Erst Rampenlicht, dann Krisenstatement. Willkommen bei 2 im
Sinn!
Wir haben es getan. Wir standen auf einer Bühne. Vor echten
Menschen. Ohne Drehbuch, ohne doppelten Boden und teilweise auch
ohne die geringste Ahnung, was als Nächstes passiert.
Marc schaltet vorsichtshalber seinen inneren Autopiloten ein, Leo
entdeckt ihre Liebe zur Bühne und das Publikum entscheidet sich
kollektiv für die Rolle einer sehr stillen Zimmerpflanze.
Das Ergebnis? Eine Veranstaltung, nach der wir uns fühlen wie
nach einem One-Night-Stand: viel Aufregung, ordentlich
Erwartungen und hinterher die große Frage: War das jetzt
eigentlich gut für uns beide?
Wir sprechen über Lampenfieber, Selbstzweifel, die verzweifelte
Suche nach Anerkennung und darüber, warum Leo offenbar mehr
Barbara Schöneberger in sich trägt, als Marc lieb sein
kann.
Und dann wird es plötzlich emotional. Denn Leo steht in derselben
Halle, in der sie vor 30 Jahren als Teenager gefeiert, geknutscht
und ihre ersten Erfahrungen gesammelt hat. Was würde sie ihrem
jüngeren Ich heute sagen? Überraschend viel. Und ausnahmsweise
sogar ziemlich schön.
Aber bevor hier irgendjemand sentimental wird, wechseln wir den
Schauplatz.
Fuerteventura. Sonne. Meerblick. Cluburlaub. Und plötzlich
braucht Marc eine eigene Presseabteilung. ️
Denn ein zunächst völlig harmloser Urlaubstag entwickelt sich zu
einer bemerkenswerten Lektion in Sachen Selbstwahrnehmung. Marc
hat eine Situation ziemlich eindeutig bewertet. Vielleicht sogar
etwas zu eindeutig. Blöd nur, wenn sich hinterher herausstellt,
dass die Geschichte doch ganz anders war.
Was folgt, ist ein offizielles Statement. Mit Reue, neuen
Erkenntnissen und eigens eingespielter Entspannungsmusik. Fast
wie eine öffentliche Entschuldigung nach einem handfesten
Promi-Skandal. Nur mit weniger Blitzlicht und mehr
All-inclusive.
Manchmal ist die eigene Wahrnehmung eben nicht ganz so
zuverlässig wie die Lautstärke der eigenen Meinung.
Und während Marc noch an seiner persönlichen Diplomatenkarriere
arbeitet, beschäftigt uns eine weitere große Frage: Gibt es im
Cluburlaub eigentlich eine geheime Rangordnung? Wer entscheidet,
wer der Platzhirsch ist? Und wie viele Urlaube muss man buchen,
bis man am Buffet zur Führungsetage gehört?
Nebenbei läuft das Bier aufs Hotelbett, der Podcastkoffer
überlebt den Flughafen, Leo verteidigt ihre Eselsohren und Marc
plant eine Rennradtour ohne Ortskenntnis, aber mit bemerkenswert
konkreten Vorstellungen seiner eigenen Seebestattung.
Eine Folge über Mut, peinliche Stille, alte Erinnerungen, neue
Erfahrungen und die Erkenntnis, dass man manchmal nicht nur über
sich hinauswachsen, sondern sich auch selbst korrigieren
muss.
Aufgenommen auf einem Hotelbett auf Fuerteventura. Mit
Handmikrofonen, eingeschlafenen Beinen, einem leicht
angeschlagenen Ego und der beruhigenden Gewissheit, dass
Entspannungsmusik offenbar für ziemlich viele Lebenslagen
geeignet ist.
2 im Sinn – zwischen Bühnenapplaus, öffentlicher Reue und der
inoffiziellen Club-Hierarchie.
Viel Spaß beim Hören.
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