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Arena Archiv
14 Episoden
1 Stunde 10 Minuten
Die Initiative der Mitte will die Benachteiligung von Ehepaaren bei der Bundessteuer abschaffen, ohne das System der gemeinsamen Steuererklärung aufzugeben. Gegner befürchten ein Chaos, weil sie mit der vom Volk angenommenen Individualbesteuerung nicht vereinbar sei. Am 29. November stimmen wir ab. Mit der Initiative gegen die Heiratsstrafe will die Mitte, dass Ehepaare bei der direkten Bundessteuer gegenüber anderen Steuerpflichtigen nicht benachteiligt werden. Im Gegensatz zur Individualbesteuerung soll in der Verfassung festgeschrieben werden, dass die Einkommen eines Ehepaars für die direkte Bundessteuer zusammengerechnet werden. Aus Sicht der Befürworterinnen und Befürworter ist dieses System fairer und einfacher als jenes der Individualbesteuerung. Der Bundesrat und das Parlament lehnen die Initiative ab. Sie würde Verheiratete gegenüber Unverheirateten privilegieren. Unverheiratete Paare würden in vielen Fällen höher belastet als Ehepaare. Die Stimmbevölkerung hat sich am 8. März 2026 für die Einführung der Individualbesteuerung ausgesprochen: Damit sei das Ziel der Initiative bereits erreicht, die Heiratsstrafe abzuschaffen. Schafft die Initiative echte Fairness oder entstehen neue Ungerechtigkeiten? Und wie könnte die Initiative im Einklang mit dem Volksentscheid zur Individualbesteuerung umgesetzt werden? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 30. Oktober 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage: – Benedikt Würth, Ständerat Die Mitte/SG; – Katja Stettler-Riem, Nationalrätin SVP/BE; und – Lilian Studer, Präsidentin EVP. Gegen die Vorlage treten an: – Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Finanzministerin; – Eva Herzog, Ständerätin SP/BS; und – Franziska Ryser, Nationalrätin Grüne/SG.
1 Stunde 11 Minuten
Die Initiative will den Verkauf und die Verwendung von Feuerwerk einschränken - und damit Tiere, Menschen und die Natur schützen. Für die Gegenseite geht die Initiative zu weit: Sie sieht Schweizer Traditionen gefährdet. Am 29. November entscheidet die Stimmbevölkerung. Mit der Feuerwerksinitiative verlangt das Initiativkomitee um Roman Huber, dass der Verkauf und die Verwendung von lärmerzeugenden Feuerwerkskörpern landesweit grundsätzlich verboten werden. Erlaubt bleiben sollen lärmarme Feuerwerkskörper wie etwa Vulkane. Zudem könnten kantonale Behörden auf ein Gesuch hin Ausnahmebewilligungen für Anlässe mit überregionaler Bedeutung erteilen. Der Bundesrat und das Parlament sind sich der negativen Auswirkungen von Feuerwerk bewusst: Die Initiative gehe mit dem Verbot aber zu weit. Feuerwerke seien zeitlich und örtlich begrenzt. Kantone und Gemeinden hätten bereits heute die Möglichkeit, den Verkauf und die Verwendung einzuschränken, etwa während Trockenperioden. Mehr Sicherheit oder Einschränkung der Freiheit? Die Initianten betonen: Der private Gebrauch von Feuerwerk sei aus dem Ruder gelaufen. Feuerwerke würden bereits vor und nach den Feiertagen gezündet, wodurch der Lärm vielerorts deutlich länger anhalte. Dies löse Panik bei Tieren aus. Auch bei Kindern und Erwachsenen könne es zu Angst, Stress oder gesundheitlichen Problemen kommen. Für die Gegenseite gehört Feuerwerk für viele Menschen fest zu Feierlichkeiten wie dem 1. August oder Silvester dazu. Es führe zu einem Gemeinschaftsgefühl und habe eine lange Tradition. Ein Verbot schränke die Freiheit der Menschen ein. Zudem würde die Feuerwerksbranche erhebliche Umsatzeinbussen erleiden. Schützt die Feuerwerksinitiative Tiere, Menschen und Natur? Oder gefährdet sie Schweizer Traditionen und schränkt die Freiheit zu stark ein? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 23. Oktober 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage: – Roman Huber, Mitinitiant; – Anna Rosenwasser, Nationalrätin SP/ZH; – Katja Schönenberger, Geschäftsleiterin Vier Pfoten; und – Lilian Studer, Präsidentin EVP. Gegen die Vorlage treten an: – Albert Rösti, Bundesrat und Vorsteher UVEK; – Regina Durrer-Knobel, Nationalrätin Die Mitte/NW; – Daniel Bussmann, Präsident Verein Pro Feuerwerk; und – Urs Furrer, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband.
