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Auf den Tag genau Archiv

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3 Minuten
Frisch zum Polizeipräfekten von Paris berufen, inspizierte Herr Leullier nächtens die Situation an den Seine-Ufern – und landete prompt beinahe im Wasser. Die Berliner-Volkszeitung vom 14. August brachte diese amüsante Geschichte, für uns flaniert Frank Riede durch Paris.
3 Minuten
Als sich die Briten nach dem Ersten Weltkrieg den vormals türkischen Landstrich Palästina an das koloniale Bein banden, werden sie kaum geahnt haben, vor welch spannungsreicher Zukunft ihr neues ‘Mandatsgebiet‘ damals stand. Im Sommer 1921 zeichneten sich die Konflikte zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gleichwohl schon erstaunlich klar ab. Aus der Deutschen Allgemeinen Zeitung vom 13. August liest für uns Paula Leu.
4 Minuten
Nicht erst seit seiner Heirat mit Richard Wagners Tochter Eva galt Houston Stewart Chamberlain als eine der einflussreichsten Figuren des Bayreuther Kreises und als einer der wichtigsten Protagonisten eines rassistischen Antisemitismus in Deutschland. Als er im Ersten Weltkrieg demonstrativ seine britische Staatsbürgerschaft ablegte, machte ihn das endgültig zum Heros der Deutschnationalen. Dass er nun wenige Jahre später aus ziemlich profanen finanziellen Motiven offensichtlich doch wieder den Engländer in sich entdeckte, trug ihm den entsprechend beißenden Spott des Berliner Tageblatts vom 12. August 1921 ein. Und den von Frank Riede.
3 Minuten
Aus dem „letzte Mohikaner“ von James Fenimore Cooper, dem 1826 erschienen Roman, kennen wir die blutigen Fehden zwischen den Indianerstämmen des heutigen Kanada. Dem Vorwärts vom 11. August war der Friedensschluss von 1921 zwischen den Huronen und den Irokesen eine Meldung wert, die die Friedensbereitschaft als Vorbild hervorhob, allerdings auch das zeittypische rassistische Vokabular verwandte.
3 Minuten
Von einem “Freudschen Verschreiber” berichtet am 10. August 1921 die Vossische Zeitung. Angeblich hatte ein Gericht sein Urteil im Namen des Königs gefällt. Diesem antirepublikanischen Affront spürt für uns Frank Riede nach.
3 Minuten
Dass der gewalttätige Antisemitismus im Deutschland der 1920er Jahre eine lange Vorgeschichte hatte, war in den anderthalb Jahren Laufzeit unseres Podcast bereits ausgiebig zu verfolgen. Ein weiteres trauriges Kapitel wurde diesbezüglich im Sommer 1921 im bayerisch-schwäbischen Memmingen geschrieben. Die Freiheit vom 9. August berichtete, für uns liest Paula Leu.
4 Minuten
Nicht nur im wilden Westen, sondern auch im waldigen Ostpreußen ist schon so mancher Goldschatz auf dem Grund eines tiefen Sees vermutet worden. Ein Berliner Kaufmann, von dem im Folgenden die Rede ist, blieb der Erzählung gegenüber freilich skeptisch, und das hat ihm wohl das Leben gerettet. Im Vorwärts vom 8. August 1921 schürft für uns Frank Riede.
4 Minuten
Das Motorradfahren erfreute sich Anfang der 1920er zunehmend an Beliebtheit, und schon damals wurde an diese Weise der Fortbewegung ein besonderes Freiheits- , Körper- und Unabhängigkeitsgefühl geknüpft, wie folgender Artikel des Berliner Tagblatts vom 7. August 1921 eindrücklich belegt. Für uns lässt Paula Leu den Fahrtwind an sich vorbeirauschen.
3 Minuten
Manche Dinge auf der Welt ändern sich offenbar nie: Nein, die Freiheit vom 6. August 1921 berichtet nicht von dem vergeblichen Versuch einer englischen Fußballnationalmannschaft, ein Elfmeterschießen zu gewinnen, sondern aus dem Berliner Gesundheitswesen und beklagt in den dortigen Kliniken vor allem – Überraschung! – Personalmangel. Es liest Frank Riede.
4 Minuten
Die Auswanderungsbewegung nach Südamerika war in unserem Podcast schon Thema. Am 5. August 1921 druckte die Deutsche Allgemeine Zeitung den Brief eines Auswanderers nach Argentinien ab, in dem er nüchtern die Situation derjenigen schildert, die den Schritt in die Neue Welt gewagt haben. Es liest Paula Leu.
3 Minuten
Tief im Südosten Bayerns, zwischen den Ortschaften Reichenhall, Piding und Inzell liegt der Hochstaufen, um dessen Gipfel sich, ähnlich wie beim nahegelegenen Untersberg, manche Mythen und Legenden ranken. Deren vielleicht berühmteste erzählt vom leibhaften Teufel, der sich hier dereinst in einen Gamsbock und zwei ihm nachstellende Jäger zu Stein verwandelt habe. In der folgenden Nachricht aus der Vossischen Zeitung vom 4. August 1921 kommt indes höchstens ein Feuerteufel vor. Es liest Frank Riede.
5 Minuten
Der Neapolitaner Enrico Caruso gilt bis heute als einer der größten Tenöre der Operngeschichte und war bereits zu Lebzeiten ein Weltstar. Als er im Sommer 1921 während eines Heimaturlaubes unerwartet im Alter von nur 48 Jahren starb, stürzte dies nicht nur Italien in kollektive Trauer, sondern ließ Feuilletonredakteure in aller Welt ihren Sommerurlaub für die Dauer eines Nachrufs unterbrechen. Wir erinnern an Caruso mit jenem aus der Berliner Volks-Zeitung vom 3. August, es liest Paula Leu.
4 Minuten
1917 wurde im Mount-Wilson-Observatorium in Kalifornien das für die darauf folgenden 30 Jahre größte Spiegelteleskop der Welt in Betrieb genommen. Mithilfe dieses 2.54 Meter (bzw. 100 Zoll) großen Teleskops gelang etwa der Nachweis, dass das Weltall expandiert. Am 2. August 1921 zitiert die Berliner-Börsen-Zeitung den Direktor der Sternwarte, der von den ersten Erfolgen bei der Weltraumbeobachtung mit dem neuen Gerät berichtet. Für uns blickt Frank Riede ins Weltall.
3 Minuten
Fahrgelderhebung in der Straßenbahn ohne Schaffner? Am 1. August kommentierte die Vossische Zeitung die Neuerungen im Öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt. Paula Leu fährt für uns mit.
4 Minuten
Die auf dem rechten Auge blinde Justiz der Weimarer Republik ist den Sozialdemokraten ein steter Dorn im Auge. Auch im Vorwärts vom 31. Juli 1921 wird dieses Ungleichgewicht beklagt - Auslöser ist ein Beleidigungsprozess mit dem Reichspräsidenten als Beleidigtem. Es liest Frank Riede.
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Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren