Wie hört die deutschsprachige Tech-Community Podcasts? Das will
die erste große Tech-Podcast-Umfrage herausfinden, gestartet vom
Engineering Kiosk, und wir sind dabei. Macht bis zum 24. Dezember
mit, es dauert nur ein paar Minuten:
https://engineeringkiosk.github.io/german-tech-podcast-survey/
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Ein Over-the-Air-Update ist eine verteilte Transaktion auf
Hardware, vor der gerade niemand steht. Der USB-Stick des
Servicetechnikers funktioniert bei einem Gerät, aber nicht bei
einer Roboterflotte, und er hinterlässt keinen Audit-Trail.
Geprägt hat das Verfahren die Automobilindustrie. Mit dem Cyber
Resilience Act wird es für jeden Hersteller zum Thema:
Schwachstellen müssen gemeldet und über den Supportzeitraum mit
Sicherheitsupdates behoben werden.
Aktualisieren lässt sich auf mehreren Ebenen, vom Bootloader und
der Firmware über Betriebssystem und Container bis zu Apps,
Agenten und reinen Konfigurationsdateien. Je tiefer die Ebene,
desto teurer der Fehler, im schlimmsten Fall bleibt ein Hard
Brick. Ein komplettes Image ist einfach und unabhängig vom
Zustand des Zielsystems, ein Delta spart Bandbreite, setzt aber
voraus, dass Ihr den Stand jedes Geräts exakt kennt. Weil Geräte
im geschützten Netz von außen nicht erreichbar sind, läuft die
Verteilung meist hybrid: Über eine ausgehende MQTT- oder
WebSocket-Verbindung kommt nur der Anstoß, das Paket holt sich
ein Agent auf dem Gerät selbst per HTTPS.
Damit ein fehlgeschlagenes Update kein Gerät lahmlegt, landet die
neue Version bei A/B-Partitionen neben der laufenden, wird
geprüft und erst dann aktiviert. Besteht sie den Health Check
nicht, folgt der Rollback. Für das Vertrauen sorgen zwei
getrennte Mechanismen: die Signatur des Pakets, deren Public Key
auf dem Gerät hinterlegt ist, und das TLS-Zertifikat des
Update-Servers, das in einer eigenen PKI wechseln können muss,
ohne die Flotte auszusperren. Wer weitergehen will, schützt sich
gegen manipulierte Rollbacks und verankert die Kette per Secure
Boot in der Hardware, über einmalig gebrannte eFuses oder ein
TPM.
Wie groß der Blast Radius werden kann, hat CrowdStrike im Juli
2024 gezeigt: Eine fehlerhafte Konfigurationsdatei war 78 Minuten
im Umlauf und legte 8,5 Millionen Windows-Systeme lahm, weil sie
an alle gleichzeitig ging. Gestaffelte Rollouts und Canary
Releases begrenzen genau das. Zum Schluss geht es darum, wie die
Heisenware-Agenten aktualisiert werden: komplettes Image, Push
über MQTT, signiertes Manifest und ein A/B-Verfahren, das
automatisch zurückrollt, wenn nach 60 Sekunden keine
Broker-Verbindung steht oder der Agent mehrfach hintereinander
abstürzt.
Links zur Folge:
Tech-Podcast-Umfrage:
https://engineeringkiosk.github.io/german-tech-podcast-survey/
CrowdStrike Post Incident Review:
https://www.crowdstrike.com/en-us/blog/falcon-content-update-preliminary-post-incident-report/
Cyber Resilience Act:
https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/2847/oj
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Einfach Komplex ist ein Podcast von Heisenware.
Heisenware kennenlernen:
https://heisenware.com/einfach-komplex
Kontakt: podcast@heisenware.com
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