1 Stunde 22 Minuten
Im Dezember wählt das Parlament ein neues Bundesratsmitglied. Und bereits im Oktober 2027 wählt die Bevölkerung ein neues Parlament. Wie gut stehen die Parteien ein Jahr vor den eidgenössischen Wahlen da? Das neue SRG-Wahlbarometer gibt Aufschluss – und die Parteispitzen nehmen Stellung. Noch ist das Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin völlig offen. Der Sitz der SVP ist unbestritten. Doch ob auf Parmelin ein Mann oder eine Frau folgen soll, ist umstritten. Und auch die Frage nach Herkunft und Alter beschäftigt die Parteien. Zudem sorgt ein möglicher Departementswechsel von SP-Bundesrat Beat Jans ins Wirtschaftsdepartement für Diskussionen. Braucht es einen Generationenwechsel im Bundesrat? Und soll Beat Jans als erster SP-Vertreter Wirtschaftsminister werden? Wahlkampf steht bevor In einem Jahr finden die eidgenössischen Wahlen statt. Bereits jetzt bringen sich die Parteien in Stellung. Wie es um die Form der Parteien steht, zeigt das Wahlbarometer von Sotomo im Auftrag der SRG. Es wird am Freitag publiziert und gibt Aufschluss über die aktuellen Wahlabsichten der Bevölkerung. Wer kann neue Wählerinnen und Wähler gewinnen, welche Parteien erleiden Verluste? Und auf welche Themen setzen Grüne, SP, GLP, Mitte, FDP und SVP im Wahlkampf? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 16. Oktober 2026 in der «Arena»: – Manuel Strupler, Mitglied Parteileitungsausschuss SVP; – Mattea Meyer, Co-Präsidentin SP; – Benjamin Mühlemann, Co-Präsident FDP; – Philipp Matthias Bregy, Präsident Die Mitte; – Greta Gysin, Fraktionspräsidentin Grüne; und – Patrick Hässig, Vizepräsident GLP.
1 Stunde 12 Minuten
Die hohen Spritpreise belasten das Portemonnaie der Autofahrerinnen und Transportunternehmer. Nun werden Forderungen nach staatlichen Eingriffen laut. Unabhängig davon diskutiert die Politik über die milliardenschweren Ausbaupläne von Verkehrsminister Albert Rösti für Schiene und Strasse. Wer in diesen Wochen sein Auto betankt, muss tief in die Tasche greifen: Der Dieselpreis erreichte im September mit durchschnittlich 2.41 Franken einen Höchststand, wie der TCS mitteilte. Grund dafür sind unter anderem geopolitische Ereignisse wie etwa der Iran-Krieg. Während umliegende Länder Massnahmen ergriffen haben, um Private und Unternehmen zu entlasten, hält sich der Bund bislang zurück. Muss die Politik eingreifen und das Tanken günstiger machen? Ausbau von Strasse und Bahn bis 2045 Kontrovers diskutiert wird dieser Tage auch eine andere Grossbaustelle in der Verkehrspolitik: Mit dem Projekt «Verkehr '45» will der Bundesrat Strasse und Schiene ausbauen und Verkehrsprojekte in den Agglomerationen fördern. Am Freitag endet die Vernehmlassung zu den milliardenschweren Ausbauplänen von Verkehrsminister Albert Rösti. Bahn, Strasse oder Agglomerationsverkehr – wo braucht es einen Ausbau in den nächsten zwanzig Jahren? Und ist es richtig, dass der Bundesrat an Autobahnausbauten festhält, die die Bevölkerung vor zwei Jahren abgelehnt hat? Die geplanten Projekte bis 2045 verursachen Kosten von rund 50 Milliarden Franken. Allein für den Ausbau der Bahninfrastruktur geht der Bund von Kosten in der Höhe von rund 24 Milliarden Franken aus. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, das derzeit bis 2030 befristete Mehrwertsteuer-Promille zugunsten des Bahninfrastrukturfonds unbefristet weiterzuführen. Wie soll der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur finanziert werden? Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 9. Oktober 2026 in der «Arena»: – David Roth, Vizepräsident SP; – Markus Schnyder, Nationalrat SVP/GL; – Jelena Filipovic, Co-Präsidentin Verkehrsclub Schweiz (VCS); und – Peter Grünenfelder, Präsident Auto Schweiz.
