Was zu tun ist, wenn ein Mensch stirbt. Woran wir einen
guten Abschied erkennen.
Was ist eigentlich zu tun, wenn ein Mensch stirbt? Und was dürfen
wir, wenn uns niemand fragt?
In dieser dritten Folge gehe ich Schritt für Schritt durch die
ersten Stunden und Tage nach einem Tod. Anlass sind drei
Todesfälle in meinem Freundeskreis – und die Erfahrung, dass
Angehörige von ihren Bestattungsunternehmen oft nicht so
begleitet werden, wie sie es verdient hätten. Niemand fragt, ob
sie bei der Abholung dabei sein möchten. Manche werden aus dem
Raum geschickt. Und noch unter Schock sollen sie im
Beratungsgespräch weitreichende Entscheidungen treffen.
Ich erkläre, was passiert, wenn ein Mensch zu Hause, im
Pflegeheim, im Hospiz, im Krankenhaus oder unterwegs stirbt.
Warum manchmal die Polizei kommt und was eine Beschlagnahmung
durch die Staatsanwaltschaft bedeutet. Wie viel Zeit Du Dir
lassen darfst, was Du schon beim ersten Telefonat sagen solltest
und warum Du bei jedem Handgriff dabei sein darfst – bei der
Abholung, der Versorgung, der Einkleidung und der
Kremation.
Du erfährst, warum bei einer geplanten Feuerbestattung die
Einkleidung erst nach der zweiten Leichenschau stattfinden
sollte, wie Provisionen Entscheidungen im Beratungsgespräch
beeinflussen und woran Du ein gutes Bestattungsunternehmen
erkennst. Und warum ein Bestatter niemals von einer Aufbahrung
abraten darf.
Ich erzähle von der Feuerbestattung meiner Mama, vom gemeinsamen
Schließen des Sarges und von dem Moment, in dem wir sie dem Feuer
übergeben haben. Und ich spreche darüber, warum der letzte Blick
so kostbar ist – und warum er die anderen Erinnerungen nicht
auslöscht.
Am Ende geht es um die Frage, wie viel davon wir schon zu
Lebzeiten klären können. Und warum eine Bestattungsvorsorge sogar
ein verbindendes Erlebnis mit Familie und Freund*innen sein
kann.
Höchste Zeit, Gevatter Tod nicht länger totzuschweigen.
Hinweis zu sensiblen Inhalten:
In dieser Folge geht es unter anderem um die Versorgung
verstorbener Menschen, um Obduktion und Kremation und um den Tod
meiner Mutter. Bitte achte beim Hören gut auf Dich und unterbrich
die Folge, wenn Dir etwas zu nahegeht.
Wenn Du Unterstützung brauchst, wende Dich an einen vertrauten
Menschen oder eine professionelle Anlaufstelle. Die
TelefonSeelsorge erreichst Du anonym, kostenfrei und rund um die
Uhr:
0800 111 0 111 · 0800 111 0 222 · 116 123
https://www.telefonseelsorge.de
Wichtige Nummern im Todesfall:
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 · Notruf: 112
Hat diese Folge etwas in Dir bewegt? Schreib mir Deine Gedanken,
Erfahrungen, Fragen oder Dein Feedback an:
nicole@mit-dem-tod-per-du.de. Löchere mich gern mit Deinen Fragen
und sag mir, worüber Du in den nächsten Folgen mehr erfahren
möchtest.
Du möchtest selbst mit mir über Deine Geschichte sprechen? Dann
melde Dich gerne. Wenn Dir der Podcast gefällt, freue ich mich,
wenn Du ihn abonnierst, teilst und kommentierst.
Du möchtest Deinen eigenen Abschied selbstbestimmt regeln oder
suchst eine unabhängige Vertrauensperson für Deine Totenfürsorge?
Mehr über meine Arbeit mit CURA MEA erfährst Du unter
www.cura-mea.de
Weiterführende Links:
• Bestattungsrecht in den Bundesländern (Aeternitas e. V.):
https://www.aeternitas.de/fuer-betroffene/bestattungsrecht/bestatten-in-deutschland
Studie:
• Omerov et al.: „Viewing the Body after Bereavement Due to
Suicide: A Population-Based Survey in Sweden“, 2014.
https://doi.org/10.1371/journal.pone.0101799
Credits:
Musik: „Medieval Folk Music“ von Watermelon Beats
https://pixabay.com/users/watermelon_beats-54140361/
Logo, Design & Illustration: Janin Villhauer | villhauer.
nachhaltige design- und markenkonzepte |
www.villhauer-design.de
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.