Am 8. November 2010 erscheint mit „Breaking News“ ein neuer Song
von Michael Jackson. Doch statt Begeisterung löst die Aufnahme
einen Verdacht aus: Ist das überhaupt seine Stimme?
Drei Songs auf dem posthum veröffentlichten Album Michael stehen
plötzlich unter Fälschungsverdacht: „Breaking News“, „Monster“ und
„Keep Your Head Up“. Mitglieder der Jackson-Familie zweifeln an
ihrer Echtheit. Langjährige Weggefährten widersprechen sich. Sony
und Michael Jacksons Nachlassverwaltung verteidigen die
Aufnahmen.
Tatort Musik rekonstruiert einen der rätselhaftesten Streitfälle
der Popgeschichte. Die Spur führt in ein Kellerstudio in New
Jersey, zu fehlenden Gesangsaufnahmen, forensischen Stimmanalysen
und einem Sänger namens Jason Malachi, dessen Stimme der von
Michael Jackson verblüffend ähnelt. Ein angebliches Geständnis,
widersprüchliche Zeugenaussagen und ein jahrelanger Rechtsstreit
machen die Suche nach der Wahrheit immer komplizierter.
2022 verschwinden die drei umstrittenen Songs schließlich von den
Streamingplattformen. Doch die entscheidende Frage bleibt
ungeklärt: Wer hat sie tatsächlich eingesungen?
Malte Asmus untersucht die Indizien, trennt nachprüfbare
Erkenntnisse von Behauptungen und fragt, wer darüber bestimmen
darf, was nach dem Tod eines Künstlers unter seinem Namen
veröffentlicht wird.
Denn die Rechte an einer Stimme lassen sich verwalten. Die
Zustimmung ihres Besitzers lässt sich nicht mehr einholen.
Quellen und weiterführende Recherchen
1. Zeitgenössische Berichterstattung, Cascio-Familie und Oprah
Winfrey
TV-Berichterstattung über die Kontroverse um das Album Michael,
Aussagen von Dominic Cascio zur langjährigen Beziehung seiner
Familie zu Michael Jackson sowie Eddie Cascios Erklärung bei Oprah
Winfrey, Jackson habe die Songs in seinem Kellerstudio
aufgenommen.
https://www.youtube.com/watch?v=18HWZ1K4-SA
2. La Toya Jackson zweifelt an der Echtheit der Stimme
La Toya Jackson äußert Zweifel daran, dass auf den umstrittenen
Aufnahmen tatsächlich ihr Bruder singt.
https://www.youtube.com/shorts/ibCQG5bsUHU
3. Michael: The Making of the Album – Eddie Cascio
Eddie Cascio spricht über Michael Jacksons Aufenthalte im Haus
seiner Familie in Franklin Lakes und die dort entstandenen
Aufnahmen.
https://www.youtube.com/watch?v=y64PofNbF-o
4. Aussagen von Michael Prince und Stewart Brawley
Jacksons frühere Studiomitarbeiter berichten über die
Aufnahmebedingungen, fehlende alternative Gesangsspuren und
typische Geräusche, die bei Jacksons Gesangsaufnahmen entstanden.
Michael Prince spricht außerdem über einen wiedererkannten
Gesangsausschnitt aus „Earth Song“.
https://www.youtube.com/watch?v=DyS3YDMQkns&t=4s
5. Frank Cascio über die umstrittenen Songs
Frank Cascio bekräftigt, dass Michael Jackson auf dem Album zu
hören sei. Gleichzeitig schildert er seine erste Reaktion auf eine
frühere Version von „Breaking News“.
https://www.youtube.com/watch?v=xwhcQ04Lio4&t=233s
6. Teddy Riley über die Echtheit der Cascio-Songs
Der Produzent, der an der Fertigstellung der Aufnahmen beteiligt
war, äußert sich in einem 2022 veröffentlichten Interview kritisch
zur Echtheit der Gesangsstimmen und zu den fehlenden
Nachweisen.
https://www.youtube.com/watch?v=MXP3o_XIluU
7. Investigativer Recherchepodcast: Faking Michael
Ein wesentlicher Teil der in dieser Folge dargestellten Recherchen
zu den Copyright-Anmeldungen, den Gesangsspuren, den Untersuchungen
von George Papcun und Joe Bennett sowie den Vorgängen um Jason
Malachi stammt aus dem investigativen Podcast Faking Michael.
Die Folge berücksichtigt außerdem die Positionen von Sony und
Michael Jacksons Nachlassverwaltung sowie die im Rechtsstreit um
die Songs vorgebrachten Argumente.
Hinweis zur Beweislage: Die Echtheit der umstrittenen
Leadgesangspassagen wurde nicht abschließend gerichtlich geklärt.
Auch die Identität eines möglichen anderen Sängers ist nicht
zweifelsfrei nachgewiesen.
Transparenzhinweis zum Einsatz von KI
Bei der Rechercheaufbereitung, Strukturierung und redaktionellen
Ausarbeitung dieser Episode kamen unterstützend KI-Werkzeuge zum
Einsatz. Darüber hinaus werden KI-generierte Voiceover-Stimmen für
einzelne gesprochene Passagen verwendet.
Die journalistische Bewertung, die Auswahl der Inhalte und die
redaktionelle Verantwortung liegen beim Autor. KI-generierte
Stimmen dienen der akustischen Aufbereitung und sind nicht als
authentische Originalaufnahmen der zitierten Personen zu verstehen.
Originaltöne werden als solche kenntlich gemacht.
KI-generierte Inhalte dienen nicht als eigenständige Belege für die
Echtheit oder Unechtheit der untersuchten Gesangsaufnahmen.
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