1 Stunde 17 Minuten
Während drei Tagen hat der Ständerat in der Herbstsession das EU-Vertragspaket auf Herz und Nieren geprüft. Dabei hat er umstrittene Anpassungen vorgenommen. Und er hat vorgespurt: Das Vertragspaket soll Volk und Ständen unterbreitet werden. Es prägt die laufende Legislatur wie kaum ein anderes Thema – das Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU. Diese Woche hat der Ständerat die Debatte aufgenommen und vom Lohnschutz über die dynamische Rechtsübernahme bis zur Schutzklausel bei der Zuwanderung sämtliche Knackpunkte der Verträge diskutiert. Über all den technischen Einzelheiten schwebt die Frage: Sind die Schweiz und ihre Wirtschaft vom Vertragspaket abhängig? Oder gäbe es Alternativen? Besonders umstritten waren im Ständerat mehrere Verschärfungen im Bereich der Personenfreizügigkeit. So hat die kleine Kammer unter anderem eine Zuwanderungsabgabe beschlossen. Sie soll für Arbeitnehmende aus der EU gelten, wenn die Schweiz die Schutzklausel aktiviert hat. Sind Anpassungen bei der Schutzklausel nötig? Oder ist sie griffig genug? Ständerat will Ständemehr Unabhängig des Inhalts muss das Parlament festlegen, ob die neuen bilateralen Verträge mit der EU dem fakultativen oder dem obligatorischen Referendum unterstellt werden sollen. Der Ständerat hat nun vorgespurt: Eine Mehrheit erachtet es als zwingend, dass in der Volksabstimmung sowohl Volk als auch Stände zustimmen müssen. Der Bundesrat hingegen setzt sich für ein fakultatives Referendum ein. Die Beratung im Nationalrat steht noch aus. Soll für das EU-Vertragspaket das doppelte Mehr von Volk und Ständen gelten? Oder reicht das einfache Mehr? Und wie beeinflusst dieser Entscheid die Erfolgsaussichten des Pakets an der Urne? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 2. Oktober 2026 in der «Arena»: – Jon Pult, Vizepräsident SP; – Magdalena Martullo-Blocher, Vizepräsidentin SVP; – Andrea Gmür, Ständerätin Die Mitte/LU; und – Beat Walti, Nationalrat FDP/ZH. Ausserdem im Studio: – Marco Sieber, Mitglied Kompass Europa.
1 Stunde 10 Minuten
Steigende Kosten beim F-35-Kampfjet und Mehrkosten beim Patriot-Abwehrsystem schwächen das Vertrauen in die Rüstungspolitik. Um künftig finanzielle Engpässe abzufedern und weitere Rüstungsprojekte zu sichern, soll ein neuer Rüstungsfonds geschaffen werden. Die Finanzierung ist jedoch umstritten. In der Evaluation für ein neues Kampfflugzeug war das amerikanische Modell F-35 noch der klare Sieger. Vor rund einem Jahr stellte sich dann aber heraus: Die Kampfjets werden deutlich teurer und es wurde nie ein pauschaler Fixpreis mit den USA vereinbart. Das führt nun dazu, dass nicht die ursprünglich geplanten 36 Kampfjets gekauft werden können, sondern lediglich so viele, wie es der vom Volk bewilligte Finanzrahmen erlaubt. Was sind die Lehren aus dem F-35-Debakel? Und was heisst das für die Sicherheitslage der Schweiz? Streit um Finanzierung der Schweizer Armee Zur Finanzierung von zusätzlichen Rüstungsausgaben, die beispielsweise durch Mehrkosten des Patriot-Abwehrsystems oder die Beschaffung eines zweiten Boden-Luft-Abwehrsystems anfallen, soll der Armee zusätzliches Geld bereitgestellt werden. Und zwar mit einem Rüstungsfonds. Dieser soll bereits im nächsten Jahr aktiviert werden und dürfte sich jährlich um maximal 12 Milliarden Franken verschulden. Die Finanzierung für den Fonds ist noch nicht abschliessend geklärt. Der Bundesrat möchte dazu die Mehrwertsteuer um 0.5 Prozentpunkte erhöhen. Der Ständerat spricht sich für eine Mehrwertsteuererhöhung um 0.2 Prozentpunkte aus und möchte zudem die Finanzüberschüsse des ordentlichen Bundeshaushalts in den Rüstungsfonds einfliessen lassen. Was aber klar ist: Die Finanzierung soll entkoppelt sein vom Rüstungsfonds, sodass der Fonds auch bei einem Nein der Stimmbevölkerung bestehen bleiben würde. Braucht es diesen Rüstungsfonds? Und wie soll er finanziert werden? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 25. September 2026 in der «Arena»: – Werner Salzmann, Ständerat SVP/BE; – Priska Seiler Graf, Nationalrätin SP/ZH; – Nicole Barandun, Nationalrätin Die Mitte/ZH; und – Anna-Béatrice Schmaltz, Nationalrätin Grüne/ZH.
