimmt man hier die Maßnahmen miteinander ab? Welchen Anteil hat das Prädatorenmanagement durch die Jägerschaft nach Einschätzung der Fachleute vor Ort am Bruterfolg der Vögel?
8 Minuten
Der Herbst ist für den Igel die wichtigste Jahreszeit. In den Wochen, in denen die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, muss er seine Fettreserven aufbauen, damit er den langen Winterschlaf übersteht. Nur wenn ein Jungigel bis Anfang November mindestens 500 Gramm erreicht, während ausgewachsene Tiere um die 1.000 Gramm wiegen sollten, hat er eine realistische Chance, die kalten Monate zu überstehen.