L4 Vortrag Woche des Sehens zu künstlicher
Intelligenz
KI für Blinde und Sehbehinderte live erklärt: KI-Brille, iPhone
mit Apple-KI, ChatGPT, Gemini, Grok Audio-Modus im Praxistest,
mit Zugauskunft Plauen–Hof und einem klaren Wort zu Verantwortung
und Barrierefreiheit.
Diesmal hörst du keine normale Podcastfolge, sondern meinen
Live-Vortrag zur Woche des Sehens im Quartier 30 in Plauen. Ich
zeige dir aus Sicht eines Blinden, was künstliche Intelligenz
heute im Alltag leistet und wo sie danebenliegt. Am Anfang steht
die Debatte um KI-Brillen. Mit solchen Brillen werden Menschen
fotografiert und gefilmt, ohne es zu wissen, und die Aufnahmen
landen im Netz. In Norwegen plant man deshalb gesetzliche
Schritte, um KI-Brillen aus Teilen des öffentlichen Raums zu
verbannen. Ich halte das für die falsche Richtung. Schützen
müssen wir den öffentlichen Raum vor Menschen, die damit
Straftaten begehen, nicht vor der Brille. Wer die Technik
bedient, trägt die Verantwortung.
Danach geht es in die Praxis. Meine Meta-Brille liest ein Banner
vor, das ich selbst nicht lesen kann. Die Apple-KI auf meinem
iPhone 17e soll Daten auf dem Gerät verarbeiten. Bei der
Bildbeschreibung braucht sie live aber ewig für die
Datenverbindung, und das zeigt, warum man beim Datenschutz genau
hinschauen sollte. ChatGPT erzählt mir einiges über das Quartier
30 und schreibt selbst dazu: „Überprüfe die wichtigen
Informationen auf Fehler.“ Das Publikum bestätigt die Angabe zum
barrierefreien Zugang aus eigener Erfahrung, nachprüfen muss man
so etwas aber trotzdem. Ich ordne außerdem ein, warum KI-Suche
für uns Blinde viel verändert. Unzugängliche Webseiten und
Online-Shops waren beim Googeln immer ein Hindernis. Wer seine
Webseite heute barrierefrei baut, ist auch für die KI gut
aufgestellt.
Höhepunkt ist Grok im Audio-Modus. Bei der Kamera muss er im
Audio-Modus passen, bei der Zugauskunft von Plauen nach Hof
liefert er dagegen Abfahrt, Gleis und Zugnummer. Den früheren Zug
um 16:59 Uhr übersieht er allerdings zuerst. Meine Botschaft
lautet deshalb: Wir Menschen behalten die Führung, und wir dürfen
uns niemals blind auf eine KI verlassen. Die Aufzeichnung
erscheint auf unserem YouTube-Kanal @Schulze-IT.
Was du in dieser Folge mitnimmst:
· Warum bei KI-Brillen der Mensch die
Verantwortung trägt und warum ein Verbot wie in der
Norwegen-Debatte am Problem vorbeigeht
· Wie dir eine KI-Brille oder das
iPhone Schilder, Banner und Aushänge an geschlossenen Türen
vorliest
· Warum „auf dem Gerät verarbeitet“
kein Freibrief ist und Kundendaten nur auf eigene Rechner gehören
· Wie du mit ChatGPT, Gemini und Grok
Informationen findest, auch wenn Webseiten nicht barrierefrei
sind
· Wie eine Zugauskunft per Sprache im
Grok-Audio-Modus abläuft und wo du trotzdem nachfragen musst
· Warum Hinderniserkennung per App
niemals Langstock und Mobilitätstraining ersetzt
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