1 Stunde 11 Minuten
Der Bundesrat will die Eigenkapitalvorschriften für systemrelevante Banken verschärfen. Widerstand gibt es nicht nur von der UBS, auch im Parlament ist die Verschärfung umstritten. Am Donnerstag hat sich der Ständerat ein erstes Mal über die «Lex UBS» gebeugt. Es ist ein Sonntag, der die Finanzbranche weltweit in Aufruhr versetzt. Am 19. März 2023 wird klar: Die UBS übernimmt die Credit Suisse. Der historische Untergang der CS veranlasst die Politik zum Handeln. Der Bundesrat schlägt in der Folge diverse Anpassungen in der Too-Big-To-Fail-Regulierung vor. Knackpunkt bildet dabei das Eigenkapital: Der Bundesrat will die systemrelevanten Banken verpflichten, ihre Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit hartem Eigenkapital absichern zu müssen. Wohin steuert der Ständerat? Dagegen gibt es Widerstand – nicht nur von der UBS, sondern auch aus dem Parlament. Am Donnerstag hat der Ständerat die Beratungen zur Vorlage aufgenommen – noch hat er keinen Entscheid gefällt. Seine vorberatende Kommission will der UBS entgegenkommen. Statt zu 100 Prozent sollen die ausländischen Beteiligungen lediglich zu 50 Prozent mit hartem Eigenkapital unterlegt werden müssen. Sollen die Eigenkapitalvorschriften für systemrelevante Banken deutlich verschärft werden? Oder würde darunter die Wettbewerbsfähigkeit der Banken leiden? Ergänzend zu den Verschärfungen beim Eigenkapital plant der Bundesrat weitere Massnahmen im Too-Big-To-Fail-Reglement. So soll etwa die Finanzmarktaufsicht (Finma) Bussen erteilen dürfen, und Boni sollen bei Fehlverhalten von Managern gestrichen, gekürzt oder zurückgefordert werden können. Wie sinnvoll sind die vorgeschlagenen Anpassungen? Braucht die Finma mehr Kompetenzen? Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 18. September 2026 in der «Arena»: – Thomas Matter, Vizepräsident SVP; – Ursula Zybach, Nationalrätin SP/BE; – Beat Walti, Nationalrat FDP/ZH; und – Gerhard Andrey, Nationalrat Grüne/FR. Ausserdem im Studio: – Eveline Kobler, Wirtschaftsredaktorin SRF.
