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Willkommen zur Audio-Ausgabe von Swiss Innovator Daily — dem
kurzen Briefing zu KI-Automation für Schweizer KMU.
Heute geht es um den Abstand zwischen KI-Begeisterung und
gelebtem Alltag: Eine Snowflake-Studie zeigt, dass Fachkräfte KI
viel seltener nutzen als die Chefetage und vor allem mit der
Datenqualität kämpfen. Dazu kommen eine neue Parlamentarische
Gruppe KI, die ersten grösseren KI-Projekte bei Best of Swiss
Software, Googles Einschränkungen bei Gemini, 2,6 Millionen
Chatbot-Anrufe bei der Telekom und eine behobene Lücke in der
ChatGPT-App für Mac.
Was du mitnimmst:
1. Snowflake-Studie: 91 % der Führungskräfte nutzen KI mehrmals
täglich, bei den Fachkräften sind es nur 30 %; 52 % der
Fachkräfte nennen die Datenqualität ein «gravierendes» Hindernis,
auf der Chefetage nur 26 %. Mit rund 50 Befragten aus IT und
Daten ist die Studie klein. Fragt eure Leute an der Front direkt,
wo KI für sie scheitert, und bereinigt verstreute Kundendaten,
bevor ihr ein weiteres KI-Programm kauft.
2. Parlament: Knapp 30 Mitglieder von National- und Ständerat
haben unter dem Vorsitz von Mitte-Nationalrat Dominik Blunschy
die Parlamentarische Gruppe Künstliche Intelligenz gegründet; ab
der Wintersession 2026 plant sie rund zwei Anlässe pro Jahr sowie
Firmenbesuche, Trägerorganisationen sind Salesforce und SwissAI
ohne Stimmrecht. Habt ihr ein KI-Projekt, das funktioniert oder
an unklaren Regeln hängt, schreibt es in drei Sätzen auf und
bringt es über euren Branchenverband ein, sobald die
Vernehmlassung läuft.
3. Best of Swiss Software: In der neuen Kategorie «AI Systems»
sah die Jury die ersten grösseren KI-Projekte von Unternehmen,
«das ist aber erst der Anfang», sagt Jurypräsident Christof Zogg;
im Rennen waren nur 19 Projekte nach 30 im Vorjahr. Vielen Firmen
geht es um einen Plan B und weniger Abhängigkeit von einem
Anbieter. Läuft eure Buchhaltung oder Kundenverwaltung komplett
bei einem US-Anbieter, notiert, welche Daten ihr im Notfall in
die Schweiz verschieben könntet.
4. Gemini: Ab dem 9. Oktober bleibt Nutzern ohne Abo in der
Gemini-App nur noch das Modell Flash-Lite; Kunden von AI Plus
(laut heise ab 4,99 Euro im Monat) verlieren das Pro-Modell,
dafür braucht es AI Pro für 21,99 Euro. Schreiben eure Leute
Offerten mit privaten Gemini-Konten, klärt diese Woche, wer
welches Konto nutzt, und entscheidet bewusst über ein Firmen-Abo
mit klaren Regeln nach DSG.
5. Telekom: Der Chatbot «Frag Magenta» hat im ersten Halbjahr
rund 2,6 Millionen Anrufe im Kundenservice übernommen; bis 2030
sollen die indirekten jährlichen Kosten gegenüber 2023 um rund
2,5 Milliarden Euro sinken, ein Ziel, kein Ergebnis. Zählt eine
Woche lang mit, welche fünf Fragen am häufigsten kommen, und
prüft einen Assistenten mit Datenhaltung in der Schweiz, der
genau diese beantwortet.
6. ChatGPT für Mac: Über eine von Sicherheitsforscher Patrick
Wardle entdeckte Lücke konnten Angreifer den ganzen Chatverlauf
abgreifen, sofern bereits bösartiger Code auf dem Rechner lief;
OpenAI hat sie Ende September behoben, ob es Angriffe gab, ist
unklar. Prüft heute, ob auf allen Firmen-Macs die aktuelle
Version läuft, und gebt KI-Apps nur so viel Dateizugriff wie
nötig, gerade bei Kundendaten nach DSG.
Kurzfazit: KI ist vielerorts angekommen, aber nicht überall
gleich gut. Ob Daten im Team, stille Gratis-Konten oder zu breite
App-Rechte: Der Nutzen entscheidet sich im Alltag, nicht in der
Ankündigung.
Swiss Innovator Daily · KI-Automation für Schweizer KMU
06.10.2026
Quellen u. a.: Inside IT, Netzwoche, heise online und t3n.
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