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  4. Mietwucher! Europas Jugend rebelliert | Von Paul Clemente
Bezahlbarer Wohnraum: Frankreichs Protestbewegung breitet
sich aus

Ein Kommentar von Paul Clemente.

Es begann vor wenigen Wochen: In Frankreich demonstrierten
Schüler gegen Sparmaßnahmen bei Lehrpersonal und Gebäude: Beides
erschien ihnen als marode und bröcklig. Zwar blieben die Rufe
unerhört, aber der Demonstranten-Chor wuchs im Supertempo.
Schließlich zeigt das Desinteresse globalistischer Politik am
Wohl der Staatsbürger sich nicht nur in Schulen, sondern in fast
allen Lebensbereichen. Bald brannten in französischen Städten
Fahrzeuge und Gebäude, prügelten sich Protestler und Polizei,
klirrte das Glas der Ladenfenster, und mancher Demonstrant
kaperte, was die Wohlstandsgesellschaft zwar verspricht, aber nur
für wenige einlöst: Luxusartikel aller Art. Einen minimalen Hauch
von Schönheit.

Altparteien, Mainstream-Presse, aber auch libertäre
Alternativ-Medien bemühten sich postwendend um Delegitimierung
der Proteste. Dass hier parteiübergreifende Versammlungen
entstanden, das wollte man nicht hören. Jeder projizierte sein
politisches Feindbild auf die Demonstranten: Für den einen waren
es böse Linke, für andere die ebenso bösen Banlieue-Migranten.
Die angebliche Teilnahme einiger Hamas-Freaks führte zu Warnungen
vor  Kontaktschuld. Kurzum, die übliche Verbal-Munition kam
erneut zum Einsatz.

Frankreichs Präsident Emanuel Macron reagierte mit
obligatorischer Ignoranz. Anstatt den sozialen Absturz zu
stoppen, phantasierte er von ultralinken Gruppen, die „die
Republik stürzen“ wollten. Auch die Regierungen der Nachbarländer
zeigten Besorgnis: Was, wenn der französische Krawall-Virus die
Landesgrenzen überspringt? Nun, genau das ist jetzt geschehen.
Neuartig ist bei dieser Bewegung: Das Fehlen eines verbindlichen
Namens. Stattdessen hat sich ein Logo etabliert, ein deutliches
Erkennungszeichen: Der markante Totenkopf mit Strohhut aus der
Manga-Serie „One Piece“. Der verleiht den Plünderungen ein wenig
Piraten-Flair.

Und diese Piraten ließen am Wochenende mehrere Städte in Italien,
Spanien, Albanien und Portugal erzittern: Die Forderungen:
Besseres Bildungswesen und soziale Gerechtigkeit, aber mit
unterschiedlicher Gewichtung. So protestierten Studenten in der
albanischen Hauptstadt Tirana gegen Missstände in den
Hochschulen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, flogen
Brandsätze auf das Bildungsministerium und Steine in Richtung
Regierungspalast. In Portugal hingegen protestierten die
Demonstranten-Chöre gegen Miethorror.

In Italien knallte es in mehreren Städten. Wen wundert’s? Vor
sieben Jahren hatte Ex-Ministerpräsident Giuseppe Conte ein
Bürgergeld für Arbeitslose eingeführt. Sein Ziel: Abstürze in
radikale Armut zu verhindern. Vier Jahre danach schaffte seine
Nachfolgerin, Giorgia Meloni, diese Hilfe wieder ab. Ihr
knausriges Ersatzsystem? Ist keine Rede wert. Offizielle
Begründung für Melonis Grausamkeit: Drohende Armut motiviere
Bürger zur Arbeitssuche, während Hilfsgelder die Faulheit
förderten. Kurzum: Der übliche Dreck.

Übrigens stürmten römische Demonstranten sogar das Kolosseum: Den
ehemaligen Vergnügungsort, wo privilegierte Bürger den
Überlebenskampf der Gladiatoren genossen. Am Wochenende kämpften
dort Demonstranten gegen Ordnungshüter. Verwirrte Touristen
fungierten als Publikum. Nach dem Grund ihrer Teilnahme befragt,
erklärte eine Demonstrantin der Tageszeitung Die Welt: Die
aktuelle Politik biete ihr keine Zukunft. Auch die Rente wäre
dahin: Ihre Großmutter, so die Aktivistin, habe ihr vor zwei
Tagen gestanden, dass sie kein Essen mehr bezahlen könne… Tja,
vielleicht mal bei Meloni anfragen?

Und in Berlin? Ist noch alles still. Trotzdem möchte Linke-Chefin
Ines Schwerdtner die internationalen Massenproteste „zu einem
großen Narrativ“ verschmelzen.

...https://apolut.net/mietwucher-europas-jugend-rebelliert-von-paul-clemente/
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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