1 Stunde 11 Minuten
Nun ist das Parlament am Zug: In der Herbstsession steht im Ständerat die Mammut-Debatte über das EU-Vertragspaket an. Für Diskussionen sorgen nicht nur die inländischen Begleitmassnahmen, auch die Frage des Ständemehrs bei einer Volksabstimmung spaltet die Parteien. Drei Tage hat der Ständerat in der Herbstsession für die Beratung des EU-Vertragspakets reserviert. Nachdem die federführende vorberatende Kommission den Bilateralen III klar zugestimmt hat, beugt sich nun die kleine Kammer im Plenum über die Verträge. Am Vertragstext selbst lässt sich nicht mehr rütteln – wohl aber an den inländischen Begleitmassnahmen. Umstritten ist etwa, ob die Grundlage für eine Zuwanderungsabgabe eingeführt werden soll. Und auch beim Lohnschutz gibt es Differenzen: Gewerkschaften, Arbeitgeber und Parteien sind sich nicht einig, ob der Kündigungsschutz für Arbeitnehmervertreter gestärkt werden soll. Wie gross ist der Spielraum des Parlaments? Wo sind Anpassungen am bundesrätlichen Vorschlag notwendig? Parlament entscheidet über Referendumsfrage Besonders umstritten ist zudem nach wie vor, ob das Paket dem fakultativen oder dem obligatorischen Referendum unterstellt werden soll – ob also in einer Volksabstimmung das Volksmehr genügt oder ob auch eine Mehrheit der Stände für ein Ja zwingend ist. Der Bundesrat spricht sich für das fakultative Referendum aus. Das entspreche der bisherigen Praxis bei den Bilateralen I und II. Soll für das EU-Vertragspaket das einfache oder das doppelte Mehr gelten? Und wie positionieren sich FDP und Die Mitte in dieser Frage? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 11. September 2026 in der «Arena»: – Barbara Steinemann, Nationalrätin SVP/ZH; – Eva Herzog, Ständerätin SP/BS; – Hans-Peter Portmann, Nationalrat FDP/ZH; und – Marianne Binder, Vizepräsidentin Die Mitte/AG. Weitere Gäste: – Gabriela Medici, Co-Sekretariatsleiterin Schweizerischer Gewerkschaftsbund
1 Stunde 10 Minuten
Das Initiativkomitee will die Produktion pflanzlicher Lebensmittel fördern und den Selbstversorgungsgrad erhöhen. Die Gegenseite spricht von einem «Vegan-Zwang» und einer Einschränkung der Konsumfreiheit. Am 27. September entscheidet die Stimmbevölkerung. Mit ihrer Ernährungsinitiative verlangt Initiantin Franziska Herren, dass der Bund Boden, Biodiversität und Grundwasser schützt und Voraussetzungen schafft für eine «nachhaltige, klimabewusste Land- und Ernährungswirtschaft». Dabei soll ein Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent angestrebt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Produktion pflanzlicher Lebensmittel gefördert werden. Im Parlament hatte das Anliegen einen schweren Stand: Sämtliche Mitglieder von National- und Ständerat lehnen die Initiative ab. Mit Ausnahme der Grünen – sie beschliessen Stimmfreigabe – haben alle grossen Parteien die Nein-Parole beschlossen. Ernährungssicherheit oder Einschränkung? Das Initiativkomitee betont: Heute werde die Produktion von tierischen Lebensmitteln gegenüber pflanzlichen Lebensmitteln massiv bevorteilt. Das müsse sich ändern. Statt Futtermittel sollen künftig vermehrt Hülsenfrüchte, Getreide und Gemüse angebaut werden. Damit erhöhe man den Selbstversorgungsgrad. Die Gegenseite befürchtet derweil eine massive Einschränkung der Konsumfreiheit: Um einen Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent zu erreichen, müsse der Staat den Konsum von tierischen Produkten «drastisch einschränken». Zudem sei die Zielvorgabe unrealistisch, sagen die Gegner. Soll die Schweizer Landwirtschaft neu ausgerichtet werden? Kann mit der Initiative die Ernährungssicherheit gesteigert werden? Oder schränkt sie die Konsumfreiheit zu stark ein? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 4. September 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage: – Franziska Herren, Initiantin; – Regula Züger, Agronomin ETH; und – Klaus Lanz, Wasserforscher. Gegen die Vorlage treten an: – Guy Parmelin, Bundespräsident und Vorsteher WBF; – Franziska Roth, Ständerätin SP/SO; und – Markus Ritter, Präsident Schweizer Bauernverband und Nationalrat Die Mitte/SG.
