„Ich dachte schon, das wird so ein anstrengender Termin.“ Das hat
Jörgs Hausärztin zu ihm gesagt, nachdem er sein Blutbild vorher mit
KI vorbereitet hatte. Immer mehr Menschen geben jede Information
erst in die KI und gehen damit zum Experten. In dieser Folge geht
es darum, warum das so oft knirscht und wie du KI so nutzt, dass
sie dir hilft, statt dich mit den Leuten aneinandergeraten zu
lassen, die dir helfen sollen. ---- Wenn die KI mit in die
Sprechstunde kommt • Laut Bitkom wenden sich 45 Prozent der
Befragten bei Symptomen oder Gesundheitsfragen an einen Chatbot. •
16 Prozent haben schon einmal eine ärztliche Empfehlung nicht
befolgt und eher der KI vertraut. • Manche Praxen beenden die
Behandlung, wenn man sich nicht einigen kann. ---- Dasselbe Muster
im Marketing Unsere Account-Experten bekommen immer öfter Mails,
die erkennbar mit KI geschrieben sind. Das ist in Ordnung.
Schwierig wird es, wenn die KI Dinge dazudichtet, die beim
konkreten Kunden keinen Sinn ergeben. • Typisches Beispiel: Google
Ads zeigt andere Zahlen als der Shop, also sei das Tracking kaputt.
• In der Regel weichen beide Zahlen etwas ab, etwa wegen des
Cookie-Banners und unterschiedlicher Zählweisen. • Wer das Konto
seit Jahren kennt, weiß, wie groß die Abweichung bei diesem Kunden
normalerweise ist, teils bis auf die Saison genau. ---- Warum die
KI-Antwort oft nicht zu deiner Lage passt • In einer Oxford-Studie
(Nature Medicine, 1.298 Teilnehmende) fand die KI allein in rund 95
Prozent der Fälle die richtige Erkrankung. Mit echten Menschen im
Gespräch waren es weniger als 35 Prozent. • Ein Hauptgrund: Die
Teilnehmenden gaben der KI oft nur einen Teil der nötigen
Informationen. • Die KI gibt dir gern recht. OpenAI hat 2025 sogar
ein ChatGPT-Update zurückgenommen, weil das Modell den Leuten zu
sehr nach dem Mund geredet hat. • In einer Untersuchung von EBU und
BBC hatte fast jede zweite KI-Antwort auf Nachrichtenfragen
mindestens ein erhebliches Problem. ---- So nutzt du KI, ohne dich
zu verrennen • Gib der KI so viel Zusammenhang wie möglich: Ziel,
bisheriger Verlauf, Zahlen. • Frag sie, welche Informationen ihr
fehlen und was gegen ihre Einschätzung spricht. • Filtere die
Antwort: Passt das zu uns, oder klingt es nur logisch? • Bring das
Ergebnis als Einschätzung ins Gespräch, nicht als Urteil. Kurz
gesagt: Nutze die KI, um zu verstehen. Nutze Menschen mit
Erfahrung, um zu entscheiden. ---- Quellen Bitkom-Umfrage „Dr. KI“:
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Dr-KI-Chatbot-medizinischer-Ratgeber
Oxford-Studie (Nature Medicine):
https://syntheticsociety.oii.ox.ac.uk/research/reliability-llms-medical-assistants/
OpenAI zum zurückgenommenen Update:
https://openai.com/index/sycophancy-in-gpt-4o/ EBU/BBC-Studie zu
KI-Assistenten:
https://www.ebu.ch/news/2025/10/ai-s-systemic-distortion-of-news-is-consistent-across-languages-and-territories-international-study-by-public-service-broadcaste
---- Du hast eine KI-Analyse zu deinem Google-Ads-Konto und weißt
nicht, was davon für dich stimmt? Schreib uns kurz, was die KI dir
gesagt hat:
https://www.master-of-scaling.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_medium=beschreibung&utm_campaign=folge-471
Zweimal pro Woche eine Geschichte aus dem Alltag und Handgriffe aus
echten Konten:
https://www.master-of-scaling.de/google-ads-analytics-newsletter/?utm_source=podcast&utm_medium=beschreibung&utm_campaign=folge-471
Diese Folge gibt es auch als Video:
https://www.youtube.com/@MasterofSearch Master of Scaling arbeitet
seit 2006 mit Google Ads und hat über 850 Kundenprojekte betreut.
Christoph Mohr ist Google Ads Trainer seit 2015. Instagram:
https://www.instagram.com/master_of_scaling/ · LinkedIn:
https://www.linkedin.com/company/master-of-search-gmbh/
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