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Willkommen zur Audio-Ausgabe von Swiss Innovator Daily — dem
kurzen Briefing zu KI-Automation für Schweizer KMU.
Heute geht es um Ordnung vor Tempo: von Adecco und seinen
KI-Agenten im Recruiting über KI-Sprache in Schweizer Medien,
Robotaxis in Zürich und Auskünfte der EU-Kommission an OpenAI und
Anthropic bis zu Freigaben für KI-Agenten und ERP-Projekten, die
ihre Ziele verfehlen.
Was du mitnimmst:
1. Adecco: Die Adecco-Gruppe weitet KI-Agenten von Salesforce im
Recruiting aus und legte Schritt für Schritt fest, was Mensch und
KI erledigen. Recruiting macht laut CEO Denis Machuel 60 bis 70
Prozent der Geschäftstätigkeit aus; erste Pilotprojekte liessen
sich nur schwer skalieren. Schreibt euren Ablauf Schritt für
Schritt auf und markiert, welche Schritte ein Mensch behalten
muss, bevor ihr ein KI-Tool kauft.
2. KI-Sprache: Laut einer ZHAW-Auswertung für die «NZZ am
Sonntag» häufen sich typische KI-Ausdrücke in Deutschschweizer
Medien seit Chat-GPT; «Herzstück» kommt doppelt so häufig vor.
Streicht vor dem Versand Floskeln wie «Herzstück» oder
«entscheidend» aus KI-Texten und prüft, ob jeder Satz eine echte
Information enthält.
3. Robotaxis: Der Präsident des Zürcher Taxiverbands, George
Botonakis, erwartet, dass es in fünf Jahren 80 Prozent der
Taxifahrer nicht mehr gibt. Im Furttal fahren seit September drei
Robotaxis; ZHAW-Forscher Thomas Sauter-Servaes hält die Prognose
für «gewagt». Sucht einen Zusatznutzen, den eine Maschine nicht
bietet, etwa persönliche Betreuung.
4. EU-Kommission: Nach Cyberangriffen durch ausser Kontrolle
geratene KI-Systeme verlangt die EU-Kommission laut Henna
Virkkunen Auskünfte von OpenAI und Anthropic. Prüft, welche
Rechte KI-Tools in euren Systemen haben, und haltet nach DSG
fest, welche Daten sie sehen dürfen.
5. Freigaben: Laut Micha Kiener von Flowable zählt, wo ein Mensch
freigeben muss und wo Überwachung reicht. Zu viele Freigaben
machen Prozesse langsam, zu wenige lassen riskante Entscheidungen
ungeprüft. Verlangt für Zahlungen über einem Betrag eine Freigabe
und prüft Erinnerungsmails nur stichprobenweise.
6. ERP-Projekte: Laut einer Gartner-Schätzung verfehlen bis 2027
über 70 Prozent kürzlich umgesetzter ERP-Projekte ihre Ziele ganz
oder teilweise. Schreibt vor einer neuen Software zwei, drei
messbare Ziele auf und prüft sie ein halbes Jahr nach dem Start.
Kurzfazit: Technik bringt erst etwas, wenn der Ablauf dahinter
klar ist. Wer zuerst aufräumt und festlegt, wo der Mensch
entscheidet, holt aus KI mehr heraus als mit dem nächsten Tool.
Swiss Innovator Daily · KI-Automation für Schweizer KMU
12.10.2026
Quellen u. a.: Netzwoche, NZZ, SRF, heise online und silicon.de.
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