1 Stunde 14 Minuten
Die Neutralitätsinitiative will die Neutralität strikter definieren und die Voraussetzungen für wirtschaftliche Sanktionen sowie für militärische Kooperationen stark einschränken. Für die Gegner hat sich die bisherige Neutralität bewährt. Am 27. September kommt die Initiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vors Volk. Die Initiative fordert eine strikte Neutralitätspraxis und will die Neutralität in der Verfassung als «immerwährend und bewaffnet» bezeichnen. Bündniskooperationen sollen laut dem Initiativkomitee verboten werden, ausser bei einem direkten Angriff auf die Schweiz oder bei Vorbereitungen auf einen solchen Angriff. Zudem wären wirtschaftliche Sanktionen nur noch dann erlaubt, wenn sie der UN-Sicherheitsrat beschliesst. Die Neutralität der Schweiz ist bereits seit 1848 in der Bundesverfassung verankert und dient der Sicherheit und der Unabhängigkeit. Sie orientiert sich am völkerrechtlichen Neutralitätsrecht, das beispielsweise einen Beitritt zu einem Militär- oder Verteidigungsbündnis wie der Nato faktisch verhindert. Die Schweiz hat heute aber einen gewissen Handlungsspielraum und kann etwa mit anderen Staaten zusammenarbeiten, um ihre Sicherheit zu stärken, oder Sanktionen gegen Kriegsparteien übernehmen. Neutralitätsinitiative – Schutz vor Konflikten oder ein Sicherheitsrisiko? Das Pro-Lager – darunter die SVP und die Organisation Pro Schweiz – will unser Land mit der Vorlage konsequent aus internationalen Konflikten heraushalten. Die Verfassungsänderung sei ein wirksames sicherheitspolitisches Instrument, um die Schweiz vor Krieg und politischer Abhängigkeit zu schützen. Die Gegenseite – darunter SP, FDP, Mitte, Grüne und GLP – warnt hingegen vor einer Einschränkung der Handlungsfähigkeit und der Sicherheit der Schweiz. Kooperationen mit Verteidigungsbündnissen wie der Nato so stark einzuschränken, würde die Sicherheit unseres Landes aufs Spiel setzen. Zudem würde die Initiative Aggressoren in einem Krieg begünstigen, weil die Schweiz kaum noch Sanktionen gegen kriegsführende Staaten verhängen könnte. Welche Folgen hätte die Neutralitätsinitiative für die Bevölkerung der Schweiz? Sorgt sie für mehr Sicherheit – oder gefährdet sie diese gar? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 28. August 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage: – Walter Wobmann, Präsident Abstimmungskomitee – Monika Rüegger, Nationalrätin SVP/OW – Michael Götte, Nationalrat SVP/SG Gegen die Vorlage treten an: – Ignazio Cassis, Bundesrat und Vorsteher EDA – Cédric Wermuth, Co-Präsident SP – Marianne Binder, Vizepräsidentin Die Mitte
1 Stunde 17 Minuten
Der Sommer 2026 hinterlässt Spuren: In der «Publikums-Arena» kommen Menschen zu Wort, die von der Hitze und Trockenheit besonders betroffen sind. Wie reagiert die Politik? Verdorrte Felder, ausgetrocknete Flüsse und tagelang Temperaturen weit über 30 Grad: Mehrere starke Hitzewellen und eine extreme Trockenheit prägen den Sommer 2026. Der Ausnahmesommer macht diversen Branchen zu schaffen: Die Landwirtschaft kämpft mit Futterengpässen und schlechten Erträgen, die Fischerei bangt um den Lebensraum der Fische und auch den Wäldern setzt der Hitzesommer zu. Derweil leidet auch die Bevölkerung – besonders für ältere Menschen kann die Hitze rasch gefährlich werden. Vier Betroffene berichten In der «Publikums-Arena» erzählen Menschen aus besonders betroffenen Bereichen von ihrem Alltag und den Folgen der Hitze. Zu Gast sind eine Rentnerin, ein Landwirt, ein Fischer sowie ein Förster. Zudem diskutieren Politikerinnen und Politiker über die Rolle des Bundesrats: Hat er zu Recht keine ausserordentliche Lage ausgerufen? Reichen die bestehenden Gesetze aus, um künftigen Hitze- und Trockenheitsperioden zu begegnen? Und muss sich die Schweiz an den Klimawandel anpassen oder mehr Anstrengungen unternehmen, um das Klima zu schützen? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 21. August 2026 in der «Arena»: – Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne; – Ernst Wandfluh, Nationalrat SVP/BE; – Corina Gredig, Fraktionspräsidentin GLP und Nationalrätin GLP/ZH; und – Hanspeter Hilfiker, Präsident Schweizerischer Städteverband und Stadtpräsident Aarau/FDP. Publikumsgäste: – Martin Flury, Landwirt und Präsident Verband Schweizer Zuckerrübenpflanzer; – Monika Rellstab, Rentnerin; – Thomas Kuhn, Förster und Präsident Zürcher Forstpersonal; und – David Bittner, Geschäftsführer Schweizerischer Fischereiverband. Ausserdem im Studio: – Gaudenz Flury, Redaktionsleiter SRF Meteo.
1 Stunde 16 Minuten
Hollywoodreife Session im Bundeshaus: Wohin steuert die Schweiz in der AKW-Debatte, bei der AHV und den EU-Verträgen? Die Sommersession im Bundeshaus glich einem Hollywoodstreifen: Die Debatten rund um neue AKW, die AHV-Finanzierung und die EU-Verträge sorgten für Zündstoff. Zudem ist das Verhältnis der Schweiz zu den USA weiter von Spannungen geprägt. Das Schweiz-EU-Paket soll die Beziehungen zur Europäischen Union stabilisieren und den Schweizer Zugang zum EU-Binnenmarkt sichern. In der Politik ist nicht nur umstritten, wie gut die Schweiz verhandelt hat. Zu reden gibt vor allem auch die Frage, ob die neuen Abkommen dem obligatorischen oder dem fakultativen Referendum unterstellt werden sollen. Braucht es neben dem Volks- auch das Ständemehr? 2017 beschloss das Stimmvolk den Ausstieg aus der Atomkraft. Nun hat das Parlament einer Gesetzesänderung aus der Feder von Umweltminister Albert Rösti zugestimmt, wonach das AKW-Neubauverbot wieder aufgehoben werden soll. Gegen diesen Beschluss wollen Grüne, SP, GLP und Umweltverbände das Referendum ergreifen. Sollen in der Schweiz tatsächlich wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen? Neben der AKW-Debatte sorgte während der Sommersession vor allem der Streit um die Finanzierung der 13. AHV-Rente für Aufsehen. Nach langem Hin und Her hat das Parlament eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte beschlossen, höhere Lohnbeiträge jedoch abgelehnt. Die 13. AHV-Rente, die Ende 2026 erstmals ausbezahlt wird, ist damit nur teilweise finanziert. Wie fair ist eine Mehrwertsteuererhöhung? Und braucht es mittelfristig ein höheres Rentenalter, um die AHV-Finanzen zu stabilisieren? Zollfalle USA: Wie soll die Schweiz mit Trump umgehen? Derweil droht im Streit mit den USA der nächste Zollhammer. Die EU muss mit zusätzlichen 10 Prozent Zöllen rechnen, die Schweiz mit 12,5 Prozent. Ein verbindliches Handelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA besteht bis heute nicht. Auch bei der Beschaffung der F35-Kampfjets und der Patriot-Luftabwehrsysteme herrschen weiterhin grosse Spannungen. Die Schweiz sieht sich mit hohen Mehrkosten und jahrelangen Lieferverzögerungen konfrontiert. Wie kann die Schweiz mit den USA akzeptable Lösungen finden? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 26. Juni 2026 in der «Arena»: – Marcel Dettling, Präsident SVP; – Mattea Meyer, Co-Präsidentin SP; – Benjamin Mühlemann, Co-Präsident FDP; – Philipp Kutter, Vizepräsident Die Mitte; – Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne; und – Jürg Grossen, Präsident GLP.
