Zu Gast ist Tobias Nölker, 27. Wir sitzen in seiner neuen
Lagerhalle, und er erzählt seinen Weg zum ersten Mal am Stück.
Mit 14 wusste er, was er werden will. In der neunten Klasse hatte
er als Erster in seinem Jahrgang einen Ausbildungsplatz. Kurz vor
den Prüfungen sagt ihm ein Arzt, dass er nie wieder im Handwerk
arbeiten darf. Er muss die Ausbildung abbrechen.
In Teil 1 geht es um alles, was danach kommt: die Fahrt vom Arzt
nach Hause, ein Vater, der ihn rennen lässt, ein
Aufhebungsvertrag, den er selbst vorschlägt, eine zweite
Ausbildung und zwei Jahre später die Nachricht, dass er doch
wieder darf. Dann ein Arbeitgeber, der keine Löhne mehr zahlt,
eine schwangere Frau und ein frisch gekauftes Haus. Und die
Entscheidung, es selbst zu machen, mit einem Gummihammer, einer
Wasserwaage und einem alten Passat.
In Teil 2: warum Handwerk immer in Vorleistung geht, die härteste
Phase für seine Familie, warum sein Name auf dem Firmenwagen
steht und wie aus einem Kleingewerbe in drei Jahren eine eigene
Halle wurde.
00:00 Intro
00:12 Wer ist Tobias und wie wir uns kennen
02:34 Warum „mehr wollen" nichts mit Geld zu tun hat
04:17 Kfz-Ausbildung und der Schicksalsschlag kurz vor den
Prüfungen
08:14 Ausbildungsplatz schon in der neunten Klasse
11:03 Die Fahrt vom Arzt nach Hause
11:54 Sein Vater: „Ich lasse dich rennen"
15:33 Warum er den Aufhebungsvertrag selbst vorschlägt
17:47 Das Angebot, kaufmännisch zu bleiben, und warum er ablehnt
18:49 Die zweite Ausbildung: Versicherung und Finanzen
19:39 Zwei Jahre später: „Du darfst wieder"
21:17 Zurück im Handwerk, und er will mehr
22:42 Der Arbeitgeber, der keine Löhne mehr zahlt
23:14 Frau schwanger, Haus gekauft, kein Geld auf dem Konto
24:00 „Das kann ich doch selber"
24:16 Gummihammer, Wasserwaage, alter Passat
25:04 Neuland, ohne ChatGPT und ohne jemanden zum Fragen
26:38 Warum Handwerk erst Geld ausgeben muss
26:57 Outro
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