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  4. Frankreich: Warum schlägt Protest in Gewalt um?
Die Bilder vom Wochenende in Frankreich haben viele Menschen
verstört. Wie ein Mahnmal steht das ausgebrannte, historische
Rathaus aus dem 19. Jahrhundert in der zentralfranzösischen Stadt
Limoges, das Randalierer angezündet haben. Die Wut - und teils
Zerstörungswut - der Menschen in Frankreich scheinen extrem. Am
Sonntagabend hat sich Präsident Emmanuel Macron in einer
Fernsehansprache an die Nation gewandt. Er hat angekündigt,
durchzugreifen - notfalls mit einem Verbot von Demonstrationen -
doch auch das Vorgehen der Polizei soll untersucht werden. Frühere
Proteste seien in Gewalt ausgeartet aus einem Emotionsüberschwang,
erklärt Isabell Hoffmann, die Direktorin des Deutsch-Französischen
Instituts in Ludwigsburg im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin
Vanja Weingart - dieser Protest aber: "ist schon dauerhaft und auch
mit einer gewissen Kompetenz. Man muss ja schon wissen, wie man in
Geschäfte reinkommt oder wie man sich Spielchen mit der Polizei
liefert." Frankreich befinde sich aktuell in einer besonderen Lage,
sagt die dfi-Direktorin: "Sie haben eine ausgehende Regierung,
einen ausgehenden Präsidenten, der wirklich in einer Position der
innenpolitischen Schwäche ist. Sie haben einen auflaufenden
Präsidentschaftswahlkampf, in dem gerade radikale Positionen im
Augenblick besonders laut und auch nach den Umfragen besonders
populär sind." Namentlich sei das der
Linksaußen-Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon von "La
France Insoumise" und am rechten Rand Marine Le Pen vom
"Rassemblement National".
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„Frankreich: Warum schlägt Protest in Gewalt um?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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