1 Stunde 15 Minuten
In einem Abstimmungskrimi kippt der Nationalrat die Erhöhung der Lohnbeiträge aus der Finanzierungsvorlage für die 13. AHV-Rente. Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer lässt sich die zusätzliche Rente nur teilweise finanzieren. Das Ringen um eine langfristige Finanzierung geht weiter. Es war ein Kräftemessen sondergleichen: Während mehr als einem Jahr stritten National- und Ständerat darüber, woher das Geld für die 13. AHV-Rente kommen soll. Eine solche erhalten Rentnerinnen und Rentner kommenden Dezember zum ersten Mal. Das führt im laufenden Jahr zu Mehrkosten von über vier Milliarden Franken. Weil sich National- und Ständerat in der Finanzierungsfrage nicht einigen konnten, wurde eine Einigungskonferenz eingesetzt. Deren Vorschlag – eine Mischlösung aus höherer Mehrwertsteuer und höheren Lohnbeiträgen – fand zwar im Ständerat eine Mehrheit. Doch der Nationalrat hat am Mittwoch lediglich einer höheren Mehrwertsteuer zugestimmt. Die Erhöhung der Lohnbeiträge hat er in einem Abstimmungskrimi mit einer hauchdünnen Mehrheit abgelehnt. Die Schlussabstimmung in den beiden Räten findet am Freitag statt. Handelt es sich bei der Finanzierung über die Mehrwertsteuer um eine tragfähige Lösung? Und wie gut stehen die Chancen, dass die Stimmbevölkerung diese Finanzierung an der Urne gutheisst? Diskussionen rund um Rentenalter FDP, SVP und GLP haben sich bis zuletzt gegen höhere Lohnbeiträge gewehrt. Stattdessen soll ein höheres Rentenalter wieder aufs Tapet kommen. Ist das nötig, um die AHV langfristig zu finanzieren, oder braucht es andere Lösungen? Derweil sieht der Bundesrat in seiner neuesten AHV-Reform 2030 vor, das Mindestrentenalter in der zweiten Säule schrittweise von 58 auf 63 Jahre zu erhöhen. Ist das richtig oder greift der Bundesrat damit in die Wahlfreiheit der Menschen ein? Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 19. Juni 2026 in der «Arena»: – Samira Marti, Co-Fraktionspräsidentin SP und Nationalrätin SP/BL; – Andri Silberschmidt, Vizepräsident FDP und Nationalrat FDP/ZH; – Erich Ettlin, Ständerat Die Mitte/OW; und – Hannes Germann, Ständerat SVP/SH. Ausserdem im Studio: – Jonas Eggmann, Zentralsekretär Schweizerischer Gewerkschaftsbund; und – Roland A. Müller, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband.
1 Stunde 12 Minuten
Das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ist bereits unterzeichnet. Doch die innenpolitische Ausmarchung nimmt erst jetzt so richtig Fahrt auf. Kritik kommt einerseits vom Bauernverband und andererseits von Umweltorganisationen, Grünen und der SP. Während acht Jahren hat die Schweiz gemeinsam mit den weiteren Efta-Staaten ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ausgehandelt. Im September letzten Jahres unterzeichnete der zuständige Bundesrat Guy Parmelin das Verhandlungsergebnis in Rio de Janeiro. Zum Mercosur gehören die südamerikanischen Länder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – ein Markt mit über 270 Millionen Menschen. Durch das Abkommen werden rund 96 Prozent der Schweizer Exporte in die Mercosur-Zone zollbefreit. Wie wichtig ist das Abkommen für die Schweizer Wirtschaft? Bauernverband droht mit Referendum Das Freihandelsabkommen ermöglicht umgekehrt auch den Mercosur-Staaten einfachere Exportbedingungen. So können sie grössere Mengen an Fleisch, Getreide oder Wein zu tieferen Zollsätzen in die Schweiz verkaufen. Dagegen regt sich Widerstand aus der Landwirtschaft. Die Bauern befürchten hohe Einbussen und fordern eine höhere Entschädigung. «Der Beschluss des Bundesrates ist derart provokativ, dass wir uns ganz klar Gedanken machen das Referendum betreffend», liess sich Bauernpräsident Markus Ritter zitieren. Muss die Schweizer Landwirtschaft höher entschädigt werden? Oder sind die Forderungen in der Höhe von über 800 Millionen Franken völlig überrissen? Kritik von Umweltorganisationen, Grünen und SP Auch aus linken Kreisen kommt Gegenwind. Sie fordern weitergehende Massnahmen in den Bereichen Umweltschutz und Menschenrechte. So soll die Schweiz etwa die Entwaldungsverordnung der EU übernehmen. Sind die im Abkommen bereits enthaltenen Nachhaltigkeitskapitel griffig? Oder droht eine unheilige Allianz aus Grünen und Bauern, das Freihandelsabkommen zum Absturz zu bringen? Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 12. Juni 2026 in der «Arena»: – Markus Ritter, Nationalrat Die Mitte/SG und Präsident Schweizer Bauernverband; – Meret Schneider, Nationalrätin Grüne/ZH; – Tiana Moser, Ständerätin GLP/ZH; und – Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem.